Kleiner Tipp/Hinweis/Idee für 'Akku-Versteher'... also so Bekloppte wie mich, die nicht gerne einen klassischen Kapazitätstest machen wollen, weil die Akkus halt (wie bei jedem normalen Laden auch) lange bei 4.2V in der CV-Phase gequält werden.
Normalerweise läuft das hier ab:
o Voll Laden, bis der Termination Current (z.B. 100mA je nach Lader/Einstellung) die 4.2V-Quälerei beendet
-> Vorteil: der Akku ist voll
o Entladen bis z.B. 2.8V. Diese 2.8V erreicht man 'unter Last' des Entladestroms... Einige Zeit nach dem Ende kann sich so ein Akku also durchaus von 2.8V unter Last auf deutlich über 3V Leerlauf einpendeln.
Was hier rauskommt, wäre dann die Kapazität in mAh. Um die Nominalkapazität zu ermitteln, sollte der Entladestrom auf 0.2C begrenzt werden.
Und das hier wäre meine Idee, wie man so etwas ein wenig akkuschonender macht... mit ungefähr ähnlichem mAh-Resultat:
o Laden bis 4.2V ohne CV-Phase (TERMINATION=Off, Akku wird also nicht randvoll, keine 4.2V Quälphase)
o Als Ausgleich Entladen mit D.REDUCE. Dadurch wird der Akku mehr entladen (aber auch nur bis 2.8V) als oben... die Leerlaufspannung schnellt am Ende aber nicht mehr so weit nach oben.
Also Kompromiss: nicht ganz voll laden, aber dafür auf wirklich 2.8V Leerlaufspannung entladen... die gemessene Kapazität in mAh könnte ungefähr mit der Quälmethode übereinstimmen. Ich denke (habe den MC3000 ja noch nicht), sie wird etwas geringer sein, als bei der klassischen Methode, weil oben nicht so viel reingeladen wurde, wie unten mehr entladen wurde. Um beide Messmethoden anzugleichen, könnte man natürlich auch noch die Cutoff-Voltage unter 2.8V setzen (aber dann ohne D.REDUCE).