Imalent DM35 - Review und Passaround

Dieses Thema im Forum "Imalent" wurde erstellt von amaretto, 25. Juli 2019.

  1. Thorsten Gatzemeier (www.Gatzetec.de) hat die neue Imalent DM35 für eine Testreihe zur Verfügung gestellt. Zum Passaround geht es hier lang.

    Lieferung im Pappkarton mit Kunststoff-Inlay.
    [​IMG]

    Daten und Eigenschaften:
    • max. Leistung 2.000 Lumen
    • Leuchtweite 450 Meter / 50.960 cd
    • 5 Helligkeitsstufen mit Memory + Strobe + Sekundärleuchte
    • Emitter: Cree XHP35 Hi mit kaltweißer Lichtfarbe
    • glatter Reflektor
    • Alu-Gehäuse (anodisiert), Maße 111,5 x 33 X 25,5 mm
    • Energieversorgung 1x 21700 Li-Io-Akku (im Lieferumfang)
    • externe Aufladung über Micro-USB-Buchse im Akku
    • Seitenschalter am Lampenkopf
    • Ladezustandsanzeige/Unterspannungswarnung
    • Akku-Verpolungsschutz
    • Tailstand: ja
    • magnetisch haftende Endkappe
    • wasserdicht nach IPX8
    • Gewicht 160 g (inklusive Akku)
    • Marktpreis ca. 95 €

    Leuchtstufen und Leuchtdauer:

    [​IMG]


    Lieferumfang:
    • Imalent DM35 Taschenlampe
    • USB-Ladekabel
    • Imalent MRB-217P50 Akku mit 5000 mAh
    • Nylonholster
    • Trageclip
    • Lanyard (Fangschnur), Ersatzdichtungsringe
    • Bedienungsanleitung
    [​IMG]

    Bedienungsanleitung:
    [​IMG] [​IMG]

    Die LED-Beleuchtung im Schalter informiert über vollen oder leeren Akku.
    [​IMG]

    Auf der gegenüberliegenden Seite kann ein dezentes Rotlicht als Nachtlicht unabhängig von der Haupt-LED und der Schalterbeleuchtung aktiviert werden.
    [​IMG]

    Die Tailcap hat einen Magneten eingebaut, so hält die Lampe an magnetisierbaren Oberflächen.
    [​IMG]

    [​IMG]

    Wer es mag oder braucht, kann den mitgelieferten (einfachen) Trageclip und die Fangschnur montieren. Der Clip dient als Wegrollschutz.
    [​IMG]

    aber: viel taugt der Clip nicht, man kann sich nicht darauf verlassen
    [​IMG]

    noch ein Kritikpunkt: die Lanyard-Öse hätte leichter zugänglich sein dürfen. Aber das ist nur eine Kleinigkeit
    [​IMG]

    Die Seite mit dem zuschaltbaren roten "Schlafzimmerlicht"
    [​IMG]

    Im Schalter finden wir die Statusanzeige. Leuchtet sie ab 3,2V rot oder gar ab 3,0V rot blinkend, sollte sofort der Akku geladen werden.
    [​IMG]

    Die DM35 in drei Teilen
    [​IMG]

    Lampenkopf mit mechanischem Verpolungsschutz und Tailcap
    [​IMG] [​IMG]

    [​IMG]

    Die USB-Ladefunktion des Akkus ist praktisch, jedoch muss man erst den Akku aus der Lampe nehmen. Noch komfortabler wäre eine interne Ladefunktion gewesen. Aber immerhin: so benötigt man kein spezielles zusätzliches Ladegerät für den langen Akku.
    [​IMG]

    Am passgenauen Holster gibt es nichts auszusetzen, keine überstehenden Fäden oder sonst etwas. Das können andere Hersteller nicht besser.
    [​IMG]


    Haptik / Handhabung
    Mit 11,5 cm ist die Imalent DM35 schön klein geraten, trotz fettem Akku. Sie liegt gut in der Hand und der etwas hervorstehende Doppel-Ring am Lampenkopf stört wider Erwarten nicht bei der Bedienung. Ich würde sogar sagen, im Gegenteil. Da die Strukturierung des Batterierohrs dezent und die Lampe fast in einer Hand verschwindet, hat man die Lampe dank des Doppelrings sicherer und griffiger in der Hand.

    Der seitlich am Kopf eingebaute Taster bietet ein leises und definiertes Schaltgefühl. Die Gewinde des Akkurohres sind ausreichend gefettet, so dass beim obligatorischen Entnehmen des Akkus zum Aufladen kein kratzen zu beklagen ist. Die Anodisierung ist fehlerfrei, die Cree-LED vernünftig im Reflektor zentriert.

    Bedienung / User Interface
    - Einschalten auf der zuletzt genutzten Stufe (Memory) + Ausschalten durch kurzen Druck
    - Weiterschalten (von dunkel nach hell: low-mid1-mid2-high) über gedrückt halten und bei der gewünschten Stufe loslassen
    - Doppelklick: Turbo, nochmals doppelt: Strobe, zum Beenden kurzer Druck
    - Vierfachklick: elektronische Sperre (Lockout)

    Aufladen
    Vor der ersten Benutzung muss das Isolierplättchen aus dem Akkurohr genommen werden. Zum Aufladen muss der Akku aus der Lampe heraus und mit einem USB-Kabel verbunden werden. Den Ladevorgang zeigt eine rote LED am Pluspol an, voll geladen (= 4,20 V) ist diese grün.

    Restkapazitätsanzeige
    grün = 3,2 - 4,2 V
    rot = 3,0 - 3,2 V
    rot blinkend = < 3,0 V

    Eigene Messungen
    (mit Hobbyequipment, daher ohne jede Gewähr)
    - Ladestrom: 0,95 A
    - Ladeschluss-Spannung: 4,20 V
    - Lux (direkt nach dem Einschalten): 50.000 Lux
    - Lumen (ceiling bounce): ca. knapp 2000 lm
    - PWM: 20 kHz (2.-4. Stufe)
    - Stromaufnahme max. 8,5 A


    Laufzeitmessung mit Ventilatorkühlung auf hellster Stufe
    [​IMG]
    Hm... Von einem Stepdown nach 3 Minuten ist nichts zu sehen. Stattdessen rennt die DM35 mit kaum Leistungsabfall 20 Minuten auf Vollgas durch und schaltet dann komplett ab. Ob die Abschaltung durch die Lampe oder die Schutzschaltung des Akkus griff, kann ich nicht sagen. Das muss ein zweiter Test klären. Nach dem Laufzeittest hatte der Akku jedenfalls noch 3,7 V Restspannung.

    Auch der Test auf zweithöchster Stufe zeigt keinen Stepdown
    [​IMG]
    Erklärungsversuch:
    Vermutlich sorgt die Kühlung durch den Ventilator dafür, dass der Überhitzungsschutz der DM35 nicht ansprechen muss. Die eigenen Werte des Herstellers sind dann wohl ohne jede Kühlung ermittelt worden, wobei die Temperatursteuerung der Lampe nach 3 bzw. 4 Minuten eingegriffen hat. Insgesamt spricht die Regelung erst bei ziemlich hohen Temperaturen an, was viele erfreuen wird, die möglichst lange die Höchstleistung wünschen.

    Hier noch die Laufzeitkurve auf High (1400 Lumen) ohne Kühlung. Die höchste Temperatur an der Lampe liegt bei 65 Grad.
    [​IMG]
    Selbst ohne Kühlung hält die DM35 die Leistung länger, als der Hersteller verspricht. Der Stepdown kommt nicht nach 4 sondern ca. 6-7 Minuten.


    Leuchteindruck
    Auf der positiven Seite finden wir eine akzeptable Lichtfarbe ohne störende Farbstiche. Die Grundtendenz ist kaltweiß. Beim kritischen Hinsehen auf weißer Wand kann man allerdings einen nicht ganz gleichmäßigen Lichtkegel erkennen mit angedeuteten Ringen im Beam. Draußen in der Natur dürfte das nicht sehr stören.
    [​IMG]

    [​IMG]


    Kurzfazit:

    positiv
    + gute Reichweite
    + liefert die versprochene Leistung
    + ordentliche Qualität
    + gute Haptik, sehr klein und handlich
    + nahezu kompletter Lieferumfang (inkl. Akku hoher Kapazität)

    negativ/verbesserungswürdig
    - leichte Ringe im Beam
    - Trageclip unpassend, Lanyardöse schwer zugänglich

    Insgesamt habe ich durchaus Spaß an der Lampe, wirklich Gravierendes auszusetzen finde ich nicht.
     
    Moose, Lampi-on, melbecker und 15 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Schöne Lampe und wie gewohnt tolles Review.PWM stört also nicht, aber die Regelung wirft noch eine Frage auf.Ein echter Hingucker die Lampe und wirklich klein.
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  3. Hallo amaretto,

    danke Dir für dieses ausführliche Review ! :thumbup:

    Da die Lampe ja scheinbar doch nicht zeitgesteuert runterregelt, würde ich gerne wissen wie warm sie in den beiden höchsten Leuchtstufen wird ?
    1400 bis ca 2000 Lumen geben ja doch ordentlich Wärme ab...

    Gruß
    Carsten
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Yes, auch bei der 1400-Lumen-Stufe wird die Lampe gut heiß. Ich kann nachher mal die Temperatur messen.
     
  5. Schöne Lampe, schönes Review! :thumbup:

    Ein kleiner Kritikpunkt ist mir dank der guten Bilder noch aufgefallen: Die Feder in der Tailcap ist so gratig abgeschnitten, dass bereits der Minuspol des Akkus gelitten hat. Auf Dauer ist das sicher nicht gut.
     
