Kombi MC3000 - der neue Superlader?

emax

Stammgast
8 Dezember 2017
62
54
18
> halte ich von dieser Grundlosen Rücksendemöglichkeit, welche die Gesetzgebung bietet, eh nichts.

Wie man sieht, sind Produktbeschreibungen und Käufermeinungen aus dem Internet ja offenkundig nicht immer objektiv. Und abgesehen davon dürfte wohl kaum ein Hersteller dazu schreiben "Knöpfe klappern, Display ist schief, Kontaktschlitten hakeln". Dass sieht man erst, wenn man es selber in den Händen hält.

Wie soll man sich also ohne die Rücksendemöglichkeit vor einer Kaufentscheidung dann ein eigenes Bild machen können, wenn der Händler kein Ladengeschäft anbietet, in dem man sich das ansehen kann, oder wenn das Gerät nur 200 Kilometer weit entfernt angeboten wird?

Die Rückgabemöglichkeit ist die Voraussetzung für den Versandhandel. Es würde nämlich sonst keiner mehr was dort kaufen.

---

Ich bin übrigens mit meinen MC3000 soweit zufrieden. Der Kompromiss zwischen Fähigkeiten und Schönheitsfehlern ist für mich akzeptabel.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Für mich sind viele der hier beschriebenen Probleme hausgemacht und basieren auf fehlenden Kenntnissen von Physik oder Elektronik.

An lärmenden Lüftern bei niedriger Geschwindigkeit und verbiegenden Schiebern in der 2018er Version sind als die Benutzer schuld? Ebenso an dem nicht ausgereiften Bluetooth-Empfang in der Vorversion? :confused:

Leute: das ist ein Akkuladegerät - kein hochsensibles Messwerkzeug, kein Amboss, kein Ersatz für ein Multimeter oder sonstwas.
Das Gerät sollte zumindest die angegebene Spezifikation des Herstellers einhalten - und das taten alle 3 von mir getesteten Geräte nicht. Ist zwar nicht relevant für den täglichen Einsatz - aber wenn eine technische Eigenschaft beworben wird, sollte diese auch da sein.
 
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Es gibt m.E. deshalb nur zwei korrekte Lösungen:
  • Lassen, wie es ist.
  • Oder einen wirklich satt gleitenden Mechanismus zusammem-modden, dann aber mit hochflexibler Kupferlitze brücken.

Nunja, in der Vorversion hatten die Schienen weniger Spiel und waren weniger hakelig.

In meinen Augen kann es nur eine korrekte Lösung geben: Der Hersteller muß nachbessern. Es kann nicht Aufgabe der Benutzer sein, Designfehler des Herstellers auszubügeln.
 

emax

Stammgast
8 Dezember 2017
62
54
18
> Designfehler

Für die Schienen gilt: Works as designed. Das mag kein gutes Design sein, aber einen Designfehler sehe ich nicht.

Deshalb ist meine Lösung: Lassen wie es ist.

Funktioniert nämlich.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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> Designfehler

Für die Schienen gilt: Works as designed. Das mag kein gutes Design sein, aber einen Designfehler sehe ich nicht.

Deshalb ist meine Lösung: Lassen wie es ist.

Funktioniert nämlich.

Wenn Du mir zeigst, wie ich einen 18650-Akku aus dem Gerät entnehme ohne daß dabei der Schieber verbiegt, stimme ich Dir zu.

Der in meinen Augen übliche Weg, diesen Akku zu entnehmen ist, den eingelegten Akku ein paar mm zurückzuziehen und dann nach oben zu entnehmen. Genau hierbei verbiegen bei meinem Gerät die Schieber. Da mir kein anderer Weg bekannt ist, ohne Zuhilfenahme von Werkzeug den Akku zu entnehmen, bleibe ich dabei, daß hier ein Designfehler vorliegt.
 

square74

Flashaholic**
7 Oktober 2011
3.520
1.085
113
Engen
Gilt das mit den sich verbiegenden Schienen auch für die alte Version, hatte da nämlich auch schon 20700 Zellen drin, die ich wieder raus bekommen habe ohne was zu verbiegen.
Alledings nutze ich den Lader auch nicht täglich...
 

emax

Stammgast
8 Dezember 2017
62
54
18
Die Klammern sind weich, stimmt. Ist, wenn überhaupt, das falsche Material, aber kein Designfehler.

