Acebeam Taschenlampen
Imalent Taschenlampen

Projekt Excalibur - Next Generation LED Thrower (sehr viele Bilder)

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Olight Taschenlampen
Gatzetec Shop
Die LED ist eine plane Fläche, d.h. sie strahlt wie ein lambertscher Strahler ab, sprich fast wie eine Halbkugel. Als Annäherung kannst du jetzt die Fläche der Halbkugel benutzen, um ungefähr zu sehen, wie viel Licht wohin geht. Die äußere Fläche einer Halbkugel ist viel größer also die Mitte. Folglich strahlt eine LED zur Seite hin viel mehr Licht ab als nach vorne (nebenbei ist das auch der Grund, warum "zoomie" Lampen mit aspherischer Linse in fokussierter Stellung nur so wenig otf Lumen abgeben - die Linsen fangen nur das Bisschen Licht, was nach vorne geht, ein).

Da ein parabolischer Relfktor nur das Licht der LED, welches in bestimmten Winkeln zur Seite abgestrahlt wird, einfängt und parallel reflektiert, fängt er folglich das Meiste ein (in der Regel ca. 75%). Die restlichen 25% kommen als Spill direkt aus der Lampe raus.

In echt ist das Ganze noch ein Bisschen komplizierter, da die Lichtstärke der LED mit steigendem Winkel abnimmt (die Leuchtdichte aber nicht).

EDIT:
Nach erneutem Studium von smas Erklärung habe ich gerade übrigens die Formel für die Spotgröße angepasst. Ich hatte die Größe des abzubildenden Objektes und die des Bildes vertauscht. Das ändert nichts an den berechneten Werten, aber alle Variablen waren falsch deklariert und ich musste die Formel umstellen.

EDIT2:
noch mal etwas für @0kay:
Du wunderst dich wahrscheinlich weil du auf keinem der Fotos die Spiegelung des gelben LEDs DIEs im Reflektor siehst, richtig? Nun, das hängt mit dem starken Fokus der Lampe ab. Um das sehen zu können, muss man viel weiter weg gehen als bei den meisten LED Taschenlampen. Die Entfernung, wo der komplette Relfektor durch die LED ausgeleuchtet wird, habe ich ja versucht im Abschnitt "Minimaler Messabstand für korrekte Lichtstärkemessung" zu berechnen.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Acebeam
Aus Spaß habe ich mal den "Throwfaktor" ausgerechnet, auch wenn ich diesen Wert eigentlich nicht so sinnvoll finde (da er z.B. nicht das eigentliche Potenzial der verwendeten Bauteile zeigt und weil die Tiefe des Reflektor nicht berücksichtigt wird, obwohl diese direkt den Größe des Spots beeinflusst): 2606 cd/lm!
 
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Hrcl.-MC2

Flashaholic*
10 Juli 2013
351
1.135
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Niederrhein
Was für eine geile Wumme.:zungeraus:
Gratulation zur Schöpfung dieser in sämtlichen Belangen außergewöhnlichen Rekordbrecherkonstruktion und vielen Dank für den ausführlichen Bericht zu deren Planung und Bau.
Im wahrsten Sinn des Wortes, der blanke helle Wahnsinn.:klatschen:
Hoffe den Strahler demnächst einmal in Live Action erleben zu können.

Nur hinsichtlich der, vielleicht etwas überzogen selbstkritisch unterstellten, angeblichen Praxisuntauglichkeit bin ich geneigt einen
dezenten Widerspruch zu wagen und die weisen Worte meines herzallerliebsten Großvaters zu Zitieren, der sich vor vielen Jahren,
nach der in einschlägigen Fachkreisen teilweise umstrittenen Thematik der noch sinnvollen Spotgröße eines Lampenstrahls befragt,
einmal wie folgt dazu zu äußern pflegte,
" also so lange der Lichtspott groß genug ist, um die Schlüssellochregionen an der Haustür meiner bescheidenen Hütte auszuleuchten,
ist lichttechnisch alles in Butter ".:thumbsup:
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Wenn man eine LED Reflektor Lampe mit so starker Fokussierung baut, gibt es ungewöhnliche Nebeneffekte.
Die meisten von euch haben ja sicherlich schon mal bemerkt, dass viele Lampen in ganz kurzen Entfernungen ein Donut-Hole haben.
Meine Lampe hier produziert selbst in 3m Entfernung noch ein auffälliges Donut-Hole!

