@Lux Transfer langsam kommts mir so vor als hast du mehr Uhren als Lampen.......Das ist ja ne richtige Sammelwut bei dir.
Ja Uranus, es ist tatsächlich einiges zusammengekommen mit der Zeit, aber mechanische Uhren faszinieren mich seit dem ca. 6. Lebensjahr, als morgens je eine Kienzle mit Handaufzug geschenkt auf der ältesten drei Kinder Frühstücksteller lag.
Irgendwann später las ich in der "Reiter-Revue" über Liselott Linsenhoff (VDO Tachometerwerke), die gerade ein Turnier gewonnen hatte "am Arm trug sie eine Rolex" und fragte meine Mutter, was das denn sei.
"Eine besonders gute, vielleicht die beste Armbanduhr der Welt" war die Antwort, und um mich fortan geschehen, so eine wollte ich haben!
Die Kaffeeröstereikette Tchibo lancierte ein Plagiat der Datejust am Jubileeband in Rolesor, "Royal" bezeichnet, und statt einer echten brachte meine Mutter sie mir vom Einkauf mit, doch die Freude währte nicht länger als bis zur ersten Frage eines Klassenkameraden der sie entdeckte: "Boah ey, ist die echt"?, und ich wahrheitsgemäss (Widder ...) kopfschüttelnd verneinen musste.
Ich trug sie seither nicht wieder, tröstete mich (Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke, Konfirmationsgeld pp.) mit Tissot, Dugena u.a., harrend des Tages (er war weit weg, wöchentlich 2.- DM Taschengeld) an dem ich mir meine erste Rolex würde kaufen können:
Das ist sie, erworben von meinen ersten Einkünften als Rechtsreferendar, hier am Arm meiner lb. Ef., die sie noch heute trägt, Chronometerwerte selbstverständlich!
Weil ich, anders als andere Uhrenfreunde, die meinen nur höchst ausnahmsweise verkaufe, nämlich wenn sie mich "ärgern", wurden es mehr und mehr.
Es "ärgerte" mich die Submariner Date, nachdem ich den Fehler beging, sie als einzige auf einen dreiwöchigen Urlaub auf Sylt mitzunehmen und ihr dort nicht nur an gefühlt jedem zweiten Arm zu begegnen meinte, sondern sie auch als unnötig schwer empfand.
Sofort nach dem Urlaub zu Wempe, in Zahlung gegeben für eine Explorer I und eine Chronoswiss Kairos, doch schon zwei Tage später bereut, eilig zu Wempe gefahren, sie zurückzukaufen - doch selbstverständlich war sie schon weg, die Submariner ist unwiderstehlich für viele, liegt nicht lange, weshalb ich eine Neue mitnahm.
Eine IWC Portugieser mit Taschenuhrwerk 1/1000 "ärgerte" mich als nächste, bildschön, hochrar, sehr gesucht, FJS hatte IWC mühsam eine aus den Rippen leiern müssen, doch ihr Handaufzug war so schwergängig, dass man ein Stück Aquarienschlauch zum Aufziehen über die Krone schieben musste, deren Durchmesser vergrössernd, einer Uhr dieser Weltklasse unangemessen.
Der Verkauf ein Kinderspiel, leider noch zu DM-Zeiten, wäre sie 2 Jahre später nach dem Währungsschnitt € verkauft, hätte sie den nominal gleichen Wert in € eingetragen, so schnell fiel dieser und so schnell stieg sie!
Eine sehr schöne Audemars Piguet "Jules Audemars". der seidigste Handaufzug den ich jemals hatte "ärgerte", weil ihr hochfeines Werk seiner Grösse nach leicht in ein 34-mm-Gehäuse gepasst hätte, aber in einem von 40 mm verbaut war, was ich nicht mag: Form follows function, nicht dem Design:
Wen Armbanduhren einmal erwischt haben, lassen sie schwer wieder los, das und mehr haben sie mit Taschenlampen gemeinsam!
Grüsse und einen schönen Sonntag - Lux
