Lux, Lumen, Candela, Leuchtdichte

Dieses Thema im Forum "Lux-Messungen" wurde erstellt von sma, 3. Dezember 2014.

  1. Die Angaben 'Wieviel Lumen' und 'Reichweite in Metern' reichen üblicherweise gut aus,
    um Leuchten zu beschreiben. Und man entwickelt bald ein Gefühl dafür, was das bedeutet.

    Wenn man dann genauer darüber nachdenkt, kann es schnell unübersichtlich werden.
    Es entstehen naheliegende Fragen ("Kann ich Lumen in Lux umrechnen?") und etwas
    unerwartete Phänomene ("warum hat dieses viel mehr Lumen, aber jenes mehr Lux?").

    Die Begriffe kann man natürlich in Wikipedia nachschlagen. Aber es wird schnell theoretisch
    und man findet dort auf Anhieb wenig, was speziell für den Flashaholic
    hilfreich wäre.

    Hier soll es, ganz passend für ein Leuchten-Forum, ein paar Hintergründe zu den
    wichtigsten Begriffen geben.

    Ich habe bewußt ein paar Dinge weggelassen oder vereinfacht, z.B. korrekt geschriebene
    Formeln, oder genauere Definitionen der Größen. Aber ich glaube, es würde andernfalls
    nur unübersichtlicher, wenn man keine Routine mit den Begriffen hat. Man könnte an allen
    möglichen Stellen ausschweifen. Ich wollte das aber erstmal so kurz wie möglich bekommen und
    habe so manches auch wieder rausgestrichen. Ich fang jetzt mal hiermit an.

    Selbst dieser Artikel ist ein guter Kandidat für tl;dr.
    Deshalb gibt's sogar die Superkurzversion, und zwar in grün.


    Inhalt:

    1. Lux
    2. Lumen
    3. Candela
    4. Leuchtdichte



    1. Lux (Lx)

    Ein Maß für die Beleuchtungsstärke. Es spielt keine Rolle, ob der Spot breit oder schmal ist oder
    wieviel "Lumen" insgesamt im Spiel sind. => Es zählt nur, wie hell ein bestimmter Punkt angestrahlt wird.

    [​IMG]

    Die gemessenen Lux hängen empfindlich vom Abstand von einer Lichtquelle ab.

    Wieviel ist ein Lux? Die historische Festlegung paßt hier gut: 1 Kerze ("Candela") in einem Meter
    Abstand strahlt Dinge mit 1 Lux an. An einem hellen Sonnentag sind es dann ~100.000 Lux
    und bei Vollmondlicht etwa 1/4 Lux.


    Zum Messen verwendet man ein Luxmeter. Die gibt es im Internet mittlerweile recht billig.
    Die Qualität ist aber recht variabel, wie Tests von Forest (#1) und Photon (#9+11) zeigen.
    Der Grund ist, daß elektrische Photosensoren eine ganz andere, farbabhängige
    Lichtempfindlichkeit haben, als das menschliche Auge. Das muß mit einem besonderen Farbfilter
    ausgeglichen werden. Und dieser Filter ist das eigentlich ausgeklügelte an einem Luxmeter.
    Ein gutes Meßgerät gibt auch für ganz verschiedene Farben gleiche Werte, wenn die Farben auch
    dem Auge gleich hell erscheinen.

    Man kann natürlich auch mit dem eigenen Auge ungefähr erkennen, wie hell eine
    Fläche angestrahlt wird. Eine Tischoberfläche zum Beispiel, oder natürlich bei Beamshots.
    Wie der Tisch oder der Spot Licht reflektiert und dann uns erscheint, hat aber nur
    indirekt etwas mit den auftreffenden Lux zu tun. Erst unsere Erfahrung läßt uns auf die
    Beleuchtungsstärke an jener Stelle schließen. An Stelle des Meßgerätes wären wir gar kein
    gutes Luxmeter, sondern meist nur: geblendet.


    2. Lumen (lm)

    Lichtstrom => Wieviel Licht kommt insgesamt aus der Quelle heraus?

    Die Lumen sind ein sehr beliebtes Maß für die Leistungsfähigkeit einer Lichtquelle.
    Man stößt damit aber schnell an Grenzen, wenn die Lichtverteilung sich stark unterscheidet.

