Die ThruNite TN15 ist seit Mitte Januar 2015 erhältlich. Ein Review gab es bisher noch nicht, obwohl die TN15 eine überaus interessante Lampe ist. Beginnen wir mit dem Datenblatt:

Die Thrunite TN15 wird in einer extrem überdimensionierten Verpackung geliefert:

In dieser befindet sich neben jeder Menge Luft die Lampe selbst, ein Holster, der Remote Switch, ein Tütchen mit Ersatz-Dichtungsringen, eine Trageschlaufe und eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Die TN15 ist ein reinrassiger Thrower, also eine auf Reichweite ausgelegte Taschenlampe und hat weder formal noch seitens Leuchtcharakteristik oder Einsatzzweck etwas mit der TN12 zu tun. Ich erwähne dies nur, weil Thrunite die TN15 als "großen Bruder der TN12" bezeichnet.
Das ändert aber nichts daran, dass es sich bei der TN15 um eine wirklich sehr interessante Lampe handelt. Thrower mit einer Reichweite von über 500 m kosten normalerweise über 100 Euro und sind meist deutlich größer und schwerer. Zwar bietet Thrunite das etwas leistungsfähigere Auslaufmodell TN31 derzeit für 79 Euro an, aber Jackentauglich ist diese Lampe leider nicht mehr. Ganz im Gegensatz zur relativ kompakten und leichten TN15. Diese ist zwar ziemlich lang, dafür aber im Durchmesser recht dünn und betriebsbereit mit 391 g für einen Thrower dieser Leistungsklasse recht leicht. Zusätzlich ist das Batterierohr geteilt, d.h. eine Hälfte kann entfernt und die TN15 mit nur einem 18650er Li-Ion Akku betrieben werden.
Apropos Batterierohr. Dieses ist innen recht eng, sodass nicht alle 18650er Akkus hineinpassen. Meine Keeppower Akkus mit 3.400 mAh sind leider zu dick. Ich verwende zwei Thrunite Akkus mit 3.200 mAh (die übrigens leistungsstärker sind als die teureren Thrunite Akkus mit 3.400 mAh).
Ansonsten ist die Verarbeitung auf hohem Niveau. Ein Bezel aus Edelstahl hätte mir noch besser gefallen, aber zu diesem Preis kann man nicht alles haben. Die TN15 verfügt über einen Endkappenschalter zum Ein/Ausschalten und zur Nutzung der Morse- oder Momentlichtfunktion. Über einen zweiten, am Lampenkopf befindlichen Schalter wechselt man die Leuchtstufen. Die Lampe startet immer in der zuletzt verwendete Leuchtstufe (Memoryfunktion). Die Leuchtstufen sind gut gewählt, die TN15 verfügt auch über ein echtes Low mit 0,3 Lumen.
Eine Status LED im Schalter, zur Warnung vor entladenen Akkus, wie bei den meisten anderen Thrunite Lampen, gibt es hier leider nicht. Insofern sollte man nur geschützte Akkus mit PCB verwenden, diese schalten ab um Tiefstentladung zu vermeiden.
Meine TN15 habe ich in Cool White gekauft. Als Thrower hat die TN15 einen ziemlich konzentrierten Spot. Dieser ist etwas größer als z.B. bei einer Thrunite TN31 oder TN32. Im Dunkeln stellt sich aber auch hier der typische Lichtschwert-Effekt ein. Dennoch wird auch das Umfeld noch recht gut ausgeleuchtet. Die gesamte Leuchtcharakteristik ähnelt sehr den Thrunite Throwern TN31/TN32. Die Wärmeableitung hat Thrunite hier sehr gut im Griff. Die massiven Kühlrippen am Lampenkopf zeichnen dafür verantwortlich.
Für den beiliegenden Remote Switch dürften die wenigsten Leute eine Verwendung haben. Gedacht für Jäger und zur Montage am Gewehr, ist ein solcher Einsatz ohnehin in Deutschland unzulässig.
Die offiziellen Produktbilder lassen die Lampe hinsichtlich ihrer Proportionen etwas pummelig erscheinen. Sie wirkt tatsächlich sehr viel schlanker und filigraner, wie die folgenden Bilder zeigen:

Hier mit montiertem, aber für die meisten Nutzer überflüssigem Remote Switch.

Das Holster ist nach unten offen.

Die TN15 in zerlegtem Zustand.

Als Kurzversion mit nur einem Akku ist die Lampe nicht so arg viel größer, als eine NiteCore SRT7, deklassiert diese aber bei der Reichweite deutlich.

Ein Edelstahl-Bezel wäre schön gewesen.

Das Klicken des Leuchtstufenschalters klingt etwas billig.

Modelbezeichnung mit Seriennummer

Der Reflektor ist ähnlich groß wie der der Catapult V5

Die massiven Kühlrippen helfen die Hitze im Zaum zu halten.

Ich hätte mich über eine Status-LED gefreut, wie sie mittlerweile oft von Thrunite verbaut wird.

