Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Acebeam EC50 - Review / Vorstellung / Test

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
19.402
21.433
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NRW
Olight Taschenlampen
Gatzetec Shop
Herr Rehmann von Outdoormesser.de hat kostenlos eine Acebeam EC50 zur Verfügung gestellt.
Einen herzlichen Dank dafür!

Ihr könnt die Lampe gern im Rahmen eines Passarounds selbst ausprobieren, um euch eine eigene Meinung zu bilden. Zur Anmeldung geht es hier.




Bei der Acebeam EC50 handelt es sich um eine kompakte Lampe, die mit einem 26650er Li-Io-Akku und einer Cree XHP70 eine (noch) recht seltene Konstruktion ist. Beim Hersteller läuft sie unter "EDC", also einer üblicherweise Kleinlampe für den täglichen Bedarf, die man immer bei sich tragen können soll. Dafür ist sie schon ein bissel groß, sie fügt sich meines Erachtens (trotz etwas fetterer Statur) aber noch in die 1x 18650-Größenklasse ein. Geradezu üppigst für eine "EDC" ist ihre vom Hersteller behauptete Lichtleistung von 2500 Lumen, was sich am zur Veranschaulichung mit der Leistung von 2 Stück Halogen-Autoscheinwerfern vergleichen lässt. Man hat noch die Auswahl zwischen zwei unterschiedlichen Lichtfarben, nämlich etwas wärmeres Licht (neutralweiß) mit einer Farbtemperatur von 5000 Kelvin und kaltweißem Licht mit 6000 K. Für den Test steht die neutralweiße Version zur Verfügung.




Daten und Merkmale*
  • Emitter: Cree XHP70 LED, wahlweise mit kaltweißer (6000 K) oder neutralweißer Lichtfarbe (5000 K)
  • strukturierter Reflektor ("orange peel")
  • Energieversorgung: 3 - 6V / 1x geschützter 26650 Li-Io Akku (im Lieferumfang enthalten)
  • Lichtleistung max. 2.500 Lumen (ANSI)
  • Heckschalter (forward clicky) + Seitenschalter
  • Leuchtweite: 238 m (14.200 cd/Lux)
  • digital geregelte Leistung
  • Verpolungsschutz
  • Überhitzungsschutz
  • Akku-Leer-Warnung
  • Alu-Gehäuse mit HAIII-Anodisierung
  • 2 m wasserdicht gem. IPX8
  • Maße: 145 x 40/30 mm (Länge x Ø Kopf/Body)
  • Gewicht: 120 g (ohne Akku)
Leuchtstufen und -dauer:
  • 1 Lumen – 100 Stunden,
  • 50 Lumen – 50 Stunden,
  • 300 Lumen – 10 Stunden,
  • 600 Lumen – 3,5 Stunden,
  • 1.700Lumen – 1,5 Stunden,
  • Strobe: 1700 Lumen – 3 Stunden.
  • 2.500 Lumen – bis die Finger weh tun
*überwiegend Herstellerangaben


Lieferumfang:
  • Acebeam EC50 Taschenlampe
  • 26650 Li-Io-Akku (mit Schutzschaltung)
  • Nylon-Gürtelholster
  • Ersatz-Schalterkappe und 2 Dichtungsringe
  • Trageschlaufe (lanyard)
  • englische Original- und von Outdoormesser ersteltte deutsche Bedienungsanleitung, Garantiekarte und Kartonumverpackung
(Nicht auf dem Bild ist der Akku, der sich bei Lieferung in der Lampe befindet.)



Aufbau / Verarbeitung
Kopf und Batterierohr bilden eine Einheit, nur die Schalterendkappe (Tailcap) lässt sich zum Einlegen/Entnehmen des Akkus abschrauben. Den Kopf zieren tiefe Kühlrippen, welche die EC50 tatsächlich bitter nötig hat, um die entstehende Hitze bei Vollast abführen zu können.

Der Ein- und Ausschalter in der Endkappe ist ein Vorwärtsschalter, mit dem sich auch morsen lässt.
Der Seitenschalter ist ein flacher Taster aus Alu direkt hinter dem Lampenkopf.





Auch mit dicken Handschuhen lässt sich der straff zu betätigende Schalter gut erreichen. Vier Ösen stehen für Halteschlaufen bereit. Ein sicherer Tailstand ist möglich.


Der Seiten-Taster für die Auswahl der Leuchtstufen. Durch das eckige Plateau ist er trotz sehr flachem Profil ohne Probleme zu ertasten.


passt gut zueinander, neutralweiße XHP70 ordentlich im strukturierten Reflektor zentriert


Der mitgelieferte 26650 Li-Io-Akku im Vergleich zu einem 18650.


Schwerstarbeit: der Acebeam-Akku muss im Turbomodus bis zu 8 Ampere Strom an die EC50 liefern. Das schafft er nur bedingt, es ist empfehlenswert, gegebenenfalls einen leistungsfähigeren Akku hinzu zu kaufen.


Vergleich EC50 zu einem kleinen P60-Host. Die EC50 ist nur unwesentlich größer trotz 26650er Akku bei mehr als doppelter Lichtleistung


ausreichend geschmiertes und anodisiertes Gewinde mit der Möglichkeit eines mechanischen Lockouts


Blick ins Batterierohr mit mechanischem Verpolungsschutz


Tailcap mit vergoldetem Federkontakt.


Nach meinem Geschmack eine optimale Ergonomie und sehr kompakte Größe.




Akkus sollten wenigstens 70 mm lang sein, sonst sind sie zu kurz für die EC50. Selbst der mitgelieferte geschützte Akku verschwindet noch tief im Batterierohr:


Das Holster ist gut verarbeitet wenn auch ein klein wenig zu groß. Zudem berichten Besitzer der Lampe, dass die rückwärtige Niete offenbar die Beschichtung der Lampe verkratzen kann. Es empfiehlt sich, entweder die Niete abzudecken (Gaffa-Tape?) oder ein anderes (u.U. auch besser passendes) Holster zu verwenden.



