Ja, ich weiß - was für ein Spannendes Thema…
Ernsthafte Flashies winken jetzt schon ab, raten ab, schütteln verständnislos den Kopf, fragen sich „was soll das“ oder lesen einfach weiter, weil sie nicht anders können …
Der King ist ja auch eigentlich schon ein ganz alter Hut. Aber er wird nach wie vor angeboten, ist auch immer noch eine Wundertüte und außerdem möchte ich auch mal ein kleines Review schreiben. Bei den richtig tollen Lampen gibt’s aber immer schnell richtig professionelle Berichte von lieben Kollegen hier, so das ich im Schreiben darüber keinen Sinn sehe.
Der goldene "King" übt schon lange eine besondere Faszination auf mich aus - die goldfarbene Anodisierung gefällt mir schon immer sehr gut. Und irgendwie gehört er ja auch doch dazu. Ich hatte mir daher bereits einmal einen "3x Cree XML" King von Securitying geordert, aber wegen gravierender Leistungsschwäche wieder zurück geschickt - er war faktisch nur unwesentlich heller als z.B. meine MH20. Das hatte mich erst mal "geheilt". Die Rezensionen zu dieser Lampe bei Amazon weckten aber erneut meine Neugier. Und 8.500 Lumen für unter 40€ - das klingt zu schön um wahr zu sein (und –ihr wisst es natürlich- es ist auch nicht wahr...). Aber ich konnte trotz allem nicht widerstehen und gestern wurde das Goldstück geliefert.
Meine ersten Eindrücke:
Die Verarbeitung ist für den Preis echt OK. Man erkennt beim genauen Hinsehen noch teilweise Frässpuren, es gibt kleine Unebenheiten und Kratzerchen, insgesamt aber wirklich ordentlich! Die Anodisierung wirkt sehr edel und die "Haptik" ist auch gut. Die Markenhersteller haben da schon noch klar mehr zu bieten, aber er macht sich sicher gut in meinem kleinen Regalfach oben rechts im Wohnzimmerregal.
Wie es um die Wasserdichtigkeit des King aussieht habe ich nicht getestet und möchte es auch nicht ausprobieren.
Das (übrigens sehr einfache) Zerlegen brachte hingegen gleich einiges an den Tag:
Der "King" wurde ab Werk leider komplett trocken zusammen gebaut. Es wurde weder Wärmeleitpaste am LED Board noch Fett an Gewinde und O-Ringen verwendet. Immerhin - es wurde auch nichts verklebt. Das Aufschrauben des Batterierohrs erzeugte ein markerschütterndes quietschen. Das LED-Board ist einfach ins Gehäuse eingelegt, wird vom Druck des Bezels fixiert und hat nur wenige Milimeter Kontakt am äußeren Rand zum Gehäuse, was für den Wärmeübergang natürlich nicht optimal ist.
Der Treiber ist nur in eine Nut gesteckt und lässt sich leicht lösen.Der Pluspol der Akkus schleift prinzipbedingt beim Zuschrauben am Kontakt der Platine. Die Materialstärke des Metalls auf der Platine sieht nicht vertrauenserweckend aus. Wie lange das tatsächlich hält wird ggf. die Zeit zeigen.
Meine LD75c ist mit XM-L2 LEDs ausgestattet. Die LEDs des King sehen anders aus und erinnern eher an die "alten" XM-L. Mit Sicherheit sagen kann ich das aber nicht.
Bedienung:
Es gibt nur high-low-aus , bei gedrückt halten des Schalters aktiviert man Stroboskop. Lockout ist möglich durch leichtes lösen des Batterierohrs.
Lichtfarbe/Beam:
Die Lichtfarbe ist kaltweiß, kälter als die Fenix, wirkt aber live nicht blau. Wie -aufgrund der vielen LED's- auch zu erwarten ist die Ausleuchtung eher breit (flood) aber dank der Reflektoren gibt es auch etwas Reichweite.