    Man kann bei Leuchten nicht von Lumen auf Lux oder andersherum schließen. Es hängt
    vom Strahlprofil der Leuchte ab, ob sich das ausgesandte Licht (Lumen) in der
    Entfernung konzentriert (Thrower, viel Lux) oder weit verteilt wird (Fluter, wenig
    Lux).

    Es handelt sich um eine Eigenschaft der Quelle und Abstand spielt keine Rolle.


    Ein sinnvolles Lumen-Meßgerät muß alles Licht einfangen können, das aus einer
    Quelle kommt. Deshalb sind das typischerweise Kugeln (also Kugelphotometer,
    auch "Ulbrichtkugeln"), in die man die Quellen hineinsteckt. Das gesamte Licht
    wird dann innen fortwährend hin- und hergestreut und es ergibt sich ein gleichmäßiger
    Hintergrund, den man einfach mit einem Luxmeter messen kann. Verblüffenderweise
    funktioniert das sogar sehr gut, wenn die Kugel innen nicht perfekt weiß, sondern nur
    gleichmäßig hellgrau ist, aber ganz matt muß sie sein. Aber das ist eine andere Geschichte.

    [​IMG]

    Gute Kugelphotometer für Taschenlampen sind unerschwinglich (oder sehr klein),
    und Eigenbauten erfordern Bastelfreude (Nightlight, Photon, sma).
    Deshalb wird als einfacher Ersatz gern der "Ceiling bounce" (also das "Zimmerdecken-
    Rückstrahlen") eingesetzt. Man leuchtet mit der Lampe nach oben auf eine möglichst
    große, helle, matte Fläche. Solche Bedingungen findet man am ehesten in Bad&WC oder
    im Flur. Das Licht darf auch an die Wand, solange es nur möglichst zwischen weißen,
    matten Flächen hin- und hergeworfen wird. Auch hier bildet sich ein gleichmäßiger
    Hintergrund, den man mit einem Luxmeter mißt. Das Luxmeter blickt dabei ähnlich wie
    die Lampe gegen die Decke und darf nicht direkt von der Leuchte angestrahlt werden.
    Durch Vergleich mit einer bekannten Quelle erhält man dann ein Maß für die Lumen.
    Es ist von Vorteil, wenn sich möglichst wenig dunkle Flächen im Blickfeld von Lampe und
    Luxmeter befinden. Unerläßlich ist auf jeden Fall eine immer genau gleichartige Anordnung
    von Lampe und Luxmeter.

    ANSI-Lumen, OTF-Lumen: So mancher Lampenverkäufer hat für die Lumenangabe
    seiner Leuchte Laborwerte des Herstellers verwendet (Phantasiewerte mal ganz außer acht
    gelassen). Allerdings:
    - kann die tatsächliche Bestromung der LED in der Leuchte schon nach kurzer Zeit abfallen
    - vielleicht wird die LED auch sehr warm, dann wird die Lichtausbeute noch kleiner
    - und die Verluste auf dem Weg nach außen sind auch noch nicht berücksichtigt: Das
    können locker 10-15% für einen Aluminium-Reflektor sein. Bei Linse und Glasscheiben
    sind es etwa 8%, mit einer guten Antireflexbeschichtung nur 2-4%.

    => Eine Angabe nach dem ANSI-Standard soll hingegen die Lumen nennen, die tatsächlich
    die Leuchte verlassen. Bevor der ANSI-Standard Verbreitung fand, wurde deshalb für den
    korrekten Wert auch gern der Begriff OTF-Lumen verwendet, für "out the front", also "vorne raus".
    ANSI- oder OTF-Lumen gibt es aber nicht wirklich, es gibt einfach nur "Lumen". Aber der Begriff
    faßt knackig zusammen, daß sinnvoll gemessen wurde.


    3. Candela (cd)

    Lichtstärke => Wie hell erscheint eine Lichtquelle als Ganzes, in eine bestimmte Richtung?

    Ganz ähnlich wie bei den Lumen handelt es sich bei den Candela um eine Eigenschaft der Quelle.
    Abstand spielt auch hier keine Rolle. Allerdings geht es nun um eine bestimmte Richtung.
    Bei uns natürlich um die hellste, also in Richtung Spotmitte.

    Um die Lichtstärke begreifen zu können, begibt man sich gedanklich am besten zur Quelle.
    Die Summe des Lichts, das aus der Leuchte in eine ganz bestimmte Richtung strahlt, macht die
    Lichtstärke in diese Richtung aus.

