Hallo zusammen,
heute möchte ich euch ein paar gesammelte Daten zur Fenix TK75 zeigen.
Erst mal die technischen Daten (lt. Hersteller)
- 2600 / 1100 / 400 / 18 ANSI FL-1 Lumen
- Versorgung: 4x 18650 (LiIon oder LiFePo4)
- Länge ca. 185mm, DRM Körper: ca. 53mm, DRM Kopf: ca. 88mm
- LED: 3x XM-L U2
Damit wir wissen um wen es geht, hier ein paar Bilder:











Mit der TK75 hat Fenix eine modifizierte Version der TK70 mit 18650er-Bestückung herausgebracht. Sie ist kurz, dick und hell.
Der Lampenkörper hat einen Durchmesser von ca. 53mm, für meinen Geschmack fast etwas zu dick -> aber wie sollte man sonst vier 18650er-Akkus bei der Länger unterbringen? Die Lampe ist durch die „gestapelten Akkus“ nicht sehr kopflastig -> gefällt mir.
Grundsätzlich ist die Verarbeitung einwandfrei, die Beschichtung ist sauber und gleichmäßig, es gibt keine scharfen Kanten. Im Gegensatz zur TK70 sind die Taster verbessert worden, sie haben einen schönen Druckpunkt und etwas bessere Gummikappen.
Die Gewinde sind in Ordnung und laufen gut, aber nicht absolut perfekt. Wie bei anderen Fenix-Lampen (TK45, TK70) gibt es trotz Fett ein „leicht mahlendes Geräusch“. Das ist erst mal kein Problem, aber es stellt sich nach einer gewissen Zeit ein Abrieb an den Innen- und Außengewinden dar, das ist nicht optimal.
Der Lampenkopf ist auch anders als bei TK70, er ist kleiner und kürzer, hat mehr und nicht so tiefe Kühlrippen. Der Frontring ist Silber beschichtet.
Die Lampe wird in einem kleinen Kunststoffkoffer geliefert, das Zubehör ist übersichtlich: Handschlaufe und Ersatz-O-Ringe.
Der Akkuträger ist zwar aus Kunststoff und sieht erst mal nicht sehr wertig aus, ist aber stabil, gut verarbeitet und die Akkus sitzen sicher im Halter. Es sollten alle gängigen 18650er passen, auch wenn sie etwas Überlänge haben. Sogar 17670er von Trustfire passen, es ist aber unsinnig sie auch zu benutzen da Kapazität und Leistung zu niedrig sind. Die Kontakte des Akkuträgers sind bekannt seit der TK45 und haben sich bewährt.
Die Akkus sind im Halter als 2S2P verschaltet. Das bedeutet dass jeweils zwei Akkus parallel und diese dann in Reihe geschaltet sind. Dieses Thema hatten wir schon mehrfach, eine Reihenschaltung von LiIon-Akkus birgt immer ein gewisses Risiko, aber wenn gute Akkus mit Schutzschaltung verwendet werden und diese beim Einlegen den gleichen Ladestand haben, sollte es keine Probleme geben. Mir persönlich würde ein bezahlbarer Systemakku original von Fenix besser gefallen. Insbesondere weil der Lampenkörper dann etwas dünner würde.
Die Bedienung ist bekannt von anderen Fenix-Lampen: Es gibt zwei Taster vorne am Lampenkopf, die man mit dem Daumen bedienen kann. Mit dem rechten Taster wird die Lampe eingeschaltet, mit dem Linken werden die Leuchtstufen gewechselt und Sonderfunktionen aufgerufen. Die Schaltreihenfolge ist Turbo -> Low -> Mid -> High, egal ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, wenn man den Leuchtstufentaster für eine Sekunden festhält startet der Strobe-Modus, hält man ihn ca. drei Sekunden startet der SOS-Modus. Der Treiber merkt sich die letzte gewählte Leuchtstufe.
Wie auch bei der TK45 hat die TK75 einen parasitären Strom (Standby-Strom) von ca. 50µA. Das sollte man beachten, ist aber nur problematisch wenn z.B. die Akku absolut leer sind und die Lampe „sehr, sehr lange in der Ecke liegt“. Dann würden die Akkus mit einem sehr geringen Strom weiter entladen und in die Schutzschaltung getrieben.
Wie in der Bedienungsanleitung zu lesen, schaltet die TK75 nach ca. 20 Minuten von Turbo auf High herunter. Man kann aber sofort wieder auf Turbo hochschalten. Ohne Kühlung steigt die Temperatur der Lampe nach ca. 40 Minuten auf über 55C°, somit habe ich an dieser Stelle die Messung abgebrochen.
Mit Kühlung (in diesem Fall 5 km/h Wind bei ca. 10C°) steigt die Temperatur nach ca. 45 Minuten nur knapp über 30C°. An dieser Stelle ließ sich der Turbo-Modus nur noch kurz aktivieren. Somit muss die Akkuspannung unter einem gewissen Niveau sein und die Lampe schaltet immer auf High herunter. Die Messung wurde mit 2900 mAh 18650er von Keeppower gemacht.
Das Verhalten der Lampe ist soweit ok, allerdings hätte ich erwartet dass man der Turbomodus dreimal nutzen kann. Die Umschaltung auf High nach 20 Minuten passt auch, wenn die Lampe bei höheren Temperaturen ohne Kühlung betrieben wird, muss ja entsprechend eingegriffen werden. Meine Messungen wurde bei 10 Grad Raumtemperatur gemacht, das sollte für eine herbstliche Nachtwanderung zutreffend sein.
Aber mal ganz ehrlich: Es geht nichts über eine echte Temperaturregelung, die auch die echte Temperatur im inneren Lampe misst und entsprechend reagiert. Damit hätte man im Betrieb mit Kühlung (z.B. Wandern) etwas mehr aus der Lampe herausholen können.
Zum Thema Akkuwarnung: Laut Anleitung soll die Lampe alle 5 Minuten 3x pro Sekunden blinken wenn eine gewisse Spannung unterschritten wird. Dies konnte ich noch nicht testen. Die Lampe wird sich nicht selbstständig ausschalten, sondern so lange leuchten bis die Akkus völlig leer sind, bzw. die Schutzschaltung einsetzt. So steht es in der Bedienungsanleitung. Das finde ich bei der Verwendung von 4 Stück 18650er in der 2S2P nicht optimal.
Zuerst fällt auf: die TK75 hat einen sehr großen Spillbeam, das gefällt mir sehr gut. Die Ausleuchtung der direkten Umgebung ist gewährleistet. Zum wandern finde ich das gesamte Bild nicht optimal, da gefällt mir z.B. die Lupine Betty TLS besser weil sie fast keinen Hot-Spot hat.
Der Spot der TK75 ist etwas größer als der der TK70. Eigentlich ein sehr schönes Gesamtbild, wenn Reichweite benötigt wird.
heute möchte ich euch ein paar gesammelte Daten zur Fenix TK75 zeigen.
Erst mal die technischen Daten (lt. Hersteller)
- 2600 / 1100 / 400 / 18 ANSI FL-1 Lumen
- Versorgung: 4x 18650 (LiIon oder LiFePo4)
- Länge ca. 185mm, DRM Körper: ca. 53mm, DRM Kopf: ca. 88mm
- LED: 3x XM-L U2
Damit wir wissen um wen es geht, hier ein paar Bilder:





Größenvergleich


Zubehör:




Gehäuse / Verarbeitung:
Mit der TK75 hat Fenix eine modifizierte Version der TK70 mit 18650er-Bestückung herausgebracht. Sie ist kurz, dick und hell.
Grundsätzlich ist die Verarbeitung einwandfrei, die Beschichtung ist sauber und gleichmäßig, es gibt keine scharfen Kanten. Im Gegensatz zur TK70 sind die Taster verbessert worden, sie haben einen schönen Druckpunkt und etwas bessere Gummikappen.
Die Gewinde sind in Ordnung und laufen gut, aber nicht absolut perfekt. Wie bei anderen Fenix-Lampen (TK45, TK70) gibt es trotz Fett ein „leicht mahlendes Geräusch“. Das ist erst mal kein Problem, aber es stellt sich nach einer gewissen Zeit ein Abrieb an den Innen- und Außengewinden dar, das ist nicht optimal.
Der Lampenkopf ist auch anders als bei TK70, er ist kleiner und kürzer, hat mehr und nicht so tiefe Kühlrippen. Der Frontring ist Silber beschichtet.
Die Lampe wird in einem kleinen Kunststoffkoffer geliefert, das Zubehör ist übersichtlich: Handschlaufe und Ersatz-O-Ringe.
Akkuhalter
Der Akkuträger ist zwar aus Kunststoff und sieht erst mal nicht sehr wertig aus, ist aber stabil, gut verarbeitet und die Akkus sitzen sicher im Halter. Es sollten alle gängigen 18650er passen, auch wenn sie etwas Überlänge haben. Sogar 17670er von Trustfire passen, es ist aber unsinnig sie auch zu benutzen da Kapazität und Leistung zu niedrig sind. Die Kontakte des Akkuträgers sind bekannt seit der TK45 und haben sich bewährt.
Die Akkus sind im Halter als 2S2P verschaltet. Das bedeutet dass jeweils zwei Akkus parallel und diese dann in Reihe geschaltet sind. Dieses Thema hatten wir schon mehrfach, eine Reihenschaltung von LiIon-Akkus birgt immer ein gewisses Risiko, aber wenn gute Akkus mit Schutzschaltung verwendet werden und diese beim Einlegen den gleichen Ladestand haben, sollte es keine Probleme geben. Mir persönlich würde ein bezahlbarer Systemakku original von Fenix besser gefallen. Insbesondere weil der Lampenkörper dann etwas dünner würde.
Bedienung / Treiber
Die Bedienung ist bekannt von anderen Fenix-Lampen: Es gibt zwei Taster vorne am Lampenkopf, die man mit dem Daumen bedienen kann. Mit dem rechten Taster wird die Lampe eingeschaltet, mit dem Linken werden die Leuchtstufen gewechselt und Sonderfunktionen aufgerufen. Die Schaltreihenfolge ist Turbo -> Low -> Mid -> High, egal ob die Lampe ein- oder ausgeschaltet ist, wenn man den Leuchtstufentaster für eine Sekunden festhält startet der Strobe-Modus, hält man ihn ca. drei Sekunden startet der SOS-Modus. Der Treiber merkt sich die letzte gewählte Leuchtstufe.
Wie auch bei der TK45 hat die TK75 einen parasitären Strom (Standby-Strom) von ca. 50µA. Das sollte man beachten, ist aber nur problematisch wenn z.B. die Akku absolut leer sind und die Lampe „sehr, sehr lange in der Ecke liegt“. Dann würden die Akkus mit einem sehr geringen Strom weiter entladen und in die Schutzschaltung getrieben.
Wie in der Bedienungsanleitung zu lesen, schaltet die TK75 nach ca. 20 Minuten von Turbo auf High herunter. Man kann aber sofort wieder auf Turbo hochschalten. Ohne Kühlung steigt die Temperatur der Lampe nach ca. 40 Minuten auf über 55C°, somit habe ich an dieser Stelle die Messung abgebrochen.
Mit Kühlung (in diesem Fall 5 km/h Wind bei ca. 10C°) steigt die Temperatur nach ca. 45 Minuten nur knapp über 30C°. An dieser Stelle ließ sich der Turbo-Modus nur noch kurz aktivieren. Somit muss die Akkuspannung unter einem gewissen Niveau sein und die Lampe schaltet immer auf High herunter. Die Messung wurde mit 2900 mAh 18650er von Keeppower gemacht.
Das Verhalten der Lampe ist soweit ok, allerdings hätte ich erwartet dass man der Turbomodus dreimal nutzen kann. Die Umschaltung auf High nach 20 Minuten passt auch, wenn die Lampe bei höheren Temperaturen ohne Kühlung betrieben wird, muss ja entsprechend eingegriffen werden. Meine Messungen wurde bei 10 Grad Raumtemperatur gemacht, das sollte für eine herbstliche Nachtwanderung zutreffend sein.
Aber mal ganz ehrlich: Es geht nichts über eine echte Temperaturregelung, die auch die echte Temperatur im inneren Lampe misst und entsprechend reagiert. Damit hätte man im Betrieb mit Kühlung (z.B. Wandern) etwas mehr aus der Lampe herausholen können.
Zum Thema Akkuwarnung: Laut Anleitung soll die Lampe alle 5 Minuten 3x pro Sekunden blinken wenn eine gewisse Spannung unterschritten wird. Dies konnte ich noch nicht testen. Die Lampe wird sich nicht selbstständig ausschalten, sondern so lange leuchten bis die Akkus völlig leer sind, bzw. die Schutzschaltung einsetzt. So steht es in der Bedienungsanleitung. Das finde ich bei der Verwendung von 4 Stück 18650er in der 2S2P nicht optimal.
Ausleuchtung:
Zuerst fällt auf: die TK75 hat einen sehr großen Spillbeam, das gefällt mir sehr gut. Die Ausleuchtung der direkten Umgebung ist gewährleistet. Zum wandern finde ich das gesamte Bild nicht optimal, da gefällt mir z.B. die Lupine Betty TLS besser weil sie fast keinen Hot-Spot hat.
Der Spot der TK75 ist etwas größer als der der TK70. Eigentlich ein sehr schönes Gesamtbild, wenn Reichweite benötigt wird.












, mach ich aber immer so.