Bedienung:
- ein / aus über Heckschalter
- Leuchtstufenwechsel: Seitentaster halb durchdrücken (Reihenfolge von dunkel nach hell)
- Burst/Turbo: Seitentaster ganz durchgedrückt halten
- Stroboskop: Seitentaster halb gedrückt halten
- Lock-out: Tailcap lösen



eigene Messwerte (ohne Gewähr, Messfehler möglich)


Luxmessung aus 5 m Entfernung: 13.600 Lux
Stromverbrauch: 0.1 / 0.7 / 1.5 / 4.5 / 8 Ampere (Tailcapmessung)


Mit einem ungeschützten Keeppower IMR2500 (18650er) konnte ich etwa 5 % mehr Output messen als mit dem mitgelieferten geschützten 26650er.

Die Lampe ist konstantgeregelt, d.h. die Helligkeit bleibt ziemlich auf gleichem Niveau auch wenn die Akkuspannung fällt. Bei zu geringer Spannung oder bei Akkus mit nicht ausreichend hoher Spannungslage (wie leider bei dem mitgelieferten Exemplar) schaltet die EC50 die Leistung herunter (Stepdown). Bei sehr niedriger Akkuspannung signalisiert die Lampe durch Blinken, dass der Akku geladen werden sollte.

Hier das Regelungsverhalten mit einem teilentladenen 26650 Akku und mit der Hand solange im Burst-Modus (2500 Lumen) gehalten, wie die Hitze auszuhalten war (etwa 2,5 Minuten). Es ist bemerkenswert, wie gering der Leistungsabfall ist.


Auf der zweithöchsten Stufe mit 1700 Lumen soll die EC50 laut Acebeam 1,5 Stunden durchhalten. Aufgrund des Stromverbrauchs in dieser Leuchtstufe (4,5 Ampere) ist diese Leuchtdauer eigentlich nicht möglich. DIe Auflösung finden wir in einem Stepdown nach ca. eineinhalb Minuten. Nach kurzer Leuchtdauer wird die Leistung also geringfügig reduziert und die Lampe läuft auf diesem Niveau vorbildlich geregelt weiter, bis der Akku zu wenig Spannung hat und die Lampe auf Low herunterschaltet. Zu diesem Zeitpunkt liegt die Spannung des Akkus bei knapp unter 3,5V.

Leider ist mir bei der Messung ein Fehler im Setup unterlaufen, das Diagramm zeigt deshalb nur die ersten 33 Minuten. Ich werde versuchen, eine neue Messung nachzureichen. Dennoch sollte schon jetzt zu erkennen sein, dass die EC50 mit sinkender Akkuspannung nicht einfach dunkler wird, sondern die Leistung so lange durchhält, wie es der Akku es hergibt.



Wichtige (nachträgliche) Ergänzung:
Das Regelungsverhalten wird durch den Akku beeinflusst. Mit dem beigelegten Akku lässt sich die Lampe zwar betreiben, aber sie wird früh und deutlich in ihrer Leistung eingebremst. Der mitgelieferte Akku bringt offenbar nicht die benötigte Leistung. Ein Test mit einem anderen ungeschützten IMR-Akku zeigt, dass die Lampe nicht mehr frühzeitig herunterschaltet (Stepdown) sondern nahezu linear bis fast herunter auf 3V Akkuspannung weiterläuft. Eine m.M. perfekte Leistungsausbeute und bemerkenswerte Regelungsqualität. Aber: man benötigt hierfür einen passenden Akku.

Ferner ist zu beachten, dass die Lampe keine Endabschaltung hat, die einen Akku vor Tiefentladung schützt. Wenn die Lampe also bei ~3 V Akkuspannung blinkt und herunterschaltet, sollte der Akku auch tunlichst geladen werden.


PWM
Die niedrigste Leuchtstufe (1 Lumen) wird über Pulsweitenmodulation realisiert. Ist kein Problem, da auf sehr hoher Frequenz und damit für das menschliche Auge unsichtbar.



Output
es flutet :)
Ein Donut oder Kreuz im Spot wegen der Die's ist auch zuguterletzt wegen des OP-Reflektors nicht zu beklagen.


Das Abstrahlverhalten ist typisch Allrounder mit einer Tendenz zum Flutlicht. Der große Spot geht weich in die Corona und den Spill über. Die Homogenität ist gut, die Lichtverteilung noch akzeptabel (d.h. innen etwas gelblicher als außen). Die Lichtfarbe insgesamt ist ein angenehmes Neutralweiß. Alternativ steht ja noch die kältere Version (6000K) zur Verfügung.




Subjektives Fazit:
Nach kurzem ausprobieren kann ich Folgendes sagen: Der schon oft bemühte Ausdruck einer Taschenrakete passt auch zur EC50. Aber die kleine Acebeam kann nicht nur hell mit schöner Lichtfarbe, sie ist mit 1 - 2500 Lumen auch gut abgestuft und hat eine hervorragende Regelung. Sie liegt so gut in der Hand, dass sie mir sofort lieb geworden ist. Passt wie ein eingelatschter Schuh, macht Spaß in der Hand zu halten. Leistung und Verarbeitung sind top, eine prima Lampe. Schwächen sind aus meiner Sicht nicht wirklich erkennbar. Klarer Kauftipp, auch wenn die Lampe nicht ganz billig ist.
 

bap

Flashaholic*
25 Oktober 2015
818
401
63
Berlin
Klasse-Review !
Habe sie bereits heute Morgen bestellt und bin sehr gespannt.
Vermutlich ist die EC50 eine der alltagstauglichsten "High-Output-Serien-Lampen" überhaupt - ich möchte behaupten, dass sie Wegbereiter einer längst überfälligen Lampenkategorie sein wird.

