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[LED-Test] Osram Oslon Black Flat HWQP

Dieses Thema im Forum "Köf3's LED-Tests" wurde erstellt von Köf3, 5. August 2017.

  1. Hallo!

    Diese LED ist unter Thrower-Fans schon seit längerem relativ bekannt und wird gerne für reichweitenstarke Lampen verwendet. Hier teste ich diesen Emitter auf Herz und Nieren, inklusive Lichtstromdiagramme bei 25/35 und 85 °C Tsp.


    Order code: LUW HWQP-8M7N-ebvF46fcbB4
    Leistungs-Binning: zw. 250 - 400 lm
    CCT: einzig in Cx 0,33 Cy 0,34 nach CIE 1931 (≈ 5700 K) verfügbar
    Abstrahlwinkel: typ. 120 °
    Max. Strom: 1500 mA

    Ich habe diesen Emitter vor einiger Zeit bei Mouser erworben.


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    Die Osram Oslon Black Flat ist eine 3,75 x 3,75 mm große LED ohne werksseitigen Dome, daher wirkt sie auf dem Board äußerst flach.
    Sie besitzt das Osram-typische Footprint, welches etwas geringer als das XP-Footprint ausfällt. Mit etwas Fingerspitzengefühl und wenig Lötpaste lässt sich dieser Emitter allerdings problemlos auf XP-Boards reflowen.

    Das schwarze Gehäuse besteht laut Datenblatt aus Epoxid, die gelbe Leuchtfläche ist in einer weißen Füllung eingebettet. Durch diese Konstruktion ist diese LED mechanisch relativ stabil und es besteht keine Gefahr, beim Handling kleine Stücke von Silikon abzureißen, wie bei vielen anderen LEDs mit Dome.

    Ein sehr nerviges Feature ist das mit Minus (der Kathode) elektrisch verbundene mittlere Themalpad. Würde diese LED auf ein Sinkpad / DTP-Board gelötet und dann in eine Taschenlampe verbaut werden, würde die LED im direct-drive laufen (Masse an Lampengehäuse), der zwischengeschaltete Treiber wird sozusagen ignoriert.
    Um dies zu umgehen muss das LED-Board oder der Treiber elektrisch vom Lampengehäuse isoliert werden. Dies lässt sich bspw. mit nicht leitendem Wärmeleitkleber bewerkstelligen.

    Die Leuchtfläche ist lediglich 1,122 mm² groß und liegt damit zwischen der der dedomten XP-E2 und XP-G2.


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    Hier die Leuchtfläche bei wenigen Milliampere. Der Die ist zur weißen Umreandung scharf abgegrenzt, es schimmert an den Rändern nichts durch. Auffällig zudem die "abgebissene Ecke" oben rechts.


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    Hinweis: hier genannte Werte sind LED Lumen, bei 25 - 35 °C Tsp. Bei Verwendung von Optiken können die Werte aller Diagramme erheblich geringer ausfallen!


    Die LED bringt ihr Maximum bei 5,6 A und 937 lm, bei 3,94 V. Darüber hinaus sinkt der Lichtstrom schnell und die LED verfärbt sich ins bläuliche.
    Der Sweet Spot liegt bei 4 bis 4,5 A (≈ 850 lm) und 3,5 bis 3,7 V.

    Durch die sehr kleine Leuchtfläche und dem hohen Lichtstrom (höher als der einer dedomten XP-G2 S2/S4!) wird die Leuchtdichte der XP-G2 S2 und S4 erheblich übertroffen, wodurch dieser Emitter die bisher höchste Leuchtdichte für Thrower aufweist!

    Den Betrieb dieser LED in Direct Drive kann ich dagegen nicht empfehlen. Die Vf liegt bei meinem Sample bei unter 4 V, und es ist gut möglich dass Exemplare im Umlauf sind die eine noch geringere Vorwärtsspannung besitzen, welche bei Direct Drive trotz Widerstände durch Kabel und Federn womöglich zerstört werden.

    Denn eine LED ist mir bei 6,6 A kaputt gegangen, bei etwa 4,2 V. Daher ist Vorsicht geboten, ich empfehle den Einsatz von strombegrenzenden Treibern.

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    Bei hochgerechneten 85 °C erreicht die LED bei 5,6 A 884 lm.
    Im Sweet Spot bei etwa 4 bis 4,5 A erreicht die LED etwa 800 bis 850 lm.

    Vergleich Black Flat zu anderen bekannten Super-Thrower-LEDs:

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    Hinweis: hier genannte Werte sind LED Lumen, bei 25 - 35 °C Tsp. Bei Verwendung von Optiken können die Werte aller Diagramme erheblich geringer ausfallen!


