Lithium-Ionen Akkus, Grundlagen zu Arten, Nutzung und Pflege

Jinbodo

Flashaholic**
4 Februar 2017
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Schweiz
Gilt das grundsätzlich auch bei stark unterschiedlichen Zellen? Oder nur bei exakt gleichen Zellen? Ich meine damit, wenn ich in einer Reihenschaltung eine "schwächere" Zelle habe, muss die trotzdem den gleichen Anteil wie stärkeren Zellen bringen? Und wenn diese schwächste Zelle komplett entladen ist, liefert die gesamte Schaltung nichts mehr?

Ja so ist es, in einer Reihenschaltung gilt auch die niedriegste Kapazität als Gesamtkapazität, wenn eine Zelle leer ist wirkt diese nur noch als Widerstand, dieser kann vereinfacht gesagt als Unterbruch angeschaut werden.
 
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sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
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..Wie kann das? Nach meinem Verständniss, müßte doch in die Zelle, die weniger Volt hat, weniger mAh reingehen, aber anscheinend ist das alles komplizierter...
Die Eagtac ist in Reihe geschaltet, Zelle C müßte eher weniger Volt haben....und Zelle A weniger mAh, da sie (evtl.) abgenutzter ist....
Ich denke, A hat den geringsten und C den höchsten Innenwiderstand.
 

Clamant

Stammgast
3 August 2016
57
18
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A: 3290mAh
B: 3286mAh
C: 3160mAh
D: 3283mAh

Also 130mAh maximaler Unterschied zwischen den beiden unterschiedlichsten Zellen, das sind grade mal 4%. Würde ich mir da keine weiteren Gedanken drüber machen und das als Messfehler abhaken.
Da sowohl die Akkus als die Lade- bzw. Messelektronik temperaturabhängig ist, noch Übergangswiderstände im Spiel sind usw...
Lagen die Zellen von A nach D im Lader?
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Ja so ist es, in einer Reihenschaltung gilt auch die niedriegste Kapazität als Gesamtkapazität, wenn eine Zelle leer ist wirkt diese nur noch als Widerstand, dieser kann vereinfacht gesagt als Unterbruch angeschaut werden.
Schön wär's. Der Innenwiderstand steigt bei einer leeren Zelle zwar an, unterbricht den Stromfluss aber mitnichten. Wenn die die verbliebenen 3 Zellen noch genügend Spannung liefern, dass die Lampe weiterläuft, wird die leere Zellen umgepolt, d.h. mit invertierter Spannung geladen. Und dass kann dann richtig übel enden.
 

Jinbodo

Flashaholic**
4 Februar 2017
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Wenn die die verbliebenen 3 Zellen noch genügend Spannung liefern, dass die Lampe weiterläuft, wird die leere Zellen umgepolt, d.h. mit invertierter Spannung geladen. Und dass kann dann richtig übel enden.

Da hast Du natürlich absolut recht, meine Aussage war nicht korrekt :thumbdown:, die würde bestenfalls nur annähernd gelten, wenn ein entsprechend enger Spannungsbereich für die TL gelten- , d.h. bei ca. 14V die Last abschalten würde.
 
22 September 2016
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Die gleiche Ladungsmenge bei Reihenschaltung ist zwar korrekt in Bezug auf die Ah, nicht aber auf die Wh - also die Energiemenge!
Die kann über die Zellen auch bei Reihenschaltung unterschiedlich sein, wegen unterschiedlicher Spannung. Das die schwächste Zelle dabei im schlimmsten Falle umgepolt wird ist aus meiner Sicht technisch nicht möglich, da das Potential am Pluspol der schwächsten Zelle nie negativ gegenüber ihrem Minuspol werden kann! Das ist in keiner Reihenschaltung möglich auch nicht bei noch so hohen Innenwiderständen!
Das schlimmste was passieren kann, ist das die Zelle durch ihren hohen Innenwiderstand heiß wird, da die anderen 3 Zellen, wenn intakt, den Strom treiben und über der defekten dann eine höhere Spannung abfällt - sie wird dann ggf. überladen, aber nie umgepolt!

Wenn allerdings 1/4 der Nennspannung fehlt, sollte eine ordentliche TL eigentlich abschalten.

Eine Überladung würde aber auch nur dann stattfinden, wenn mehr als 4,2 V an der defekten Zelle abfallen und die verbleibende Spannung der intakten 3 Zellen dann immer noch genug Spannung für die Lampe liefern. Das ist fast ausgeschlossen, da dann rechnerisch max. noch 2 Zellen aktiv sind als Spannungsquelle für die LED!
 
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Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Das schlimmste was passieren kann, ist das die Zelle durch ihren hohen Innenwiderstand heiß wird, da die anderen 3 Zellen, wenn intakt, den Strom treiben und über der defekten dann eine höhere Spannung abfällt - sie wird dann ggf. überladen, aber nie umgepolt!

Ich sag erst mal, dass ich das nicht verstehe. Bevor ich sage, dass das Unfug ist. :pfeifen:
 

UliBär

Flashaholic*
30 Januar 2013
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Braunschweig
Das die schwächste Zelle dabei im schlimmsten Falle umgepolt wird ist aus meiner Sicht technisch nicht möglich, da das Potential am Pluspol der schwächsten Zelle nie negativ gegenüber ihrem Minuspol werden kann!
Aber hallo ist das technisch möglich, sogar völlig unabhängig vom chemischen Prinzip des Akkus. NiMH werden dadurch "nur" ruiniert, LiIons dagegen reagieren äußerst "cholerisch" auf solche Behandlung.

Ich sag erst mal, dass ich das nicht verstehe. Bevor ich sage, dass das Unfug ist. :pfeifen:
+1!
 
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Maiger

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27 Dezember 2011
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www.taschenlampen-forum.de
Das die schwächste Zelle dabei im schlimmsten Falle umgepolt wird ist aus meiner Sicht technisch nicht möglich, da das Potential am Pluspol der schwächsten Zelle nie negativ gegenüber ihrem Minuspol werden kann! Das ist in keiner Reihenschaltung möglich auch nicht bei noch so hohen Innenwiderständen!

Doch, betrachte die linken vollen Zellen als "Ladegerät" oder als "Netzteil", dann wird die rechte leere Zelle verkehrt gepolt geladen!
full
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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Die gleiche Ladungsmenge bei Reihenschaltung ist zwar korrekt in Bezug auf die Ah, nicht aber auf die Wh - also die Energiemenge!
Die kann über die Zellen auch bei Reihenschaltung unterschiedlich sein, wegen unterschiedlicher Spannung.
Stimmt - spielt aber keine Rolle, weil das keine Probleme macht.
Ladung = Ah (eigentlich ist die Einheit der Ladung Coulomb, 1Ah = 3600C)
Energie = Wh (eigentlich ist die Einheit der Energie Joule, 1Wh = 3600J)

Das die schwächste Zelle dabei im schlimmsten Falle umgepolt wird ist aus meiner Sicht technisch nicht möglich, da das Potential am Pluspol der schwächsten Zelle nie negativ gegenüber ihrem Minuspol werden kann! Das ist in keiner Reihenschaltung möglich auch nicht bei noch so hohen Innenwiderständen!
Maiger hat anschaulich gezeigt, dass das nicht stimmt. Und wie UliBär schreibt: egal welche Chemie

Wenn allerdings 1/4 der Nennspannung fehlt, sollte eine ordentliche TL eigentlich abschalten.
4S sind 4 x 3,7V = 14,8V
Davon 1/4 weg ergibt 11,1V, also 2,78V / Zelle. Aktuelle Zellen können regulär bis 2,50V entladen werden.

11,1V kriegt man auch mit 3 halbvollen Zellen und einer leeren: 3 x 3,7V + 0,0V = 11,1V.

Und wenn die 3 noch fast voll sind: 3 x 4,0V + (-0,9V) = 11,1V. Da wäre die leere also schon sauber umgepolt. Das kann leicht passieren, wenn von den 4 Zellen eine versehentlich nicht geladen wurde, z.B. weil man sie nicht richtig in den Lader eingelegt hat, die anderen 3 aber schon.
 
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22 September 2016
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Wir sind uns wohl alle einig, das in einer reinen Reihenschaltung (die wir hier vorliegen haben), der Strom überall in die gleiche Richtung fließt?
Dann haben wir einen Verbraucher (LED) mit einer best. ohmschen Last und eine halbvolle oder leere oder defekte Li-ion Zelle in der gleichen Reiehenschaltung, die auch dort in der gleichen Richtung vom Strom durchflossen wird wie alle anderen Akkus! Solange diese noch eine Spannung größer 0 Volt hat ist der positive Pol gegenüber dem negativen immer positiv - sie kann also nicht umgeladen werden!

Selbst wenn sie eine Spannung von 0 V hat, kann sie so nicht umgeladen werden!

Wenn sie sich "rüpelhaft" verhält und gar durchgeht, liegt das an ihrer Erhitzung durch den hohen Innenwiderstand!
Der Spannungsabfall an diesem "Widerstand" ist dann immer noch positiv, d.h. die Spannung liegt so an, wie ihre Pole sind :)

Daran gibt es elektrotechnisch glaube ich nichts zu rütteln - das sind elektrotechnische Grundlagen 1. Sem.
 

Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Im ersten Semester lernst Du aber auch, dass weder eine LED noch ein Akku als Ersatzschaltbild (nur) einen ohmschen Widerstand haben.
Der Akku entspricht in erster Linie einem Kondensator. Meinst Du dann immer noch, dass der Kondensator nicht umgepolt werden kann?
 
22 September 2016
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Sorry Leute, ich habe hier wohl wirklich zu kurz gedacht 8|

Entscheidend ist das Verhältnis der Innenwiderstände der Akkus zueinander und im Verhältnis zur eigentlichen Last (LED).
Normalerweise sind Liion Akkus ja sehr niederohmig (neue deutlich unter 0,1 Ohm, ältere intakte bis 0,15 Ohm ca.) und können deshalb einen hohen Strom liefern bzw. leiten hier den Strom einfach nur durch ohne das an ihnen ein signifikanter Spannungsabfall stattfindet.
Ist nun aber eine Zelle deutlich hochohmiger, z.B. im Bereich der eigentlichen Last (LED) - sagen wir mal 3 Ohm - dann fällt an ihr ein erheblicher Teil der Spannung ab (z.B. die Hälfte der Gesamtspannung, wenn die LED auch 3 Ohm hat). Damit könnte ein Akku dann tatsächlich umgepolt werden!

Man könnte jetzt sogar ausrechnen, wie hoch der Innenwiderstand eines Akkus max. sein darf, damit dieser nicht umgepolt wird.
Allerdings führt wohl schon ein kleines Mißverhältnis zu einem immer schlechter werdenden Verhältnis des betreffenden Akkus, weshalb es sehr wichtig ist bei Reihenschaltung von Liion-Akkus möglichst gleichwertige Akkus mit sehr ähnlichem Innenwiderstand und Ladung zu verwenden :)

Also nochmal sorry Leute für die Verwirrung!
 

Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Ich glaube Du bist noch immer auf dem Holzweg :S.

Schau Dir mal das vereinfachte Ersatzschaltbild eines Akkus an:
Ersatzschaltbild.png
Rv ist sehr groß (Megaohm). Er verursacht die Selbstentladung der Akkus.
Ri ist sehr klein (Milliohm) und begrenzt den Strom beim Entladen.

Bei leerem Kondensator und weiter fließendem Strom fließt da nahezu kein Strom über Rv, es "fällt keine Spannung ab". Stattdessen wird der Kondensator umgepolt.
 
22 September 2016
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Einverstanden mit diesem Ersatzschaubild, Flummi.
Wobei der Kondensator nicht ganz stimmig ist, da dieser Gleichstrom überhaupt nicht leiten würde (sofern er einmal voll ist). Das wäre dann anders, wenn er erhebliche Leckströme hätte, Rv also relativ klein wäre. Der Unterschied zwischen Ri und Rv ist aber so riesig, das wir das hier wohl vernachlässigen können. (Es sei denn, es ist eine so derart defekte Zelle, das ihre Selbstentladung enorm ist, sich der Akku also in wenigen Tagen kompl. entlädt.)

Dennoch kommt es auf das Verhältnis der Ri der einzelnen Zellen untereinander und zum eigentlichen Lastwiderstand RL an.
Sind alle Ri sehr gleich und sehr klein gegenüber RL, dann fällt (fast) die gesamte addierte Spannung an RL ab.
Ist ein Ri deutlich größer, wird der Spannungsabfall an dieser Zelle signifikant, insbes. wenn er in die Größenordnung von RL kommt.

Die Rv spielen eigentlich so gut wie keine Rolle, da sie ganz erheblich größer als alle Ri sind.
 
22 September 2016
46
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Ah, ok - light wolf war schneller.

Ja, richtig, wenn eine Zelle leer aber trotzdem noch intakt, also niederohmig ist und alle anderen Zellen voll und ebenfalls niederohmig,
dann wird die leere Zelle verkehrt herum "geladen", also umgepolt, richtig! :thumbsup:

Der Kondensator im Bild oben, ist also dann sehr groß, ein Super-Cap sozusagen.

Das habt ihr gemeint - ich glaube, jetzt hab ichs ;)

Wenn alle Zellen voll sind und alle bis auf eine niederohmig, die defekte hochohmig - dann tritt das gleiche Problem ein. Die defekte Zelle entlädt sich (wenn Ri groß genug ist) und wird dann umgepolt.
 

Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Wobei der Kondensator nicht ganz stimmig ist, da dieser Gleichstrom überhaupt nicht leiten würde (sofern er einmal voll ist).

Is nicht einfach, gell :). Was passiert denn im Ladegerät, wenn der Akku voll wird? Genau, es fließt kein Strom mehr.
Wie kommst Du darauf, dass "durch den Akku" Strom fließt? Bei Minus hast Du Elektronenüberschuss, bei Plus Mangel. Alles andere (wenn Strom fließt) ist Ladungsausgleich. Durch den Kondensator fließt kein Strom.

Edit: Zu spät, nun ist der Groschen ja gefallen...:)
 

Meyer

Flashaholic*
29 November 2013
540
269
63
Die Liion-Technologie der Zukunft?
Aus dem Bauch heraus tippe ich auf eine Verwendung der Grundlagenforschung von John Goodenough. Dessen Grundlagenforschung zu LiCo - Elektroden (Ende der 70er) dürften die meisten Forschungsmitglieder indirekt nutzen.
Ich würde mich aber nicht wundern, wenn die neuen Erkenntnisse erst in über 10 Jahren in neuen Zellen umgesetzt werden.

De weitgehende Lösung der Sicherheitsprobleme von Akkus mit Lithium - Chemie hat was, denn es können sich in dem Glas - Elektrolyt keine metallischen Dendriten mehr bilden. Die Akkus könnten in praktisch allen Disziplinen besser werden: Kapazität, Zyklenfestigkeit, Stromfestigkeit ( Innenwiderstand) Temperaturbereich, Herstellungskosten, Rohstoff - Verfügbarkeit.
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Ich hatte in 2012 und 2013 einige Akkus ( so ca. 100St.) diverser Hersteller gekauft. Damals hatte ich bei allen die Kapazität gemessen, jeden Akku mit einer fortlaufenden Nummer gekennzeichnet und alles in eine Excel Tabelle geschrieben. Dann habe ich alle guten Ratschläge über Lagerung und Behandlung ignoriert.. Ein paar wenige Akkus wurden regelmäßig benutzt. Und weil ich eine Lampe nehmen und benutzen will und nicht vorher noch Laden möchte, habe ich die Akkus immer voll geladen. Ein paar Lampen wurden wenig genutzt, z.B. nur zum Geocachen, die haben nur wenige und nicht sehr tiefe Zyklen hinter sich. Ein paar andere Akkus waren in Alltagslampem, die wurden dann auch mal komplett leer gemacht, bis die Lampe oder das PCB abschaltete.

Und nun habe ich mal wieder alle Akkus zusammengekramt und gemessen. Und war etwas erstaunt: Als erstes wurden die Akkus geladen. Auch bei Akkus, die voll geladen Jahre lagen, gingen nur wenige hundert mAh rein. Die Selbstentladung ist also offenbar kein wirkliches Thema, zumindest nicht bei Lagerungszeiten von nur wenigen Jahren. Dann die Kapazität: Die Akkus hatten durchweg Kapazität verloren. So im Bereich 10%, mehr war es nicht. Obwohl bei Raumtemperatur gelagert. Tendenziell würd ich sagen, die Panasonic NCR18650 haben sich gut gehalten, die 2600er Sanyo Zellen haben eher viel Kapazität verloren. 2 KingKong 26550 waren komplett tot, das könnte aber auch der Stromverbrauch des PCB gewesen sein. Die hatten nur ein paar mV. Eine Markenzelle war defekt, die hatte nur ein paar hundert mAh Kapazität. Da war es die Zelle die war ohne PCB. Und der Innenwiderstand lag zwischen 30mOhm bei hochstromfähigen Zellen und 100mOhm. Also auch nichts auffälliges.

Meine Schlussfolgerung daraus: Wir machen uns viel zu viel Gedanken über die Lagerung. Teilentladen, dann in den Kühlschrank, dann regelmäßig Spannung prüfen, zwischendurch noch mal nachladen? Das ist viel Aufwand für einen ganz bescheidenen Nutzen. Der Nutzen wäre, das der Akku nach 5 Jahren vielleicht noch 2830mAh real hat und wenn man ihn einfach weg legt hat er nur noch 2750mAh.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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Natürlich macht es in der Praxis wenig aus, wenn man seine Akkus voll lädt... sie verlieren etwas mehr an Kapazität... sie sind etwas früher hinüber... so what, es sind halt Verschleissteile und eigentlich billig.

Es gibt aber auch praktische Gründe, weshalb man einen auf 'Akku-Flüsterer/Versteher' macht (ich zähle mich dazu):

o Wenn ich für gewisse Anwendungen nie einen vollen Akku brauche, dann muss ich auch keinen vollen reinmachen (zumal ich nie ohne redundante Reserve unterwegs bin).
o Wenn voll laden genauso einfach ist, wie nicht voll laden, dann spricht nichts gegen nicht voll laden.
o Ich schätze es, dass ich bei pfleglicher Behandlung davon ausgehen kann, dass ich nicht ständig meine Akkus testen und ggf. austauschen muss. Ist für mich ein Aspekt der Bequemlichkeit.

Also: voll laden ist OK, wenn man sich nicht mit der Lade-Materie beschäftigen will oder halt einfach auf einen vollen Akku angewiesen ist. Genauso gut ist aber nicht voll laden OK, wenn man volle Akkus nicht braucht (80% sind ja auch nicht ohne) oder weil man einfach seinen Spass an der Hysterie hat.
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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113
Allgäu
Meine Schlussfolgerung daraus: Wir machen uns viel zu viel Gedanken über die Lagerung. Teilentladen, dann in den Kühlschrank, dann regelmäßig Spannung prüfen, zwischendurch noch mal nachladen? Das ist viel Aufwand für einen ganz bescheidenen Nutzen. Der Nutzen wäre, das der Akku nach 5 Jahren vielleicht noch 2830mAh real hat und wenn man ihn einfach weg legt hat er nur noch 2750mAh.
Ganz meine Meinung. Ich habe gar nicht so viele Akkus auf Vorrat. Meine Lampen sind allesamt mit Akkus bestückt, welche stets voll geladen sind. Ich gehe regelmäßig durch und prüfe, ob auch wirklich voll geladen ist. Habe ich eine Lampe gebraucht, so geht der akku auch gleich wieder ins Ladegerät.

Lampe muß leuchten! Und je länger ich mich im Fall der Fälle darauf verlassen kann um so besser. Wenn ein Akku nchlässt, (was bisher nur überaus selten vorkam) so kommt er in nachrangig wichtige Lampen oder als Reserve-Oskar in die Ersatzakkubox in der Einsatztasche.
 
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Flummi

Moderator
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26 Oktober 2015
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Nähe Hannover
Deine Messungen decken sich mit meinen Beobachtungen. Auch bei mir ist die NCR18650 (ohne B) offenbar unkaputtbar. Die 2600er Sanyo lassen inzwischen nach. King Kong habe ich nur im DVD-Regal.

Es ist eher so, dass die alten Zellen irgendwann technisch das Nachsehen haben. Max 6A und miese Spannungslage?
 

Onkel Otto

Moderator
Teammitglied
20 November 2015
9.339
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Stadtallendorf
Nun, jeder, der mehr Zeit hat, als er benötigt, tut eben "Dinge".

Bevor ich z.B. auch nur 5 Minuten den Mist auf den privaten TV-Kanälen schaue,
verhätschele ich lieber meine Akkus, selbst dann, wenn es komplett sinnfrei wäre ... :)

Nichtsdestotrotz, freue ich mich über die hier geschilderten Erfahrungen, denn sie
geben mir das gute Gefühl die Akkubegauzung auch einfach sein lassen zu können,
wenn ich mal keinen Bock drauf haben sollte.

Also : Gracias :thumbup:

Greetings
Klaus
 
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light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Teilentladen, dann in den Kühlschrank, dann regelmäßig Spannung prüfen, zwischendurch noch mal nachladen?
Regelmäßig prüfen und nachladen kann man sich sparen. Der Rest lohnt auch nicht bei regelmäßig genutzten Zellen, sondern nur, wenn wenn man sie Monate oder gar Jahre lagern will, dann sind die auch noch nach 5 Jahren "frisch", allerdings gibt's bis dahin längst bessere neue.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
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113
Folgender zufällige 'Feldversuch' mag interssant sein... Für mich und meine Freundin hatte ich vor zwei Jahren das gleiche Smartphone neu gekauft:

o beide laufen rund um die Uhr und werden also genauso viel geladen
o in meinem Handy läuft ein 'Tasker-Profil', welches mir ab einem Ladezustand von 88% den Ladezustand alle 3 Minuten ansagt (nur zuhause, sonst nicht, sonst meinen die Leute ich wäre bekloppt, was ja auch stimmt)... Normalerweise stöpsle ich es dann bei ca. 90% ab... oft auch schon vorher, wenn ich sehe, dass der Ladestrom runter geht...
o meine Freundin lädt halt unbekümmert

Mein Akku verhält sich wie am ersten Tag, der meiner Freundin ist ziemlich hinüber... nur gut, dass es nix von Äppel war...
 
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Sonnen

Flashaholic**
21 Dezember 2012
2.404
1.338
113
Österreich
Meine Geräte halten seitens des Akkus auch alle länger als vergleichbare in meinem Bekannten und Freundeskreis, ich lade Geräte immer so bei spätestens 20 - 30 % auf lade aber nie weiter als 80 - 90% lasse also niemals einfach angesteckt.
 

