Spät entdeckt den Thread, weshalb ich dann jetzt erst auf die ursprüngliche Frage antworte
Ich bin auch im Streifendienst tätig, momentan auf der Autobahn mit gelegentlichen Schwerpunkteinsätzen, bei denen es mehr abgeht als bei einer LKW-Kontrolle
Am Koppel trage ich eine Surefire P1R Peacekeeper. Das gute Teil startet immer in High und hat nur zwei Stufen, die durch wiederholtes Drücken des Heckschalters durchgeschaltet werden. Als eine von wenigen Surefires begnügt die P1R sich mit 18650er Akkus, was sie für mich wirtschaftlich macht. Da ich meine anderen Ladegeräte zuhause brauche, nutze ich für die Akkus das Ladegerät aus dem Lieferumfang der Surefire (inkl. 12V-Anschluss

). Die Leistung der Surefire mit defensiv angegebenen 600Lm reicht mir für den normalen Gebrauch absolut aus. Da ist mir viel wichtiger, dass die mich nie im Stich lassen würde und immer so angeht, wie ich mir das vorstelle (Stichwort Memory, wie
@Gammel ja auch schon erwähnte).
Als Schreiblicht habe ich mir eine Olight H1 Nova mit Kabelbindern an die Schlaufe meiner Außentragehülle der Weste gebaut. Die Kabelbinder verlaufen direkt in den für die Kopfhalterung vorgesehenen „Rillen“ im Lampenkörper, was die Lampe zuverlässig gegen Verlust sichert und trotz fest angezogener Kabelbinder noch ein Verstellen ermöglicht. Meistens nutze ich die Lampe auf einer kleinen Stufe zum Lesen und Schreiben. Ab und an leuchte ich damit aber auch mal im Turbo Situationen vor mir aus (Taschen entleeren, Fotos machen).
Da wir naturgemäß recht oft den Verkehr auf uns aufmerksam machen müssen, habe ich in der Beintasche der Cargo-Hose immer einen roten Warnkegel (hier im Forum auch gern Hubschrauberlockpfeife genannt

). Besonderheit bei dem Teil ist, dass es aus flexiblem Material hergestellt ist und damit sowohl auf viele Lampen passt als auch in der Beintasche absolut nicht aufträgt oder stört. Das Teil ist von Klarus, falls ich die Neugierde wecken konnte
Als Holster benutze ich ein originales Surefire Schnellziehholster, in das die Lampe bezel up eingesteckt wird und durch eine Metallklammer festgehalten wird. Passt wie angegossen, trägt nicht zu dick auf, lässt sich super ziehen und gefällt mir besser als das dienstliche LHU-Holster (dessen Vorteil des Drehens das SF-Holster natürlich nicht hat). Von der dienstlichen Lampe fang ich hier jetzt nicht an, das Teil ist eine Frechheit

(ebenfalls PEL-4)
An der Weste habe ich dann noch seitlich einen Cellvault von Thyrm klemmen. Das ist ein Batteriecontainer mit Schnellzugriff für 3 Stück CR123 Batterien. Damit kann ich einmal meine Primärlampe und einmal mein Schreiblicht wieder einsatzklar machen, selbst wenn der Ersatzakku in der Einsatztasche grad nicht erreichbar ist oder die Li-Ions aufgrund arktischer Temperaturen den Dienst quittieren.
Zur Dokumentenkontrolle nutze ich eine Convoy S2+ UV mit echten 365nm Wellenlänge. Die hat so viel Leistung, dass die sogar tagsüber brauchbar ist. Das UV-Licht ist qualitativ besser als das der extra dafür hergestellten Dokumenten-Prüfer (Doku-Eye) und das für damals unter 20€.
In der Einsatztasche habe ich dazu eine Suchlampe mit ausreichender Leistung und adequater Ausdauer, da ich damit nicht nur Unfallstellen auf der stockfinsteren BAB ausleuchten kann sondern auch, weil an unseren Revierbereich viele ländliche Bereiche anknüpfen und wir aufgrund der schnellen Verbindung über die BAB oft dort unterstützen.
Entschieden habe ich mich da für die, hier auch bereits erwähnte, TK65R von Fenix. Zur Entscheidung beigetragen hat neben der Leistung von 3200Lm und der klasse Ausdauer von 1:45h auf Vollgas auch die handliche Form und integrierte Lademöglichkeit. Überhaupt auf die Lampe gekommen bin ich jedoch über die Möglichkeit, diese mittels Adapterplatte an den Koppel zu klicken. Das hatte mir vorher (Fenix TK75/2900Lm) immer gefehlt. Man sucht jemanden, findet ihn und ist nur halb handlungsfähig, weil man immernoch den Klopper von Lampe halten muss. Die Fenix klemme ich mir dann einfach in die absolut zuverlässig haltende Adapterplatte und steig auf meine Surefire oder sogar auf die Olight um, um agieren zu können oder sogar die Hände frei zu haben.
Weiterhin ist die Lockout-Funktion sinnvoll für den Transport in der Einsatztasche, die Lampe passt bauartbedingt sogar in die außen angebrachten Schlaufen für den MES und genauso gut in die Tür-Ablage unserer E-Klasse
Wenn ich zivil unterwegs bin, beschränke ich mich auf eine kleine HDS Tactical Rotary mit 325Lm, die ich im originalen Kydex-Holster gut verdeckt tragen kann
Wie ihr seht, ist mir vor allem eines wichtig: dass ich trotz potenter Beleuchtungsmittel nicht doch wieder im Dunkeln stehe, weil der Hersteller zwar nicht an Leistung und Werbung, dafür aber an der Qualität gespart hat. Hab ich kein Licht, bin ich trotz dem Koppel voller FEM einfach handlungsunfähig. LICHT IST MACHT!
In diesem Sinne, möge die Macht in Form von Licht immer mit euch sein