Hier der Spot in 2m Entfernung (wie in echt, nur sieht man die Corona und den Spill nicht):
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Hier mit längerer Belichtung, um Corona zu zeigen:
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Die Lampe leuchtet also ums Schlüsselloch herum ;).

Hier noch ein Bild neben der der besten Version der XP-G2, die es im Sinne der Leuchtdichte je gab - de-domte S4 2B, von 2015 (auf beigem Holz, in echt nicht ganz so krass grün aber schon sehr auffällig):
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
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Essen
So, der erste, nicht besonders ernste Versuch eines >2km Beamshotos (aus Faulheit mit Handy) ist schon mal gescheitert. Mit dem Auge war nichts zu erkennen. Das Ziel war ein brauner, schmaler Schornstein, also sehr suboptimal.

Entfernung: 2,2km

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Durch den schmalen Strahl und das schmale Ziel war die Ausrichtung auch extrem fummelig, ich zielte meistens daneben.
 
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RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
6.023
4.652
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Hessen
die Positionierung der Kamera und derren Bildqualität ist auch supoptimal. Am besten deutlich von der Lampe entfernen. Und ein dickes Zoom für die Kamera benutzen. Dann wird das auch was mit den 2km Beamshots :)
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Olight Shop
Aktueller Stand:
Nach ca. zwei Wochen ist der Ampere-Treiber gestorben und die Lampe leuchtete nur noch mit ca. 1% Helligkeit. :weinen:
Erste Tests zeigten, dass vermutlich die LED gleich mit gehimmelt wurde.

Dank dem guten Service von pcb components gab es schnell Ersatz und die Lampe ist jetzt wieder bei Michael. Es ist wirklich ärgerlich, da der Austausch sehr aufwendig ist und eh noch genug "Kleinkram" ansteht. Zusätzlich wird auch eine neue LED getestet, welche möglicherweise eine noch höhere Leuchtdichte hat, doppelt so hell ist und einen etwas größeren Spot erzeugen würde, getestet. Die passenden Messwiderstände konnte ich dank @Köf3 auch kriegen.

Auf Empfehlung von pcb components wird jetzt ein kleiner 47uF Kondensator parallel zu den Voersorgungseingängen des Treibers geschaltet. Es könnte wohl daran liegen, dass durch den mechanischen Schalter beim Einschalten Spannungsspitzen entstehen, welche dieser Treiber nicht verträgt (was auf den ersten Blick zumindest schon sehr eigenartig ist, bei anderen Treibern ließt man eigentlich nie von solchen Problemen).
 
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Xandre

Flashaholic***²
8 März 2011
13.005
5.202
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BaWü
Aktueller Stand:
Nach ca. zwei Wochen ist der Ampere-Treiber gestorben und die Lampe leuchtete nur noch mit ca. 1% Helligkeit. :weinen:
Erste Tests zeigten, dass vermutlich die LED gleich mit gehimmelt wurde.

Dank dem guten Service von pcb components gab es schnell Ersatz und die Lampe ist jetzt wieder bei Michael. Es ist wirklich ärgerlich, da der Austausch sehr aufwendig ist und eh noch genug "Kleinkram" ansteht. Zusätzlich wird auch eine neue LED getestet, welche möglicherweise eine noch höhere Leuchtdichte hat, doppelt so hell ist und einen etwas größeren Spot erzeugen würde, getestet. Die passenden Messwiderstände konnte ich dank @Köf3 auch kriegen.

Auf Empfehlung von pcb components wird jetzt ein kleiner 47uF Kondensator parallel zu den Voersorgungseingängen des Treibers geschaltet. Es könnte wohl daran liegen, dass durch den mechanischen Schalter beim Einschalten Spannungsspitzen entstehen, welche dieser Treiber nicht verträgt (was auf den ersten Blick zumindest schon sehr eigenartig ist, bei anderen Treibern ließt man eigentlich nie von solchen Problemen).

Schade und positiv zu gleich .
Dann vermutlich auch mehr A ?

Gruß Xandre
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Also die "andere LED" kann nur besser sein als die Black Flat, wenn sie einen deutlich höheren Strom kriegt und "verträgt". Wenn das der Fall sein sollte (ist ja alles nur Theorie bis jetzt), dann würden wir natürlich auch einen entsprechend hohen Strom anlegen. Die Lampe ist von vorne rein für solche höheren Leistungen konzipiert worden. Der Ampere-Treiber kann bis zu 11,5A liefern (das können nur sehr wenige Buck-Treiber!) und die Lampe hat locker genug Masse und Oberfläche für 30W+.

