Hier kommt nun auch der Erfahrungsbericht von mir, nicht dass mich noch mehr PA-Tester mit dem Erfahrungsbericht überholen.
Ein Album mit den meisten Fotos ist hier zu finden.
Allgemein lässt sich sagen, dass man mit der Lampe schwer in die Ferne schauen kann, da es eine gewisse Eigenblendung gibt und man durch den Lichtschein hindurch schauen muss (ähnlicher Effekt, wie bei Nebel). D.h. bei den Beamshots sieht man auf den Fotos besser Objekte in großer Entfernung, als in Wirklichkeit, wenn man die Lampe in den Händen hält.
Und wie immer bei solchen Lampen empfinde ich als große Ingenieurleistung nicht die maximale Helligkeit, die nur wenige Sekunden nutzbar ist, sondern die konstante Helligkeit bei 40.000 Lumen.
Positiv:
- schön, dass auch diese Lampe wieder ein Display hat. Diesmal ist es auch nicht verdreht, sondern "richtig" ausgerichtet. Die Displaylose Zeit bei den großen Imalent Lampen fand ich nicht gut.
- Die Lampe dient als Powerbank
- Der Lüfter ist wieder größer für eine weiter optimierte Kühlung. Mir ist nur der Verlauf des Luftstroms nicht so ganz klar, d.h. ich weiß nicht, wo die Luft wieder raus kommt. Oder ist die Luftführung etwas diffus?
Negativ
- Das Ladegerät hat nur noch einen Anschluss, so dass man es nicht mehr gleichzeitig für andere Geräte nutzen kann. Einerseits nachvollziehbar, aber wir haben das auch schon anders bei Imalent gesehen. Ich habe z.B. ein 135W Netzteil mit mehreren Ports, bei dem der erste Port immer seine 100W bietet.
Bei der SR32 war das noch anders, aber bei gemeinsamer Nutzung stand dem ersten Port nur noch 65W zur Verfügung.
- Am Akku passt nicht jedes USB-C Kabel, die Öffnung ist leider etwas eng.
- Das Scharnier am Karton ist zu labberig, bzw. nicht vorhanden. Dies ist eine Schwachstelle, die bei guter Nutzung stetig zunehmen wird.
- Es ist schwer die Lampe aus dem Karton zu nehmen, da man mit den Fingern schwer rein kommt und die Lampe leicht verkantet.
- Den Bug in der Bedienung habe ich bereits im PA-Thread geschrieben: Wenn der Lüfter an ist und man einmal den Knopf drückt, dann ist man im Turbo, würde man den Knopf halten, landet man bei 80Lm. Man kann den Lüfter natürlich auch wie in der Anleitung stehend ausschalten, aber dass man so leicht in den Turbo kommt ist bei einer Lampe dieses Kalibers sehr gefährlich.

Hier sieht man das Kühldesign und dass im inneren der Lampe Kupfer zu sehen ist (oder Messing, da es etwas blass ist?)
Zum oben genannten Negativpunkt hier das Bild. Es scheint, als ob der Kasten kein Scharnier hat, sondern nur über die Kunstlederbespannung aufgeklappt wird. Das sieht bereits bei der relativ jungen Testlampe nicht mehr schön aus:
Einige Vergleichsbilder (DX80, MS12 und Astrolux MF04S):
Hier zwei Akkupacks im Vergleich:
- DX80 mit 8x 18650
- MS32 mit 12x 21700
Dann fragt man sich, wie die Akkus wohl im Akkupack platziert wurden. Neben der Lampe muss auch Platz für ein BMS und die USB-C Ladeelektronik sein. Das BMS der DX80 liegt neben den als "Quadrat" angeordneten Akkus, d.h. es macht den Akkupack größer, als er für die Akkuzellen selbst sein muss.
Bei der MS32 gehe ich davon aus, dass es neben bzw. zwischen den Zellen sitzen wird, geöffnet habe ich das Akkupack dieser Lampe nicht. Deutlich länger als die Zellen ist das Pack auch nicht, zumal am Ende der Zellen der USB-C Port sitzt. Leider habe ich nicht geprüft, ob dieser von der Länge zwischen den Zellen sitzen muss, oder ob er das Akkupack verlängert.