Vergleichsmessung zur Fenix LD75c als Referenzlampe:
Ich besitze ein einfaches Luxmeter welches mir Luxmessungen und vereinfachte Lumenmessungen via ceiling bounce ermöglicht. Das sind keine exakten Messungen, aber gut genug zur groben Einschätzung - denke ich. Unter Annahme das meine Fenix die angegebenen 4000 Lumen auch hat, kommt der King beim Einschalten auf ca 3000 Lumen, schnell abfallend (innerhalb von etwa einer Minute) auf 2000 Lumen, wo sich der Wert dann einpendelt. Das ist zunächst mal - angesichts der vollmundigen Herstellerangaben - enttäuschend, aber immer noch eine Menge Licht. Der King wird dabei handwarm aber nicht wirklich heiß. Der Luxwert beträgt kurz nach dem Einschalten immerhin 27 kLux. Die LD 75c bringt es auf etwa 62 kLux.
Wie erwähnt, ist der Wärmeübgergang des LED Boards an das Gehäuse nicht optimal. Zudem wird das Board nur durch lächerlich dünne Kabel mit Strom versorgt. Ein Austausch der Kabel gegen Dickere sowie etwas Wärmeleitpaste am Rand des LED Boards haben die Wärmeabfuhr verbessert sowie die Messwerte direkt um etwa 500 Lumen, bzw. 6 kLux erhöht ( 3500 Lumen, 33kLux nach dem Einschalten, abfallend auf etwa 2.500 Lumen). Die Lampe wird jetzt auch ordentlich heiß.
Woher der langsame Lumenabfall nach dem Einschalten kommt ist mir nicht ganz klar. Auf dem LED Board ist kein Temperatursensor verbaut und das Abdimmen erfolgt auch schon, während das Gehäuse kaum erwärmt ist. Da dies langsam und kontinuierlich erfolgt, fällt es „draußen“ aber kaum auf.
Ich werde – sofern Interesse besteht, in den nächsten Tagen mal noch Outdoor Beamshots nachreichen.
Danke an alle die bis hier runter gelesen haben
Viele Grüsse
Kai
Ernsthafte Flashies winken jetzt schon ab, raten ab, schütteln verständnislos den Kopf, fragen sich „was soll das“ oder lesen einfach weiter, weil sie nicht anders können …
Der King ist ja auch eigentlich schon ein ganz alter Hut. Aber er wird nach wie vor angeboten, ist auch immer noch eine Wundertüte und außerdem möchte ich auch mal ein kleines Review schreiben. Bei den richtig tollen Lampen gibt’s aber immer schnell richtig professionelle Berichte von lieben Kollegen hier, so das ich im Schreiben darüber keinen Sinn sehe.
Der goldene "King" übt schon lange eine besondere Faszination auf mich aus - die goldfarbene Anodisierung gefällt mir schon immer sehr gut. Und irgendwie gehört er ja auch doch dazu. Ich hatte mir daher bereits einmal einen "3x Cree XML" King von Securitying geordert, aber wegen gravierender Leistungsschwäche wieder zurück geschickt - er war faktisch nur unwesentlich heller als z.B. meine MH20. Das hatte mich erst mal "geheilt". Die Rezensionen zu dieser Lampe bei Amazon weckten aber erneut meine Neugier. Und 8.500 Lumen für unter 40€ - das klingt zu schön um wahr zu sein (und –ihr wisst es natürlich- es ist auch nicht wahr...). Aber ich konnte trotz allem nicht widerstehen und gestern wurde das Goldstück geliefert.
Meine ersten Eindrücke:
Die Verarbeitung ist für den Preis echt OK. Man erkennt beim genauen Hinsehen noch teilweise Frässpuren, es gibt kleine Unebenheiten und Kratzerchen, insgesamt aber wirklich ordentlich! Die Anodisierung wirkt sehr edel und die "Haptik" ist auch gut. Die Markenhersteller haben da schon noch klar mehr zu bieten, aber er macht sich sicher gut in meinem kleinen Regalfach oben rechts im Wohnzimmerregal.