Ich habe Messwiderstände für 4,5A (falls wir doch bei der Black Fat bleiben, dann wird sie nicht mehr blau), 7A und 10A besorgt. Alles dazwischen kann man durch die PC-Programmierung des Stripe Dimmers festlegen, da man auch den maximalen Dimmwert begrenzen kann.

Auch hat der Herr von pcb components mir eine angepasste Variante der aktuellen Firmware Version des Stripe v4 geschickt, welche mit 15khz PWM läuft. Somit sollte der Treiber beim Dimmen nicht mehr laut summen.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
4.984
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Essen
Ich habe tatsächlich noch welche gefunden, von denen ich dachte, dass ich sie aus Versehen gelöscht hatte.

Hier sieht man schön, welche Effekt der (bald nicht mehr vorhandene) Stopfen erzeugt:

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StarWars lässt grüßen:
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Bei verkürzter Belichtung sieht man nur noch den Strahl in der Luft:
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Lexel

Flashaholic**
12 Dezember 2016
1.261
1.200
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Halle (Saale)
Nur aufpassen in der Nähen von Flughäfen, dass dir nicht einer wegen Irritierung des Flugverkehrs die Lampe abknöpfen will.
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
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Essen
Nur aufpassen in der Nähen von Flughäfen, dass dir nicht einer wegen Irritierung des Flugverkehrs die Lampe abknöpfen will.

From my cold, dead hands! :wut:

In echt sind die Flugzeuge hier ca. 900-2700m hoch und ich würde sie ja niemals anleuchten! Es wäre trotzdem nie eine Gefahr, da sie direkt über uns weg fliegen (Cockpit Fenster sind oben an der Seite, nicht unten) und die Lampe in dieser Entfernung ungefähr so hell ist, wie Mondlicht.

Details dazu findet man in dieser holländischen Studie zum Thema:
The outdoor use of lasers and other high intensity light sources in relation to air traffic safety
Die kommen zu dem Ergebnis, dass starke Scheinwerfer (hundert mal stärker als meine Lampe) außerhalb der Laser freien Zone (unmittelbarer Umkreis der Landebahnen) keine Gefahr darstellen.

Maße des Maxabeam Reflektors:
  • Innendurchmesser große Öffnung: 118mm
  • Innendurchmesser kleine Öffnung: 11mm
  • kleinste Brennweite (der kleinste Abstand vom Brennpunkt zur Reflektoroberfläche bei Benutzung von LEDs): 20mm
    • bei parabolischen Reflektoren ist dies immer horizontal vom Brennpunkt aus
    • Bei Benutzung von Birnen, die auch nach hinten abstrahlen, beträgt der Wert die Hälfte von diesem horizontalen Abstand
    • somit hat die unbenutzte Fläche in der Mitte bei Benutzung von LEDs einen Durchmesser von 40mm
  • größte Brennweite: 94mm
Die LED:

Mit ausschlaggebend für den Start des Projekts war, dass es jetzt endlich eine für Thrower bessere LED als die betagte (de-domte) Cree XP-G2 von 2012 gibt - die Osram Black Flat Gen2 (LUW HWQP).

Vorteile:
  • höhere Lichtdichte - ca. 250cd/mm^2 (siehe Photons Test)
    • zum Vergleich: XP-G2 maximal 220cd/mm^2, aber nur mit starkem Grünstich
  • kein De-Domen nötig
  • kalt-weiß (6500K "ultra white")
  • praktisch kein Farbstich (vor allem nicht grün-gelblich)
Nachteile:
  • mittlerer Lötkontakt ist nicht elektrisch neutral
  • Größe und Anordnung der Lötpads stimmt nicht exakt mit dem von XP-LEDs überein
  • Die Fläche: 1mm^2 (noch kleiner als XP-G2, hier ein Größenvergleich der Spots von beiden mit gleichem Reflektor, aber bitte die Helligkeitsunterschiede ignorieren, da direct drive)
    • noch kleinerer Spot
    • noch schwieriger zu fokussieren
  • Man weiß nicht, welchen Bin man hat, da Osram dies nicht angibt
  • niedriger Gesamtlichtstrom (ca. 790 LED Lumen laut djozz Test)
Berechnungen:

ANSI Lumen:
((790 / 4) + (790 * 3/4 * 0,75)) * 0,97 * 0,95 = ~592 "theoretische ANSI" Lumen
Berücksichtigt habe ich dabei, wie viel Licht den Reflektor trifft, dessen Reflektivität, die UCLp Scheibe und einen leichten Verlust durch Erwärmung bei sehr guter Wärmeableitung. Das Ganze ausgehend von 790 LED Lumen.

