Bis auf meine tolle I1R2 Pro am Schlüsselbund, habe ich mich vor einigen Jahren von all meinen Olights getrennt. Umso gespannter bin ich auf die nagelneue Marauder Mini 2!
Der auffälligste Gegenstand im Lieferumfang ist definitiv das Case. Es ist etwas kleiner als erwartet und wirklich hochwertig. Es beherbergt die Lampe, die Bedienungsanleitung und ein Lanyard.
In dem Case ist die Lampe absolut sicher aufgehoben, denn die Polsterung ist sehr dick. Tatsächlich ist sie so dick, dass noch genug Platz wäre um selber Ausschnitte für Ersatzakkus oder anderes Zubehör einzubringen
Durch das dicke Material und die Stahlwelle im Scharnier fühlt sich der Koffer sehr robust an.
Das Olight Logo auf dem Case entspricht der Farbe der Lampe. So ist es zumindest auf der Olight Homepage ersichtlich. Ein sehr schönes Detail, wie ich finde.
Das beiliegende Lanyard erfüllt eine Doppelfunktion: Es ist gleichzeitig ein USB-C Kabel zum Laden der Lampe. Die Enden halten magnetisch aneinander und in die Hülse gedrückt, was zugegebenermaßen recht schwer geht, ist die Verbindung sehr stabil. Das Herausnehmen ist ebenso schwierig. Dadurch habe ich jedoch keine Sorgen, dass sich das Lanyard aus Versehen öffnet. Sorgen habe ich jedoch tatsächlich darum, dass es auf Dauer einen Kabelbruch erleidet und irgendwann nicht mehr lädt.
Übrigens handelt es sich bei dem Kabel um ein Datenkabel! Man kann damit also beispielsweise Daten vom Handy oder der Kamera auf den PC kopieren.
Leider gehört kein Holster zum Lieferumfang. Bei einer solchen Lampe und dem Premium Preis hätte ich ehrlich gesagt eines erwartet. Für die Praxis hätte ich es für deutlich sinnvoller gehalten, den Preis etwas zu reduzieren und stattdessen ein Holster beizulegen.
Ersatz Dichtringe liegen ebenfalls nicht bei. Auch wenn ich sie bei anderen Lampen bisher nur selten gebraucht habe, bin ich doch immer wieder froh, welche zu haben. Frei nach dem Motto “Lieber haben als brauchen”.
Olight hat den Ruf, sehr hochwertige Produkte mit exzellenter Verarbeitung anzubieten und siedelt sich selbst im Premium-Segment an. Die Marauder Mini 2 ist ein super Beispiel dafür. Top Verarbeitung, keine scharfen Kanten oder Fehler in der Anodisierung. Die Lanyard Öse auf der Vorderseite fühlt sich sehr robust an.
Durch den dicken Lampenkopf und die dicke Tailcap, liegt sie perfekt und sehr sicher in der Hand. Kopflastigkeit konnte ich nicht feststellen. Die Tasten auf der eingeschraubten “Schalteinheit” sind super zu erreichen.
Die ”Schalteinheit” ist von innen über zwei eingeklebte Madenschrauben längs verschraubt.
Der Lampenkörper ist größtenteils mit einer Gummierung ummantelt. Diese sorgt für extra Grip und ist auch optisch ansprechend.
Der eine der beiden Modi Schalter ist etwas kippelig. Wenn man von oben auf ihn draufdrückt, gibt er quasi ohne Widerstand nach. Auf der Unterseite besitzt er deswegen eine kleine Erhöhung.
Da der Schalter keinen Widerstand hat, reibt er jedes Mal bei einem Moduswechsel über das Lampengehäuse. Dadurch entsteht sogar etwas sichtbarer Abrieb. Das wird vermutlich dadurch bedingt, dass die Oberfläche der "Schalteinheit" eine minimale Rauheit aufweist (Längsrillen).