Es würden aber auch 7 Zellen nebeneinander in das Akkurohr passen:
D.h. entweder ist das BMS in der Mitte, zusammen mit dem USB-C Port, was am naheliegendsten ist.
Oder es sitzt außen, was ich aber ausschließen würde.
Hier sieht man noch 4 unterschiedlich große Einkerbungen im äußeren Akkurohr, die den Akkus etwas mehr Platz geben. Möglicherweise hat man diese im fortgeschrittenen Verlauf des Entwicklungsprozesses noch eingefügt.
Bei den Lumenmessungen war ich vorsichtig und habe die Lampe nicht direkt in meiner Lumenkugel gemessen, denn diese hat bereits bei einer der letzten Imalent-Lampen etwas Schaden genommen. Denn die untere Blende hatte ich nur aus dünnem Verpackungsmaterial gebaut, welches ich mit Zahnstochern platziert und verstärkt hatte und es anschließend weiß angestrichen hatte.
Dagegen war die obere Pappblende deutlich stabiler.
Details zur Lumenkugel und wie die Blende mal aussah.
Oder nur das Album zur Kugel.
Bei diesen Lampen entsteht einfach so viel Hitze, dass ich dies meiner Lumenkugel nicht mehr direkt antun wollte, daher habe ich die Lampe oben derart auf die Öffnung gelegt, so dass ich die Zahlen weiterhin direkt ablesen kann und nur den Faktor 100 statt wie bisher 10 dazurechnen muss.
Das rote Luxmeter hat die Bluetooth-Funktion und diese Faktoren 10/100. Der Sensor ist hier außen an der Stypophorkugel angebracht, sodass hierfür auch keine Blende notwendig ist.
Das Grüne Luxmeter schaut durch eine Öffnung in die Kugel und hier muss normalerweise kein Faktor zur Umrechnung verwendet werden, sondern ich kann die Zahlen direkt ablesen. Dafür geht die Messung hier nur bis 100.000Lumen.
Gemessen und direkt abgelesen habe ich die folgenden Werte (von meinem grünen Luxmeter). Teilweise stammen die Werte von mehreren "Messläufen", bei denen ich die Lampe auch in die Öffnung gehalten habe. "Geeicht" habe ich die Kugel aber mit Plexiglasscheibe auf der Öffnung, wo ich die Lampen normalerweise drauf stelle. Für die größte Öffnung hatte ich aber keine Scheibe mehr, daher kann man die gemessenen Werte noch leicht nach unten korrigieren. Messungenauigkeiten ergeben sich auch dadurch, dass ich nicht immer zum "richtigen" Zeitpunkt die Werte ablesen konnte, da sie sich schnell ändern.
- 93 Lumen
- 1.840 Lumen
- 4470 Lumen
- 8940/9000 Lumen
- 18.500 Lumen
- 37.600 Lumen
- 95.000/100.000 Lumen.
- Turbo liegt leider außerhalb des Messbereichs des bei dieser Messung verwendeten grünen Luxmessers.
Hier mal einige Diagramme, die ich aus Zeitgründen nicht selbst "hübsch" gemacht habe, sondern direkt von der App habe generieren lassen:
Die unteren Helligkeitsstufen der Lampe:
Hier gehen die Stufen bis High III:
Und dann noch mit Turbo:
Konstante Helligkeit von High II (leider habe ich die Hand dazwischen gehalten):
Regelung von High III bis auf die Helligkeit von High II:
Und noch einmal das ganze in Turbo:
Nochmal das gleiche, mit leicht veränderter Lampenposition, um die gemessenen Werte etwas nach unten in realistischere Werte zu korrigieren. Vermutlich hatte ich hier die Lampe ganz kurz zwischen High III und Turbo ausgeschaltet:
Zum Abschluss hier noch Beamshots:
Ich hoffe, die Helligkeit meiner Kopflampe verfälscht nicht das Lichtbild:
Vergleich mit DX80:
Hier habe ich beide Lampen in der Hand, links die MS32 in Stufe High II, d.h. mit 40.000 Lumen und rechts die DX80 in Turbo mit 32.000 Lumen.
Und hier noch mal die MS32 im Turbo-Modus