ThruNite hat kostenfrei für eine Vorstellung die "Thrower Headlamp" zur Verfügung gestellt. Der Name ohne genaue Typenbezeichung in Form einer Nummer (z.B. TH31) ist schon mal ungewöhnlich. Vielleicht heißt das nächste Modell dann "Searchlight"?
Wie dem auch sei, das Lämpe ist eine Winkellampe/Universallampe/Kopflampe für 1*18650 mit Luminus SFT40 LED und interner Aufladung per USB-C.
Soweit wird das Modell bisher nur mit dieser einen LED mit kaltweißer Lichtfarbe auf Thrunite.com für einen UVP von 49,95 $ angeboten.
Bezugsquelle in D beispielsweise hier (Amazon).

Lieferumfang:
Thrower Kopflampe, 18650 Li-Io mit 3400mAh und PCB, Halterung mit Kopfband, USB-C Ladekabel, Gummidichtungen und mehrsprachige Anleitung.

Technische Informationen
Leuchtstufen und Leuchtdauer

Einige Ansichten.

Blick in den glatten Reflektor, in dem die LED exakt mittig zentriert ist. Einen Dome hat die SFT40 nicht.

Die Gummiabdeckung des Tasters ist recht flach, lässt sich dennoch sehr gut betätigen. Im Betrieb (außer im Firefly) ist der Gummi hinterleuchtet und zeigt grob den Akku-Ladezustand an. Auf der anderen Seite ist die Tailcap glatt und leider ohne eine Lanyardöse. Einen Trageclip hat Thrunite auch nicht beigelegt, offenbar soll die Thrower als reine Kopflampe betrieben werden.

Hinter dem Gummi liegt wasser- und staubdicht die USB-C Buchse für das interne Aufladen des Akkus. Ein externes Ladegerät ist also entbehrlich.

Der geschützte Akku mit hervorstehendem Pluspol ragt etwas aus dem Akkurohr heraus, kürzere ungeschützte Akkus (mit und ohne hervorstehendem Pol) funktionieren ebenfalls in der Lampe. Ich hätte mir noch einen Neodymmagneten in der Tailcap gewünscht.

Das Nylon-Kopfband mit Halterung aus Gummi, in der die Lampe in der Vertikalen ausgerichtet werden kann.

Größenvergleich zu anderen Thrunite-Lampen: TH30 und TN12 Pro.

Nochmal im Detail beide Kopflampen.

Thrower Kopflampe und TN12 Pro haben beide einen glatten Reflektor und den gleichen LED-Typ.

Bedienung
Das User-Interface ist, wie es sein sollte: intuitiv, simpel und wird oft auch von anderen Herstellern gewählt.
Ich finde es auch besser als bei der verwandten TN12 Pro, da man aus Firefly mit erneutem gedrückt gehaltenen Schalter in die anderen Modi (low-mid-high) weiterkommt. Auch die Abstufung der Leuchtmodi finde ich besser.
kurzer Klick = an/aus (mit Memory für Low, Mid, High)
Doppelklick = Turbo
Dreifachklick = S.O.S
gedrückt halten wenn aus = Firefly
gedrückt halten wenn an (incl. Firefly) = Ramping Low - Mid - High - Low - Mid...
Die Indikator-LED hinter dem Schaltergummi sagt uns grob, wie voll der Akku noch ist:
Die vollständige Bedienungsanleitung kann auf der Herstellerseite als Pdf heruntergeladen werden.
Vielleicht noch zum Schalter: der hat einen angenehmen definierten Klick und es ist nicht zuviel Druck nötig. Lässt sich sehr gut auch mit Handschuhen bedienen.
Eigene Messungen
Alle Messungen (auch für Laufzeit) wurden mit originalem Thrunite-Akku durchgeführt.

Die Lichtfarbe ist klar auf der kühlen Seite, die Farbwiedergabe ist nicht sonderlich hoch.
Ladestrom max. 2A/5V
Ladeschlussspannung: 4,19V
Stromverbrauch max. 9A auf Turbo, 3A auf High (da habe ich schon effizientere Lampen gesehen)
Standby-Strom: 25µA
PWM: unkritisch, da sehr hochfrequent (> 15kHz) = flimmerfreies Licht
Laufzeittest auf hellster Stufe (Turbo), Akku-Restspannung nach dem Test 2,88V (rot blinkende LED im Schalter).

Wie schon bei der TN12 Pro ergibt sich auch bei der Thrower Headlamp ein unerwarteter Helligkeitsverlauf. So nimmt die Helligkeit nach dem Leuchtbeginn bis zu Minute 22 sogar noch bis auf 113% zu. Auf eine Konstanz in der Regelung wurde verzichtet.
Laufzeittest auf zweithellster Stufe (High), Akku-Restspannung nach dem Test 3,0V (rote LED im Schalter).