Wie üblich, ist die Lampe nach IP68 wasserdicht. Sie besitzt einen USB-C Port, den ich in einer solchen Ausführung bisher bei noch keiner Lampe gesehen habe. Er befindet sich in der Tailcap und ist durch einen Schuber geschützt. Dieser fühlt sich robust an und soll groben Schmutz und mechanische Beschädigungen vom Port fernhalten.
Die Abdeckung selbst ist nicht wasserdicht. Der USB Port ist es aber! Am Grund ist er vollkommen geschlossen und am Rand verklebt.
Oben ist er ebenfalls verklebt. Der Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass der USB Port bei Regen durchaus nass werden kann und dann aus Sicherheitsgründen erst wieder zum Laden genutzt werden kann, wenn er vollständig getrocknet ist. Bei Gummiabdeckungen kann er immer sofort genutzt werden.
Die TIR Linsen aus Kunststoff sehen optisch sehr ansprechend und fein verarbeitet aus. Sie besitzt eine Besonderheit, die ich im Taschenlampen Bereich ansonsten nur von Glas kenne: Sie ist mit einer lilanen Vergütung versehen. Das erhöht den Transmissionsgrad und verringert somit die Verlustleistung durch die Linse.
Die Vergütung sorgt sogar für schöne Reflexionen, wenn die Sonne richtig auf die Linse trifft.
Die große Kunststofflinse ist jedoch nicht mit einer weiteren Schicht aus Glas geschützt. Außerdem ist der Teil der Linse für das Spot Licht konvex und steht deutlich hervor. Er steht sogar so weit hervor, dass er weniger als einen Millimeter von der Oberfläche der Bezel entfernt ist. Stellt man die Lampe über Kopf auf eine harte unebene Fläche, sind Kratzer somit unvermeidbar.
Emisar D4SV2 mit 26800 Rohr | Lumintop FW21 X9L | Sofirn SP36 Pro 2.0 | Olight Marauder Mini 2
Der Marauder Mini 2 liegt ein 32650 Spezialakku vom Typ Olight ORB-326C75 1 INR33/65 mit einer Nennkapazität von 7500 mAh bei. Er besitzt eine Schutzschaltung und einen zweiten Minuspol, der sich auf der Vorderseite außen um den Pluspol herum befindet.
Mit einem Stück Kupferblech und viel Isolierband konnte ich ihn in mein Vapcell S4 Plus einsetzen und einen Kapazitätstest durchführen. Bei einem Entladestrom von 1,0 A konnte ich eine Kapazität von 7977 mAh messen! Er liefert also in meinem Test 106% der Nennkapazität.
Andere Akkus funktionieren nicht in dieser Lampe. Erstens weil sie einen doppelten Pol benötigen und zweitens, weil der gefederte Pluspol lediglich einen Hub von ca. einem Millimeter besitzt. Durch diesen Aufbau ist kein mechanischer Lockout möglich.
Der Minuspol in der Tailcap ist ca. 0,25 mm gefedert und dient lediglich zum Laden des Akkus.
Der Platz um den USB Anschluss herum ist recht eng. Leider passen nicht alle meine Kabel hinein.
Per USB-C zu USB-C Kabel konnte ich eine Ladeleistung von maximal 12,0 W erzielen. Dies geschah bei 5,2 V und 2,3 A. Trotz verschiedener Kabel und Netzteile konnte ich die Marauder leider nicht dazu bringen, mit mehr als 5 Volt zu laden.
Zusätzlich zum USB-C Port gibt es die Möglichkeit, die Lampe mit den bekannten Olight Magnetladekabeln zu laden. Ein solches ist leider nicht Teil des Lieferumfangs.
Leider bietet die Marauder Mini 2 keine Powerbank Funktion. Das hätte ich bei einer Outdoor Lampe mit so großem Akku und USB-C Anschluss erwartet, da viele Konkurrenten bereits seit Langem mit diesem Feature daherkommen und es sehr praktisch ist.