Ich selber habe damit kein Problem.

> bleibe ich dabei, daß hier ein Designfehler vorliegt.

Mach das. Solche Rechthabereien sind mir zu albern.
 
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Gilt das mit den sich verbiegenden Schienen auch für die alte Version, hatte da nämlich auch schon 20700 Zellen drin, die ich wieder raus bekommen habe ohne was zu verbiegen.
Alledings nutze ich den Lader auch nicht täglich...

Bei den beiden Geräten der alten Version die ich hatte/habe, gab es keine Probleme mit sich verbiegenden Schienen. Soweit ich das an meinem Gerät sehen konnte, haben die Schienen bei der 2018er Version eine rauhere Oberfläche und der Schieber hat mehr Spiel, womit er eher und stärker verkantet. Die andere Oberflächenvergütung ist mir auch bei Fotos hier im Forum aufgefallen. Die Bleche sind bei beiden Versionen gleich dick.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Die Klammern sind weich, stimmt. Ist, wenn überhaupt, das falsche Material, aber kein Designfehler.

Ich selber habe damit kein Problem.

> bleibe ich dabei, daß hier ein Designfehler vorliegt.

Mach das. Solche Rechthabereien sind mir zu albern.

Naa... warum gleich so pikiert, weil jemand anderer Meinung ist?

Materialauswahl (und die Verarbeitung dessen) ist auch Teil des Designs. ;)

Nachtrag: möglicherweise haben wir einfach eine unterschiedliche Auffassung des "Design"-Begriffes? Ich schließe in meiner Betrachtung nicht nur die Form- und Farbgestaltung ein.
 

emax

Stammgast
8 Dezember 2017
62
54
18
Ich bin nicht pikiert. Aber ich bin aus dem Alter raus, in dem man mit sowas Zeit verplempert.

> auch Teil des Designs

Von mir aus.

Einen Tipp hätte ich noch: Geb das Ding zurück.
 

00Speedy

Flashaholic
12 November 2015
110
42
28
Also einen leicht verbogenen Schieber hatte ich auch schon ( 1. Charge), seitdem mit Samthandschuhen:D.
Schieber hakelig kann ich nich sagen... läuft bei mir genausogut wie bei anderen Ladern auch, und ich hab alles entfettet aber auch entgratet.

Dann scheint es, dass man froh sein kann, wenn man noch einen "alten" MC3000 erwischt hat, zumindest, wenn es ein seitens der Pins überarbeitetes Gerät ist.

Jo, liest sich echt so als wenn alles nur verschlimmbessert wurde.
Warten wir mal die nächste Revesion ab^^.
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Ich bin nicht pikiert. Aber ich bin aus dem Alter raus, in dem man mit sowas Zeit verplempert.

> auch Teil des Designs

Von mir aus.

Einen Tipp hätte ich noch: Geb das Ding zurück.

Gut, kann ich so stehen lassen, Du bist nicht pikiert. Aber als Nebenbemerkung möchte ich mir erlauben, Dich darauf hinzuweisen, daß Deine Antworten auf mich schon recht angriffslustig und aggressiv klingen. ;)
 

square74

Flashaholic**
7 Oktober 2011
3.520
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Engen
Also einen leicht verbogenen Schieber hatte ich auch schon ( 1. Charge), seitdem mit Samthandschuhen:D.

Beim Akku entnehmen greife ich immer am Akku und schiebe mit dem Akku den Schieber erst zurück, gehe auf Seite des Pluspols mit dem Akku hoch, fädle quasi aus, und lasse dann den Schieber mit Akku langsam vorgleiten.
Hoffe das klang jetzt verständlich ;).
Da hat sich bisher noch nicht´s verbogen.
 