Blick auf die Cree XM-L2 LED.
Die Thrunite TN15 ist eine echte Bereicherung im Thrunite Portfolio. Sie bietet Thrower Fans gute Leistungsdaten im kompakten Format und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Für eine formal und leistungstechnisch vergleichbare Nitecore MH40 Thor muss man fast doppelt so viel bezahlen, und das bei geringerem Bedienkomfort.
Passend zum gegenwärtigen PA habe ich die TN15 seitens ihrer Leistungsfähigkeit mit den Throwern aus gleichem Hause, der Catapult V5 und der TN32 verglichen. Seitens Formfaktor ähnelt die TN15 etwas der Catapult V5 ist aber dennoch seitens Materialstärken deutlich filigraner und leichter. Von der TN32 ganz zu schweigen:



Beamshots:
Wie schlägt sich das Leichtgewicht TN15 gegenüber den Boliden des selben Herstellers? Um es gleich vorweg zu nehmen, die TN15 ist erstaunlich leistungsfähig und macht eine Menge Spaß! Die Herstellerangaben seitens Lichtleistung und Reichweite erreicht sie ohne Probleme. Auch wenn die TN15 gegenüber den beiden anderen Lampen das Nachsehen hat, für sich gesehen ist es ein guter Thrower mit dem Vorteil eines sehr günstigen Preises, größter Flexibilität und bester Mitnahmetauglichkeit.
Für den Beamshotvergleich habe ich eine weitläufige Stelle ausgewählt, die exakt 500 m von einem Sendemast auf einem Hügel entfernt ist. Für die Catapult V5 und die TN32 sollte diese Entfernung kein Problem darstellen, für die TN15 liegt der Mast an deren Leistungsgrenze.
Doch zunächst ein Vergleich auf kürzere Distanz:



Nun die Herausforderung, der Sendemast in 500 m Entfernung:

Der Mast ist eben gerade noch so sichtbar. Mehr kann man von der TN15 nicht erwarten. Durch die Kompression und das Herunterskalieren ist auf dem Bild leider kaum noch etwas vom Mast zu erkennen.

Die Catapult V5 liefert eine souveräne Leistung.

Für die TN32 sind 500 m ein Kinderspiel!
Nun ein Vergleich auf 150 m:



Und noch einmal der Sendemast in 500 m Entfernung, diesmal mit 70 mm Brennweite aufgenommen:



Und zu guter Letzt eine Baumgruppe in 170 m Entfernung:



Ich hoffe die Vorstellung hat euch gefallen und die eine oder andere Frage zur TN15 beantwortet.
Gruß
T-Freak

Die Thrunite TN15 wird in einer extrem überdimensionierten Verpackung geliefert:

In dieser befindet sich neben jeder Menge Luft die Lampe selbst, ein Holster, der Remote Switch, ein Tütchen mit Ersatz-Dichtungsringen, eine Trageschlaufe und eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Die TN15 ist ein reinrassiger Thrower, also eine auf Reichweite ausgelegte Taschenlampe und hat weder formal noch seitens Leuchtcharakteristik oder Einsatzzweck etwas mit der TN12 zu tun. Ich erwähne dies nur, weil Thrunite die TN15 als "großen Bruder der TN12" bezeichnet.
Das ändert aber nichts daran, dass es sich bei der TN15 um eine wirklich sehr interessante Lampe handelt. Thrower mit einer Reichweite von über 500 m kosten normalerweise über 100 Euro und sind meist deutlich größer und schwerer. Zwar bietet Thrunite das etwas leistungsfähigere Auslaufmodell TN31 derzeit für 79 Euro an, aber Jackentauglich ist diese Lampe leider nicht mehr. Ganz im Gegensatz zur relativ kompakten und leichten TN15. Diese ist zwar ziemlich lang, dafür aber im Durchmesser recht dünn und betriebsbereit mit 391 g für einen Thrower dieser Leistungsklasse recht leicht. Zusätzlich ist das Batterierohr geteilt, d.h. eine Hälfte kann entfernt und die TN15 mit nur einem 18650er Li-Ion Akku betrieben werden.
Apropos Batterierohr. Dieses ist innen recht eng, sodass nicht alle 18650er Akkus hineinpassen. Meine Keeppower Akkus mit 3.400 mAh sind leider zu dick. Ich verwende zwei Thrunite Akkus mit 3.200 mAh (die übrigens leistungsstärker sind als die teureren Thrunite Akkus mit 3.400 mAh).
Ansonsten ist die Verarbeitung auf hohem Niveau. Ein Bezel aus Edelstahl hätte mir noch besser gefallen, aber zu diesem Preis kann man nicht alles haben. Die TN15 verfügt über einen Endkappenschalter zum Ein/Ausschalten und zur Nutzung der Morse- oder Momentlichtfunktion. Über einen zweiten, am Lampenkopf befindlichen Schalter wechselt man die Leuchtstufen. Die Lampe startet immer in der zuletzt verwendete Leuchtstufe (Memoryfunktion). Die Leuchtstufen sind gut gewählt, die TN15 verfügt auch über ein echtes Low mit 0,3 Lumen.
Eine Status LED im Schalter, zur Warnung vor entladenen Akkus, wie bei den meisten anderen Thrunite Lampen, gibt es hier leider nicht. Insofern sollte man nur geschützte Akkus mit PCB verwenden, diese schalten ab um Tiefstentladung zu vermeiden.
Meine TN15 habe ich in Cool White gekauft. Als Thrower hat die TN15 einen ziemlich konzentrierten Spot. Dieser ist etwas größer als z.B. bei einer Thrunite TN31 oder TN32. Im Dunkeln stellt sich aber auch hier der typische Lichtschwert-Effekt ein. Dennoch wird auch das Umfeld noch recht gut ausgeleuchtet. Die gesamte Leuchtcharakteristik ähnelt sehr den Thrunite Throwern TN31/TN32. Die Wärmeableitung hat Thrunite hier sehr gut im Griff. Die massiven Kühlrippen am Lampenkopf zeichnen dafür verantwortlich.
Für den beiliegenden Remote Switch dürften die wenigsten Leute eine Verwendung haben. Gedacht für Jäger und zur Montage am Gewehr, ist ein solcher Einsatz ohnehin in Deutschland unzulässig.
Die offiziellen Produktbilder lassen die Lampe hinsichtlich ihrer Proportionen etwas pummelig erscheinen. Sie wirkt tatsächlich sehr viel schlanker und filigraner, wie die folgenden Bilder zeigen:

Hier mit montiertem, aber für die meisten Nutzer überflüssigem Remote Switch.

Das Holster ist nach unten offen.

Die TN15 in zerlegtem Zustand.

Als Kurzversion mit nur einem Akku ist die Lampe nicht so arg viel größer, als eine NiteCore SRT7, deklassiert diese aber bei der Reichweite deutlich.

Ein Edelstahl-Bezel wäre schön gewesen.

Das Klicken des Leuchtstufenschalters klingt etwas billig.

Modelbezeichnung mit Seriennummer

Der Reflektor ist ähnlich groß wie der der Catapult V5

Die massiven Kühlrippen helfen die Hitze im Zaum zu halten.

Ich hätte mich über eine Status-LED gefreut, wie sie mittlerweile oft von Thrunite verbaut wird.

Blick auf die Cree XM-L2 LED.
Die Thrunite TN15 ist eine echte Bereicherung im Thrunite Portfolio. Sie bietet Thrower Fans gute Leistungsdaten im kompakten Format und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Für eine formal und leistungstechnisch vergleichbare Nitecore MH40 Thor muss man fast doppelt so viel bezahlen, und das bei geringerem Bedienkomfort.
Passend zum gegenwärtigen PA habe ich die TN15 seitens ihrer Leistungsfähigkeit mit den Throwern aus gleichem Hause, der Catapult V5 und der TN32 verglichen. Seitens Formfaktor ähnelt die TN15 etwas der Catapult V5 ist aber dennoch seitens Materialstärken deutlich filigraner und leichter. Von der TN32 ganz zu schweigen:



Beamshots:
Wie schlägt sich das Leichtgewicht TN15 gegenüber den Boliden des selben Herstellers? Um es gleich vorweg zu nehmen, die TN15 ist erstaunlich leistungsfähig und macht eine Menge Spaß! Die Herstellerangaben seitens Lichtleistung und Reichweite erreicht sie ohne Probleme. Auch wenn die TN15 gegenüber den beiden anderen Lampen das Nachsehen hat, für sich gesehen ist es ein guter Thrower mit dem Vorteil eines sehr günstigen Preises, größter Flexibilität und bester Mitnahmetauglichkeit.
Für den Beamshotvergleich habe ich eine weitläufige Stelle ausgewählt, die exakt 500 m von einem Sendemast auf einem Hügel entfernt ist. Für die Catapult V5 und die TN32 sollte diese Entfernung kein Problem darstellen, für die TN15 liegt der Mast an deren Leistungsgrenze.
Doch zunächst ein Vergleich auf kürzere Distanz:



Nun die Herausforderung, der Sendemast in 500 m Entfernung:

Der Mast ist eben gerade noch so sichtbar. Mehr kann man von der TN15 nicht erwarten. Durch die Kompression und das Herunterskalieren ist auf dem Bild leider kaum noch etwas vom Mast zu erkennen.

Die Catapult V5 liefert eine souveräne Leistung.

Für die TN32 sind 500 m ein Kinderspiel!
Nun ein Vergleich auf 150 m:



Und noch einmal der Sendemast in 500 m Entfernung, diesmal mit 70 mm Brennweite aufgenommen:



Und zu guter Letzt eine Baumgruppe in 170 m Entfernung:



Ich hoffe die Vorstellung hat euch gefallen und die eine oder andere Frage zur TN15 beantwortet.
Gruß
T-Freak
Zuletzt bearbeitet:
