Nachdem ich eine Nacht (getrennt von der Lampe) geschlafen habe, meine ersten Eindrücke.
Die Lampe ist sehr kurz, mit meinen großen Händen kann ich sie nur mit drei Fingern fassen. Eigentlich hätte sie die ideale Länge für einen Tail-Schalter. Jedenfalls habe ich im Dunkeln noch nie so lange nach dem Schalter suchen müssen und konnte dabei die Lampe nur mit drei Fingern drehen. Allerdings haben genau aus diesem Grund die meisten meiner Lampen Tailschalter. Leider kommen diese derzeit etwas aus der Mode,
Die Bedienung der Leuchtstufen ist genau so wie bei der Olight R 50. Die Möglichkeit, auf Firefly durch langes Drücken und auf Turbo mit Doppelklick direkt zugreifen zu können, finde ich gut. Die drei anderen Stufen schalten low-med-high und haben eine Memory-Funktion. Die Sprünge zwischen den Stufen sind groß, was aber natürlich durch die hohe Lichtleistung bedingt ist. Das Strobe ist hinter dem Turbo mit Doppelklick versteckt, was ich sehr gut finde.
Der Akku scheint nicht sehr leistungsfähig zu sein. Leider habe ich keine Messgeräte, um vernünftige Daten zu liefern, lediglich einen USB Detector von XTAR. Als die Lampe kam, habe ich den Akku in der Hand erwärmt und die Lampe dann gestartet. Sie lies sich in allen Stufen schalten, flackerte im Turbo allerdings erwartungsgemäß nur kurz auf. Danach leuchtete sie nur bis max. Die Akkuanzeige leuchtete blau. Als ich die Lampe ans Ladekabel anschloss, leuchtete die Akkuanzeige weiter blau und der Detektor zeigte 0,00 Ampere. Ich baute den Akku aus und legte ihn in das einzige derzeit zur Verfügung stehende Ladegerät, das ich für 26650 habe, in das Nitecore F1. Die drei LEDs, die eine vollen Ladezustand anzeigen, leuchteten dauerhaft, der Ladestrom war ebenfalls bei 0,00 Ampere. Erst nach gutem Zureden und mehrfachen Einlegen begann der Akku zu laden mit einem Ladestrom von 0,79 Ampere. ( Das Ladegerät ist mit maximal 1 Ampere angegeben). Die Ladung dauerte etwa eineinhalb Stunden, wobei zwei LEDs dauerhaft leuchteten und nur eine blinkte.
Nachdem der Ladestrom bei 0 war, legte ich den Akku wieder in die Lampe ein. Turbo begann bereits nach wenigen Sekunden zu flackern und nach kurzer Zeit war kein deutlicher Unterschied mehr zwischen high und turbo zu erkennen. Nach etwa zwei bis drei Minuten auf high flackerte die Lampe erneut und die Akkuanzeige blinkte rot. Ich lud den Akku nun in der Lampe, wobei der Ladestrom mit etwa 0,6 Ampere begann. Nach nur etwa einer halben Stunde war der Ladestrom bei 0 und die Lampe ließ sich wieder im turbo starten. Ich ließ die Lampe eine Minute auf turbo laufen. Sie wurde dabei angenehm handwarm und unmerklich dunkler. Nach einer Minute war kein Unterschied zwischen high und turbo mehr erkennbar. Die Akkuanzeige leuchtete weiter blau, wobei sie laut Beschreibung erst bei weniger als 10 % auf rot schaltet.
Die Lampe erzeugt einen hellen, fehlerfreien und recht großen Spot, der im Vergleich zu anderen CW-Lampen deutlich wärmer ist. Er ist von der Farbe sehr neutral. Ein weicher Übergang zum Spill ist als breiter, gelblicher Ring zu erkennen. Der breite und deutlich dunklere Spill ist wieder weißer. Am Rande des Spills sind einzelne Ringe erkennbar. Firefly hat bei mir einen deutliche Grünstich, ist aber sehr angenehm. Abseits weißer Wände ergibt sich ein sehr angenehmes Lichtbild, das für Räume und kurze Entfernungen perfekt ist. Leider kann ich krankheitsbedingt derzeit nicht raus, um das in freier Wildbahn zu testen. Ich würde die Lampe als Fluter mit einem wirklich angenehmen Beam bezeichnen.
Nochmals etwas zur Handlage, die ich mit einer Olight R 50 (ohne pro) vergleichen möchte, die ich kurz vor Weihnachten für ein paar Tage hatte. Das Bedienkonzept ist wie bereits erwähnt identisch. Die R 50 lag in meiner Hand perfekt, die TC 20 ist etwas zu kurz. Durch das Design der R 50 mit den abgeschrägten Flächen am Kopf war der Schalter deutlich besser zu finden. Bei der TC 20 ist auch der Gummi für die Abdeckung des Ladeanaschlusses plan eingelassen. Jedem, der sich über die abstehenden Abdeckungen bei EAGTAC aufgeregt, sei gesagt, dass sich dadurch die Stellung des Schalters problemlos feststellen lässt. Bei der TC 20 hilft der Gummi nicht. Ansonsten finde ich das Design der TC 20 durchaus gelungen, das Knurling am kurzen Schaft ist ausreichend griffig.
Die Öse für ein beiliegendes Lanjard ist seitlich an der Abschlußkappe angebracht und etwas scharfkantig. Durch die seitliche Anbringung wird der sehr gute Tailstand nicht beeinträchtigt.
Zum Abschluss möchte ich noch für alle, die auch von dem Hype um die Lampe befallen wurden, anmerken, dass sich mein Leben nicht verbessert hat. Ich wurde durch die TC 20 nicht wirklich erleuchtet, werde sie jedoch als EDC mit einem leistungsfähigeren Akku vor Allem wegen der geringen Größe und dem sehr angenehmen Beam behalten. Allerdings kann sie nicht als Handschmeichler dienen. Die Suche geht also weiter...