Gruß
Alex
 
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tdmtreiber11

Flashaholic**
6 Juli 2015
3.471
2.085
113
Bayern
www.polizei.bayern.de
Acebeam
Lampe ist heute angekommen. Sehr schön. 3 Sachen die man wissen sollte. 2 Stufen Seitenschalter, halb kurz gedrückt schaltet durch die Stufen, ganz gedrückt ist Moment Turbo mit 2500 Lumen der nicht zu fixieren geht. Halb gedrückt halten ergibt Strobo ! 2 Bugs an meinem Modell, lässt man halb gedrückt zufällig los in dem Moment wo sie auf Strobe gehen würde bleibt sie im Low hängen und reagiert auf nichts mehr. Dann hilft nur AUS und wieder EIN schalten !!! Bei mir während des ausprobierens wie alles geht 2x passiert !!! Und die Niete im Holster ist inne nicht abgedeckt so das die Lampe beim reinstecken ins Holster mit der Eloxierung schön an der Niete schleift ! Sehr ärgerlich.
Zum Lichtbild kann ich noch nichts sagen, dafür gibts einen sehr schönen 5000mAh Akku mit dazu. Der lädt gerade.
Insgesamt aber eine sehr schicke und handlich Lampe die dann nacher im dunkeln auf dem Heimweg vom Kumpel gleich mal getestet wird.

VG Jürgen

#54rad-ass, 29. April 2016

Passt auf die offene Niete im Holster auf. Die ist bei mir auch vorhanden, sonst zerkratzt ihr euch die Lampe.

Gruß Gerhard !!!!!
 
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Sokrachtes

Stammgast
8 Mai 2014
55
60
18
Seit einigen Tagen ebenfalls im Besitz einer EC50 muss ich diesem ausführlichen Review mit sehr schönen Fotos etwas hinzufügen, was ja schon in einem anderen Thread angeklungen ist.
Vor Inbetriebnahme habe ich zunächst den beiliegenden 70 mm langen Akku von Acebeam bis 4.2 Volt geladen. Beim anschliessenden Test funktionierte zunächst alles, bis dann nach einiger Zeit bei Betätigung des Boost Modus die Lampe auf die 2. Leuchtstufe zurückschaltete, und in diesem Zustand mit dem Seitenschalter nicht mehr zu beeinflussen war. Es ist dann jeweils ein Reset mit dem Heckschalter nötig. Die Spannung des Acebeam Accus betrug zu diesem Zeitpunkt 3.80 Volt. Dieser Vorgang ist reproduzierbar:
Immer wenn der zuvor vollgeladene (4.2 Volt)Acebeam Accu 3,8 Volt unterschreitet funktioniert die Boostfunktion nicht mehr, und es kommt zum Zurückschalten der Lampe auf die vorletzte Stufe. Zu diesem Zeitpunkt ist höchstens ein Drittel der Akkukapazität verbraucht.
Mit einem gerade herumliegenden auf 4,2 Volt aufgeladenen Akku mit dem Aufdruck Warsun 5400mAh zeigte sich bei 3,55 Volt Akkuspannung das gleiche Verhalten der Lampe.
Erst mit einem ungeschützter Keeppower 5200 mAh mit 15 Ampere Dauerstrom( gem.Aufdruck) funktioniert die Lampe bis zur weitgehenden Entladung des Akkus störungsfrei. Bei 3,3 Volt Akkuspannung erfolgt im Boostmodus wieder das Zurückschalten auf die 2. Stufe.
Lässt man die Lampe dann auf Stufe 5, schaltet sie von dort ebenfalls auf Stufe 2 zurück.
Die Spannung betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 3,00 Volt, hier habe ich dann abgebrochen.
Bei der ganzen Testerei war das Lampengehäuse nie wärmer als etwa 50 Grad.

Fazit: Die „low bat“ Reaktion der Lampe besteht wohl in einem Zurückschalten auf die zweite Leuchtstufe. Diese wird bei ungeeigneten Akkus im Boostmodus viel zu früh ausgelöst. Leider gehört der mitgelieferte Akku auch dazu.
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
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21.433
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NRW
...ungeschützter Keeppower 5200 mAh mit 15 Ampere Dauerstrom ... Bei 3,3 Volt Akkuspannung erfolgt im Boostmodus wieder das Zurückschalten auf die 2. Stufe.
Lässt man die Lampe dann auf Stufe 5, schaltet sie von dort ebenfalls auf Stufe 2 zurück.
Die Spannung betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 3,00 Volt, hier habe ich dann abgebrochen.

Fazit: Die „low bat“ Reaktion der Lampe besteht wohl in einem Zurückschalten auf die zweite Leuchtstufe. Diese wird bei ungeeigneten Akkus im Boostmodus viel zu früh ausgelöst. Leider gehört der mitgelieferte Akku auch dazu.
Deinen Beitrag als Anlass hab ich das nochmal geprüft und kann dir zustimmen. Da ich aber keinen leistungsfähigen 26650er zur Hand hatte, verwendete ich stattdessen einen 18650 Keeppower IMR2500.

Trotz der nur halben (nominalen) Kapazität macht die Lampe keinen Stepdown nach wenigen Minuten mehr, und zwar sowohl auf der 2500 als auch auf der 1700 Lumen Stufe. Die Lampe rennt quasi linear bis der Akku auf 3,3 bzw. 3,0 V herunter ist, dann blitzt sie 2x auf und regelt auf die zweitdunkelste Stufe herunter.

Man kann Acebeam m.M. keinen Vorwurf machen wegen des Akkus. Der wird nicht schlecht sein, aber eben auch kein Überflieger. Er ist halt ein geschützter Typ, denn der Hersteller wird es bei den potentiell unerfahrenen Kunden nicht wagen können, einen ungeschützten Akku beizupacken.
Hier geht (für mich nachvollziehbar) Sicherheit vor.

Das mit dem "Leider", wie du es ausgedrückt hattest, sehe ich nicht so schlimm. Im Gegenteil, denn nun wissen wir, dass der erfahrene Flashie mit einem ungeschützten Hochleistungsakku (18650 oder 26650) die Lampe richtig zur Bestleistung bringen kann. Was die EC50 dann in der Lage ist zu leisten, ist enorm.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.185
12.278
113
im Süden
Klasse Einstandsbeitrag! (Der erste zählende.)

Ich denke, man kann daraus hauptsächlich den folgenden Schluss ziehen: der beiliegende 26650er taugt nix für hohe Ströme. Konkret: zu niedrige Spannungslage und/oder Schutzschaltung mit zu hohem Innenwiderstand.

Die Lampe hat einen Aufwärtswandler, sehr wahrscheinlich steigt die Stromaufnahme mit sinkender Akkuspannung. Die könnte im Maximum kurz vorm Runterschalten bei 8A liegen (schnurgerade Regelung vorausgesetzt).

Da die Lampe einzellig ist, sollte eigentlich auch ein ungeschützter gehen.
Allerdings erinnert mich die beschriebene Treibercharakteristik sehr stark an die Acebeam H10, und die entlädt bis in sehr ungemütliche Regionen, wenn man vergisst, sie abzuschalten. Außerdem:
Die Max-Stufe funktioniert bis der Akku ca. halbleer ist, darunter akkuwarnblinkt die H10 schon nach wenigen Sekunden und schaltet auf niedrigste Stufe. Kann man also zur Ladungskontrolle verwenden ;).
Mit geschützten Zellen wird man auf Max wohl nicht glücklich werden.
 
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Aladin

Flashaholic**
8 März 2016
1.604
1.519
113
Chersonesus Cimbrica
Zunächst war ich von der EC50 ganz angetan und habe einen Kauf erwogen, wobei ich wegen der mit der Akkugröße verbundenen Lampenmaße schon an der vom Hersteller beworbenen EDC-Tauglichkeit gezweifelt habe. Mindestens ärgerlich ist für eine Lampe in dieser Preislage die von tdmtreiber11 beschriebene schnelle Beschädigung der Lampenanodisierung durch die Nutzung des Holsters.

Hinsichtlich der Akkuwahl macht Acebeam die nicht mißzuverstehende Ansage, dass in der EC50 geschützte Hochleistungsakkus mit PCB zu nutzen sind und legt einen entsprechenden Akku bei. Durch das von Sokrachtes getestete Regelungsverhalten, bereits nach einem Drittel verbrauchter Akkukapazität auf ein nur durch Ausschalten zu umgehendes Low zu schalten, hat sich mein Interesse an der vermeintlichen "Taschenrakete" vollends gelegt.
 
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itf

Flashaholic**
18 Juli 2012
3.377
5.394
113
NRW
Super Review! Ich bin schon jetzt angetan von der Lampe, obwohl ich sie noch nicht sehen konnte. Ich sehe kein Problem einen IMR Akku zu verwenden (So langsam steigt die Zahl meiner IMR Akkus deutlich an). Ich warte aber den PA ab um mir ein endgültiges Bild machen zu können. Was ich besonders reizvoll finde sind die Maße der Lampe bei der Verwendung eines 26650er Akkus...

Gruß ITF
 
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cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
19.283
8.130
113
Bezüglich der Beiträge von Sokrachtes und Aladin:

Das Verhalten der Lampe bezüglich der Akkuwahl ist völlig normal für eine perfekt geregelte Lampe.
Bei ungeregelten Lampen wird immer gemault.
Jetzt haben wir mal eine perfekt geregelte und es wird wieder gemault.
Wie sollen es die Hersteller den Flashaholics nun recht machen?

Ich sehe mitgelieferte Akkus meist als sicherheitsvorschriftskonforme Notlösung an.
Betreiben würde ich die Lampe nur mit zugekauftem IMR, damit darf sie in De aber nicht verkauft werden.

Ich hoffe die Maulerei bewegt Acebeam nicht dazu, künftig wieder schlechtere, aber dafür akkufreundlichere Regelungen zu verbauen.

Richtig Dampf aus einer Zelle, das sollte man nicht zerreden sondern lobend anerkennen, sonst ist sowas alsbald wieder vom Markt verschwunden.
Ich bin froh, dass es endlich mal wieder eine richtige Flashaholic-Lampe gibt, für ausgeprägt sicherheitsbewusste Anwender gibt es schon mehr als genug.
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
19.402
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NRW
Olight Shop
Ich denke, man kann daraus hauptsächlich den folgenden Schluss ziehen: der beiliegende 26650er taugt nix. Konkret: zu niedrige Spannungslage und/oder Schutzschaltung mit zu hohem Innenwiderstand.

... erinnert mich die beschriebene Treibercharakteristik sehr stark an die Acebeam H10, und die entlädt bis in sehr ungemütliche Regionen, wenn man vergisst, sie abzuschalten. Außerdem:
Zum ersten:
Akku taugt nix, diese Aussage geht (imho) zu weit. Ob der generell nix taugt, könnte ein Akkutest zeigen. Da du die Lampe samt Akku im Rahmen des PA bekommst, würde ich mich über dein Testurteil zum Akku freuen. Wir könnten diese Erfahrungen dann konkret an Acebeam als Verbesserungsvorschlag mitteilen. Allerdings halte ich die Erfolgsaussichten für gering, dass Acebeam einen besseren Akku beipackt. Denn der Hersteller ist wohl kein Spezialist in der Akkuherstellung. Aber egal, dafür sind wir als Forum ja da und können Lesern entsprechende Akku-Empfehlungen geben. Die EC50 ist ja nicht die erste Lampe auf dem Markt, die aufgrund ihres Leistungsvermögens einen Hochleistungsakku benötigt.
Ansonsten würde ich die Aussage bevorzugen: Mit dem mitgelieferten Akku läuft die Lampe zwar, sie kann aber ihr Potential damit nicht ausschöpfen und wird in der Leistung deutlich eingebremst (Stepdown). Also Akku eher nicht geeignet.

Zum Zweiten:
Ich habe es mit einem anderen ungeschützten Akku provoziert und auch nach der Akkuwarnung/dem Herunterschalten die Lampe immer wieder auf die mit dem Ladezustand höchstmögliche Leuchtstufe gestellt. Man bekommt die Lampe dazu, den Akku auch unter 3V zu entladen. Bei 2,6V hatte ich meinem Keeppower zuliebe aufgehört.