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00Speedy

Flashaholic
12 November 2015
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Beim Akku entnehmen greife ich immer am Akku und schiebe mit dem Akku den Schieber erst zurück, gehe auf Seite des Pluspols mit dem Akku hoch, fädle quasi aus, und lasse dann den Schieber mit Akku langsam vorgleiten.
Hoffe das klang jetzt verständlich ;).
Da hat sich bisher noch nicht´s verbogen.

So handhabe ich es auch... trotzdem ;).
 

schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
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Beim Akku entnehmen greife ich immer am Akku und schiebe mit dem Akku den Schieber erst zurück, gehe auf Seite des Pluspols mit dem Akku hoch, fädle quasi aus, und lasse dann den Schieber mit Akku langsam vorgleiten.
Hoffe das klang jetzt verständlich ;).
Da hat sich bisher noch nicht´s verbogen.

Verstehe ich das richtig, Du nutzt noch das alte Modell? Da ist bei mir ja bisher auch noch nichts verbogen.
 

Paintball

Flashaholic**
29 März 2017
1.742
1.679
113
Wedemark
Was mir ebenfalls nicht gefällt an diesem Ladegerät sind die Geräusche der Lüfter. Sie schleifen und rattern leicht und bei bestimmten (sehr niedrigen) Geschwindigkeiten ist ein extrem nerviges hochfrequentes Pfeifen dabei. Furchtbar!

Was anscheinend überhaupt gar nichts taugt ist die Temperaturmessung der Akkus. Ich hab gestern mal einen älteren, zickigen NiZn Akku etwas "gequält" bis das Cycle-Programm mit "Capacity Cut" abgebrochen wurde. Laut Anzeige hatte der Akku eine Temperatur von 38 Grad, aber als ich ihn aus dem Lader herausnahm konnte ich den kaum in den Fingern halten so heiß war der. Temperaturüberwachung ist also auch komplett für die Tonne.

Ich werde das Ding wieder zurück schicken.

Es wurde in diesem Thread ja des öfteren drauf hingewiesen das nicht genug Temperaturpaste an den Sensoren ist und wie das behoben wird. Auch die anderen Problemchen wie der Lüfter, die Schienen und die Lüfterschlitze.
Bevor ich mir im Dezember diesen Lader kaufte, hab ich mir die ganzen Beiträge hier durchgelesen und somit wusste ich genau was ich bekomme und was ich ändern muss.
Mein MC3000 läuft mindestens 3 mal in der Woche und durch die Umbauten gibt es weder mit der Temperatur vom Lader, noch komische Werte an den Temperatursensoren in den Ladeschächten Probleme.
Deshalb verstehe ich nicht warum hier jetzt einige aus allen Wolken fallen und so überrascht sind. :haeh:
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Deshalb verstehe ich nicht warum hier jetzt einige aus allen Wolken fallen und so überrascht sind.
Vermutlich schlechte Vorbereitung, das aufmerksame Lesen und Verstehen von Informationsmaterial ist ja heutzutage oft schon zu viel verlangt... :(
Es wurde in diesem Thread ja des öfteren drauf hingewiesen das nicht genug Temperaturpaste an den Sensoren ist und wie das behoben wird. Auch die anderen Problemchen wie der Lüfter, die Schienen und die Lüfterschlitze.
Bei dem aufgerufenen Preis sind das alles allerdings Dinge, die wirklich nicht sein müssten, oder?

Bei einem 25-€-Gerät fände ich das hinnehmbar, wenn auch nicht gut.
Aber bei der ambitionierten Preisgestaltung des MC3000 und dem gebotenen Qualitätsstand finde ich das nicht so richtig gut passend.
 

Paintball

Flashaholic**
29 März 2017
1.742
1.679
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Wedemark
Bei dem aufgerufenen Preis sind das alles allerdings Dinge, die wirklich nicht sein müssten, oder?