Ein ähnliches Verhalten auch auf zweithöchster Stufe. Ich muss zugeben, dass ich dieses Regelungsverhalten vom Hersteller nicht gewohnt bin. Steckt dahinter ein anderes Treiberdesign?
Positiv fällt auf, dass die vom Hersteller angegebene Reichweite und Spitzenleistung übertroffen werden.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ähnelt dem der TN12 Pro. Der enge Spot bringt ordentlich Reichweite, kurzzeitig über 38kLux, für eine Kopflampe eher ungewöhnlich. Es wird sicher Benutzer geben, die genau auf so eine stark bündelnde Kopflampe gewartet haben, etwa um tiefe Brunnen oder Tunnel/Rohre auszuleuchten. Für eine universell nutzbare Allroundkopflampe wäre eine breitere Abstrahlung dagegen vorteilhafter.

Hier wird die enge Abstrahlcharakteristik erkennbar.

Hier im Vergleich zur Thrunite TH30 mit neutralweißer XHP70 LED, beide auf Stufe Low.

links kleine SFT40 mit engem Spot und Spill ohne Tint shift, rechts große XHP70 mit breitem Spot und Spill sowie Tint shift.

Fazit
positiv
+ hohe Leistung für die Größe
+ sehr gute Leuchtweite
+ kein Tint-Shift
+ flotte interne Aufladung mit USB-C (auch PD-ladefähig, also C zu C)
+ Sofortzugriff auf niedrigste und höchste Stufe
+ echtes Moonlight
+ funktioniert auch mit markenfremden Akkus (Button Top und Flat Top)
+ fairer Preis
verbesserungsfähig
- wärmere Lichtfarbe, bessere Farbwiedergabe
- keine konstante Leistungsregelung
Wer vielleicht mit der TN12 Pro geliebäugelt hat aber eine etwas kürzere Lampe möchte und auf den Heckschalter oder taktische Eignung (inkl. Strobe) verzichten kann, findet in der Thrower Headlamp eine gute Alternative. Die Thrower HL hat sogar das aus meiner Sicht bessere UI und bessere Modi-Abstufung. Last but not least trägt die Lampe den von Thrunite gewählten Namen durchaus zurecht, denn Kopflampen in dieser Größe mit der Leuchtweite sollten rar zu finden sein.
Wie dem auch sei, das Lämpe ist eine Winkellampe/Universallampe/Kopflampe für 1*18650 mit Luminus SFT40 LED und interner Aufladung per USB-C.
Soweit wird das Modell bisher nur mit dieser einen LED mit kaltweißer Lichtfarbe auf Thrunite.com für einen UVP von 49,95 $ angeboten.
Bezugsquelle in D beispielsweise hier (Amazon).

Lieferumfang:
Thrower Kopflampe, 18650 Li-Io mit 3400mAh und PCB, Halterung mit Kopfband, USB-C Ladekabel, Gummidichtungen und mehrsprachige Anleitung.

Technische Informationen
- Lichtstrom: max. 1.755 lm
- Lichtintensität/Leuchtweite: 26.100 cd/323 m
- Emitter: Luminus SFT40 LED mit kaltweißer Lichtfarbe im glatten Reflektor
- Energieversorgung: 1x hochstromfähiger 18650 Button Top mit PCB und 3400mAh (im Lieferumfang enthalten)
- interne schnelle Aufladung per USB-C mit 2A (PD-ladefähig)
- nur mechanischer Lockout (Tailcap lösen)
- 5 Helligkeitsstufen + S.O.S
- Bedienung über Taster im Lampenkopf
- Abmessungen: 107,5*27*26,5*23 mm, Gewicht 56 g (o. Akku)
- Gehäuse: hart anodisiertes Aluminium
Leuchtstufen und Leuchtdauer

Einige Ansichten.

Blick in den glatten Reflektor, in dem die LED exakt mittig zentriert ist. Einen Dome hat die SFT40 nicht.

Die Gummiabdeckung des Tasters ist recht flach, lässt sich dennoch sehr gut betätigen. Im Betrieb (außer im Firefly) ist der Gummi hinterleuchtet und zeigt grob den Akku-Ladezustand an. Auf der anderen Seite ist die Tailcap glatt und leider ohne eine Lanyardöse. Einen Trageclip hat Thrunite auch nicht beigelegt, offenbar soll die Thrower als reine Kopflampe betrieben werden.

Hinter dem Gummi liegt wasser- und staubdicht die USB-C Buchse für das interne Aufladen des Akkus. Ein externes Ladegerät ist also entbehrlich.

Der geschützte Akku mit hervorstehendem Pluspol ragt etwas aus dem Akkurohr heraus, kürzere ungeschützte Akkus (mit und ohne hervorstehendem Pol) funktionieren ebenfalls in der Lampe. Ich hätte mir noch einen Neodymmagneten in der Tailcap gewünscht.

Das Nylon-Kopfband mit Halterung aus Gummi, in der die Lampe in der Vertikalen ausgerichtet werden kann.

Größenvergleich zu anderen Thrunite-Lampen: TH30 und TN12 Pro.

Nochmal im Detail beide Kopflampen.

Thrower Kopflampe und TN12 Pro haben beide einen glatten Reflektor und den gleichen LED-Typ.