Insofern stimme ich dir zu: die Lampe sollte nicht vergessen werden. Das ist mir ehrlich gesagt noch nie passiert. Für mich ist das kein K.O.-Kriterium, dennoch würde m.M. erst eine geeignete Endabschaltung die Lampe perfekt machen. Die scheint es leider nicht zu geben. Wenn jemand sagt, so eine Lampe kauf ich nicht, nun gut. Das muss jeder selbst wissen.

...ärgerlich ist für eine Lampe in dieser Preislage die von tdmtreiber11 beschriebene schnelle Beschädigung der Lampenanodisierung durch die Nutzung des Holsters.

Hinsichtlich der Akkuwahl macht Acebeam die nicht mißzuverstehende Ansage, dass in der EC50 geschützte Hochleistungsakkus mit PCB zu nutzen sind und legt einen entsprechenden Akku bei. Durch das von Sochrachtes getestete Regelungsverhalten, bereits nach einem Drittel verbrauchter Akkukapazität auf ein nur durch Ausschalten zu umgehendes Low zu schalten, hat sich mein Interesse an der vermeintlichen "Taschenrakete" vollends gelegt.
Zur Niete im Holster: gut, dass du nochmal darauf hinweist, das hatte ich bei TDMtreiber erst überlesen. Das ist in der Tat ärgerlich.
Ich werde mal schauen, ob sich die Niete abdecken lässt. Wäre ein Verbesserungsvorschlag an Acebeam wert.

Dass dein Interesse an der Lampe erloschen ist, weil der Akku die benötigte Leistung nicht bringt, bleibt dein Recht als Kunde. Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche Kriterien ihm an einer Lampe wichtig sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass Flashies (Otto-Normal-Bürger werden sich diese Taschensonne wohl nicht kaufen) überwiegend in der Lage sein werden, sich mit einem geeigneten Akku zu versorgen (bei mir tat es bereits ein18650er KP für nur ~6€) und dann mit der Lampe reichlich Spaß haben werden.

Ich hoffe die Maulerei bewegt Acebeam nicht dazu, künftig wieder schlechtere, aber dafür akkufreundlichere Regelungen zu verbauen.
.
Volle Zustimmung, was du zur Lampe sagst.

@light-wolff und @Aladin
Ich finde es gut, wenn man sich kritisch mit den Produkten auseinandersetzt und vermeintliche Schwachpunkte benennt. Lobhudeleien und Schöngerede passt nämlich nicht zu einem informativen Fachforum, davon hätten wir alle (die wir ja Verbraucher sind) nichts.
Allerdings wünsche ich mir, dass Kritiker sich offen dafür zeigen, ihre eigene Meinung ebenso kritisch zu hinterfragen, falls sich angebliche Schwachpunkte einer Lampe aus einem anderen Blickwinkel (siehe Cuxhavener) nicht als Fehler sondern als technische Konsequenz heraussstellen.

Eine Lampe mit einem nicht geeigneten Akku betrieben, da suche ich für meinen Teil die Schuld nicht an der Lampe sondern suche kurzerhand nen anderen Akku aus.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.185
12.278
113
im Süden
Akku taugt nix, diese Aussage geht (imho) zu weit. Ob der generell nix taugt, könnte ein Akkutest zeigen. Da du die Lampe samt Akku im Rahmen des PA bekommst, würde ich mich über dein Testurteil zum Akku freuen.
Der Akku wird natürlich getestet werden. :)
"Taugt nix" war natürlich bezogen auf den Einsatz in der Lampe bzw. allgemein für hohe Ströme. Ich vermute, die Zelle würde das schon hergeben, aber die Schutzschaltung macht es zunichte. Bis zu einem Test muss das aber eine Vermutung bleiben.

Man kann auch ein perfekte Regelung so bauen, dass sie 1. nicht hart runterschaltet und 2. abschaltet, wenn die Zellenspannung unter 2,4V geht.
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
19.283
8.130
113
Ein Problem kann sein, dass die Spannung unter Last gemessen wird.
Wenig stromlieferfähige Akkus brechen dann extrem ein und die Lampe schaltet runter, obwohl der Akku noch fast voll ist.
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
19.402
21.433
113
NRW
Puh, die Suche nach einem besseren Ersatzakku ist gar nicht so leicht. Die leistungsmäßig in Frage kommenden ungeschützten Exemplare sind allesamt zu kurz. Die (lose) Neodymmagnet-Verlängerung ist auch nicht das Wahre. Eine Erhöhung auf den Pluspol des Akkus auflöten? Diese Lampe ist ein Kandidat, zu dem man einen parallelen Akku-Thread aufmachen könnte.

Und dann liest man bezüglich 26650er Akkus namhafter Hersteller auch noch sowas:
http://www.mountainprophet.de/2014/08/19/keeppowers-26650er-akku-schmuh/
 

quvantage

Moderator
Teammitglied
27 Dezember 2013
2.686
3.012
113
Rheinland / NRW
@amaretto: Kannst Du die Abmessungen vom mitgelieferten Akku mal bitte posten?

@mkr: Du hast doch für die Niwalker Aurora so ziemlich alles an ungeschützten 26650er Akkus gekauft und verglichen. Welches war denn seinerzeit der längste Akku?

Somit müsste sich der Kreis der möglichen Kandidaten doch schon eingrenzen lassen.

Danke an Euch beide!
 

hjelpestikker

Flashaholic*
4 Oktober 2011
619
353
63
mit welcher Lichtfarbe (NW oder CW) wird denn die Lampe von Outdoormesser verkauft? Ich finde dort in der Beschreibung keine Angaben und keine Auswahlmöglichkeit und kann den Shop nicht erreichen.

Gruß
Bernd
 

amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
19.402
21.433
113
NRW
Gute Frage nächste Frage. Falls ich was in Erfahrung bringen kann, sag ich es euch. Das Testexemplar war jedenfalls (glücklicherweise) die 5000K-Veriante.

