Das Review ist auf Englisch und ziemlich verwirrend finde ich. Sehr technisch, ohne auf den Punkt zu kommen.

Was sagt er denn?
Ich finde, in seiner "Conclusion" kommt er sehr wohl auf den Punkt. Wie immer. Lesen muss man's halt. Und ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er alle Messungen veröffentlicht. So kann man nachvollziehen, was er schreibt. Und ggf. auch mal zu einer anderen Conclusion kommen.
Jo, genau aus dem Grund mag ich die meisten Reviews da nicht, viel zu lang gezogen mit Diagrammen etc.
Tja, so kann man grundsätzlich verschiedener Meinung sein. Ich habe gerne Fakten und bilde mir meine Meinung selbst, deswegen mag ich HKJs Reviews.
Andere wollen einfach eine vorgefertigte Meinung oder Kaufempfehlung, ohne mit den Details belästigt zu werden, die zu diesem Urteil geführt haben. Genau die will ich aber sehen. Mit Reviews, die nur die Bedienung schildern und Technik, wenn überhaupt, nur oberflächlich ankratzen, kann ich wenig anfangen. Ich hab' schon "Reviews" auf YT gesehen, da wurde 10 Minuten lang der Lader ausgepackt, die Anleitung entfaltet, der Lader von allen Seiten begutachtet, nutzloses Zeug rumgelabert, am Ende doch endlich mal ein Akku reingesteckt, und oh Wunder, tatsächlich, eine rote LED leuchtet, er lädt also, Wahnsinn, ein super Gerät, unbedingt kaufen! Da krieg' ich die Krise.
Desweiteren schreibt HKJ wie immer eine Conclusion, so auch hier, und da zählt er auch kurz und knackig die Schwächen dieses "Dreamchagers" auf. Und mMn sind die Schwächen (immer noch) eklatant, weswegen ich von diesem Lader die Finger lasse - siehe
#23 und
#56.
Beispiel:
dieses Oszillogramm der Stromaufnahme aus dem 12V-Netzteil bei 4x 1A Ladestrom: 10ms lang fließen 10A (!!), dann sind 40ms Pause, Null Stromentnahme aus dem Netzteil. Das bedeutet: Die Akkus werden nicht mit Gleichstrom geladen, sondern mit Pulsen mit höherem Strom - und diese Pulse kommen immer für alle 4 Schächte gleichzeitig. Jeder halbwegs schlaue Entwickler würde die 4 Schächte nacheinander pulsen und damit eine gleichmäßige und in der Spitze um Faktor 4 niedrigere Stromentnahme aus dem Netzteil erreichen.
Wäre der BT-C3100 ein Auto, hätte er einen 4-Zylinder-Motor, bei dem alle 4 Kolben auf dem gleichen Kurbelzapfen sitzen und gleichzeitig arbeiten, anstatt versetzt, also praktisch wie ein 1-Zylinder mit riesen Hubraum.
Das
Oszillogramm des Ladestroms spricht auch Bände: weil das Netzteil bei jedem Puls zusammenbricht, werden die eingestellten 1A nicht erreicht. Der Lader geht bei seiner Kapazitätsmessung aber vom eingestellten Strom aus, nicht vom tatsächlichen.
Versorgt man ihn aus einem leistungsfähigen Labornetzgerät, werden die Akkus mit
3,1A-Pulsen von 18ms Dauer bei 50ms Periode geladen, so dass es im Mittel 1A ergibt. Aber ob das für den Akku gut ist?
Das Ding ist mMn "flawed by design", auf Deutsch: eine Fehlkonstruktion.
Reicht das als kurze Zusammenfassung? Ist halt meine subjektive Meinung nach Gewichtung von HKJs Messungen nach für mich wichtigen und weniger wichtigen Kriterien, und das wichtigste an einem Lader ist für mich halt, dass er ordentlich lädt.