Nächstes Update:
Ich habe wie von Banggoods Kundenservice gewünscht einmal geprüft, ob sich die Rofis MR30 mit dem eingelegten Akku laden lässt. Ich habe dies sowohl mit dem originalen, geschützten Rofis 21700 als auch mit einem ungeschützten Sofirn 21700 4000mAh Akku überprüft. Mit dem letztgenannten Akku konnte ich kein Ansteigen der Spannung feststellen, auch nicht nach über einer Stunde.
Hier ein Video von der MR30 mit eingelegtem, ungeschützten Sofirn 21700 Akku an einer Aukey 30Ah-Powerbank:
Dass die MR30 auch ohne eingelegten Akku funktioniert, kann man anhand dieses Bildes gut sehen:
Als nächstes habe ich versucht, die Spannung auf den Federn zu verstärken, indem ich einen Eurocent bzw. zwei kleine Neodym-Magnete an den Minuspol des Akkus angebracht habe. Damit wollte ich herausfinden, ob das spürbare Auswirkungen auf den Übergangswiderstand, das plötzliche Ausschalten der Lampe im Turbo und die Verwendung von ungeschützten 21700 Akkus hat.
Ergebnis:
- Mit diesen künstlichen Spacern ließ sich meine MR30 plötzlich auch mit dem ungeschützten Akku betreiben, welcher bei 3.77V Spannung lag. Der Turbo ließ sich jedoch auch hier nicht länger als 2s halten.
- Mit dem geschützten Rofis Akku (3.86V) hielte die MR30 etwa 5s lang den Turbo bevor sie auf "Low" runterschaltete. Sie ging jedoch nicht mehr plötzlich aus, wenn man den Turbo aktivierte.
Fazit:
Mit einer künstlichen Verlängerung des Akkus und mehr Spannung auf den Federn läuft meine MR30 etwas besser, kann jedoch immer noch nicht den Turbo bei mehr als halbvollem Akku (3.8 - 3.9V) halten. Ungeschützte Akkus laufen nun aber mit dem Nachteil von weiteren Übergangswiderständen, welche Magnete oder Münzen mit sich bringen.
Als letzten Schritt habe ich die Tailcap der MR30 mittels einem kurzen Draht überbrückt, um zu sehen, inwieweit sich der Fehler auf die Tailcap ausstrecken könnte.
Wie man hoffentlich (trotz meines etwas amateurhaften Versuchs) sehen kann, verhält sich die MR30 auch ohne Tailcap nach wie vor genauso fehlerhaft. Ich nehme inzwischen an, dass der Fehler irgendwo im Bereich des Treibers liegen muss. Die weitere Fehlersuche dort ist jedoch sowohl physisch (durch das verklebte Batterierohr) als auch fachtechnisch außerhalb meiner Möglichkeiten.
Ergänzung:
Ein BLF-Mitglied meint, der sog. Inductor auf dem Treiber könnte defekt bzw. nicht korrekt verlötet sein. Nachdem Rofis den Garantieansprüchen nicht nachkommt und auch nicht auf meinen Widerspruch reagiert, werde jetzt einen Refund bei Banggood anstoßen.
Update (12.11.2018):
Da das Zitieren aus dritten Quellen im TLF nicht zulässig ist, spare ich mir das Posten der Antwort von Banggood. Deren Kundenservice scheint den Sachverhalt überhaupt nicht zu verstehen und fragte mich, ob ich den Akku vor Ort gegen einen anderen austauschen könnte, damit die Lampe dann endlich korrekt arbeitet. Offenbar glaubt man dort tatsächlich, dass der Akku und nicht die Lampe die Probleme verursacht, dabei habe ich bereits mit einem anderen geschützten Akku bzw. einem per Spacer verlängertem, ungeschützten Akku dieselben Effekte feststellen können.