Tengu

Flashaholic
24 Januar 2016
222
34
28
gleiche Smartphone neu gekauft:
Welches? Und ab wann lädst du den Akku nach?
Nutze selber ein S S7E. Lade meist bei um die 30% auf, (Akkuwarnung hab ich bei 40%)und nur auf 100% wenn ich länger unterwegs bin. Bei 60% ist mir das oft zu früh zum nachladen.
Auch schalte ich das Gerät aus zum nachladen.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
113
Welches? Und ab wann lädst du den Akku nach?

Wiko Bloom... hatte mir damals nicht nur zwei, sondern gleich 8 Stück gekauft (als Auto-Navi, Motorrad-Navi, etc.... gab es damals spottbillig für 50€)... Beim 'ab wann Nachladen' bin ich nicht so pingelig... gehe davon aus, dass sich die Smartphones bei >3V unter Last runterfahren... das ist OK für einen Li-Ion... ich lade also spätestens, wenn sie sich selbst runterfahren... frühestens bei 15-30%)
 
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Borris

Flashaholic
23 Dezember 2017
104
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Regensburg
Wenn man einen neuen Akku zum ersten Mal benutzt, kommt der ja mit einer gewissen Voraufladung. Sollte man den dann erst einmal benutzen, bis er leer ist, oder kann man ihn auch direkt vor der ersten Nutzung noch restlos vollladen?

Sollte ich einen vollen Akku jedes mal bis er leer ist benutzen und dann erst aufladen, oder kann ich genauso gut einen teil-entladenen Akku jedes mal direkt wieder vollladen? Wenn ich z. B. einen 18650er täglich abends in der Stirnlampe zum Laufen nutze, kann er dann danach direkt wieder an's Ladekabel oder lebt er länger, wenn man ihn immer so lange benutzt, bis er leer ist, bevor man ihn wieder lädt?

Memory-Effekt gibt es ja bei Li-Ion nicht, aber sind die zu erwartenden, möglichen Aufladungen eines Akkus schneller verbraucht, wenn man den Akku immer schon lädt, bevor er ganz leer ist? Also wenn ein Akku z. B. mit 500 Aufladungen angegeben ist und man lädt täglich schon nach, wenn er noch halbvoll ist, sind dann insgesamt 1000 halbe Aufladungen möglich oder auch nur 500?

Ein Multimeter habe ich nicht. Brauche ich das unbedingt, wenn ich immer nur eine original Armytek-18650er-Zelle mit original Armytek USB-Ladekabel in einer Armytek-Stirnlampe lade?
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
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Da ein Akku nicht zählen kann, ist die Anzahl der 'Teil-Ladungen' irrelevant... nie richtig leer, nie richtig voll... dann fühlt er sich wohl...
 
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Borris

Flashaholic
23 Dezember 2017
104
76
28
Regensburg
Okay, stimmt! :rofl:

Dieses "erst ganz leer werden lassen, dann wieder laden", hatte ich wohl noch aus NiMh-Zeiten und Memory-Effekt im Hinterkopf.:rolleyes:

Letzte, blöde Frage: Ganz leer und ganz voll kann er mit dem original Armytek-Ladekabel in der Armytek-Lampe ja nicht werden, dank Überlade- und Tiefenentlade-Schutz? Kann ich also, wie z. B. beim Handy auch, einfach nachts dranhängen und morgens abstöpseln, richtig?
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
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113
einfach nachts dranhängen und morgens abstöpseln, richtig

Das kann man so machen, sollte es aber nicht... wie ich schon sagte: voll laden ist der Standard, fördert aber nicht das Akku Leben... Wenn Du keine Kontrollmöglichkeit hast, wann er 'fast' voll ist, dann unterbreche die Sache, wenn Du denkst, dass er 'genug voll' ist... Über Nacht laden bedeutet Voll laden... lieber öfter 'etwas' laden, als laden, bis es zu Ende ist... Wenn Dir ein 'halb' geladener Akku von der Laufzeit reicht, dann bleib dabei... voll laden macht zwar voll, aber nicht den Akku glücklich...

Nicht falsch verstehen: Voll laden ist das, was 'man' halt tut... es spricht nichts dagegen... wenn man bereit ist, seine Akkus mal öfter gegen neue auszutauschen... Voll laden vs. nicht voll laden verkürzt die Cyclen Zahl bzw. 'Gesundheit' um - je nach State of Charge - plus minus das zehnfache...

P.S.: Voll laden und dann gleich benutzen / entladen ist nicht so schlimm wie voll laden und dann ab in die Schublade...
 
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0kay

Flashaholic**
12 August 2016
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696
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Man kann den Akku gern früher aufladen. Ganz voll machen verkürzt die Lebensdauer bzw. die Akku-Kapazität im Laufe der Zeit ein wenig, wenn er nach dem Aufladen längere Zeit voll, unbenutzt bleibt. Weil Lampen, wenn sie voll geladen sind, heller leuchten lade ich zeitig wieder auf. Ob ein Akku zwei, drei oder vier Jahre hält ist mir nicht so wichtig. Ich benutze auch nur selten ein Multimeter, man braucht das nicht wirklich.

Wenn man Lampen mit mehr als einem Akku benutzt kann ein Meßgerät mehr Sicherheit bringen, feststellen, wenn ein Akku von den anderen stark abweicht.
 
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
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Wenn man Lampen mit mehr als einem Akku benutzt kann ein Meßgerät mehr Sicherheit bringen, feststellen, wenn ein Akku von den anderen stark abweicht.

Ich frage mich halt immer, welches Messgerät ein Laie verwenden soll... Gut, man kann mit einem entsprechenden (Ent-)ladegerät z.B. die Kapazität messen... ein DIMM ist auch ganz nett... aber dies sagt ja nichts so ohne weiteres darüber aus, wie die Spannungslage / Kapazitätslage in welchem Stadium aussieht (es sei denn, mann schreibt es akribisch auf, oder zeichnet es auf... aber dann ist man keine Laie mehr...)...

Mein simpler Rat bleibt daher weiterhin: nie bis an die Grenze entladen (laden auch nicht, allerdings aus anderen Gründen), dann kommen auch zwei oder mehr unterschiedliche Akkus gut mit einander klar...
 

Borris

Flashaholic
23 Dezember 2017
104
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Regensburg
Solche Messergebnisse liefern Profi-Ladegeräte aber auch, richtig? Hab mich da ehrlich gesagt noch nicht eingelesen, werd mir aber wohl in Zukunft noch ein paar 18650er holen (als Notreserve und für mehrtägige Bergtouren) und gleich noch ein gescheites Ladegerät dazu (sowas will ich eh schon länger, auch für gewöhnliche Akkus). Dachte da an ein SkyRC MC3000. Da braucht man dann kein Multimeter mehr?

Kann man damit Akkus auch nur zu 90% laden? Also einstellen, dass bei z. B. 90% der Ladevorgang automatisch stoppt und dann auf Erhaltungsladung wechselt?
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
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Kann man damit Akkus auch nur zu 90% laden?

Ja, das ist der einzige Grund, weshalb ich das MC3000 benutze... man spricht hier aber nicht von Prozent, sondern konkret von Volt... statt der üblichen 4.2V gibt man also z.B. nur 4V ein... Pi mal Daumen entspricht die Nominalspannung von 3.7V ca. 50%... je Volt, desto voller... 4.2V ist halt voll und unter ca. 2.5-2.8V fängt langsam die tödliche Tiefentladung an...
 
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