Lichtstärke:
Nun zum vielleicht interessantesten Wert, den man ja auch relativ leicht berechnen kann (siehe dazu hier).

Lichtstärke[cd] = Leuchtdichte_LED[cd/mm^2] x Fläche_Reflektor_von_vorne[mm^2] x Reflektivität_Spiegel[%] x Lichtdurchlass_Scheibe[%]
  • Leuchtdichte von LED: 250cd/mm^2 (hier gibt es natürlich einige Unsicherheit)
  • Fläche von Reflektor (ausgeleuchtete Kreisfläche aus Sicht des Spots) = 10936mm^2 - 1256mm^2 = 9680mm^2
  • Reflektivität von Spiegel mit Rhodium-Beschichtung: 75%
  • Lichtdurchlass UCLp: 97%
Maximal mögliche Lichtstärke beim Einschalten: 1.760.550cd (2.654m ANSI Reichweite)

Für die Erwärmung könnte man jetzt noch 5-10% abziehen, um es wirklich realistisch zu machen.

Minimaler Messabstand für korrekte Lichtstärkemessung:
Viele von euch wissen, dass man bei Throwern die Lichtstärke nicht in 1m Entfernung messen darf, wenn man korrekte Ergebnisse haben möchte. Das liegt daran, dass in dieser Entfernung bei manchen Lampen der Reflektor aus Sicht des Hotspots noch nicht vollständig ausgeleuchtet ist. Man muss weiter weg gehen und den Wert umrechnen. @sma hat dies hier mal genauer untersucht. Wir haben beide die Theorie, dass es vom Verhältnis von LED-Durchmesser zu Reflektordurchmesser abhängt. Ich habe versucht anhand von seinen Ergebnissen mit einer Olight SR-95 SUT einen minimalen Messabstand für meine Lampe zu errechnen.

Olight SR-95 S-UT:
LED-Durchmesser (SBT-70): 3mm
Reflektordurchmesser: 75mm
Verhältnis: 25
Nötiger Messabstand: 2,5m (Also ca. 1/10 vom Verhältnis)

Projekt Excalibur:
LED-Durchmesser(wenn sie ein Kreis wäre) = 1mm
Reflektordurchmesser: 118mm
Verhältnis: 118
Nötiger Messabstand: 11,8m

Nebenbei noch die Maxabeam selbst:
Lichtpunkt Durchmesser: 0,125mm
Reflektordurchmesser: 118mm
Verhältnis: 944
Nötiger Messabstand: 94,4m

Ob das jetzt so genau stimmt, weiß ich nicht. Inwiefern man die Ecken der LED berücksichtigen sollte, weiß ich auch nicht. Theoretisch reduzieren sie den Abstand etwas (denkt mal an die Spotgröße von Lampen mit Birne, die Glühwendel ist ja eigentlich nur ein schmaler Balken).

Spotgröße:

Damit man sich vorab schon mal vorstellen kann, wie stark fokussiert die Lampe ist, habe ich auch mal versucht die Spotgröße auszurechnen. Hierfür braucht man die Beziehung für den Abbildungsmaßstab mit Bezug auf die Linsengleichung, den Durchmesser der Lichtquelle und die maximale Brennweite des Reflektors.

A = B / G = b / g

  • A = Abbildungsmaßstab
  • G = Durchmesser von Abbildung bzw. Spot
  • B = Durchmesser Lichtquelle = 1mm = 0,1cm (ich ignoriere an dieser Stelle die Ecken des LED-DIEs)
  • g = Abstand von Reflektoröffnung zu Spot
  • b = max. Abstand Lichtquelle zur Reflektoröffnung = max. Brennweite = 94mm = 9,4cm
Wenn wir also G für eine bestimmte Entfernung g ausrechnen wollen, sieht die Gleichung wie folgt aus:

G = (B * g) / b

Für Entfernungen kleiner als 11,8m macht die Rechnung natürlich keinen Sinn.

Beispielwerte (Entfernung - Spotdurchmesser):
  • 12m - 12,8cm
  • 30m - 31,9cm
  • 100m - 1,1m
  • 300m - 3,2m
  • 1000m - 10,6m
  • 2000m - 21,3m
Also sehr, sehr klein für eine LED Taschenlampe mit Reflektor. Diese Werte sollten allerdings mit Vorsicht genossen werden, da die Ecken der LED und die Korona um den Spot herum (der Reflektor ist ja ziemlich tief) nicht mit berücksichtigt werden. Es wird nur die Fläche mit der maximalen Lichtstärke berechnet.