Akkulänge werd ich mal mit dem Metall-Messchieber bestimmen... :exploLiIon:
 

Sokrachtes

Stammgast
8 Mai 2014
55
60
18
Da der "Gefällt mir Button " bei mir nicht vorhanden ist, auf diesem Weg vielen Dank für das nette Feedback auf mein erstes posting.
Cuxhavener hat mich freundlicherweise auf den Sicherheitsaspekt aufmerksam gemacht, Gegenfrage allerdings: Was meinst Du konkret mit "Maulerei" ?
Frage an die Experten: Welchen Akku kann man empfehlen ??
Ab welcher Spannung nimmt der Akku Schaden beim Entladen?
Was die Akkuverlängerung angeht: ich habe auf Schnelle, aus Vollgummi eine 6mm dicke Scheibe geschnitten, mit Loch in der Mitte für die Tailfeder. Natürlich etwas kleiner im Durchmesser als das Accurohr. Funktioniert super, sieht blöd aus, sieht aber keiner. Vor allem ist das sicher, ein Metallteil auf der Pluspolseite wäre mir unsympathisch.
Nette Geschichte am Rande: Vorgestern bei einem nächtlichen Wildunfall leuchtete ich mit der EC50 auf der Suche nach dem Verursacher herum, plötzlich fasst mich ein Hüter des Gesetzes am Arm: "Was ist das ? Kann ich die auch mal haben ?" Er durfte.
Ich glaube er kauft jetzt auch eine.
 

Sir Karl

Stammgast
7 März 2016
73
32
18
Erfurt
mit welcher Lichtfarbe (NW oder CW) wird denn die Lampe von Outdoormesser verkauft? Ich finde dort in der Beschreibung keine Angaben und keine Auswahlmöglichkeit und kann den Shop nicht erreichen.

Ich hatte gestern den Shop deswegen angefragt und heute die Antwort erhalten, dass derzeit keine Auswahlmöglichkeit besteht. Es ist zur Zeit nur die 5000 K am Lager.
 
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cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
19.283
8.130
113
Gegenfrage allerdings: Was meinst Du konkret mit "Maulerei" ?
Der durchschnittliche Leser gewinnt bei deinem Beitrag den Eindruck, dass die Lampe aufgrund ihrer stark den Akku fordernden Eigenschaft nichts taugt, selbst dann, wenn du das so nicht wortwörtlich wiedergegeben hast, entsteht der Eindruck so.
War das gewollt, dann hast du extrem geschickt formuliert, war das ungewollt, dann war die Formulierung nicht so glücklich gewählt.

Tatsächlich ist diese Eigenschaft jedoch zwingend erforderlich, um diese hohe Leistung auch noch aus einem teilentladenem Akku zu 100% zu erzielen, sofern der verwendete Akku dazu in der Lage ist.
Und genau diese akkufordernde linerare Regelung wünschen sich sehr viele Flashaholics.
Viele geschützte Akkus sind leider nicht in der Lage den Strom zu liefern und brechen so stark in der Spannung unter Last ein, dass ein Boosten der Spannung durch den Treiber nicht mehr möglich ist.


Des Weiteren möchte ich dir noch mitteilen, dass ich ausschließliche Negativkritik im ersten Fachbeitrag grundsätzlich erstmal kritisch betrachte, denn zum einen fehlt oft noch das erforderliche Fachwissen und zum anderen gibt es immer wieder mal Fakeuser, die sich hier registrieren um die Produkte von Mitbewerbern zu zerreden und deren Umsatz zugunsten der eigenen Marke zu schmälern.
Solche User sind nur sehr schwer zu selektieren.
Gleiches gilt im Gegenteil für neue User mit extremen Lobhudeleien, da liegt dann der Verdacht auf Eigenwerbung nahe.
Diese Problematik ist hier allerdings OT und daher sollte sie hier nicht weiter erörtert werden.
Sollte es von deiner Seite her dennoch weiteren Kommunikationsbedarf hierzu geben, dann biete ich dir eine Unterhaltung an.

Gruß
Klaus
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.185
12.278
113
im Süden
Viele geschützte Akkus sind leider nicht in der Lage den Strom zu liefern und brechen so stark in der Spannung unter Last ein, dass ein Boosten der Spannung durch den Treiber nicht mehr möglich ist.
Das ist korrekt, aber das Hauptpoblem ist hier, dass die EC50 gleich um mehrere Stufen auf die zweitniedrigste runterschaltet und sich daraus auch nicht mehr hochschalten lässt.
Man könnte stattdessen auch um nur 1 Stufe runterschalten, dann würde der Akku genügend entlastet, so dass die Lampe weiterlaufen kann (und wenn nicht, dann eben nach 1 Sekunde noch eine Stufe runterschalten). Oder ein Wiederhochschalten zulassen, sofern genügend Spannung vorhanden ist, und wenn die Spannung dann gleich wieder einbricht einfach wieder 1 Stufe runterschalten.

Nachtrag: ich finde Sokrachtes' Beitrag vollkommen angemessen und sehr neutral formuliert. Ebenso sein Fazit, das die Sache mMn präzise auf den Punkt bringt:
Fazit: Die „low bat“ Reaktion der Lampe besteht wohl in einem Zurückschalten auf die zweite Leuchtstufe. Diese wird bei ungeeigneten Akkus im Boostmodus viel zu früh ausgelöst. Leider gehört der mitgelieferte Akku auch dazu.