    Und diese Lichtstärke bestimmt unmittelbar, wieviel Lux man dann in einer bestimmten Entfernung mißt.


    Lux = Candela / Entfernung²
    Beispiel: Eine Kerze (1 cd) erzeugt in einer Entfernung von 2m eine Beleuchtungsstärke von
    1/(2*2) => 1/4 Lux (das entspricht Vollmondlicht)

    Andersherum aufgedröselt ist der Zusammenhang ebenso nützlich:

    Candela = Lux * Entfernung²
    Beispiel: Wenn man für eine Leuchte 2000 Lux in 5m Abstand mißt, dann hat sie eine
    Lichtstärke von 2000*25 => 50 kcd (50 "kLux@1m")

    Es gibt eine typische Ausnahme, wo die Lichtstärke doch von der Entfernung abhängt:
    Falls man zu nah an einer ausgedehnten Quelle mißt (z.B. ein großer Scheinwerfer),
    dann ist der Spot noch nicht gut fokussiert. Deshalb vermißt man starke Thrower
    (also bei großen Reflektoren oder Linsen) erst ab einer sinnvollen Entfernung. Wenn man
    erstmal weit genug von der Quelle weg ist, dann wird die Lichtstärke zu einer festen Zahl.

    "Lux@1m": Candela sind die typische Angabe für Thrower, weil sich daraus direkt die Lux
    in einer bestimmten Entfernung errechnen lassen. In der Praxis verwenden Flashies jedoch
    häufiger die Angabe "Lux@1m". Wenn man die Lux in genau 1m Entfernung mißt, dann erhält man
    für Lux und Candela denselben Zahlenwert. (Und wenn man die Lux in einer anderen Entfernung
    gemessen hat, kann man sie ja umrechnen.)

    Bei der Schreibweise "Lux@1m" ist unklar, in welcher Entfernung tatsächlich gemessen (und dann
    umgerechnet) wurde. Man muß sie bei Bedarf hinzufügen, denn andernfalls kann das "@1m" sogar
    einen falschen Eindruck erwecken. DrJones hat hier ("Candela, die verkannte Einheit") dafür plädiert,
    Candela zu verwenden (kein irreführendes "@1m", und es wäre eh die korrekte Schreibweise),
    es gab aber keine eindeutige Resonanz.
    => Lux@1m ist wohl deshalb die verbreitetere Angabe bei Flashies, weil das für die meisten einfach
    näher an dem dran ist, was passiert: "Lux messen, und dann auf 1m umrechnen".
    Aber man kann sich auch gut an Candela gewöhnen, denn mittlerweile wird es bei Leuchten ja auch
    in den Helligkeitsangaben nach ANSI verwendet:

    [​IMG]

    Im Amerikanischen begegnet man häufig dem "Candlepower", ursprünglich eine historische Einheit, die
    marginal vom Candela abwich und mittlerweile einfach wie Candela verwendet wird. (Geradezu berüchtigt
    sind allerdings die Phantasie-Angaben auf Handscheinwerfern, die man zu Hauf in amerikanischen
    Kaufhäusern findet.)

    Aus der Lichtstärke in Candela kann man die Reichweite einer Leuchte (gemäß ANSI) bestimmen.
    Um die Reichweite in Zahlen zu fassen, wird die Entfernung angegeben, in der die Leuchte eine gerade
    noch nutzbare Beleuchtungsstärke erzeugt. Für den ANSI-Standard hat man sich auf 0.25 Lux festgelegt.
    Das ist der typische Wert bei Vollmondlicht. Weniger ist nicht mehr sinnvoll, eher mehr. Die Formel oben
    auf eine dritte Variante aufgedröselt ergibt:

    Entfernung = 2 * Wurzel (Candela)
    Beispiel: Eine Leuchte mit 50kcd (50 klx@1m) hat eine ANSI-Reichweite von 2 * Wurzel(50000) = ~450m


    4. Leuchtdichte (cd/mm²)

    Diese Größe spielt im Leuchtenalltag keine Rolle. Sie ist aber entscheidend für die Reichweite von Throwern.
    Und deshalb darf sie mit in diese Aufzählung.

