Ich komme nach über einer Woche erneuter intensiver Beschäftigung mit dem Lader nicht herum, nochmals zuschreiben:
Die Firmware ist mittlerweile "upgedatet" via V1.12 auf V 1.13, die V1.13 hatte es zunächst beim ersten Anlauf nicht korrekt heruntergeladen, einiges hat sich dadurch an der Bedienung mittels Tasten geändert, die Software und die App arbeiten unverändert nicht erwartungsgemäß.
Zu den Zitaten:
Ich kenne nur wenige Lader bei denen der Laderstrom einstellbar ist. Der Ladestrom ist wie richtig erwähnt von der Kapazität und dem Akkutyp abhängig, und steht i.d.R auch am Akku drauf. Geht man zum Beispiel zum Conrad und kauft Akkus und Lader, werden durchaus Akkus mit ausgewiesenen Ladeströmen von 270 - 500mA verkauft, der "Automatiklader" dazu lädt jedoch mit nachgemessenen ~1A, überwacht und begrenzt angeblich den Ladestrom/ das Laden. Dazu kein weiterer Kommentar. Darauf bezog sich das Schrotten der Akkus durch diese Lader!
C/3 liegt wohl nicht nur m.E. an der Obergrenze des Ladestromes für schonendes Laden, die -dU Abschaltung wird kontrovers diskutiert, das Problem liegt aber wohl in der Dedektion im Millivoltbereich, wo vieles an Grenzen stößt. Hatte Ende der '80iger Anfang '90iger selbst mal einen Lader gebastelt, der hat über Zeitkonstante intermittierend den Akku über Widerstand und Kondensator kurz belastet, der Spannungsabfall, der durch die kurze Strombelastung kam, sollte Aufschluß über den Ladezustand geben. Hätte alles eigentlich sehr gut funktioniert, selbst das Einstellen der Spannungsdifferenzen im Millivoltbereich war damals erstaunlicherweise auch kein Problem, die Sache scheiterte an den Übergängen Akku/Halterungen. Selbst Vergoldungen der Kontakte brachten ständig variierende Spannungsabfälle, die im Bereich 5-60mV! lagen, also mit der dU Abschaltung (1-3mV) zu arbeiten ist da verständlicher Weise unmöglich....
Da sind wir schon bei einem wichtigen Thema, die unzuverlässige -dU Abschaltung, m.E. liegt das nicht am Ladestrom unter C/3, sondern an den Kontaktübergängen am Akku, die natürlich auch vom Ladestrom abhängen.
An der NiMH-Chemie, die keineswegs optimal ist, können wir leider nichts ändern, wir sind darauf angewiesen was die Industrie am Markt wirft, meine Erfahrung ist da leider sehr negativ. Insider behaupten, daß die Industrie die "guten" Akkus für sich behält und nur den "Ausschuß", (ähnlich wie vor 20Jahren bei Halbleitern von Siemens und Telefunken) am Markt ankommen läßt. Gerade die teuersten Akkus waren bei mir nach ~1 Jahr am Ende (Blitz der Fotoausrüstung). LiJo Akkus sollen frostempfindlich sein, dies sei die Ursache bei meiner defekten Akkuschraubern.
Das Gerät wurde wie beschrieben am 18.12.16 bei Akkuteile.de, einem deutschen Händler gekauft, der online eine Betriebanleitung in deutsch zur Verfügung stellt, damit wird ein Sachmangelnachweis juristisch weil keine gedruckte deutsche Anleitung bei lag, schwierig.
Das Problem der vorzeitigen Prozeßbeendigung liegt m.E. nicht darin, daß das Gerät den Prozeß beendet, sondern mich stört, daß dann keine Kapazitätswerte mehr angezeigt werden. Nach einer Beendigung via "Time Cut" oder "Cap Cut", diese Funktionen haben ja auch ihren Sinn,(siehe dU), zeigt der Lader nun mal keine Kapazitäten mehr an, beim "Cap Cut" kann man davon ausgehen, daß diese beim Abschalten erreicht wurde, lediglich ein "Energy" Wert wird ausgewiesen. Im Simple Modus beendet der Lader nach 3 Stunden, was ich nicht verändern konnte, im Advanced Modus lassen sich die Werte einstellen, wenn der Prozeß aber so beendet wird, weist das Gerät auch dann keine Kapazitäten mehr aus, z.B. beim Refresh oder Cycle kennt man beim Cap cut nur die zuletzt eingebrachte Kapazität (CapCut Wert).
Dem Zitat NiMH ist eine antiquierte schlechte unberechenbare Pampe, dem kann ich zwar zustimmen, es scheint aber auch unterschiedliche "Pampen" zu geben, es gibt wohl auch NiMH Akkus die lange ihren Zweck erfüllen, ich glaube keiner weiß so richtig, was da zu welchen Preisen wo verkauft wird.
Mein Post zielte darauf ab, Erfahrungen auszutauschen, vielleicht gibt es ja bessere Software für diesen Lader (oder auch bessere Lader), daß das Handling nicht so richtig funktioniert bestätigen mir ja schon die 22 Seiten thread...
..im übrigen war es nicht der erste Fehler den Advanced-Modus zu wählen, sondern diesen nicht zu wählen...
..daß beim Akku Laden Entladen nicht 1:1 geht, sondern der Faktor bei 1,2-1,8 : 1 liegt, ist auch mir geläufig.
Wenn man mit >C/2 lädt, dann kann der Ladevorgang logischerweise bereits nach ~2h abgeschlossen sein. Das geht bei schnellladefähigen Akkus. Ich weise jedoch darauf hin, die Hersteller auch von schnellladefähigen Akkus empfehlen, nur ausnahmsweise diese schnell zu laden (kürzere Lebensdauer) und bevorzugt Schonladungen mit C/10-C/12 vorzunehmen, und lassen dies i.d.R. auf den Akkus aufdrucken. Wer den Anspruch hat, einen Akku nur dann als sicher gut geladen zu bezeichnen, wenn Entladekapazität und Ladekapazität stimmen (respektive nach dem Prozeß) angezeigt werden, ist sicher damit nicht in 2h fertig. Wer diesen Anspruch nicht hat, wird auch mit einem wesentlich einfacheren und preiswerten Lader zufrieden sein.
Eine wohl falsche Annahme von mir ist, daß Sky RC in England seinen Sitz hat. Dies liegt daran, daß ich bei Sky RC auf Links einer britischen Firma verwiesen wurde, sodaß ich davon ausgegangen bin, daß nur die Produktion nach Asien verlagert wurde.
Ich sehe den Lader nach wie vor kritisch vor allem im Handling, habe auch nach über 100 dokumentierten Vorgängen kein für mich befriedigendes Ergebnis erreichen können, vielleicht hat mein Gerät auch manchmal tatsächlich Fehlfunktionen. Der Ansatz der Steuerung ist zumindest mal gut, aber Bedienbarkeit läßt nach wie vor zu wünschen übrig, werde es vielleicht mal im Sommer schaffen, in AB bei Akkuteile vorbeizuschauen, vielleicht kennt sich dort jemand besser mit dem Gerät aus oder hat andere Firm / Software.............