Hat eigentlich hier jemand Erfahrung mit den Vostok Uhren?
Um Deine Frage mal zu beantworten. Ja, habe ich. Bei den älteren "Vostok Europe" Uhren kam das Design aus dem Baltikum und die Werke waren noch veredelte (naja, richtig gebläut waren die Schrauben nicht), aber echte Vostok Kaliber. Heute kommt da schweizer Schund rein.
Von denen habe ich die "Mryia" nach der gleichnamigen Antonov AN-225 (die sollte jeder kennen). Ist aus den Nuller-Jahren und wurde nur in kleiner Stückzahl gebaut
http://forums.watchuseek.com/f71/vostok-europe-225-mryia-44411.html
Bei den normalen Vostoks wurden die Automatikwerke i.d.R. in die Amphibia-Serie (Taucheruhren) verbaut. Ein bekanntes Beispiel ist die KGB-Uhr. Die habe ich hier auch noch irgendwo. Die ist aus Anfang der Neunziger und läuft immer noch (ziemlich genau).
Ich habe mich vor geraumer Zeit mal mit meinem Uhrmacher über die Werke unterhalten. Konstruktionstechnisch sind die absolut in Ordnung, sind sie doch Nachbauten bekannter Kaliber auf z.T. original Maschinen (teilweise noch aus Reparationsleistungen). Das Problem ist wohl der Materialmix (z.B. Messing), der zu Abrieb führt und, wenn es sich überhaupt lohnt, mühsam vom Uhrmacher weggesäubert werden muss.
Heute haben die normalen Vostoks wohl teilweise japanische Werke inside. Dann sollte es keine Zweifel mehr geben. Meine 3 Russen (ich habe auch noch einen alten orginal Poljot "Buran", Chronograph, Handaufzug) laufen jetzt seit Jahrzehnten störungsfrei.