Bzgl. der Berechnungen möchte ich einige Korrekturen vornehmen.
Wenn die LED ein Kreis wäre, hätte sie nicht nur 1mm Durchmesser. Man braucht den größten Abstand, sprich den zwischen zwei gegenüber liegenden Ecken. Laut Köf3s Vermessung der LED hat der Die eine Fläche von 1,122mm^2. Mit ein Bisschen messen und Dreisatz (wegen der fehlenden Ecke, die Köf3 sicherlich berücksichtigt hat) komme ich so auf eine Kantenlänge von ~1,08mm. Die Diagonale beträgt somit ca. 1,53mm (endlich hat die Schulmathematik mal eine praktische Anwendung :p).

Die Linsengleichung kann man auch noch ein Bisschen anpassen. Der größte Abstand von der Reflektorkante zur LED geht nicht zur Mitte der LED sondern zur gegenüber liegenden Ecke. Dafür muss die "maximale Brennweite" von 94mm angepasst werden. Dieser lässt sich über die Tiefe und den horizontalen Abstand der LED Ecke zur Relflektorkante bestimmen Die Tiefe beträgt 73,2mm (gerade runter bis zum Brennpunkt). Der horizontale Abstand ergibt sich aus dem Radius des Reflektors plus der Hälfte der LED Diagonale, also 118mm / 2 + 1,53mm / 2 = 59,765mm. Die "maximale Brennweite" beträgt somit 94,5mm (das hätte man sich jetzt sparen können...).

Damit kann man jetzt genauer die Spotgröße (also der hellste Teil des Spots) berechnen:
Beispielwerte (Entfernung - Spotdurchmesser):
  • 12m - 19,3cm
  • 30m - 48,3cm
  • 100m - 1,6m
  • 300m - 4,8m
  • 1000m - 16,1m
  • 2000m - 48,3m
Auch die Temperatur der LED ist ja mal interessant.
Sie hat einen echten Wärmewiderstand von typ. 4,3K/W.
Bei 4,6A (und 25°C) hat sie laut Köf3s Test eine Vorwärtsspannung von 3,7V. Das es aber eher 90°C sein werden, liegt die echte Vf bei ~3,6V.
Somit läuft sie mit 16,6W und hat bei 20°C Lampentemperatur (beim Einschalten) schon mal mindestens eine Temperatur von ~91,4°C. Dazu kommt dann noch der Wärmewiderstand der Kupferplatine, des Übergangs und des Lampenkörpers. Die werden aber ziemlich niedrig sein und er wird auch nie richtig warm. Die LED wird also vermutlich immer bei 90-110°C sein.

Mittels Endermans Reflektor Tools lassen sich die Lumen, welche im Hotspot und in der Korona sind (also alles, was vom Reflektor reflektiert wird, berechnen. Bei 845 LED Lumen (690 otf) wären das 387lm. Davon landet vermutlich ein Großteil im Spot, aber nicht alles.

Dort wird auch die Divergenz der äußeren Korona berechnet, 2,84° (Vollwinkel).
 
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Lampi-on

Flashaholic**
6 Februar 2012
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Schwäbische Alb
Bzgl. der Berechnungen möchte ich einige Korrekturen vornehmen.
Wenn die LED ein Kreis wäre, hätte sie nicht nur 1mm Durchmesser. Man braucht den größten Abstand, sprich den zwischen zwei gegenüber liegenden Ecken. Laut Köf3s Vermessung der LED hat der Die eine Fläche von 1,122mm^2. Mit ein Bisschen messen und Dreisatz (wegen der fehlenden Ecke, die Köf3 sicherlich berücksichtigt hat) komme ich so auf eine Kantenlänge von ~1,08mm. Die Diagonale beträgt somit ca. 1,53mm (endlich hat die Schulmathematik mal eine praktische Anwendung :p).

Die Linsengleichung kann man auch noch ein Bisschen anpassen. Der größte Abstand von der Reflektorkante zur LED geht nicht zur Mitte der LED sondern zur gegenüber liegenden Ecke. Dafür muss die "maximale Brennweite" von 94mm angepasst werden. Dieser lässt sich über die Tiefe und den horizontalen Abstand der LED Ecke zur Relflektorkante bestimmen Die Tiefe beträgt 73,2mm (gerade runter bis zum Brennpunkt). Der horizontale Abstand ergibt sich aus dem Radius des Reflektors plus der Hälfte der LED Diagonale, also 118mm / 2 + 1,53mm / 2 = 59,765mm. Die "maximale Brennweite" beträgt somit 94,5mm (das hätte man sich jetzt sparen können...).