    Von allen lichttechnischen Größen ist die Leuchtdichte die einzige, die der Mensch tatsächlich empfinden kann.
    => Wie hell erscheint uns ein Stück einer Fläche?

    Ein Beispiel mit LEDs:

    [​IMG]

    Die LEDs haben unterschiedliche Größe. Und es ist gar nicht einfach, einzuschätzen, welche insgesamt
    mehr Licht abgibt (Lumen). Eins ist aber sofort klar: die Fläche der kleineren LED erscheint einfach "heller".

    Leuchtdichteangaben gibt es auch im Alltag, und zwar bei Displays, also Monitoren, Molbilgeräten, etc.
    Hier sind die Werte im Vergleich zu LEDs natürlich klein. Sie bewegen sich zwischen 50 und 250 Candela
    pro Quadratmeter.
    Bei gleißend hellen Quellen, wie LEDs, werden die Zahlen sehr unhandlich und man geht vom Quadratmeter
    zum Quadrat-Millimeter über (Umrechnungsfaktor: eine Million). Eine Unterscheidung mit dem Auge ist dann
    natürlich nur noch mit Abblendung möglich.

    Was ist ein typischer Wert für Leuchtdichten in Lampen? Die Wendel einer Halogenbirne hat etwa 30cd/mm².
    LEDs haben Werte, die zwischen diesem und (in aktuellen Dragstern) maximal dem 6- bis 7-fachen liegen.


    Was bedeutet denn Leuchtdichte überhaupt?
    Zur Erinnerung: Die "Candela" gaben an, wie hell eine Quelle als ganzes in eine bestimmte Richtung scheint.
    => Und die "Candela pro mm²" geben an, wie hoch diese Lichtstärke auf der Fläche der Quelle konzentriert ist.

    Lichtstärke (Candela) = Leuchtdichte * Fläche
    Beispiel: Wenn eine Fläche mit 30 cd/mm² strahlt (Halogen-Wendel) und einen Quadratmillimeter groß ist,
    dann strahlt sie also mit 30 cd in eine bestimmte Richtung, sprich wie 30 Kerzen. (Und das ergibt in 1m
    Entfernung dann 30 Lux.)

    Reichweitenberechnung für eine Leuchte: Man benötigt dazu nur die Leuchtdichte der LED und den
    Durchmesser der Leuchte. Im Gegensatz dazu spielen Reflektortiefe oder Linsenbrennweite keine Rolle.
    Warum ist das so? Es gibt eine faszinierende Eigenschaft der Leuchtdichte: Sie ändert sich nicht
    durch Reflektion oder Brechung.
    => Vereinfacht, aber anschaulich: Durch eine Lupe vergrößerte Dinge werden nicht dunkler.
    Man könnte doch erwarten, daß sich das vom Gegenstand ausgesandte Licht "auf eine größere Fläche
    verteilt" und die Fläche dann dunkler erscheint? Das geschieht nicht, weil die Lupe automatisch auch
    mehr Licht einsammelt und sich beides stets ausgleicht.
    Zwar gibt es bei Reflektion/Brechung auch Verluste, und in Wirklichkeit wird die Leuchtdichte dabei
    noch etwas verringert. Aber: Sie kann selbst mit einer geschickten Linsen/Reflektor-Konstruktion
    niemals "erhöht" werden.

    Für die Leuchte führt das zu folgendem Phänomen (siehe unten, Bild einer RRT-01 von vorne):
    Vom Spot aus gesehen erscheint die gesamte, ausgeleuchtete Reflektor-/Linsenfläche mit der
    Leuchtdichte der Quelle selbst (bis auf 10-15% unweigerliche Verluste am Aluminium). Es wirkt gerade
    so, als ob man schlicht von einer einfachen riesigen LED mit dieser Leuchtdichte angestrahlt würde.
    => Somit braucht man für die Bestimmung der gesamten Lichtstärke nur noch die (von vorne gesehen)
    scheinbare Reflektor- oder Linsen-Fläche mit der Leuchtdichte malnehmen. Und für die Verluste an Glas-
    und Spiegelflächen reicht eine Pauschale. (Wer rechenlustig ist, für den gibt's das ausführlicher hier).
    [​IMG]

    "Dedomen": Das Entfernen des LED-Doms ist bei Dragstern sehr beliebt, weil es die Leuchtdichte der LED
    auf fast das doppelte erhöhen kann (die Lumen verringern sich allerdings etwas). Es gibt außerdem eine
    typische Farbverschiebung zu wärmeren Farbtemperaturen, manchmal auch noch unvorteilhaft grünstichig.
    Leider gibt es wenig Zahlenwerte für Leuchtdichten von hellen Quellen. Diese Größe ist eher wichtig
    für den Bau von Scheinwerfern oder Projektionssystemen, also z.B. für Kinoprojektoren und Beamer.
    Aber eben auch für Thrower-Freaks. Eine Sammlung von Leuchtdichten für so allerhand Quellen gibt's
    deshalb hier.