    Beamshots spare ich mir, dafür verweise ich auf die unzähligen Moddingberichte, welche diese LED zum Thema machen. Es gilt für etwaige Lampenumbauten zu bedenken, dass je nach Reflektorgröße der Spot äußerst klein und der Spill sehr dunkel ist.
    Alltagstauglich ist dies nicht.

    Ansonsten gibt es keine Artefakte. Auch die erwähnte "fehlende Ecke" in der Leuchtfläche hat keinen Einfluss auf das Lichtbild, wenn Reflektoren verwendet werden.


    Fazit

    Sehr kleine Leuchtfläche, hohe Leistung und die gegenwärtig höchste Leuchtdichte einer kommerziell erhältlichen LED für Taschenlampen. Allerdings ist das mittlere Thermalpad elektrisch mit der Kathode verbunden und daher der Einbau dieser LED in gängige Lampenkonstruktionen nicht ganz trivial, soll die LED nicht in Direct-Drive laufen.

    Die Beliebtheit dieser LED für extreme Reichweiten kommt dennoch nicht von ungefähr; denn mehr Leuchtdichte bekommt man gegenwärtig nirgends.

    Leider gibt es diesen Emitter ausschließlich in Kaltweiß, bei typ. 70 CRI. Für Anwender welche auf schöne Lichtfarben wert legen, ist diese LED nichts. Für Reichweiten-Liebhaber aber perfekt!

    Danke fürs Lesen und happy Modding! :)

    LG, Dominik
     
    #1 Köf3, 5. August 2017
    Zuletzt bearbeitet: 5. August 2017
    oOFOXOo, Hefty, The_Driver und 10 andere Flashys haben sich hierfür bedankt.
  2. Würde sich die LED auch für eine Olight M3XS UT eignen?
    Würde der Fokus problemlos passen?
    Wieviel Lux sind realistisch ohne Treibermod in der Lampe erzielbar?

    Danke für den Test.:thumbsup:

    Gruß
    Klaus
     
  3. Miboxer.com
    Ca 1257 Meter

    Vermute dass die Oslon weiter in den Reflektor ragen sollte.

    Gruß Xandre
     
    cuxhavener hat sich hierfür bedankt.
  4. Update: Vergleich zu anderen bekannten Super-Thrower-LEDs im Test eingefügt (XP-G2 S2 dd, XP-E2 Torch U5 dd)

    LG, Dominik
     
    cuxhavener hat sich hierfür bedankt.
  5. Das wäre ja kein Problem wenn man den Zentrierring dünner macht bzw. ganz weg lässt.
     
    cuxhavener hat sich hierfür bedankt.
  6. Skilhunt Taschenlampen
    Ich finde es interessant, dass sie tatsächlich mehr Lumen produziert als die XP-G2 S2 dedomt.

    Wie ermittelst du die Größe des DIEs?

    Wie erklärst du dir den gelb leuchtenden Rand auf dem DIE?

    Wie findest du die Lichtfarbe abgesehen von der nicht besonders tollen Farbwiedergabe? Ich finde es auffällig wie rein weiß das Licht von einem Exemplar ist, was in einer meiner Lampen ist.
     
    #7 The_Driver, 6. August 2017
    Zuletzt bearbeitet: 7. August 2017
  7. Osram verkauft keine color kits, wie Cree.
    Sie verkaufen irgendwas einer ganzen, weit gefassten Gruppe. Osram gibt zwar x/y-CIE1931-Koordinaten an, aber ich denke, dass die Abweichung dennoch gegeben ist. Mein Exemplar ist leicht bläulich, vielleicht 7000 K. Ansonsten relativ farbstich-arm und weiß, wenn auch schlechte Farbwiedergabe.

    Wenn ich bspw. meine CQAR.CC 3500 K anschaue, dann gibt es aus ein und derselben Reel gewaltige Unterschiede in der Lichtfarbe. Manche sind gelblich, andere minimal rotstichig, alles da. Im Grunde müsste man immer 10 LEDs von Osram kaufen und selektieren, wenn Lichtfarbe vordergründig ist.

    LG, Dominik
     
  8. Hardware hat sich hierfür bedankt.
  9. Outdoor Forum
    Kannst du mir kurz erklären, wo der Vorteil bei IR Dioden liegt? Habe mich mit der Thematik noch nicht beschäftigt:(
     
  10. Osram IR Dioden haben Anode auf dem Thermalpad, was in normaler Lampe zu direktem Kurzschluss der Batterie mit DTP MCPCB führen würde
    Außerdem passen die nur sehr schlecht auf XPL Footprint
     
    LED hat sich hierfür bedankt.
  11. Das heißt, das Seoul P4 Problem ist zurück:D
     
  12. So P-FET board Design ist nun final, für Narsil wurde der enable Pin hinzugefügt, für Bistro reicht eine Lötbrücke
    Narsil braucht dann auch eine spezielle ramping table und Modegruppen die den Enable pin ansteuern

    17mm und 20mm geordert
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