Damit kann man jetzt genauer die Spotgröße (also der hellste Teil des Spots) berechnen:
Beispielwerte (Entfernung - Spotdurchmesser):
  • 12m - 19,3cm
  • 30m - 48,3cm
  • 100m - 1,6m
  • 300m - 4,8m
  • 1000m - 16,1m
  • 2000m - 48,3m

Super Berechnungen, denen ich größtenteils, durch deine guten Erklärungen, folgen kann. :thumbup:

Wenn ich mich nicht irre, hat sich ein Flüchtigkeitsfehler bei der Berechnung (Entfernung - Spotdurchmesser)
in der letzten Position eingeschlichen:
  • 2000m - 48,3m müsste doch
  • 2000m - 32,2m oder
  • 3000m - 48,3m heißen. :thumbdown:
Wahrscheinlich wolltest du nur testen, ob wir aufmerksam bei der Sache sind. :D

Gru, Hacki :)
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
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Essen
Die Linsengleichung kann man auch noch ein Bisschen anpassen. Der größte Abstand von der Reflektorkante zur LED geht nicht zur Mitte der LED sondern zur gegenüber liegenden Ecke. Dafür muss die "maximale Brennweite" von 94mm angepasst werden. Dieser lässt sich über die Tiefe und den horizontalen Abstand der LED Ecke zur Relflektorkante bestimmen Die Tiefe beträgt 73,2mm (gerade runter bis zum Brennpunkt). Der horizontale Abstand ergibt sich aus dem Radius des Reflektors plus der Hälfte der LED Diagonale, also 118mm / 2 + 1,53mm / 2 = 59,765mm. Die "maximale Brennweite" beträgt somit 94,5mm (das hätte man sich jetzt sparen können...).

Damit kann man jetzt genauer die Spotgröße (also der hellste Teil des Spots) berechnen:
Beispielwerte (Entfernung - Spotdurchmesser):
  • 12m - 19,3cm
  • 30m - 48,3cm
  • 100m - 1,6m
  • 300m - 4,8m
  • 1000m - 16,1m
  • 2000m - 48,3m

Danke für den Hinweis!
War natürlich nur ein Test. :pfeifen:

Korrigierte Werte:
Beispielwerte (Entfernung - Spotdurchmesser):
  • 12m - 19,3cm
  • 30m - 48,3cm
  • 100m - 1,6m
  • 300m - 4,8m
  • 1000m - 16,1m
  • 2000m - 32,2m
Das sind jetzt allerdings experimentelle Werte! Ich habe noch keine Aussage dazu gefunden, wie sich die Ecken einer LED tatsächlich auf den Spot auswirken.

Was mir noch fehlt ist die Divergenz des Hotspots. Die könnte man jetzt von der berechneten Spotgröße ableiten.

EDIT: Laut diesem Rechner von get_lit im CPF sind es 0,45° (basierend auf der Spotgröße, die ich mit der Diagonale von 1,53mm ausgerechnet habe). Er korrigiert den Abstandsfehler, den man normalerweise bei Luxumrechnunen nicht berücksichtigt (die große Reflektoröffnung einer Lampe ist ja nicht eine Punktlichtquelle, aus der das Licht austritt).
 
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RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
6.023
4.652
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Hessen
so, die Lampe ist seit einiger Zeit wieder bei mir, die Isolierung der Kabel im Lampenkopf, genauer gesagt im Kupferstift, waren durch scharfe Kanten beschädigt und es gab einen Kurzschluss, welcher die LED zerstörte. Daraufhin habe ich alles zerlegt, den Kupferstift nachgearbeitet ( Löcher schräg gebohrt und somit die Kante ein bisschen entschärft. Danach habe ich 3mm Stahlseil mit Kreide und Zahnpaste bestrichen und durch die Kabelbohrung gezogen. Einige hundert mal vor und zurück. Dadurch wurden alle Kanten abgerundet. Anschließend habe ich die Kabel zusätzlich mit Schrumpfschlauch isoliert um einen erneuten Defekt zu verhindern.

TheDriver hat mir auch neue LEDs zukommen lassen, die ich vermessen habe und eine davon ist besonders positiv hervorgesprungen. Nach etlichen Justageversuchen dann der Durchbruch. Knapp 1,7MLux zeigt das Luxmeter an, gemessen diesmal auf 14m.