    So, das war's erstmal. Tips für Verbesserungen und Ergänzungen sind sehr willkommen!


    Bonus Facts:

    • Wenn man es nicht ganz so genau nimmt, dann tut es so ziemlich jedes Luxmeter ganz gut.
      Wenn man aber genauer interessiert ist, welche Fehler sich bei LEDs sogar mit guten Filtern
      ergeben, dann siehe den folgenden Artikel (PDF) von Gossen, einem Hersteller von hochwertigen
      Meßgeräten, "LED Beleuchtung - Fehlerbetrachtung bei der Beleuchtungsstärkemessung".

    • Das Candela ist ja nicht so recht intuitiv. Es ist aber sogar eine SI-Basiseinheit, von denen es
      insgesamt geade mal 7 gibt. Das sind grundlegende Größen (wie z.B. Länge, Masse, Stromstärke,
      Zeit), aus denen man alles übrige kombinieren kann, was man physikalisch so braucht.
      Seltsam, ausgerechnet in dieser prominenten Runde ist etwas mit von der Partie, unter dem
      man sich erstmal gar nichts vorstellen kann?

      Noch besser: das Candela beschreibt ja, wie hell etwas dem menschlichen Auge erscheint.
      Das wird aber von der biologischen Empfindlichkeitskurve des Auges bestimmt. Manche Tiere
      würden das ganz anders sehen. Und zum Messen braucht man entweder ausgeklügelte Filter
      oder wiederum das Auge (vergleichende Messungen).

      => Man sieht daran, daß Lichtmessung für den Menschen etwas sehr grundlegendes ist.
      Aber wer würde das in diesem Forum bestreiten.

      Übrigens hätte neben dem Candela auch ohne weiteres eine ihm verwandte Größe zur SI-Einheit
      werden können. Zum Beispiel das Lux, oder die Leuchtdichte, die ja sogar eine intuitive Größe ist.
      => Es ist das Candela geworden, weil es zu der Zeit, als man sich auf SI-Einheiten festgelegt hat,
      noch am einfachsten zu messen war.

    • Wie entfernt man den Dom einer LED: 3-6 Stunden in Nitroverdünnung oder Aceton,
      gerade bedeckt, reicht völlig. Der Dom aus Silikon quillt enorm und löst sich
      dadurch von selbst ab. Solange warten, bis der Dom sich ganz ablöst, also beim
      Herausnehmen des Trägers mit der Pinzette von alleine abfällt. Darauf achten,
      daß dabei nicht die feinen Bondingdrähte abreißen. Deshalb ohne Übung nicht
      leichtfertig am Dom oder seinen Resten rumzupfen, das gefährdet die Bondingdrähte/den
      Phosphor. Einfach länger einweichen und dann runterblasen (selbst Druckluft
      vertragen die Drähte gut), winzige Reste lieber einfach drauflassen.

      Falls das Entfernen des Doms nicht ohne Beschädigung des Phosphors möglich ist,
      kann man alternativ auch versuchen, den Dom bis auf einen möglichst dünnen Rest
      zu entfernen, wie z.B. bei der MT-G2.

    • Warum genau erhöht das Entfernen des Doms die Leuchtdichte? DrJones hat das hier
      schön (aber in Englisch) beschrieben. Ganz kurz: Es hat nichts damit zu tun, daß die LED kleiner
      erscheint, wie man hier in einem Vergleich (in der GIF-Animation) sehen kann, sondern mit dem
      erhöhten Winkel der Totalreflexion für Licht, das aus dem Halbleiter austritt.
     
    #1 sma, 3. Dezember 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2016
    Straight Flash, Nuss, Hefty und 44 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Super Artikel, Danke dafür! :thumbup:

    Warum das Fragezeichen?