Bedienung
Das User-Interface ist, wie es sein sollte: intuitiv, simpel und wird oft auch von anderen Herstellern gewählt.
Ich finde es auch besser als bei der verwandten TN12 Pro, da man aus Firefly mit erneutem gedrückt gehaltenen Schalter in die anderen Modi (low-mid-high) weiterkommt. Auch die Abstufung der Leuchtmodi finde ich besser.
kurzer Klick = an/aus (mit Memory für Low, Mid, High)
Doppelklick = Turbo
Dreifachklick = S.O.S
gedrückt halten wenn aus = Firefly
gedrückt halten wenn an (incl. Firefly) = Ramping Low - Mid - High - Low - Mid...
Die Indikator-LED hinter dem Schaltergummi sagt uns grob, wie voll der Akku noch ist:
Die vollständige Bedienungsanleitung kann auf der Herstellerseite als Pdf heruntergeladen werden.
Vielleicht noch zum Schalter: der hat einen angenehmen definierten Klick und es ist nicht zuviel Druck nötig. Lässt sich sehr gut auch mit Handschuhen bedienen.
Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

| Leuchtstufe (lt. Hersteller) | Firefly (0,4 lm) | Low (62 lm) | Mid (258 lm) | High (735 lm) | Turbo (1.755 lm) |
| Lichtstrom in Lumen | ? | 58 | 247 | 526 | 1.966-1.870 |
| Lichtintensität in Lux | 7 | 1.175 | 5.100 | 11.125 | 38.750 |
| Leuchtweite ANSI/subjektiv | 5 / 2 m | 68 / 22 m | 143 / 48 m | 211 / 70 m | 394 / 131 m |

Die Lichtfarbe ist klar auf der kühlen Seite, die Farbwiedergabe ist nicht sonderlich hoch.
Ladestrom max. 2A/5V
Ladeschlussspannung: 4,19V
Stromverbrauch max. 9A auf Turbo, 3A auf High (da habe ich schon effizientere Lampen gesehen)
Standby-Strom: 25µA
PWM: unkritisch, da sehr hochfrequent (> 15kHz) = flimmerfreies Licht
Laufzeittest auf hellster Stufe (Turbo), Akku-Restspannung nach dem Test 2,88V (rot blinkende LED im Schalter).

Wie schon bei der TN12 Pro ergibt sich auch bei der Thrower Headlamp ein unerwarteter Helligkeitsverlauf. So nimmt die Helligkeit nach dem Leuchtbeginn bis zu Minute 22 sogar noch bis auf 113% zu. Auf eine Konstanz in der Regelung wurde verzichtet.
Laufzeittest auf zweithellster Stufe (High), Akku-Restspannung nach dem Test 3,0V (rote LED im Schalter).

Ein ähnliches Verhalten auch auf zweithöchster Stufe. Ich muss zugeben, dass ich dieses Regelungsverhalten vom Hersteller nicht gewohnt bin. Steckt dahinter ein anderes Treiberdesign?
Positiv fällt auf, dass die vom Hersteller angegebene Reichweite und Spitzenleistung übertroffen werden.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ähnelt dem der TN12 Pro. Der enge Spot bringt ordentlich Reichweite, kurzzeitig über 38kLux, für eine Kopflampe eher ungewöhnlich. Es wird sicher Benutzer geben, die genau auf so eine stark bündelnde Kopflampe gewartet haben, etwa um tiefe Brunnen oder Tunnel/Rohre auszuleuchten. Für eine universell nutzbare Allroundkopflampe wäre eine breitere Abstrahlung dagegen vorteilhafter.

Hier wird die enge Abstrahlcharakteristik erkennbar.

Hier im Vergleich zur Thrunite TH30 mit neutralweißer XHP70 LED, beide auf Stufe Low.

links kleine SFT40 mit engem Spot und Spill ohne Tint shift, rechts große XHP70 mit breitem Spot und Spill sowie Tint shift.

Fazit
positiv
+ hohe Leistung für die Größe
+ sehr gute Leuchtweite
+ kein Tint-Shift
+ flotte interne Aufladung mit USB-C (auch PD-ladefähig, also C zu C)
+ Sofortzugriff auf niedrigste und höchste Stufe
+ echtes Moonlight
+ funktioniert auch mit markenfremden Akkus (Button Top und Flat Top)
+ fairer Preis
verbesserungsfähig
- wärmere Lichtfarbe, bessere Farbwiedergabe
- keine konstante Leistungsregelung
Wer vielleicht mit der TN12 Pro geliebäugelt hat aber eine etwas kürzere Lampe möchte und auf den Heckschalter oder taktische Eignung (inkl. Strobe) verzichten kann, findet in der Thrower Headlamp eine gute Alternative. Die Thrower HL hat sogar das aus meiner Sicht bessere UI und bessere Modi-Abstufung. Last but not least trägt die Lampe den von Thrunite gewählten Namen durchaus zurecht, denn Kopflampen in dieser Größe mit der Leuchtweite sollten rar zu finden sein.
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