Also alles wieder zusammengebaut, die LED Stripe wurde mit einer speziellen Firmware geflashed, die 14KHz PWM unterstützt. somit soll nerviges Piepen unterbunden werden.

Nach dem Einbau aller Komponenten, der nächste Tiefschlag. Die Stripe ist außer Funktion. Also Lampe wieder geöffnet und gesehen, dass beim Einbau ein SMD-Widerstand der Stripe abgerissen ist. Resultiert daraus, dass es da drin extrem eng zugeht. also wieder angelötet und zusammengebaut. Diesmal klappt alles.


Der erste Beamshot: Hammer !!!:thrower::wenigerlumen:
IMGP2005.jpg

okay, ein bisschen übertrieben, diese 30sek Belichtungszeit :pfeifen:

hier die richtigen Shots:
Der Turm ist 1,2km von mir entfernt.

Excalibur ( 17mm Brennweite )
IMGP2004.jpg
Excalibur ( 70mm Brennweite )
IMGP2006.jpg

SST90 Reflektor mit XPL-HI ( 17mm)
IMGP2010.jpg
SST90 Reflektor mit XPL-HI ( 70mm):
IMGP2009.jpg

die Vergleichslampe ist mein bekannter Superthrower mit XP-L HI und 6A mit ca 650-700Klux

einen schönen Abend,
Michael
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
4.984
113
Essen
Eins Komma sieben Millionen Candela! :sonnenbrille:
Man kann auch gut sehen, dass er mit seinen Möglichkeiten schönere, deutlich klarere Fotos hinkriegt. :thumbup:

Die LED war tatsächlich besser als alle, die Michael schon vor einem halben Jahr getestet hat. Es ist also die Beste von neun Black Flats.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
4.984
113
Essen
Auch der Stopfen in der Scheibe ist jetzt weg und die LED wird mit 4,5A betrieben.
 
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Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.086
1.406
113
Amsterdam
Gratuliere, wirklich sehr beeindruckend was diese Lampe an Reichweite hat. :thumbsup::thumbsup:

Desto interessanter würde es sein einen BLF GT mit Oslon BF nach zu rüsten...
Die macht mit XHP 35 HI 1,29Kcd, (140cd / mm2) dann könnte sie mit Oslon BF (260cd / mm2) dicke 2Kcd erreichen..........

Da gibts aber Leute die glauben das die Fokussierung schwer sein könnte.........ähm, na ja ;)

LG
Nico
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
4.984
113
Essen
Ja, das ist super schwer! Wird ja nicht anders als hier sein. Es geht um 1/10mm. Mit selbst hergestellten Zentrierringen oder ggfs Nachbearbeiten des Vorhandenen sollte es aber möglich sein.

Dazu kommt dann noch das Selektieren der LED, wenn man wirklich alles raus holen möchte. Etc. ;)
 

RC-Drehteile

TaschenlampeneigenbauSpezi & Ehrenmitglied
4 Juli 2010
6.023
4.652
113
Hessen
Die fokussierung ist im maxabeamreflektor schon extrem schwierig. Bewegungen im zehntel mm Bereich bewirken luxänderungen von mehr als 20%.

Das ganze ist so schon nur Spielerei, der Spot nahezu unbrauchbar klein. Das wird ja in der Gt nicht besser. :)
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.086
1.406
113
Amsterdam
Jaja, ich weis, ist alles "nur" Spielerei.
Aber doch wunderschöne Spielerei!

Apropos: habe schon 10 Stück Oslon BF bestellt, hoffentlich ist ne echt gute dabei.

Eventuell habve ich eine von Kenji gemoddete Nitecore TM36 Light (also vier Zellen parallel) die mit entdomte XP G2 S2 1D (leider nicht die alte Version) 849Kcd macht.
Nehmen wir an die Led bekommt etwas über 4A würde sie vielleicht 200cd / mm2 haben, Oslon BF dann vielleicht (ist alles viel "vielleicht" aber ist auch nur ne Idee) 250cd / mm2 = Gaaaanz leicht über die 1Mcd Grenze.

Ich höre jetzt aber auf damit, ist hier ein anderes Thema halt :pfeifen:;)

LG
Nico
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.242
4.984
113
Essen
Ich habe aus Michaels Bildern noch Gifs gemacht. Wichtig zu verstehen ist hierbei, dass Michaels Lampe quasi einer TN42 entspricht (nur ein paar Lumen weniger), also bereits ein ziemlich krasser Thrower ist.