    Genau an diesen verlinkten Thread habe gedacht, als ich nur den Titel gelesen habe. Ist einer meiner Lieblings-Threads. Ich finde, wenn man schon Leuchtmittel als Hobby hat, dann sollte man auch mit den entsprechenden physikalischen Einheiten richtig umgehen können.

    Falls es nun wieder mit "ich schreibe aber lieber Lux@1m anstatt cd" losgeht, plädiere ich dafür, es dort zu tun. :rolleyes:
     
    #2 Maiger, 4. Dezember 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 5. Januar 2016
    sma hat sich hierfür bedankt.
  3. Top Beitrag , sehr informativ.
    Vielen Dank dafür.
    Adolar
     
  4. Acebeam
    Klasse Beitrag, Sven. :thumbsup:

    Nach genau solchen Infos hat erst gestern wieder ein anderer User hier im Forum nachgefragt.
    Und so engangierte Flashies wie du liefern prompt. :thumbup:

    Ich habe den Thread jetzt mal oben angepinnt, damit man später nicht lange danach suchen muss. :)

    Gruß Walter
     
    sma hat sich hierfür bedankt.
  5. Doktor sma
    Klasse Zusammenfassung.
    Man könnte das auch die Bibel für Flashis nennen
     
  6. Super Zusammenfassung und dabei auch verstaendlich auch fuer Neueinsteiger in die Materie!!! Vielen Dank!
    Gruss Frank
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Sehr schöner Artikel.... wie immer ;)

    Wir auch die letzten Male schon gesagt habe: du könntest aus deinen Beträgen ein Buch über praktische Physik von Taschenlampen machen.
     
  8. Hallo Sven,

    sehr schöne Erklärungen. Danke dafür.:thumbsup:

    Hallo Gerhard,

    sma wollte auf die Länge seiner gesamten Beschreibung hinweisen,
    welche viele Interessierte, die nicht bis ins Detail gehen wollen, davon abhält bis zum Ende durchzuhalten.

    Darum hat er für die Schnellleser eine verkürzte Erklärung in grün eingearbeitet und den
    Link tl;dr (Too long; Didn't read) angehängt.

    Gruß Hacki:)
     
    sma hat sich hierfür bedankt.
  9. Hallo Hacki

    danke für die Erklärung.
    Ich Dösel sollte nicht um 4Uhr34 morgens posten. :ugly:

    Gruß Gerhard
     
  10. Danke für Eure so positive Rückmeldung!

    Nachtrag: Ich habe soeben noch die MT-G2 als Problemkind beim "Dedomen" erwähnt.

    @Maiger: Ja, der Satz mit Klammer und Fragezeichen war verwirrend. Und da die Klammer eigentlich eh doppelt gemoppelt war, hab ich sie erstmal entfernt. Danke!
     
  11. Ich bedanke mich auch, für das gut ausgeführte topic, hab ich zufällig gefunden, hoffe es ist keine thread-Schändung was ich hier gerad mach. Echt seeeehr interessant und aufschlussreich.
     
  12. Zusätzlich auch hier nochmal der Link zu einem Umrechnugstool Lux / Lumen / Candela http://www.leds.de/Werkzeuge/
     
  13. Das ist eine verlockende Idee. Aber man muß beachten, daß dieser Umrechner nur dann funktioniert, wenn es sich um einen völlig gleichmäßigen und scharf begrenzten Lichtkegel handelt. Also höchstens bei einer Zoomlampe, aber nicht bei einer Reflektorlampe. Da hat schon der Spot häufig ein Profil (Korona) und dann gibt es noch den ganzen Spill.

    Vielleicht war der Rechner ursprünglich für 5mm-LEDs gedacht: Darauf deutet die 5mm-LED-Illustration bei der Infobox für Abstrahlwinkel und auch die typische Einheit "mcd" hin. Diese LEDs haben noch einen einigermaßen gleichmäßigen Lichtkegel.
     
  14. Das kann natürlich durchaus sein, ich bin letztens auf diese Seite gestoßen, weil ich mir da die CREE LED's kaufen will, vermutlich werde ich die direkt dort abholen, ist ja nicht weit von hier. Es sollte eigentlich nur der Vollständigkeit dienen, aber ansonsten bin ich an der Stelle raus, ich bin zwar Elektriker / Elektroniker aber leider kein Physiker ... :D
     
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