Über den großen Schalter schaltet man die Lampe ein und aus, über seinen Drehring entriegelt man sie und verstellt die Helligkeit.
Über den kleinen Arm darunter wechselt man zwischen weißem Licht, Rotlicht und dem Seitenlicht.
Der Schieberegler unten ist zum Umschalten zwischen Flood, Flood + Spot und Spot.
Diese klare Abgrenzung zwischen den verschiedenen Modi finde ich wirklich hervorragend! Meiner Meinung nach ist das grundsätzlich ein wirklich tolles Bedienkonzept.
Leider ist es für mich aus zwei Gründe nicht perfekt und ausbaufähig
Um die Lampe zu entsperren, muss man das Rad um mehr als 60° drehen. Dreht man weiter, stellt man die Helligkeit hoch. Man müsste die Lampe also durch Drehen entsperren, dann auf die Helligkeitsanzeige schauen und ggf. wieder herunter drehen, bevor man die Lampe einschaltet. Da habe ich in der Praxis häufig nicht dran gedacht und mich somit selbst durch die Rückstrahlung des Flutlichts geblendet.
Man kann die Art des Lockouts von Drehung auf gedrückt halten des Knopfes umstellen. Dies soll per 15-fachen Klick passieren. Mir ist dies jedoch nicht gelungen. Ich es während verschiedener Modi, eingeschalteter und ausgeschalteter Lampen, mit Ladekabel und ohne Ladekabel getestet und es nicht geschafft.
Das Einstellen der Helligkeit über den Drehregler funktioniert grundsätzlich wirklich super und sehr intuitiv. Mit jeder Rasterung des Rades verstellt man die Helligkeit um eine der 9 Stufen.
Während meiner Testtage war es jedoch sehr kalt. Bei einem Spaziergang habe ich meine Handschuhe vergessen. Mit gefrorenen und dadurch in der Bewegung stark eingeschränkten Fingern war nicht nur das Entsperren der Lampe schwierig, sondern vor allem das Einstellen der Helligkeit. Das war wirklich frustrierend.
Die Handschuhbedienung klappt ebenfalls nur bedingt gut. Für mich war es schwierig, das Drehrad präzise zu bedienen oder den Druckpunkt gut zu treffen. Mehrfach habe ich sie beim Verstellen der Helligkeit versehentlich ausgeschaltet.
Könnte man das Drehrad deaktivieren und stattdessen auf einen Modus mit klassischer Bedienung per gedrückt halten des Knopfes umstellen, wäre es für mich perfekt. Dann könnte man je nach Bedarf das geeignetere Konzept nutzen.
Hier ist die ganze Bedienungsanleitung zu finden:
Olight Marauder Mini 2 Manual
Hier ein paar weitere Beobachtungen:
Der Strobe funktioniert nur im Flutlichtmodus. In den anderen Modi ist der Dreifachklick ohne Funktion.
Dreht man die Helligkeit bis 4/4, also das Maximum, und macht dann einen Doppelklick, wird die Lampe wieder dunkler.
Während man die Lampe lädt, kann man sie weiterhin nutzen. Dabei ist maximal die Helligkeitsstufe ¾ möglich. Der Turbo lässt sich nicht einschalten.
Die Marauder Mini besitzt insgesamt vier verschiedene Lichtquellen.
Am häufigsten verwendet werden vermutlich das Flutlicht und das Spotlight in der Mitte. Bei diesen handelt es sich laut Datenblatt um kaltweiße Low CRI LEDs mit 6500K und 70 CRI. Die genauen LED Typen sind, wie üblich bei Olight, nicht näher spezifiziert.
Zusätzlich besitzt sie zwei rote LEDs, die scheinbar eine Wellenlänge im Bereich von 660 nm haben, was sehr gut ist.
An der Seite befindet sich versteckt noch ein kleines Seitenlicht.
