Hallo TLF-Freunde,
meine Eindrücke zur H10 von Acebeam kommen spät, aber sie kommen - hier:
wie das so ist, wenn einige vor einem schon Berichte geschrieben haben - gute Fotos gibt es zu genüge. Herzlichen Dank dafür, einen Dank an Acebeam für die zur Verfügung Stellung der Lampe und @maretto für die Organisation
Die im Vorfeld beschriebenen Features (Acebeam ist meines Wissens der erste Hersteller, der es geschafft hat, eine MT-G2-LED in so einem kleinen Gehäuse und das mit einem Drehschalter unterzubringen, und sie auch noch mit einem 18650er zu befeuern) gaben mir den Anlass, die H10 im direkten Vergleich zu meiner H600w MK II testen zu wollen um zu sehen, welchen Mehrwert die 2000Lumen gegenüber den 1020Lm der Zebralight haben. Da ich nicht die f-Version mit flutigerem Licht habe, ist der Beam nicht sonderlich vergleichbar. Doch hoffte ich, die Leistung der Acebeam im Turbo würde das schon ein wenig wett machen.
Zunächst viel mir beim Auspacken die Länge der H10 auf. Dem sehr guten Drehring zum Modiwechsel geschuldet, sind es 15mm mehr im Vergleich zum Zebra. Und obwohl eine wesentlich größere LED in ihr werkelt, scheint mir der Kopf insgesamt auch noch minimal kleiner zu sein. Da der Drehring äußerst angenehm zu bedienen ist, nehme ich das gerne in Kauf.
Das Gewicht liegt mit 52 Gramm (ohne Akku) zwar ein drittel höher als bei der H600 (39g), fällt mir aber weder in der Hand noch an der Stirn auf.
Mir gefällt das Design und die passende schwarze Farbe sehr gut - sie steht der H10!
Auch die beiden Rillen zum Fixieren in der Halterung stören nicht.
Zum Kopfband, Zubehör möchte ich nicht viel sagen - alles okay.
Die Bedienung hatte ich mir schwierig vorgestellt, doch den Ingenieuren von Acebeam vertraut. Ich wurde nicht enttäuscht: zunächst hatte ich befürchtet, der Wechsel der Modi würde ein Verdrehen der Lampe im Halter nach sich ziehen. Hier drin sitzt sie jedoch äußerst fest, so daß dies während der drei Tage mit ihr nie geschah. Ein rasches Verändern des Abstrahlwinkels ist allerdings dadurch erschwert - ein Mal in die Richtige Position gerückt, wird man dies meines Erachtens auch nicht machen müssen. Der flutige Beam deckt fast alles ab, was man sehen möchte.
Ganz angetan und im Vorfeld klar war mir der bestens von Statten gehende und schnelle Wechsel der einzelnen Stufen, mit denen ich leben kann, sofern ich nicht in Handreichweite mit der H10 arbeiten möchte. Die 30Lm sind mir dafür zu hell. Ich könnte mir vorstellen, daß dieses Low zum Geocachen optimal ist. Ansonsten gute Abstufungen!
Die Doppelcklicks oder das Durchrampen der Zebras sind am Kopf nicht sooo benutzerfreundlich, doch dafür punkten sie mit den sechs anwählbaren und klasse abgestimmten, programmierbaren Stufen. Da hat jede Stirnlampe seine Vor-und Nachteile!
MT-G2

Ja, die kenne ich schon aus meiner TN35 und aus der PD40. Ich liebe diese LED, da sie neben der tollen Lichtfarbe auch als Single-Emitter an die 2750Lumen bieten kann - 2000 jetzt in der Acebeam. Das ist extrem hell in diesem kleinen Gehäuse. Mir reichte meist die 200Lm und die 500Lm-Stufe. 1000lm sind schon klasse und ausreichend hell. Die sichtbare Steigerung zum Turbo fällt natürlich kleiner aus als so mancher meint. Daher ist das Erreichen des Turbos nur als Momentlicht mit gedrückt gehaltenem Clickie für mich folgerichtig (Laufzeit, Erwärmung) und keine negative Sache. Leuchte ich z.B. mit 200Lm, gehe so vor mich hin und benötige kurzfristig viel Licht: zack, boum, bonjour - voilá. Hell

!
Durch den für eine MT-G2 recht kleinen Kopf wird ihr Licht allerdings nur flutig abgegeben - flutiger als ich erhofft hatte. Hier im Park und im Gelände reichten mir selbst die 2000Lm selten. Nach ca. 35m war Schluss mit richtig hell, und weiter weg wurde alles nur diffus und nicht ausreichend deutlich erleuchtet. Zunächst hatte ich befürchtet, mir die H600 vorschnell und mit der falschen Linse gekauft zu haben - jetzt bin ich froh.
In der Reithalle kann man dies schön erkennen - sie ist 36m lang:
Zebralight H600w MKII, 1020Lumen
Acebeam H10, 1000Lumen
Acebeam H10, 2000Lumen
und hier ein Vergleich mit der PD40 mit gleicher LED, zunächst 1000Lumen
und im Turbo mit 1600Lumen
Etwas mehr Reichweite stünde der neuen Stirnlampe von Acebeam gut zu Gesicht. Wie man das außer mit einem größeren Kopf, der an der Stirn suboptimal wäre, realisieren kann

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Aber ich denke, diese Lampe wird ihre Anhänger mit den passenden Einsatzgebieten finden. Joggen, Geocachen, als Zusatzlampe zu einer throwigeren am Fahrrad, (Höhlen-)Wandern, Burgfräulein spielen - das kann ich mir mit ihr gut vorstellen.
Mein Fazit zur Kopflampe H10 von Acebeam fällt sehr positiv aus. Die Bedienung per Drehring, die Lichtfarbe und brachiale Helligkeit haben mich überzeugt. Für die meisten Anwendungsgebiete kann ich sie sehr empfehlen.
Ein richtiges Low um die 1Lumen, ein noch feinerer Drehschalter (ich fühlte einen leicht kratzigen Mechanismus) und ein nicht ganz so knackiger Clickie (man muss schon bewusst drücken, um die erste Stellung zu erreichen) wären nahezu perfekt.
Die Verzögerung beim Ein-und Ausschalten - na ja. Es gibt schlimmeres.
Das ganze dann noch mit einer Reichweite bis 60m, und es wäre für mich das milchgebende Wollsau-Ei.
Wer noch keine Stirnlampe besitz, sich aber Gedanken um eine Anschaffung macht, sollte sich die H10 sehr genau anschauen
Liebe Grüße
Franky