Wen würdet ihr, die ihr mehr Erfahrung habt, den Vorzug geben?
Acebeam K30GT oder Manker MK37?
@Loi
Das ist bei diesen ansonsten recht ähnlichen Lampen mMn im Wesentlichen von zwei Entscheidungen abhängig:
Lichtbild und Bedienung.
Zum Lichtbild:
Wie
@Frank B. schon erwähnt hat, erzeugt die Manker MK37 eine gleichmäßigere Ausleuchtung im näheren Umfeld. Allerdings ist diese Ausleuchtung insgesamt eher diffus. Wenn man viel Licht in der "Nahfeldumgebung" haben möchte, muss man bei der MK37 schon eine relativ hohe Stufe wählen. Das ist nicht unbedingt immer praktisch. Aber man kann auch mit diesem wenigen (dafür gleichmäßigen) Licht vor den Füßen leben.
Bei der K30GT hast du, da sie einen Reflektor besitzt, einen schärfer abgegrenzten Lichtkegel. Soll heißen, dass du neben dem scharfen, sehr weit reichenden Lichtstrahl (Spot, in der Mitte) noch einen größeren Kegel mit relativ hellem Licht drumherum hast, der einen nicht unerheblichen Bereich des Nahfelds ausleuchtet. Aber abseits davon, also ganz außen (auf Beamshots z.B. an den Rändern gut zu erkennen) bleibt es prinzipbedingt dunkler (da dort nur wenig Nebenlicht landet) als bei der MK37.
Hier zwei Beamshots von
@Bluzie & Friends:
Manker MK37
Acebeam K30GT
Die homogenere Ausleuchtung der MK37 wird da ziemlich deutlich. Du solltest allerdings beachten, dass die Aufnahmen in der Gärtnerei in der höchsten Stufe gemacht werden. Und wenn du genau hinschaust, siehst du (an den Bodenplatten), dass die K30GT den helleren Spill um den Spot herum hat, bevor dann weiter außen am Rand nur noch wenig Licht landet.
Demnach hast du bei der K30GT eben auch bei niedrig(er)en Stufen noch mehr Licht im Spill. Einfach gesagt deshalb, weil die vorhandenen (und vergleichbar vielen) Lumen bei der K30GT auf nicht so viel Fläche verteilt werden wie bei der MK37.
Hier gibt es noch ein paar Outdoor Beamshots der K30GT zu sehen. Dabei wird auch deutlich, wie groß der Lichtkegel um den Spot herum bei weiteren Entfernungen wird.
Zur Bedienung:
Die stellt einen weiteren wesentlichen Unterschied dar. Bei der Acebeam hast du ein eher klassisches Taschenlampen-UI.
Ein kurzer Klick schaltet die Lampe AN/AUS. Wenn sie AN ist, wechselst du die Helligkeit (aufsteigend: LOW, MID1, MID2, HIGH, TURBO und danach geht's mit LOW von vorne los) durch Gedrückthalten des Schalters. Doppelklick bringt immer direkt TURBO. Langes Gedrückthalten von AUS, startet die Lampe imner in der niedrigsten Stufe, die nennt sich ULTRA-LOW. Allerdings ist diese Stufe mit 50 Lumen schon so hell, dass sie völlig reicht, um im Dunkeln bequem zu spazieren.
Die Manker hat da sehr viel niedrigere Stufen, was ich in der Regel als Vorteil sehe.
Aber nun kommt das große ABER:
Erstens brauche ich bei so einer mächtigen Art von Lampe (3x18650er Akkus, knapp 6000 Lumen, fast 1000 Meter Reichweite lt. Hersteller) bei meinem Anwendungsprofil draußen keine 0,1 oder 1 Lumen. Dafür habe ich "zur Not" immer was Kleines dabei, dass auch sehr dunkel leuchten kann.
Zweitens ist das durch die TIR-Optik geringere Nebenlicht bei der Manker auf den niedrigsten Stufen so gering, dass man es nicht wirklich gut zum Spazieren nutzen kann.
Die Manker besitzt nämlich ganze fünf Moonlight Modes (bedeutet sehr niedrige Helligkeit), zwischen 0,1 und 2 Lumen.
Und bei der Manker ist es so, dass man beim Einschalten der Lampe ENTWEDER die Gruppe mit den fünf dunklen Stufen auswählt (durch langes Gedrückthalten von AUS) ODER die Gruppe mit den "normalen" Helligkeitsstufen (durch kurzes Drücken von AUS).
Die normale Gruppe fängt bei 70 Lumen an und wenn du die MK37 in der Gruppe AN geschaltet hast, wechselst du durch Gedrückthalten (wie bei der Acebeam) aufsteigend durch die Helligkeitsstufen (LOW, MID 1, MID 2, HIGH TURBO). Nach der höchsten Stufe geht es erstmal nicht weiter, erst durch erneutes Gedrückthalten rampst du dann runter (von TURBO also zu HIGH, MID 1, MID 2, LOW). Doppelklick ist wie bei der Acebeam direkt TURBO.
Der Nachteil der Manker Bedienung ist für mich vor allen Dingen, dass man – wenn man die Lampe in der Moonlight Gruppe eingeschaltet hat – direkt nur in der Gruppe rampen kann. Um zu der normalen Gruppe mit den hellen Stufen zu kommen muss man sie erst ausschalten und wieder einschalten. Ob direkt Turbo aus der Moonlight-Gruppe geht weiß ich nicht mehr. Aber das wäre dann auch ein heftiger Übergang, von Moonlight zu Turbo.
Mein Fazit:
Die TIR Optik der MK37 macht eine schöne, gleichmäßigere Ausleuchtung als die K30GT und sie hat dunklere Stufen (die ich bei so einer starken Lampe jedoch nicht zwingend brauche, insbesondere nicht in der Vielzahl).
Vor allem die "bessere" Bedienung und die draußen mMn sehr gut nutzbare Lichtverteilung haben für mich letztlich den Ausschlag pro K30GT gegeben, weswegen ich die behalten und die Manker wieder verkauft hatte.