    Rafunzel und amaretto haben sich hierfür bedankt.
  6. Guter Hinweis, da schau ich nachher nach. Vielleicht müsste man eine Feile bemühen, auf jeden Fall ein Abzug bei der Qualitätsnote.
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Hi amaretto

    Schönes Review :thumbup: Danke an dieser Stelle dafür.

    Hatte die DM35 noch überhaupt nicht wirklich auf dem Schirm, Sie gefällt mir echt gut. :)
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  8. Schöne kleine Lampe mit klasse Regelung. Ist das bei der DM70 auch so? Danke für das klasse Review.:thumbup:
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  9. Laufzeitkurve für 1400 Lumen-Stufe ohne Kühlung im Review ergänzt. Die Maximaltemperatur lag bei ca. 65 Grad.
     
    hjelpestikker hat sich hierfür bedankt.
  10. Schönes kleines Lämpchen und tolles Review:thumbup:

    Die Kleine gefällt :)
     
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
  11. Und als Teilnehmer des PA´s hier auch von mir ein kleines Kurzfazit. Leider dieses mal ohne viele Bilder, vorallem keine Beamshots =( die Zeit war durch die Arbeit etwas knapper als geplant. Schonmal vorweg: bei mir wird keine der Lampen einziehen.

    Pro:
    - mal wieder zwei Lampen im 21700er Format, welches ich sehr interessant finde, hier auch noch inkl. Akku (und inkl. interner Lademöglichkeit des Akkus)!
    - allgemein solider Lieferumfang
    - insgesamt gute Lichtleistung beider Lampen

    Con:
    - das zusätzliche Rotlicht ist mMn ein Witz... nicht wirklich nutzbar, höchstens als Positionslicht, aber da es sowierso nur als "Sleeping Light" angegeben war, vll auch nur so gedacht? Ich persönlich hatte mir davon mehr erhofft
    - Verarbeitungsqualität nur ausreichend, die Haptik irgendwie nicht schön (mag vll auch daran liegen dass ich kurz vorher ne Eagtac erhalten hab und diese natürlich auf einem ganz anderen Niveau spielt, evtl. war ich daher nicht ganz objektiv :D). Ein Schalter der beiden Lampen hat geklappert und saß nicht mehr fest, und das obwohl ich erst der 3. war der seine Finger an der Lampe hatte. Ich gehe aber davon aus das das ersetzt worden wäre wenn die Lampe im Handel gewesen wäre.
    - die Form der Lampe finde ich etwas unvorteilhaft - das Rohr noch schmal genug bzw. die ganze Lampe kurz genug um evtl. noch als EDC durchzugehen, aber der Kopf dann viel größer. Hab ich zwar auch bei anderen Lampen, zb. Acebeam L16, da ist aber von vornerein klar dass die Lampe nicht als EDC genutzt wird.
    - die DM35 hat keinen schönen Beam (viele Ringe), wurde oben ja schon angesprochen, ich fand es zumindest indoor als sehr störend, outdoor mag das anders aussehen, aber Whitewall Hunter kommen hier nicht auf ihre Kosten

    Neutral:
    - UI und Bedienkonzept finde ich in Ordnung
    - ansprechende Optik der Verpackung, sowas finde ich auch immer ganz schön


    Ich hab wenigstens mal ein paar Bilder von dem Rotlicht gemacht. Achtung es sind leider Handybilder und sie sind alle etwas überbelichtet. Aber man bekommt denke ich einen Eindruck im Vergleich zur genutzten D4V2. In Real einfach alle Bilder etwas dunkler vorstellen:

    D4V2 Moonlight:
    DSC_1971-1440x2560.JPG

    D4V2 Aux LED rot, hohe Stufe:
    DSC_1970-1440x2560.JPG

    Imalent Rotlicht:
    DSC_1972-1440x2560.JPG


    Abschließend möchte ich mich nochmal für die Möglichkeit der Teilnahme und die Organisation des PA bedanken!
     
    Riesbachtaler Urgestein und amaretto haben sich hierfür bedankt.
  12. Das Aluplättchen des Sideswitches im Rahmen ist beweglich und macht deshalb Geräusche bei Bewegung.
    Der Schalter ist sehr wohl fest.
    Wir haben das bei den lagerhaltigen DM35 und DM70 auch festgestellt.
    Dafür ist der Schaltpunkt klar definiert und unserer Meinung nach sehr gut ausgeführt.
    Das seitliche Lämpchen ist als Nachtlicht ( Sleeping Light) gedacht, nicht als Rotlicht.
    Imalent DM 35-70 switch.jpg



    Viel Spass beim testen !

    Thorsten
    Gatzetec
     

    Anhänge:

    #12 Gatzetec, 18. August 2019 um 13:34 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 18. August 2019 um 13:56 Uhr
    amaretto hat sich hierfür bedankt.
Die Seite wird geladen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
    Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden