[Review] Cyansky HS6R

SammysHP

Flashaholic**
6 Oktober 2019
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113
Celle
www.sammyshp.de
Vor einiger Zeit hatte ich eine Cyansky K3 v2 gewonnen und ein kleines Review verfasst. Da die Taschenlampe einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen hatte, war ich neugierig, was Cyansky sonst noch so zu bieten hat. Daher habe ich mich gefreut, als Cyansky mir eine HS6R für ein Review angeboten hat. Vielen Dank!

Dieses sowie weitere Reviews findet ihr auch auf meiner Webseite. Mit der Seite verdiene ich kein Geld, es ist keine Werbung eingebunden und Affiliate-Links nutze ich auch nicht. Es gibt dort aber teilweise etwas mehr Details zu den Lampen sowie Reviews, die hier nicht zu finden sind.


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Lieferumfang und Hardware​

  • 18650 Li-Ion Akku mit 3400 mAh (geschützt, integrierte Ladefunktion mit USB-C, 70 mm lang, Button-Top, bei Lieferung 3,81 V)
  • Kopfband mit Halterung
  • USB-C Ladekabel
  • 2x Ersatz-O-Ring
  • Aufbewahrungsbeutel
  • Moosgummi „Polster“ (selbstklebend)
  • Bedienungsanleitung (EN, CN)


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Die Lampe kommt fertig zusammengebaut, man muss nur noch ein kleines Isolationsplättchen vom Akku entfernen und schon kann es losgehen.


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Die Halteplatte ist aus Metall und macht einen robusten Eindruck. Sie ist leicht gewölbt und die Kanten sind abgerundet, damit sie bequem sitzen soll. Leider bilden sich bei mir schon nach kurzer Zeit unangenehme Druckstellen. Auch das mitgelieferte, 2 mm dicke Moosgummi hilft da nicht.

Für eine häufige Entnahme der Lampe ist die Konstruktion wohl nicht gedacht, aber die Lampe hält sicher in der Halterung, lässt sich gut verstellen und verdreht sich nicht von selbst.


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Für das weitere Review habe ich die Lampe aus der Halterung entfernt. Dazu muss der Drahtbügel ein wenige zusammengedrückt und dann nacheinander aus den drei Haken ausgehakt werden. Danach muss man den Bügel noch von der Lampe entfernen, was leicht zu Kratzern führt.


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Die HS6R ist meine erste Kopflampe dieser Bauart. Mit 82 × 33 × 25 mm ist sie etwas kürzer als andere 18650 Kopflampen, aber auch etwas breiter. Die Lampe selbst wiegt 71 g. Zusammen mit 51 g für den Akku, 21 g für die Halteplatte und 22 g für das Gummiband trägt man insgesamt 165 g an seinem Kopf.


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Dank des versenkten Tasters steht die Lampe zuverlässig auf beiden Seiten.


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Die HS6R kann über USB-C geladen werden. Der Anschluss verbirgt sich unter einer Silikonabdeckung auf der Unterseide der Lampe. Diese ist recht weich und kann leicht versehentlich geöffnet werden.


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In meinem Test wurde mit bis zu 1,15 A (USB Input) auf 4,19 V geladen. Während des Ladens kann nur der Low-Modus vom Throw-Channel genutzt werden. Am Ende des Ladevorgangs wechselt die Status-LED im Taster von rot auf grün.


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Damit auch überhaupt keine Chance besteht, dass der Nutzer den Akku nicht laden kann, kommt der mitgelieferte Akku selbst auch nochmal mit einer integrierten Ladefunktion via USB-C. Der Ladevorgang lief minimal schneller mit 1,25 A ab. Praktisch, wenn man mehrere Akkus hat und sie gleichzeitig laden will, aber kein separates Ladegerät mitschleppen will.


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Das Gewinde der Tailcap ist kurz und benötigt nur 1,5 Umdrehungen zum Abschrauben. Ein mechanischer Lockout funktioniert, nur sollte man die Tailcap nicht zu weit lösen.


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Auf beiden Seiten befinden sich lange Federn. Dadurch funktionieren auch ungeschützte Flat-Top-Akkus problemlos. Das scheint eine recht neue Änderung zu sein, da andere Reviews noch einen flachen Kontakt mit mechanischer Verpolungssicherung auf der positiven Seite zeigen, wodurch nur geschützte Button-Top-Akkus funktioniert haben. Schön, wenn ein Hersteller auf Feedback reagiert. Zwei CR123A in Reihe funktionieren laut Anleitung ebenfalls.


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Die Schutzart wird vom Hersteller mit IPX8 angegeben, sodass die Lampe auch unter Wasser getaucht werden kann. Größte Schwachstelle dürfte die Abdeckung des USB-Anschlusses sein. Laut Hersteller soll die Lampe einen Sturz von bis zu 2 m aushalten können.

Da die HS6R als Kopflampe konzipiert ist, gibt es keine Öse für eine Handschlaufe und auch keinen Magneten. Die Verarbeitung ist absolut makellos, alle Kanten haben eine kleine Fase und sind somit „entschärft“. Die wichtigen Stellen – Tailcap und gegenüber am Taster – sind mit einer feinen Rändelung versehen, um die Lampe besser in der Halterung drehen und die Tailcap leichter öffnen zu können.

Bedienung und Funktion​

Gesteuert wird die Lampe über zwei Tasten: Eine große Taste mit Silikonabdeckung am Ende der Lampe ist für den Throw-Channel zuständig. Dort ist auch eine Status-LED integriert.


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Auf der Oberseite der Lampe befindet sich ein kleinerer Taster aus Metall, welcher die restlichen LEDs steuert.


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Die Steuerung ist bei beiden Tasten gleich. Throw und Flood/Rot können unabhängig voneinander genutzt werden.


ZustandAktionFunktion
Aus1 KlickAnzeige des Ladestands über die Status-LED
Aus2 KlickSperren / Entsperren (und einschalten in zuletzt genutzter Helligkeit)
AusHalten (0,5 s)Einschalten in zuletzt genutzter Helligkeit
Ein1 KlickHelligkeitsstufe ändern:

Throw: Low → Med → High → Turbo
Flood: Low → Med → High → Rot → Rot blinkend
EinHalten (0,5 s)Ausschalten


Wirklich simpel. Keine Shortcuts, kein Strobe oder SOS, keine versteckten Optionen. Halten zum An- und Ausschalten ist erstmal ungewohnt, man gewöhnt sich aber schnell dran und die Lampe schaltet sich nicht so leicht versehentlich ein.

Viel störender empfinde ich es, dass es nur eine Helligkeit für Rot gibt und diese auch noch in der normalen Rotation liegt. Wenn man zuvor den Flood-Kanal auf Low genutzt hat, muss man erst durch Low, Med und High wechseln, um Rot einzuschalten. Dann ist man bereits so geblendet, dass man das rote Licht auch nicht mehr braucht.

Mein Vorschlag: Der Haupttaster steuert die weißen LEDs. Ein kurzer Klick zum Ein- und Ausschalten, Halten um die Helligkeit zu ändern, zwei Klicks für Turbo, drei Klicks zum Wechseln zwischen Throw/Flood/Beide. Außerdem gibt es von Aus noch einen Shortcut zu Low (Halten) und den Lockout (vier Klicks). Der kleine Taster steuert dann ausschließlich die roten LEDs und zwar mit mindestens drei Helligkeitsstufen.

Nach dem Einschalten oder wenn man bei ausgeschalteter Lampe kurz auf den Taster drückt, zeigt die Status-LED für drei Sekunden den Ladestand an:


FarbeLadestand
Grün80% – 100%
Grün blinkend50% – 80%
Rot20% – 50%
Rot blinkend< 20%


Bei fast leerem Akku fängt die Status LED an rot zu blinken und die Haupt-LED blinkt bei eingeschalteter Lampe alle fünf Minuten kurz.


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Ohne das Kopfband kann die Lampe auch gut in der Hand genutzt werden.


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Lichtbild​

In der HS6R gibt es drei Kanäle: Jeweils eine LED für Throw und Flood und zwei rote LEDs. Alle sitzen hinter einer TIR-Optik und werden durch eine verschraubte Metallplatte gehalten.
  • Throw: 1x Luminus SST-40, etwa 5500 K, niedriger CRI, etwas grünlich mit deutlich kälterem Spill. Die TIR-Optik soll 15° haben.
  • Flood: 1x Luminus SST-20 mit 4000 und hohem CRI. Schöner rosiger Farbton und gleichmäßige, weiche Ausleuchtung (80° laut Hersteller).
  • Rot: 2x Everlight 2835, 620 nm, ebenfalls gleichmäßige, breite Ausleuchtung (80°).

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Die SST-40 ist wahrlich keine Schönheit, Reichweite und Helligkeit sind aber merklich höher als bei der SST-20 Flood-LED. Diese ist dafür umso schöner. Durch die breite Ausleuchtung perfekt für den Nahbereich geeignet, da kein Tunnelblick entsteht. Die Farbwiedergabe ist sehr gut und Farbtemperatur und Färbung sehr angenehm.

Die roten LEDs gehen im Vergleich zu meinen Lampen mit 660 nm LED leicht in Richtung Orange, was ansonsten aber nicht weiter auffällt. Nur schade, dass es nur eine (recht hohe) Helligkeitsstufe gibt.


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Bei Kopflampen bevorzuge ich ein flutiges Licht, damit man auch im peripheren Blick noch etwas wahrnimmt und kein Tunnelblick entsteht. Dadurch verbessert sich die Orientierung und man kann seine Umgebung sehr viel besser erfassen. Das warme, flutige Licht der HS6R ist dafür perfekt und bietet auch noch eine sehr gute Farbwiedergabe.

Die Throw-LED mit der deutlich höheren Reichweite ist eine nette Ergänzung, wenn man kurz etwas weiter schauen möchte. Durch die beiden Taster lässt sie sich praktischerweise unabhängig zuschalten. Und für diesen Moment lässt sich auch die etwas unschöne Lichtfarbe aushalten.

Treiber und Laufzeit​

Neben den tabellarischen Angaben zur Laufzeit enthält die Bedienungsanleitung auch ein vereinfachtes Diagramm mit dem Helligkeitsverlauf. So ist direkt ersichtlich, dass die Helligkeit nicht über die volle Laufzeit gehalten wird.


ModusHelligkeit¹Laufzeit¹Intensität¹ (Reichweite²)Strom³
Throw: Turbo1200 lm2 h7200 cd (170 m)3,34 A
Throw: High500 lm3 h3010 cd (110 m)1,00 A
Throw: Medium150 lm12 h908 cd (60 m)0,28 A
Throw: Low30 lm60 h186 cd (28 m)0,07 A
Flood: High500 lm3 h1006 cd (63 m)2,25 A
Flood: Medium150 lm12 h300 cd (35 m)0,35 A
Flood: Low30 lm60 h80 cd[ (18 m)0,08 A
Rot10 lm60 h24 cd (10 m)0,15 A
Aus15 µA
¹ Herstellerangabe ² Nach ANSI FL1 ³ Messung


Helligkeit und Laufzeit werden für Throw und Flood mit identischen Werten angegeben. Vergleicht man die Strommessungen, kommen allerdings erste Zweifel hinsichtlich der Laufzeit. Tatsächlich werden die Laufzeiten für Turbo und High aber erreicht, wobei Throw in High noch länger läuft als angegeben.

Wie der Anleitung zu entnehmen ist, wird die Helligkeit im Turbo nach einer Minuten reduziert. Außerdem soll es eine Temperaturregelung geben, welche die Helligkeit automatisch reduzieren und auch wieder erhöhen soll, um die Temperatur in einem „sicheren Bereich“ zu halten. Je nach Kühlung wird sich das Laufzeitdiagramm also unterscheiden. In meinem Test wurde die Lampe mit 37 °C zwar warm, aber nicht übermäßig heiß.


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Der Treiber regelt die Helligkeit schön konstant und völlig ohne PWM. Nur bei Throw-Low gibt es eine starke, aber nicht wahrzunehmende Modulation bei etwa 24 kHz.
Bei fallender Spannung steigt der Strom an und die Helligkeit bleibt konstant, sodass davon auszugehen ist, dass ein Buck-Regler verbaut ist.

Bei 3,0 V beginnt die Akkuwarnung und der Taster beginnt permanent rot zu blinken. Außerdem geht die Haupt-LED alle fünf Minuten dreimal kurz aus. Bei 2,85 V schaltet sich die Lampe schließlich ab, um den Akku vor zu weiter Entladung zu schützen.

Fazit​

Form und Verarbeitung der Cyansky HS6R konnten mich voll überzeugen. Die Flood-LED liefert ein fantastisches, flutiges Lichtbild mit toller Farbwiedergabe. Die Throw-LED hat einen weniger schönen Farbton, bringt aber ein angemessenes Plus an Reichweite.

Verbesserungspotential gibt es bei der Bedienung. Dass man für das Rotlicht unter Umständen durch alle weißen Stufen schalten muss, macht es in diesem Fall fast schon nutzlos. Auch hätte ich mir mehr als nur eine einzige Helligkeitsstufe des Rotlichts gewünscht.
Die Kopfhalterung benötigt zusätzliche Polsterung, damit sie bequem wird, zumindest an meinem Kopf. Ansonsten macht die Halterung einen guten Eindruck und hält die Lampe zuverlässig fest. Jedoch ist sie nicht dafür gedacht, die Lampe häufiger zu entnehmen.

Cyansky HS6R auf der Hersteller-Webseite anschauen oder direkt auf AliExpress bestellen (kein Affiliate-Link).