Im Detail sehen die Emitter im Betrieb in der Nahaufnahme und an der White Wall wie folgt aus:
Spot
Stark fokussiertes Licht mit ausgeprägter Farbverschiebung am Rand. Das Lichtbild erinnert stark an eine Zoom Lampe.
Flood
Sauberes und schön weiches Lichtbild.
Rotlicht
Deutlich fokussiertes und kräftiges Rotlicht.
Seitenlicht
Stark asymmetrisches und eher unsauberes Lichtbild. Trotzdem perfekt um einen gesamten Raum weich auszuleuchten!
PWM konnte ich bei keinem der Emitter feststellen.
Bisher hatten meine Candela Messungen immer weniger als 10% Abweichung zu den Messungen der großen internationalen Reviewern. Dieses Mal ist folgendes herausgekommen:
Flood
Beim Start: 25.200 cd = 317 m laut ANSI
Nach 30 Sek: 24.700 cd = 314 m laut ANSI
Die Leistung konnte für rund 2 Minuten gehalten werden.
Spot
Beim Start: 220.500 cd = 939 m laut ANSI
Nach 30 Sek: 214.800 cd = 927 m laut ANSI
Erst nach rund fünf Minuten fiel die Leistung merklich ab.
Diese Messergebnisse liegen deutlich über denen aus dem 1Lumen Review, welcher auf lediglich 120 kcd. gekommen ist. Spezifiziert ist die Lampe mit 140 kcd.
Dennoch scheinen die Ergebnisse realistisch zu sein. Der Spot ist klar heller als der meiner Lumintop X9L, welche ich mit 164 kcd und 1Lumen mit 158 kcd gemessen habe (jeweils mit Samsung 30T).
Nun zu den Beamshots.
Die Settings sind die selben wie immer bei mir: 1/8 s | F/4.0 | ISO 6400 | 24 mm (FF)
Am ersten Abend hat es leider nicht aufgehört zu regnen.
Am zweiten Abend war das Wetter dann etwas besser für Beamshots geeignet.
Meine im Bezug auf Rotlicht bisher stärkste Lampe war die Sofirn HS43. Die Marauder Mini 2 übertrifft diese aber deutlich!
Hier ein Vergleich mit den anderen Kandidaten aus dem Größenvergleich.
Emisar D4SV2 Dual Channel mit Samsung LH351D 5700K und Osram W1 CSLNM1.TG
Hier zusätzlich noch die X9L mit SBT90.2 und die SP36 Pro 2.0 mit vier SST-40 LED’s.
Die Einzelbilder der GIF’s sind im dazugehörigen Album auch noch separat zu finden:
Positiv
Neutral
Negativ
Lieferumfang
Der auffälligste Gegenstand im Lieferumfang ist definitiv das Case. Es ist etwas kleiner als erwartet und wirklich hochwertig. Es beherbergt die Lampe, die Bedienungsanleitung und ein Lanyard.
In dem Case ist die Lampe absolut sicher aufgehoben, denn die Polsterung ist sehr dick. Tatsächlich ist sie so dick, dass noch genug Platz wäre um selber Ausschnitte für Ersatzakkus oder anderes Zubehör einzubringen
Durch das dicke Material und die Stahlwelle im Scharnier fühlt sich der Koffer sehr robust an.
Das Olight Logo auf dem Case entspricht der Farbe der Lampe. So ist es zumindest auf der Olight Homepage ersichtlich. Ein sehr schönes Detail, wie ich finde.
Das beiliegende Lanyard erfüllt eine Doppelfunktion: Es ist gleichzeitig ein USB-C Kabel zum Laden der Lampe. Die Enden halten magnetisch aneinander und in die Hülse gedrückt, was zugegebenermaßen recht schwer geht, ist die Verbindung sehr stabil. Das Herausnehmen ist ebenso schwierig. Dadurch habe ich jedoch keine Sorgen, dass sich das Lanyard aus Versehen öffnet. Sorgen habe ich jedoch tatsächlich darum, dass es auf Dauer einen Kabelbruch erleidet und irgendwann nicht mehr lädt.
