Lithium-Ionen Akkus, Grundlagen zu Arten, Nutzung und Pflege

Dieses Thema im Forum "Lithium-Technologie" wurde erstellt von Duglum, 19. Januar 2011.

  1. Da ein Akku nicht zählen kann, ist die Anzahl der 'Teil-Ladungen' irrelevant... nie richtig leer, nie richtig voll... dann fühlt er sich wohl...
     
    Tekas und Borris haben sich hierfür bedankt.
  2. Folomov
    Okay, stimmt! :rofl:

    Dieses "erst ganz leer werden lassen, dann wieder laden", hatte ich wohl noch aus NiMh-Zeiten und Memory-Effekt im Hinterkopf.:rolleyes:

    Letzte, blöde Frage: Ganz leer und ganz voll kann er mit dem original Armytek-Ladekabel in der Armytek-Lampe ja nicht werden, dank Überlade- und Tiefenentlade-Schutz? Kann ich also, wie z. B. beim Handy auch, einfach nachts dranhängen und morgens abstöpseln, richtig?
     
  3. Das kann man so machen, sollte es aber nicht... wie ich schon sagte: voll laden ist der Standard, fördert aber nicht das Akku Leben... Wenn Du keine Kontrollmöglichkeit hast, wann er 'fast' voll ist, dann unterbreche die Sache, wenn Du denkst, dass er 'genug voll' ist... Über Nacht laden bedeutet Voll laden... lieber öfter 'etwas' laden, als laden, bis es zu Ende ist... Wenn Dir ein 'halb' geladener Akku von der Laufzeit reicht, dann bleib dabei... voll laden macht zwar voll, aber nicht den Akku glücklich...

    Nicht falsch verstehen: Voll laden ist das, was 'man' halt tut... es spricht nichts dagegen... wenn man bereit ist, seine Akkus mal öfter gegen neue auszutauschen... Voll laden vs. nicht voll laden verkürzt die Cyclen Zahl bzw. 'Gesundheit' um - je nach State of Charge - plus minus das zehnfache...

    P.S.: Voll laden und dann gleich benutzen / entladen ist nicht so schlimm wie voll laden und dann ab in die Schublade...
     
    #323 kirschm, 24. Dezember 2017
    Zuletzt bearbeitet: 24. Dezember 2017
    Borris hat sich hierfür bedankt.
  4. Acebeam
    Man kann den Akku gern früher aufladen. Ganz voll machen verkürzt die Lebensdauer bzw. die Akku-Kapazität im Laufe der Zeit ein wenig, wenn er nach dem Aufladen längere Zeit voll, unbenutzt bleibt. Weil Lampen, wenn sie voll geladen sind, heller leuchten lade ich zeitig wieder auf. Ob ein Akku zwei, drei oder vier Jahre hält ist mir nicht so wichtig. Ich benutze auch nur selten ein Multimeter, man braucht das nicht wirklich.

    Wenn man Lampen mit mehr als einem Akku benutzt kann ein Meßgerät mehr Sicherheit bringen, feststellen, wenn ein Akku von den anderen stark abweicht.
     
    #324 0kay, 24. Dezember 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Dezember 2017
    Rafunzel und Borris haben sich hierfür bedankt.
  5. Ich frage mich halt immer, welches Messgerät ein Laie verwenden soll... Gut, man kann mit einem entsprechenden (Ent-)ladegerät z.B. die Kapazität messen... ein DIMM ist auch ganz nett... aber dies sagt ja nichts so ohne weiteres darüber aus, wie die Spannungslage / Kapazitätslage in welchem Stadium aussieht (es sei denn, mann schreibt es akribisch auf, oder zeichnet es auf... aber dann ist man keine Laie mehr...)...

    Mein simpler Rat bleibt daher weiterhin: nie bis an die Grenze entladen (laden auch nicht, allerdings aus anderen Gründen), dann kommen auch zwei oder mehr unterschiedliche Akkus gut mit einander klar...
     
  6. Solche Messergebnisse liefern Profi-Ladegeräte aber auch, richtig? Hab mich da ehrlich gesagt noch nicht eingelesen, werd mir aber wohl in Zukunft noch ein paar 18650er holen (als Notreserve und für mehrtägige Bergtouren) und gleich noch ein gescheites Ladegerät dazu (sowas will ich eh schon länger, auch für gewöhnliche Akkus). Dachte da an ein SkyRC MC3000. Da braucht man dann kein Multimeter mehr?

    Kann man damit Akkus auch nur zu 90% laden? Also einstellen, dass bei z. B. 90% der Ladevorgang automatisch stoppt und dann auf Erhaltungsladung wechselt?
     
  7. Skilhunt Taschenlampen
    Ja, das ist der einzige Grund, weshalb ich das MC3000 benutze... man spricht hier aber nicht von Prozent, sondern konkret von Volt... statt der üblichen 4.2V gibt man also z.B. nur 4V ein... Pi mal Daumen entspricht die Nominalspannung von 3.7V ca. 50%... je Volt, desto voller... 4.2V ist halt voll und unter ca. 2.5-2.8V fängt langsam die tödliche Tiefentladung an...
     
    Borris hat sich hierfür bedankt.
  8. Perfekt! Dann brauch ich gar nimmer lang suchen und kauf einfach das SkyRC. :thumbup:

    Edit: @Okay: Programmieren sollte kein Problem sein, bin eh ein kleiner Technik-Nerd. Werd mich da dann gut einlesen und möchte ja, wie gesagt, eh schon lange ein gescheites Ladegerät. Spätestens jetzt, wo ich neben diverser anderer Akkus ja Dank meiner neuen Wizard 3 auch noch 18650er nutze, sollte sich das lohnen. ;)
     
  9. Ja, aber es macht aus meiner Sicht wirklich nur für so Bekloppte Sinn, die vermeiden wollen, dass ihre Akkus voll geladen werden... Für Otto-Normal-Voll-Lader tut es jedes andere Gerät auch...
     
    Borris hat sich hierfür bedankt.
  10. Danke. Ich glaub, ich bin genau so ein Bekloppter! :rofl:
     
    kirschm hat sich hierfür bedankt.
  11. Zur Einstimmung findest Du hier eine kleine Messreihe, bei welcher Leerlaufspannung / Volt welche Akkus wieviel Restkapazität in Prozent haben... Daten aufgezeichnet mit dem MC3000: http://www.taschenlampen-forum.de/t...mah-unprotected-gelb-weiss.60170/#post-862062
     
    Borris hat sich hierfür bedankt.
  12. letzteres

    letzteres

    Halbe Zyklen zählen auch also solche.

    Ja. Nur dass es bei Li-Ion keine Erhaltungsladung gibt. Da wird der Ladestrom komplett abgeschaltet.

    Man kann alternativ zum Laden auf 4,1 oder 4,0V auch den Terminierungsstrom so hoch wie den Ladestrom setzen und bei 4,2V bleiben. Dürfte auf ungefähr dasselbe hinaus, geht aber schneller, weil es dann keine CV-Phase mit abnehmendem Ladestrom gibt. Der resultierende Ladestand ist dann aber stark abhängig vom Zellentyp und Zellenzustand.
     
  13. Noch ein Hinweis zum schonenden Laden unter 4,2V:
    Bei Verwendung der Akkus (ohne Schutzschaltung) in einer Serienschaltung würde ich davon die Finger lassen und auf 4,2V mit CV-Phase setzen. Nur dann erzielt man einen möglichst gleichen Ladezustand.
    Je kleiner die Ladeendspannung, desto mehr befindet man sich im flachen Bereich der Ladekurve mit entsprechend unpräzisen Abschaltung.
     
  14. Ist es nicht gerade andersrum? Je flacher die Ladekurve, desto weniger hängt die Ladung von der Spannung ab.

    Für möglichst gleiche/reproduzierbare Ladung sollte man vor allem einen niedrigen Terminierungsstrom wählen, da smacht die Sache weniger abhängig von Innen- und Kontaktwiderständen.

    Immer wieder empfehlenswert: http://lygte-info.dk/info/BatteryChargePercent UK.html (die Tabellen gegen Ende).
     
  15. Olight Shop
    Ich denke nicht. Im flachen Bereich können 100mV Spannungsunterschied zweistelligen Ladungsunterschied (%) bedeuten. In den steileren Bereichen entsprechend weniger.

    Beispiel: Wir haben ein mieses Multimeter, das die Spannung nur mit einer Genauigkeit von +/- 50mV anzeigt. Dann werden wir unter 3V bzw. über 4V den Ladungszustand präziser angeben können, als bei 3,6V (wo die Kurve oft eher flach ist).
     
  16. Sprecht ihr von Funktionen:
    - Ladung als Funtion der Spannung oder
    - Spannung als Funktion der Ladung ?

    Greetings
    Klaus
     
  17. Nicht unwesentlich :rolleyes:.
    Ich hatte Spannung über Ladung im Hinterkopf.
     

  18. Da ist ein Fehler drin eine 26650 Lythium Zelle hat nicht die Maße einer Baby C-Zelle die C Zelle hat 26x50 mm
    https://de.wikipedia.org/wiki/Baby_(Batterie)
     
  19. Danke für den Link. Sehr umfangreiche und interessante Informationen in dem PDF. Punkt 3.1.2 Hochstromfähigkeit ff erklärt für mich vieles als Neuling.
     
    angerdan hat sich hierfür bedankt.
  20. Ahoi! Möchte keinen extra Faden öffnen und habe auf die Schnelle keine wirklich passende Antwort gefunden.

    Es geht um die Lagerung eines ungeschützten 26650er Keeppower Akkus, vollgeladen in der Thrunite tc20, Lampe mechanisch ausgelockt (schreibt man das so?)

    Hintergrund ist, ich habe die Lampe in dieser Konstellation als Suchlampe an der Koppel hängen und brauche sie mitunter wochenlang nicht.

    Passt das so oder sollte ich irgendwie umswitchen?
     
  21. Eigentlich passt das schon so. Durch den mechanischen Lockout ist kein Stromfluss vorhanden und so lange es nicht zu warm ist (Raumtemperatur oder weniger) ist das für den Akku so OK.
     
    light-wolff und CZ75 haben sich hierfür bedankt.
  22. Dafür gibt's wohl kein deutsches Wort - wir wissen, was gemeint ist :)

    Wie steidlmick schrub: passt - Stromfluss unterbrechen ist das Beste bei langer Nichtnutzung.
     
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