Bei einem 25-€-Gerät fände ich das hinnehmbar, wenn auch nicht gut.
Aber bei der ambitionierten Preisgestaltung des MC3000 und dem gebotenen Qualitätsstand finde ich das nicht so richtig gut passend.

Da hast du Recht, und grade weil dieser Preis sehr hoch ist, lese ich mir doch die Erfahrungsberichte der anderen durch. So weiß ich was ich bekomme und kann entscheiden ob ich mit den Fehlern leben kann, sie beseitigen oder den Kauf ganz lasse.
 
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Ähh, ich frag nur mal kurz - als Alternative, mit einem Miboxer C4-12 wäre ich aber auch nicht schlecht bedient?
Wenn du nur (schnell) laden möchtest ist der super, aber Analysen (automatische Lade-Entlade-Zyklen zur Kapazitätsbestimmung etc.) gibt es nicht, es wird nur ein (halbwegs passender) Innenwiderstand und die Ladungsmenge angezeigt.
 

T-Freak

Flashaholic**
8 November 2014
1.012
2.068
113
Bayern
Die Diskussion hier empfinde ich etwas seltsam. ?( Ein Kunde, der einen Lader für 100 Euro kauft sollte doch erwarten können, dass dieser vernünftig funktioniert. Einem enttäuschten Käufer Vorwürfe zu machen, dass er diesen Monster-Thred nicht vollständig gelesen hat und sein Produkt nicht modifizieren will, finde ich fehl am Platze. Der einzige der hier Vorwürfe verdient, ist der Hersteller. :daumenrunter:
 
1 April 2017
44
7
8
Hat eigentlich einer schon einletzter Zeit (ist gerade wieder im Angebot) bei GB den Lader bestellt? Bekommt man noch den "alten" oder schon die neue Version?


Gruß
 

hbh

Flashaholic**
4 Dezember 2017
1.264
532
113
Es wird bei Gearbest das neue Modell verkauft. Ich habe kein Problem mit den Schiebern und gehe davon aus, dass es sich hierbei um Fertigungsdifferenzen handelt. Der MiBoxer C4-12 befriedigt zwar das Informationsbedürfnis des technikbegeisterten Anwenders, der MC3000 ist aber mit Abstand das Ladegerät mit den ausgefeiltesten Einstellmöglichkeiten und Ladevarianten.
 
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schopi68

Flashaholic**
1 Dezember 2011
1.265
622
113
nördlich v. München
www.salmanassar.de
Auch kein Unterschied bei den Schiebern wenn Du sie "oben" zum schieben greifst? Wie sieht es mit dem Spiel der Schieber aus, ist das immer gleich (d.h. wie stark kippen sie, wenn man sie nach hinten zieht)?

Ist die Oberfläche der Schieber bei beiden Modellvarianten gleich?

(Kann ja sein, daß es sich nur um ein Problem in einer einzelnen Charge bei Skyrc gehandelt hat).
 

Kasperrr

Flashaholic***
30 Mai 2017
5.641
3.564
113
Servus!

Ich habe folgendes Problem. Wenn ich meine LiIon-Akkus mit dem MC3000 lade und sie meistens 3-5sec nach dem Signalton aus dem Lader raushole, dann messe ich oft deutlich niedrigere Spannung (4,15V - 4,17V) als die eingestellte 4,20V.
Heute war wieder so ein Fall. Vier Akkus geladen und gleich als das Piepen losging, habe ich die rausgeholt. Nach etwa 30min die Spannung gemessen und bei allen vier Zellen lag die zwischen 4,15V und 4.16V...

Meine Frage jetzt, gibt es eine Einstellung bei dem MC3000 die das irgendwie verhindert sodass alle Akkus nach dem Laden etwas näher bei den gewünschten 4,2V bleiben???