Ich lese aus dem Beitrag weder Gemaule heraus, noch dass die Lampe nichts taugt weil sie die Akkus überfordert, außerdem eher überdurchschnittliches Fachwissen als "fehlendes" bzgl. Elektrotechnik, dazu eine systematische Herangehensweise.
Aber ich bin auch kein "durchschnittlicher Leser" ;)


Nachnachtrag:
Ab welcher Spannung nimmt der Akku Schaden beim Entladen?
Unter Last kann man bei modernen Zellen bis 2,5V gehen, das ist deren regulärer Entladeschluss. Die Leerlaufspannung nach Abschaltung ist dann aber um einiges höher, je nach Zellenchemie und wie hoch die Last war, so um die 2,8-3,3V. Man kann noch tiefer gehen, das stresst den Akku aber, wenn man es häufiger macht, außerdem kommt da eh nix mehr. Gefährlich wird es erst ein Stück weit unter 2V. Dort sollte man auch unter Last nicht hinkommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Ich gehe davon aus, dass AceBeam Gründe für das realisierte Regelverhalten hat, auch wenn diese sich uns nicht sofort erschließen.
Vielleicht magst du diesbezüglich Kontakt mit dem Hersteller aufnehmen.
 

amaretto

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... das Hauptpoblem ist hier, dass die EC50 gleich um mehrere Stufen auf die zweitniedrigste runterschaltet und sich daraus auch nicht mehr hochschalten lässt.
Man könnte stattdessen auch um nur 1 Stufe runterschalten, dann würde der Akku genügend entlastet, so dass die Lampe weiterlaufen kann (und wenn nicht, dann eben nach 1 Sekunde noch eine Stufe runterschalten).
Wolfgang, diese Aussage von dir als dem Akkupapst wundert mich. Was ich über Li-Io bisher gelernt/gelesen/angenommen habe ist, dass die Zelle bei 3-3,3 V faktisch eigentlich leer ist. Man kann die Zelle zwar noch weiter entladen, aber der allergrößte Teil der Kapazität ist doch verbraucht. Oder liege ich da falsch?

Wenn die EC50 z.B. auf High (1700 lm) den Akku bis 3V regelrecht rannimmt, bis kaum noch was zu entnehmen ist, dann noch zweimal aufblitzt und die Leistung runterfährt, dann ist der Akku für meine Sichtweise absolut reif für das Ladegerät. Ich verstehe deshalb nicht, warum wir uns daran aufhängen, ob die Lampe nicht doch ein/zwei Stufen höher mit dem leeren Akku weiterlaufen könnte. Würde das Herunterregeln (bei einem geeigneten ungeschützten Akku) schon bei 3,5V passieren, gäbe ich dir sofort Recht. Wir reden aber bei der EC50 von einer anderen Schwelle.

Und das Problem mit dem nicht mehr Hochschalten sehe ich nicht als gravierend. Dann drückt man eben nicht auf den Seitenschalter sondern vorher noch kurz auf den Heckschalter, dann gehts weiter. Wobei das imho keinen Sinn macht, weil Akku eh leer. Man kann ja nicht einmal darüber meckern, dass die Lampe ganz ausbliebe. Selbst bei unter 3 V hat man immer noch das normale Low als "Notlicht", so dass man nie im Dunkeln steht (wie ein anderes Mitglied mal behauptet hat).
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Was ich über Li-Io bisher gelernt/gelesen/angenommen habe ist, dass die Zelle bei 3-3,3 V faktisch eigentlich leer ist. Man kann die Zelle zwar noch weiter entladen, aber der allergrößte Teil der Kapazität ist doch verbraucht. Oder liege ich da falsch?
Nein, da liegst du richtig, falls du Leerlaufspannung (also unbelastet, ausgeschaltet) meinst.
Unter Last sieht es aber anders aus. Da kann auch ein noch fast voller Akku, wenn sein Innenwiderstand hoch ist (Schutzschaltung), schon unter 3V kommen.

.... Würde das Herunterregeln (bei einem geeigneten ungeschützten Akku) schon bei 3,5V passieren, gäbe ich dir sofort Recht. Wir reden aber bei der EC50 von einer anderen Schwelle.
Hm:
Immer wenn der zuvor vollgeladene (4.2 Volt)Acebeam Accu 3,8 Volt unterschreitet funktioniert die Boostfunktion nicht mehr, und es kommt zum Zurückschalten der Lampe auf die vorletzte Stufe. Zu diesem Zeitpunkt ist höchstens ein Drittel der Akkukapazität verbraucht.
Das ist der mitgelieferte Akku, und um nichts anderes geht es: mit diesem funktioniert Turbo praktisch nur wenn er fast voll ist.

Was ich oben sagen wollte und hier nochmal in anderen Worten:
Man könnte die Regelung durchaus so gestalten, dass sie auch mit schwächeren Akkus nicht gleich brutal runterschaltet, sondern einfach die Maximalleistung reduziert.
Ein gängiges Verfahre ist, den Eingangsstrom (hier: Akkustrom) auf ein einstellbares Maximum zu begrenzen, hier wären z.B. 8A sinnvoll. Viele Schaltregler-ICs können das von Haus aus. Ohne diesen Trick würden viele Schaltungen gar nicht erst anlaufen.

Ohne Eingangsstrombegrenzung passiert folgendes:
Der Regler will dem Akku ja konstante Leistung entnehmen. (Leistung P ist Spannung U mal Strom I).
D.h.: sinkt die Spannung, muss der Regler mehr Strom ziehen, damit das Produkt P = U x I konstant bleibt.
Das geht solange gut, wie der Akku diese Leistung noch liefern kann, d.h. beim geforderten Strom noch die nötige Spannung hat.
Wenn dieser Bereich aber verlassen wird, d.h. der Akku beim gezogenen Strom nicht mehr genügend Spannung liefert, wird das der Treiber dadurch kompensieren wollen, dass er mehr Strom zieht. Dadurch sinkt die Spannung aber noch weiter, weswegen der Treiber noch mehr Strom zieht. Innerhalb von Sekundenbruchteilen kann sich das so weit hochschaukeln bis entweder irgendwas wegen Überstrom kaputt geht (oder die Akku-Schutzschaltung abschaltet) oder die Spannung so niedrig wird, dass der Regler nicht mehr arbeiten kann.
Diesem selbstverstärkenden Effekt kann man dadurch entgegenwirken, dass man den Eingangsstrom begrenzt.
 