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Die Reparatur beinhaltete übrigens noch weitere Schritte:
  1. Es wurde getestet, ob neben der LED auch der Treiber defekt war
  2. Der verklebte Treiber wurde gegen einen Neuen ausgetauscht
  3. Einer der beiden Taster wurde gegen einen Anderen ausgetauscht, so dass jetzt beide nutzbar sind (einer dimmt hoch, der Andere runter)
  4. Der Messwiderstand des neuen Treibers wurde ausgetauscht (für 4,5A anstatt 5A)
  5. Auf Empfehlung des Herstellers wurde ein 4,7uF Kondensator an die Zuleitungen von den Akkus zum Treiber gelötet, um Spannungsspitzen zu verhindern
  6. Zusätzliche Kabel wurde an den Dimmer gelötet, um diesen in Zukunft leichter mit dem USB Programmierer verbinden zu können
  7. Der Stripe Dimmer wurde mit einer speziellen Firmware geflasht und eingestellt, welche 14khz PWM bietet (anstatt von 2khz, wo die Lampe laut summte, wenn man runter dimmte)
  8. Der gerissene Kunststoffbeteiligung wurde mit Epoxidharz repariert
  9. Die UCLp Scheibe wurde gegen eine Neue ohne Loch in der Mitte und Rissen an den Rändern ersetzt

Apropos: habe schon 10 Stück Oslon BF bestellt, hoffentlich ist ne echt gute dabei.

Eventuell habve ich eine von Kenji gemoddete Nitecore TM36 Light (also vier Zellen parallel) die mit entdomte XP G2 S2 1D (leider nicht die alte Version) 849Kcd macht.
Nehmen wir an die Led bekommt etwas über 4A würde sie vielleicht 200cd / mm2 haben, Oslon BF dann vielleicht (ist alles viel "vielleicht" aber ist auch nur ne Idee) 250cd / mm2 = Gaaaanz leicht über die 1Mcd Grenze.

Ich glaube nicht, dass deine XP-G2 nur mit 4A läuft, wenn sie mit vier parallelen Zellen betrieben wird. Eher >=5. 1Mcd sind mit einer guten Black Flat auf jeden Fall möglich ;). Auch bei dieser dicken Lampe würde ich aber eher auf eine CFT-90 setzen. Die kann auch höhere Werte als die Xp-G2 erreichen, aber bei viel mehr Lumen und dementsprechend größerem Spot.
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Die Lampe ist endlich wieder heile bei mir. Michael hat netterweise letztens auch noch ein paar künstlerische Beamshots gemacht. Die Lampe eignet sich auf Grund ihres eher dunklen Spills besonders gut für lange Belichtungszeiten, da so nicht gleich das halbe Foto weiß wird.

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Bis jetzt hat noch keiner da oben geantwortet... :alien:
 
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Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
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113
Amsterdam
Also, diese Lampe hat viel zu wenig Spill und eigentlich nur einen Beam.
Ich kann daher gut verstehen das Ihr enttäuschst seit.....
.
Wenn das Leid dann unerträglich wird bin ich aus Freundschaft bereit
Die Lampe in neues Zuhause zu geben.
In Holland, versteht sich.
.
Nochmal mein Beileid, wünsche Euch viel Kraft.

LG
Nico - pur aus Leidenschaft und Freundschaft. (überhaupt kein habenwollen!)
 
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The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
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Essen
Weiter geht es mit den Fotos. Endlich ist der Stopfen weg!

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näher

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noch näher...

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Hier könnt ihr übrigens zwei kleine, aber durchaus nennenswerte Details sehen: die Osram Black Flat ist eine sehr schmale LED. Ihr Die ist niedriger als der von Cree LEDs. Michael hat deswegen besonders flache Schrauben und flache Streifen Kupferblech (mit Schrumpfschlauch isoliert) anstatt von rundlicher Litze benutzt, um so wenig Licht von der LED zu blockieren, wie möglich.

Jetzt folgt etwas, was ich unbedingt machen wollte mit dieser Lampe, obwohl es recht schwierig ist: ein Bild, wo die gelbe Spieleglung der LED den kompletten Spiegel ausfüllt (ab diesem Punkt ist die echte Lichtstärke erst messbar und der Lichtstrahl nimmt seine endgültige Form an).

Die Kamera war über 10m entfernt.

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Mit 150mm Tele:
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The money shot:

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Auf 1% runter gedimmt und mit der Kamera in den dunkelsten Einstellungen (tagsüber!):

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So sieht es aus, wenn man am Tag aus dieser Entfernung angeleuchtet wird. Sehr unangenehm.
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