Gruss Kasper
 

emax

Stammgast
8 Dezember 2017
62
54
18
@Kasperrr

0,05V Spannungsabfall sind m.E. normal. Wenn die Ladespannung weggenommen wird, sinkt die Akkuspannnung sofort etwas ab.

Die Ladung funktioniert ja nur, indem von außen eine höhere Spannung an den Akku angelegt wird, als dieser aktuell hat. Sonst würde ja kein Strom fließen. Das heißt aber logischerweise auch, dass der Ladevorgang im Prinzip unendlich lange dauern müsste (bei einem idealen Modell). Denn der fließende Ladestrom wird ja bei Annäherung and die Ladeschlusspannung immer geringer, bis er bei exakt dieser Spannung, also in diesem Fall 4,2V, gleich null ist.

Nun möchte aber niemand so lange warten. Deshalb bedient man sich eines simplen Tricks, und lädt einfach mit höherer Spannung. Und zwar so lange, bis die Akkuspannung 4,2V ist, dann schaltet die Ladelektronik ab. Das kann man aber nur messen, indem man kurzeitige Ladepausen einfügt, um die tatsächlich Spannung zu messen. Vielleicht kann man das auch während der Ladung messen, indem man den Innenwiderstand berücksichtigt, aber das ist nur eine Mutmaßung meinerseits.

Jedenfalls ist bei beiden Verfahren die aktuelle Akku-Spannung zu "frisch", um dem Ruhezustand darzustellen. Erst wenn sich der Akku thermisch wie chemisch normalisiert hat, und der, ich nenne es mal "innere Ladeaufruhr", sich gelegt hat, ist eine realistische Messung möglich. Und selbst die ist nach ein paar Sekunden schon wieder obsolet, weil der Akku sich selbst entlädt. Irgendwo weit rechts vom Komma, aber er entlädt sich.

Es gibt nach meiner Erinnerung (habe das Gerät nicht hier) eine Einstellung, wonach der Ladevorgang bei Absinken der Spannung unter eine einstellbaren Wert wieder aufgenommen wird. Damit könnte man sicher mehr "reinpumpen". Das entspräche einer Extraportion Energie nachdem sich der Akku beruhigt hat.

Außerdem gibt es eine "tickle" Einstellung, die den Akku nach dem Laden immer noch ein wenig unter Spannung hält. Auf diese Art sollen noch ein paar mAh mehr in den Akku rein gedrückt werden.

Ich halte allerdings von beiden Möglichkeiten nichts. Denn welchen Unterschied in mWh machen die 0,05V am Ende aus? Es müsste ein gutes Prozent sein, lohnt sich das?

Man muss immer im Auge berhalten, dass das alles mit Messfehlern behaftet ist, mit kaum kalkulierbaren Übergangswiderständen, Temperatureinflüssen, Restwelligkeiten und was weiß noch. Im schlechtesten Fall kann sich das alles zur Überschreitung der chemisch oder physikalisch zulässigen Grenzen des Akkus entwickeln. Und diese haben, wenn nicht null, so doch sicher wenig Toleranzen gegenüber Überladung.
 
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
113
Ich habe folgendes Problem. Wenn ich meine LiIon-Akkus mit dem MC3000 lade und sie meistens 3-5sec nach dem Signalton aus dem Lader raushole, dann messe ich oft deutlich niedrigere Spannung (4,15V - 4,17V) als die eingestellte 4,20V

Meine Frage jetzt, gibt es eine Einstellung bei dem MC3000 die das irgendwie verhindert sodass alle Akkus nach dem Laden etwas näher bei den gewünschten 4,2V bleiben???

Ja, diese Einstellung heisst Termination-Current... je höher dieser ist, desto stärker sackt die Spannung ab... also: klein einstellen bzw. auf 'unendlich klein'... und schon wird der Spannungsabfall auch kleiner...

