Tk35 + 18650 - eigenartiges Entladungsverhalten

24 Mai 2010
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Hallo,

ich habe meine TK35 heute zum ersten Mal richtig lange getestet. Ich hatte zwei WolfEyes 18650er im Einsatz. Nach einiger Zeit (mehrfach die Modi gewechselt, gegen Ende meiner Nachtwanderung aber überwiegend im Turbo-Modus, allerdings nie so lange, bis dieser nach 25 Minuten von selbst beendet wurde) ging die Lampe plötzlich und unvermittelt (kein Herunterschalten in niedrigeren Modus) aus und war nicht mehr einschaltbar.

Die Akkus hatten danach Spannungen von 3,6 V und 3,3 V. Wenn ich sie dann ins Ladegerät eingelegt habe, hat dieses verdächtig gezischt (habe sie auf dem Balkon weiterladen lassen, nach ca. 5 Minuten wurden sie "still" weitergeladen).

Dann habe ich mit einem zweiten paar 18650 (TrustFire) den Test wiederholt:

TK35 auf Turbo 25 Minuten -> Herunterschalten auf HI, Lampe abkühlen lassen. Dann wieder auf Turbo. Insgesamt war dies drei Mal möglich. Bei vierten Mal Turbo ging die Lampe nach ca. 3 Minuten wieder unvermittelt aus. Die Akkus hatten eine Spannung von 3,34 und 0 (!) V, nach ein paar Minuten zeigte auch die zweite Akku 3,35 V an.

Ist das normal oder ist an meiner TK35 was faul?

Und: Sollte ich die Akkus entsorgen oder kann man die weiterverwenden (Tiefentladung und verdächtige Ladegeräusche machen mir kein gutes Gefühl).

Alles ziemlich ärgerlich und ich bin für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße
invisigoth76
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Da die Akkus unter hoher Last in die Schutzschaltung getrieben wurden, sollte ihnen das im Regelfall nicht viel ausmachen und sie können nach der Ladung problemlos wieder verwendet werden.

Wenn die Schutzschaltung der Akkus auslöst, dann ist es normal, dass die Lampe plötzlich ausgeht.

Für die Lebenserwartung der Akkus ist es aber besser, diese vor dem Auslösen der Schutzschaltung wieder zu laden.

Zu den Geräuschen beim Laden kann ich leider auch nichts sagen:confused:

Gruß
Klaus
 

Lichtinsdunkel

Flashaholic**
2 Juni 2010
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Witten
taschenlampen-tests.de
Die Akkus hatten danach Spannungen von 3,6 V und 3,3 V.
Wann war denn "danach"? Unmittelbar nach dem Abschalten?

Falls ja, Frage an die Akkuexperten: Wenn die gemessene Leerlaufspannung 3,3 Volt beträgt, sollte doch die Spannung unter Last kurz vorher nicht so extrem viel niedriger sein, oder?

Selbst, wenn der Unterschied 0,5V beträgt, greift meines Wissens die Schutzschaltung noch nicht.

Ich habe zumindest schon einige Lampen mit geschützten Akkus betrieben (allerdings Einzeller), bei denen ich den Akku (protected) entnommen und mit knapp unter 3V Leerlaufspannung gemessen habe.

Gruß
Walter
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Falls ja, Frage an die Akkuexperten: Wenn die gemessene Leerlaufspannung 3,3 Volt beträgt, sollte doch die Spannung unter Last kurz vorher nicht so extrem viel niedriger sein, oder?

Selbst, wenn der Unterschied 0,5V beträgt, greift meines Wissens die Schutzschaltung noch nicht.
Eine Ruhespannung von 3,3 Volt ist nach Auslösen der Akkuschutzschaltung (unter Last in der hellsten Einstellung der Lampe) durchaus im normalen Bereich.

Anders sieht es aus, wenn die Akkus in den Dimmstufen in die Schutzschaltung getrieben werden.
 
  • Danke
Reaktionen: Lichtinsdunkel
24 Mai 2010
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Zunächst mal vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ich habe ein HXY 18650 2A.

Danach war: Im ersten Fall ca. 15 Minuten nach dem Abschalten (Messung war 3,6 und 2,3 V - nach 30 Minuten dann 3,46 V) und beim zweiten Versuch habe ich direkt nach dem Abschalten (1 Minute) 3,34 und 0 V, nach ca. drei Minuten dann 3,34 V an beiden Akkus gemessen.

Ok, die Schutzabschaltung macht wohl Sinn und erklärt auch, wieso die Spannungsmessung direkt nach dem Entnehmen viel niedriger war als nach einigen Minuten.

Aber was mich wundert: Ist es denn normal, dass die TK35 die Akkus im Turbomodus in die Schutzabschaltung treibt? Zumindest von der TK12 im Turbomodus kenne ich es so, dass die Lampe irgendwann einfach die Helligkeit eine Stufe tiefer reguliert und die darüberliegende Stufe sperrt.

Auch die Laufzeit kommt mir zu kurz vor: 3 x Turbo (25 Minuten) mit Pausen dazwischen ergeben gerade mal 75 Minuten statt die 1,5 Stunden die Fenix angibt.

