Ich habe nun einige Posts gelesen wo Leute beim Cachen, besonders Nachts begegnungen mit Schwarzwild (Wildschweinen) hatten...
Die sind aber eher selten, denn wenn auch nur ein bruchteil der erschreckend vielen D...en unter den Cachern, die mit ihren Uralten D-Zellen MagLites durch den Wald laufen statt einer modernen Lampe und dies damit begruenden, dass sie die zur Verteidigung braeuchten, wenn sie einem Wildschwein begegnen, taetsaechlich mal einem Wildschwein begegnen wuerden, haette man schon einiges ueber die resustierenden schweren Unfaelle und Todesfaelle gelesen.

Mich wuerde nichtmal wundern, wenn diejenigen sogar noch nie im Leben ein Wildschwein gesehen haetten, das waere zumindest eine Erklaerung, warum ihnen nicht klar ist, warum keine Taschenlampe dieser Welt eine halbe Tonne wuetendes Muttertier bremst.
Es kann doch irgendwo nicht sein das in unseren Wäldern Wege angelegt sind wo explizit steht dass sich jeder Besucher auf den Wegen zu bewegen hat [...]
Ist auch nicht so, sondern nur in bestimmten Bereichen, wie z.B. Naturschutzgebieten, wo ein Wegegebot gilt. Was allerdings erstmal allgemein existiert, ist ein Betretungsrecht.
Und wie MathiasRR schon schrieb, gibt es da an einschlaegiger Stelle ganz ausfuehrsiche Diskussionen dazu, ich begnuege mich mit den genannten allgemeinen Erkenntnissen. Und dort wo ich es darf, laufe ich auf jeden Fall querfeldein, wenn mir danach ist.
In der Praxis haben mir auch schon Ranger im Nationpark mit Saetzen wie "sooo nah am Weg ist gar kein Problem" gestattet, auch mal 25-50m weg vom Weg zu gehen, waehrend jeder selbsternannte Tierschuetzer rumkrakeelt, dass man auch nicht 10cm neben den Weg treten duerfte, weil man da eine Blume platttreten koennte. (man denke sich einen Smilie, der einen Vogel zeigt

)
Ein schoenes Beispiel fuer die Einhaltung tatsaechlich existierender Regelungen ist der Fledermausschutz, die allermeissten Caches in Hoehlen und Stollen sind waehrend der Schutzzeit gesperrt. Und da sind Stoerungen der Tiere auch tatsaechlich deren Todesurteil.
Und ich finde Nachts hat in unseren Wäldern ausser dem Wild sowieso keiner was zu suchen!
Da hast Du Dir aber schon mit den Taschenlampen ein Hobby ausgesucht, was Dich innerlich zerreisen muss.
Und bis mir niemand eine umfassende Studie vorlegt, die auch untersucht hat, ob das "Training" des Fluchtvorgangs den Tieren, denen heutzutage natuerliche Feinde wie Luchse und Baeren in unseren Waeldern fehlen, nicht sogar gut tut, glaube ich erstmal garnichts.

Wobei ausser Voegel (und vermutlich Pferde, das habe und will ich aber nicht ausprobieren

) die meissten Tiere einfach nur neugierig zum Licht gucken und sich dann irgendwann abwenden. Also solange man nicht mit den Worten "Ah, dahinten ist ein Doppelreflektor, das ist bestimmt die naechste Station!" anfaengt auf das Tier zuzustuermen, duerfte auch die Chance bestehen, dass das Tier garnicht grossartig beeinflusst wird. Aber da kkenne ich mich nicht naeher aus.
Und solange es die vermeintlichen Umweltschuetzer sind, die dafuer sorgen, dass die gesamte vormals wunderschoene Landschaft mit Windraedern zugekleistert wird (die am Rande bemerkt, wenn ich mich recht erinnere, nach dem Zugverkehr und ggf. Stromleitungen die zweit- oder dritthaeufigste Todesursache bei Greifvoegeln darstellen) und dass wir ohne erstmal ueber die Oekobilanz nachzudenken wunderschoene Raps-Monokulturen kriegen und dass seitdem selbst der letzte minderwertige Fetzen Karton aus dem Restmuell gesammelt wird, in Muellverbrennungsanlagen Heizoel hinzugegeben werden muss, damit der Muell noch brennt, usw. usf. glaube ich wenn, eher sowieso erstmal das Gegenteil.

Auch nur mal ein Denkanstoss.