Man kann sich die Sache auch zunutze machen (je niedriger der Termination-Current, desto länger dauert das Laden):
Will ich einen Akku auf z.B. 3.9xV haben, dann stelle ich die Ladeschlussspannung auf 4V und Termination-Current = OFF (der Ladestrom geht also bei 4V nicht runter, sondern die Ladung wird sofort beendet).

Das Pendant zu Termination-Current gibt es auch beim Entladen (heisst D.Reduce)... je niedriger dieser Wert ist, desto weniger geht die Spannung wieder hoch.
 
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Kasperrr

Flashaholic***
30 Mai 2017
5.641
3.564
113
@emax
Danke erstmal für die ausführliche Erklärung! :thumbup:
Ich werde es noch, wie @kirschm geschrieben hat, mit der Termination-Current Einstellung ausprobieren und hoffen, dass es einigermaßen klappt.

@kirschm
Habe schon gedacht, dass es daran liegen könnte war mir aber unsicher.
Momentan ist Termination-Current bei mir auf 0.1A eingestellt. Ich versuche es beim nächsten Mal mit 0.05A.
Als es mal auf "Zero" eingestellt war, wollte der Ladevorgang einfach nicht mehr aufhören...:pinch:
Wie ist Termination-Current bei Dir eingestellt?
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
113
Wie ist Termination-Current bei Dir eingestellt?

Meist auf OFF und halt entsprechend höhere Ladeschlussspannung. Wie hier im Forum bekannt, lade ich allerdings niemals bis 4.2V... Mein Ladeverhalten ist nunmal nicht repräsentativ... Muttu andere - normale Leute - fragen...

Ich lade maximal bis 4.15V und Termination-Current OFF... da kommen dann so 4.0xV Ruhespannung raus... mehr will ich nicht... i.d.R. bleibe ich deutlich unter 4V...

P.S.: 0.1A ist so ziemlich der Standard, den viele Ladegeräte so handhaben...aber wie gesagt, ich lade nicht normal mit normalen Ladern...
 
Zuletzt bearbeitet:

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Momentan ist Termination-Current bei mir auf 0.1A eingestellt. Ich versuche es beim nächsten Mal mit 0.05A.
Das würde ich nicht tun!
Die Zellenhersteller empfehlen als Termination Current (Ladeschlussstrom) für ihre Zellen in der Regel 10% des eingestellten Ladestroms. Wenn du also mit 1.5 A lädst, dann sollte der Ladeschlussstrom 150 mA betragen.

Der Grund ist, dass beim Laden in eine der Elektroden Lithium in eine Graphit-Interkalationsverbindung eingelagert wird. Dadurch wird diese Graphit-Elektrode mechanischem Stress ausgesetzt. Besonders zum Ende der Ladung hin belastet das Interkalieren von weiterem Lithium die Zelle weit überproportional stark.
Wenn du also jetzt mit sehr niedrigem oder keinem Ladeschlussstrom arbeitest, dann knüppelst du mit aller Gewalt jedes bisschen Lithium zwischen die ohnehin schon stark beanspruchen Graphit-Schichten, um es mal bildlich auszudrücken.

Das Ergebnis ist hinsichtlich des Kapazitätsgewinns lächerlich gering, aber die Lebensdauer der Akkus reduziert man durch so eine permanente Misshandlung ganz erheblich.
 
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
113
Besonders zum Ende der Ladung hin belastet das Interkalieren von weiterem Lithium die Zelle weit überproportional stark

Da gilt aber doch nur, wenn ich bis zur üblichen Ladeschlussspannung lade (4.2V bei einem 3.7V Akku), oder?

Wenn ich einen solchen Akku nur auf 4V laden will, dann könnte ich doch einen beliebig niedrigen Termination-Current wählen?
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Da gilt aber doch nur, wenn ich bis zur üblichen Ladeschlussspannung lade (4.2V bei einem 3.7V Akku), oder?
Wenn ich einen solchen Akku nur auf 4V laden will, dann könnte ich doch einen beliebig niedrigen Termination-Current wählen?
Ganz genau, es geht hier um normale "volle" Zyklen innerhalb der vom Hersteller spezifizierten Grenzen und bezogen auf das, was @Kasperrr ganz oben im Beitrag #1521 angesprochen hat.

