Mit der "schlechteren" Wärmeanbindung gewinnst du also bestenfalls wenige Sekunden.
Deine Zahlen will ich nicht bezweifeln.
Ich betreibe die D4 mit eigener Firmware, die bei Überschreiten des programmierten unteren Temperaturgrenzwerts direkt auf eine gerade noch handhabbare Stufe herunterregelt. Steigt die Temperatur weiter über den zweiten, höheren Grenzwert (z. B. weil die Lampe versehentlich in der Tasche eingeschaltet wurde), wird auf eine sichere niedrige Stufe (unter 0,5 Watt) heruntergeregelt.
Meine D4 habe ich mit Nichia 219C 4000K 92CRI bestückt. Die Lampe regelt bei Turbo nach 12 sec. auf den oberen Grenzwert herunter. "Wenige" gewonnene Sekunden könnten dann schnell mal 50% mehr Laufzeit sein.
Nochmal das Beispiel meines vorher erwähnten SRK-Mods mit 7x XM-L2 und offener Shelf ohne zusätzliche Wärmesenke. Dazu nehme ich noch meine neue BLF Q8, die ebenfalls überarbeitet wurde. Die SRK zieht 24 A bei frischen Zellen, die Q8 um die 21 Ampere. Also ungefähr vergleichbar. Starte ich beide Lampen gleichzeitig auf Turbo, regelt die SRK nach ca. 45 sec. herunter, die Q8 braucht etwa doppelt so lang. Ganz klar eine Folge der höheren Wärmeaufnahmekapazität durch die dicke Shelf, den verschraubten Reflektor und das insgesamt massivere Gehäuse, schließlich ist die Q8 auch gut 100 g schwerer. Aber - die Q8 braucht auch wesentlich länger, um die gespeicherte Wärme abzugeben, es dauert entsprechend länger, bis sie soweit abgekühlt ist, dass ich sie wieder auf Turbo schalten kann.
Ist aber nicht übertraggbar auf die D4. Die hat zwar ebenso viele LEDs (in meinem Fall ineffizientere) und zieht mit Sanyo GA um die 16 A, hat aber kaum Wärmespeicherkapazität. Aus diesem Grund hätte ich weiterhin gerne eine
etwas höhere Temperaturdifferenz zwischen LED und Außenwand (= schlechtere Wärmeableitung) für ein paar Sekunden mehr Laufzeit. Natürlich auf Kosten der LED-Lebensdauer.