Wie es um die Wasserdichtigkeit des King aussieht habe ich nicht getestet und möchte es auch nicht ausprobieren.
Das (übrigens sehr einfache) Zerlegen brachte hingegen gleich einiges an den Tag:
Der "King" wurde ab Werk leider komplett trocken zusammen gebaut. Es wurde weder Wärmeleitpaste am LED Board noch Fett an Gewinde und O-Ringen verwendet. Immerhin - es wurde auch nichts verklebt. Das Aufschrauben des Batterierohrs erzeugte ein markerschütterndes quietschen. Das LED-Board ist einfach ins Gehäuse eingelegt, wird vom Druck des Bezels fixiert und hat nur wenige Milimeter Kontakt am äußeren Rand zum Gehäuse, was für den Wärmeübergang natürlich nicht optimal ist.
Der Treiber ist nur in eine Nut gesteckt und lässt sich leicht lösen.Der Pluspol der Akkus schleift prinzipbedingt beim Zuschrauben am Kontakt der Platine. Die Materialstärke des Metalls auf der Platine sieht nicht vertrauenserweckend aus. Wie lange das tatsächlich hält wird ggf. die Zeit zeigen.
Meine LD75c ist mit XM-L2 LEDs ausgestattet. Die LEDs des King sehen anders aus und erinnern eher an die "alten" XM-L. Mit Sicherheit sagen kann ich das aber nicht.
Bedienung:
Es gibt nur high-low-aus , bei gedrückt halten des Schalters aktiviert man Stroboskop. Lockout ist möglich durch leichtes lösen des Batterierohrs.
Lichtfarbe/Beam:
Die Lichtfarbe ist kaltweiß, kälter als die Fenix, wirkt aber live nicht blau. Wie -aufgrund der vielen LED's- auch zu erwarten ist die Ausleuchtung eher breit (flood) aber dank der Reflektoren gibt es auch etwas Reichweite.
Vergleichsmessung zur Fenix LD75c als Referenzlampe:
Ich besitze ein einfaches Luxmeter welches mir Luxmessungen und vereinfachte Lumenmessungen via ceiling bounce ermöglicht. Das sind keine exakten Messungen, aber gut genug zur groben Einschätzung - denke ich. Unter Annahme das meine Fenix die angegebenen 4000 Lumen auch hat, kommt der King beim Einschalten auf ca 3000 Lumen, schnell abfallend (innerhalb von etwa einer Minute) auf 2000 Lumen, wo sich der Wert dann einpendelt. Das ist zunächst mal - angesichts der vollmundigen Herstellerangaben - enttäuschend, aber immer noch eine Menge Licht. Der King wird dabei handwarm aber nicht wirklich heiß. Der Luxwert beträgt kurz nach dem Einschalten immerhin 27 kLux. Die LD 75c bringt es auf etwa 62 kLux.
Wie erwähnt, ist der Wärmeübgergang des LED Boards an das Gehäuse nicht optimal. Zudem wird das Board nur durch lächerlich dünne Kabel mit Strom versorgt. Ein Austausch der Kabel gegen Dickere sowie etwas Wärmeleitpaste am Rand des LED Boards haben die Wärmeabfuhr verbessert sowie die Messwerte direkt um etwa 500 Lumen, bzw. 6 kLux erhöht ( 3500 Lumen, 33kLux nach dem Einschalten, abfallend auf etwa 2.500 Lumen). Die Lampe wird jetzt auch ordentlich heiß.
Woher der langsame Lumenabfall nach dem Einschalten kommt ist mir nicht ganz klar. Auf dem LED Board ist kein Temperatursensor verbaut und das Abdimmen erfolgt auch schon, während das Gehäuse kaum erwärmt ist. Da dies langsam und kontinuierlich erfolgt, fällt es „draußen“ aber kaum auf.
Ich werde – sofern Interesse besteht, in den nächsten Tagen mal noch Outdoor Beamshots nachreichen.
Danke an alle die bis hier runter gelesen haben
Viele Grüsse
Kai