Bei deinem besonders Akku-schonenden Ladeverfahren spielt das keine Rolle.
 
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Kasperrr

Flashaholic***
30 Mai 2017
5.641
3.564
113
@steidlmick
OK, danke für die Info!
Solangsam merke ich, dass ich es wohl so hinnehmen muss...
Mir geht es eigentlich nicht um die paar zusätzlichen mAh sondern einfach dadrum, dass alle Zellen ungefähr die selbe Spannung nach dem Laden haben sollen. Bin da etwas eigenartig bzw. penibel, wenn es um sowas geht.

Aber naja... Muss mich wohl von meinen Wunschdenken verabschieden, will meine Akkus nicht absichtlich beschädigen.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
113
Mir geht es eigentlich nicht um die paar zusätzlichen mAh sondern einfach dadrum, dass alle Zellen ungefähr die selbe Spannung nach dem Laden haben sollen

Da spielt der Termination-Current aber überhaupt keine Rolle... 4 beliebige Zellen (egal ob 'gleich' oder unterschiedlich 'vorbelastet') sind mit jedem Termination-Current gleich gut oder schlecht 'gleich' geladen... Die relativen Kapazitäts/Ladedifferenzen sind bei jedem Termination-Current so ziemlich das Gleiche...
 

steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
6.316
5.439
113
Bielefeld, NRW
Solangsam merke ich, dass ich es wohl so hinnehmen muss...
Ja, denn es ist das ganz normale Verhalten von Lithium-Akkus.
Muss mich wohl von meinen Wunschdenken verabschieden, will meine Akkus nicht absichtlich beschädigen.
Das würde ich auch raten!
Jeder einzelne Ladevorgang stresst den Akku und lässt ihn altern.

Man kann aber die Zyklenfestigkeit (also die Anzahl der Ladezyklen bis zum Tod des Akkus) steigern, wenn man nur flache Lade-Entlade-Zyklen verwendet. Damit ist gemeint, dass man die besonders belastenden Bereiche am Anfang und Ende vermeidet.
Wenn man den Akku nicht unter ca. 15-20% Restkapazität entlädt und nicht über ca. 80-90% auflädt, dann hält er überproportional mehr Ladezylen aus, laut manchen Untersuchungen bis zur zehnfachen der vom Hersteller spezifizierten Zyklenzahl.

Das ist - soweit ich das beobachten konnte - die Philosophie von @kirschm.

Wenn du allerdings den Ladeschlussstrom deutlich reduzierst, dann würdest du das genaue Gegenteil bezüglich der Lebensdauer erreichen. Du kommst dann vielleicht auf 2-3 % mehr nutzbare Kapazität und möglicherweise haben die Zellen auch bis auf 10 mV gleiche Zellenspannungen (im Leerlauf wohlgemerkt!), aber die Akkus halten alle nur ein Viertel so lange oder noch weniger, als vom Hersteller berechnet.
Mir geht es eigentlich nicht um die paar zusätzlichen mAh sondern einfach dadrum, dass alle Zellen ungefähr die selbe Spannung nach dem Laden haben sollen. Bin da etwas eigenartig bzw. penibel, wenn es um sowas geht.
Leider ist das eine vorwiegend nutzlose Information, weil es ohnehin nur die Zellenspannung im Leerlauf ist. Die sagt fast gar nichts aus...
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
113
Wenn man den Akku nicht unter ca. 15-20% Restkapazität entlädt und nicht über ca. 80-90% auflädt, dann hält er überproportional mehr Ladezylen aus, laut manchen Untersuchungen bis zum Zehnfachen der von Hersteller spezifizierten Zyklenzahl.

Das ist - soweit ich das beobachten konnte - die Philosophie von @kirschm.

Sehr gute Beobachtungsgabe...