Black Forest

Flashaholic*
30 November 2015
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Informatives Review u. eine interessante Diskussion um die Qualitäten und Besonderheiten der Acebeam EC 50. Mein bisheriger Eindruck ist, dass es z.Z. scheinbar nur eine sehr begrenzte Auswahl an guten u. geeigneten ungeschützten 26650 Akkus gibt, mit denen man das volle Potenzial der EC50 abrufen kann. Und weil für mich nur geschützte Akkus infrage kommen, ist die EC50 nicht die richtige Tala für mich.

Des Weiteren kann ich auch auf einen so extrem starken 2500 Lumen Modus, der eh nur für (sehr) kurze Zeit abrufbar ist, verzichten. Dass das ein eingefleischter Flashaholic anders sieht kann ich durchaus nachvollziehen. :thrower::mehrlumen:

Vielleicht schiebt Acebeam ja noch eine “gedrosselte“ 26650 EDC nach (in etwa einer Acebeam H20), ich würde mich sehr freuen.
 
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Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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Allgäu
Das Problem ist, daß ungeschützte 26650 Akkus für die EC50 idR offenbar zu kurz sind.

Also brauchen wir einen Geschützten mit hoher Spannungslage, der den benötigten Strom dauerhaft liefern kann. Wenn ich das bisher richtig verstanden habe.

Die Lampe selbst ist überaus interessant. Auch preislich sehe ich die Lampe jetzt nicht übermäßig zu hoch angesetzt. Immerhin ist ein 26650er Akku (wenn dieser auch nicht sooo der Bringer zu sein scheint) dabei. Es wäre vielleicht eine Anregung evtl eine günstigere Variante ohne Akku anzubieten.
 
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amaretto

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12 August 2010
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Herr Rehmann sagte mir, der Unterschied betrage 6€. Das macht den Kohl nicht fett.
 
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Wurczack

Flashaholic**
25 August 2015
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Ba-Wü
Hier mal meine Eindrücke aus dem PA:

Die Lichtfarbe gefällt mir sehr gut, angenehmes Spazieren-geh-Licht.
Auch die Ausleuchtung ist wie vorgestellt, schön breit, mit breitem Spot und keine blinden Flecke.

Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist die Bedienung. Hinten an und aus zu schalten finde ich sehr unpraktisch bei einer nicht-taktischen Lampe. die möchte ich in der runterhängenden Hand tragen und nicht umgreifen.
Der 2-Druckpunkte Clicky ist zwar eine gute Idee, die Haptik finde ich aber nicht so gut. Der Clicky fühlt sich bis zum ersten Druckpunkt ein wenig schwammig an. Das wurde zB bei der Nitecore MH20 besser gelöst.

Ansonsten fasst sich die Lampe sehr gut an, die Anodisierung ist fehlerfrei, das Knurling griffig. Das Gewinde ist sauber geschnitten und macht Spaß auf- und zuzuschrauben :)

Beim tailcklicky fehlt mir wieder ein bisschen das gute Gefühl, der Schalter ist 2mm kleiner als die Gummikappe, das ergibt ein schwammiges Gefühl. Er ist dafür gut zu erreichen, da nur die Lanyardösen erhaben sind, so gibt es vier Daumenmulden um an den clicky zu kommen.

Am UI stört mich, dass nach Strobe immer low kommt. Sollte ich in die Lage kommen, in der ich Strobe brauche, will ich danach bestimmt nicht mit Low da stehen. Den "Nach Turbo-Stepdown-weil Akku schwach" finde ich nicht so schlimm, die zweite Leuchtstufe ist hell genug zum orientieren. Beim Probeleuchten trat dies auf, danach habe ich die Lampe 8h in Ruhe gelassen, da ich kein DMM dabei hatte. Wieder zu Hause hatte der Akku 4,0V und der Turbo (der pfeift ja wirklich ordentlich!) ging nur noch für Sekunden. Also ist da tatsächlich ein anderer Akku sinnvoller, aber das wurde ja schon zur Genüge diskutiert.

Die Lichtleistung ist natürlich Wahnsinn, in der Größe ganz vorne dabei. Die Lampe ist auch recht leicht, die kann man gut ne Weile mit sich herumtragen (227g mit Akku, vgl 431g Olight SR Mini 2)

Im Gesamten eine interessante Lampe mit einem tollen Konzept, jedoch sind für mich zu viele Dinge unstimmig.
Mit der Bedienung einer MH20 wäre ich wohl sehr in Versuchung, so jedoch werde ich bei meiner vergleichbaren Nitecore EC4S bleiben.

Ich danke recht herzlich für die Teilnahmemöglichkeit im PA und wünsche den folgenden Teilnehmern viel Spaß!

PS: damit die Lampe nicht zerkratzt, habe ich einen Streifen Tesa über die Niete gemacht.
 

0815

Flashaholic*
9 Dezember 2013
987
550
93
Ruhrgebiet
Stimmt, am Alter könnte es bei mir auch liegen. Irgendwo jenseits von 12 kHz liegt bei mir die Grenze. Hiermit gerade nochmal getestet:
Liegt das Fiepen denn in diesem hohen Bereich?
 

Wurczack

Flashaholic**
25 August 2015
2.001
1.194
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Ba-Wü
Stimmt, am Alter könnte es bei mir auch liegen. Irgendwo jenseits von 12 kHz liegt bei mir die Grenze. Hiermit gerade nochmal getestet:
Liegt das Fiepen denn in diesem hohen Bereich?
jep, das könnte es sein. Bei mir ist ab 17kHz schluss, bin ja auch noch jung ;) das Fiepen würde ich aus dem Gedächtnis zwischen 12 u 15kHz einordnen, hab die Lampe schon eingepackt...
 
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amaretto

Moderator & Beamshot-SEK
Teammitglied
12 August 2010
19.402
21.433
113
NRW
Danke für den Erfahrungsbericht und den Tesastreifen :)
Ich hab ein Piepen bei Vollgas gehört, es aber überhaupt nicht als laut oder störend empfunden. Die mehr als 2000 Lumen empfand ich dagegen auf andere Weise als so "laut", dass ein mickriger Beiton vollkommen unterging. Ein Piepen bei einer Lampe im Moonlight-Modus nachts am Bett würde ich anders beurteilen.