Nicht, dass ich damit nicht leben könnte, aber das Verhalten der Lampe hat mich zumindest irritiert und es wäre interessant zu wissen, ob das normal ist oder ob evtl. meine Lampe einen Fehler in der Steuerung hat.
 
24 Mai 2010
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So, ich habe nochmals getestet:

Voll geladene 18650 - 3 x 25 Minuten auf Turbo, dann auf High weiterlaufen lassen.

Die Lampe hat dann nach einer guten Stunde auf High plötzlich abgeschaltet. Kein Herunterregeln, keine abnehmende Leuchtleistung bis zu dem Zeitpunkt.

Die Läampe läßt sich nicht mehr einschalten.

Akkus direkt nach dem Abschalten gemessen. Akku 1: 3,1 V, Akku 2: 2,4 V.

Für mich macht das einen komischen Eindruck - von meinen anderen Fenix-Lampen bin ich es gewohnt, dass sie runterregelt, aber nicht einfach ausschaltet. Auch die sehr ungleiche Entladung der Akkus gefällt mir nicht.

Ich wäre sehr an Erfahrungen mit der TK35 interessiert. Wie verhält sie sich bei Euch?

Vielen Dank!
invisigoth
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Ich lade die Akkus eigentlich immer frühzeitig nach, da es nicht gut für die Lebensdauer der Akkus ist, wenn man sie häufig bis zum Auslösen der Schutzschaltung entläd.
Die Schutzschaltung sehe ich nur als Notbremse, wenn ich mal zu schusselig war, die Akkus rechtzeitig nachzuladen.

Wenn die Lampe noch eine Schutzfunktion hätte, dann wäre das auf jeden Fall besser für die Akkus.
Da hat Fenix wohl den Rotstift angesetzt, denn die TK35 ist in ihrer Leistungs und Qualitätsklasse wirklich extrem günstig.

Ein Vorteil der fehlenden Schutzschaltung könnte eine sehr gute Ausnutzung von Primärzellen sein, wodurch sich dann die gute Laufzeit erklären ließe.

Es gibt gut funktionierende Schutzschaltungen in Lampen anderer Hersteller.
Selbst meine ehemalige relativ günstige Eastward YJ-XFP7 hatte eine Schutzschaltung, die vor der Schutzschaltung in den Akkus ausgelößt hat.
 

nightlight

Flashaholic**
20 August 2010
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In der Mitte von Hessen
Mir fällt bei deinen Schilderungen immer auf das ein Akku sehr wenig Spannung hat (2,4V)
Hast du zwei gleiche Akkus, selbes Alter, Hersteller, Ladezyklen?? :S

Ansonsten würde ich mal 2 neue Zellen nehmen und nochmal testen. Vermutlich ist einer deiner Akkus etwas schwächlich auf der Brust, das kann bei 2-Zelligen Lampen ins Auge gehen!!!

Gruß Steph
 
24 Mai 2010
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Ich habe mit zwei ganz neuen Akkus getestet. Dann auch noch mit zwei gleich alten (6 Monate). Immer das selbe Bild: einer der Akkus ist nach der Abschaltung stärker entladen als der andere. Ein Akku-Problem würde ich daher ausschließen.
 

forest

Ehrenmitglied
13 September 2010
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Siegerland
Bei der TK35 35 bin ich mir gerade nicht ganz sicher: Handelt es sich um eine Reihenschaltung? :confused:

Egal wie: Die Lampe hat, so wie ich das sehe, keine Einfluss auf die Entladung einer einzelnen Zelle. Das heißt der Fehler muss eigentlich von den Akkus kommen.
Aber: Ist es überhaupt ein Fehler? Ist es nicht so, das die Zellen (bei der Reihenschaltung) an der unteren Kapazitätsgrenze (also kurz vor leer) die Energieabgabe nochmal erhöhen?
Das würde erklären warum die eine Zelle stärker entladen ist, sie will "auf den letzten Drücker noch mithalten".
Dazu kommen noch allgemeine Fertigungstoleranzen bei den Zellen. Wenn sie nicht ganz homogen gebaut sind, kann ich mir vorstellen, das immer einer aus der Reihe tanzt.

Noch ein Ansatz: Mit welcher Spannung wurden die Zellen vor dem Test in die Lampe eingelegt? Gleichmäßig geladen? Könnte es sein das "Billig-Lader" eine Zelle überladen oder eine nicht ganz voll geladen hat?

Dann hättest Du den gleichen Effekt...

Meine vier EagleTacs (alle 2-zellig, Reihenschaltung) werden nie bis zum Ende gefahren. Die Akkus fliegen immer vorher raus. Aber nicht aus Angst, sondern weil ich sie vor einer Tour randvoll brauche :)
 

cuxhavener

Flashaholic***²
7 März 2010
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Die Akkus habe nie genau die gleiche Kapazität.
Da selbst bei 3,3 Volt die Restkapazität schon fast bei 0 ist, ist es völlig normal, wenn ein Akku etwas früher komplett einbricht und die Schutzschaltung auslöst.