Übrigens handelt es sich bei dem Kabel um ein Datenkabel! Man kann damit also beispielsweise Daten vom Handy oder der Kamera auf den PC kopieren.
Leider gehört kein Holster zum Lieferumfang. Bei einer solchen Lampe und dem Premium Preis hätte ich ehrlich gesagt eines erwartet. Für die Praxis hätte ich es für deutlich sinnvoller gehalten, den Preis etwas zu reduzieren und stattdessen ein Holster beizulegen.
Ersatz Dichtringe liegen ebenfalls nicht bei. Auch wenn ich sie bei anderen Lampen bisher nur selten gebraucht habe, bin ich doch immer wieder froh, welche zu haben. Frei nach dem Motto “Lieber haben als brauchen”.
Verarbeitung
Olight hat den Ruf, sehr hochwertige Produkte mit exzellenter Verarbeitung anzubieten und siedelt sich selbst im Premium-Segment an. Die Marauder Mini 2 ist ein super Beispiel dafür. Top Verarbeitung, keine scharfen Kanten oder Fehler in der Anodisierung. Die Lanyard Öse auf der Vorderseite fühlt sich sehr robust an.
Durch den dicken Lampenkopf und die dicke Tailcap, liegt sie perfekt und sehr sicher in der Hand. Kopflastigkeit konnte ich nicht feststellen. Die Tasten auf der eingeschraubten “Schalteinheit” sind super zu erreichen.
Die ”Schalteinheit” ist von innen über zwei eingeklebte Madenschrauben längs verschraubt.
Der Lampenkörper ist größtenteils mit einer Gummierung ummantelt. Diese sorgt für extra Grip und ist auch optisch ansprechend.
Der eine der beiden Modi Schalter ist etwas kippelig. Wenn man von oben auf ihn draufdrückt, gibt er quasi ohne Widerstand nach. Auf der Unterseite besitzt er deswegen eine kleine Erhöhung.
Da der Schalter keinen Widerstand hat, reibt er jedes Mal bei einem Moduswechsel über das Lampengehäuse. Dadurch entsteht sogar etwas sichtbarer Abrieb. Das wird vermutlich dadurch bedingt, dass die Oberfläche der "Schalteinheit" eine minimale Rauheit aufweist (Längsrillen).
Wie üblich, ist die Lampe nach IP68 wasserdicht. Sie besitzt einen USB-C Port, den ich in einer solchen Ausführung bisher bei noch keiner Lampe gesehen habe. Er befindet sich in der Tailcap und ist durch einen Schuber geschützt. Dieser fühlt sich robust an und soll groben Schmutz und mechanische Beschädigungen vom Port fernhalten.
Die Abdeckung selbst ist nicht wasserdicht. Der USB Port ist es aber! Am Grund ist er vollkommen geschlossen und am Rand verklebt.
Oben ist er ebenfalls verklebt. Der Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass der USB Port bei Regen durchaus nass werden kann und dann aus Sicherheitsgründen erst wieder zum Laden genutzt werden kann, wenn er vollständig getrocknet ist. Bei Gummiabdeckungen kann er immer sofort genutzt werden.
Die TIR Linsen aus Kunststoff sehen optisch sehr ansprechend und fein verarbeitet aus. Sie besitzt eine Besonderheit, die ich im Taschenlampen Bereich ansonsten nur von Glas kenne: Sie ist mit einer lilanen Vergütung versehen. Das erhöht den Transmissionsgrad und verringert somit die Verlustleistung durch die Linse.
Die Vergütung sorgt sogar für schöne Reflexionen, wenn die Sonne richtig auf die Linse trifft.
Die große Kunststofflinse ist jedoch nicht mit einer weiteren Schicht aus Glas geschützt. Außerdem ist der Teil der Linse für das Spot Licht konvex und steht deutlich hervor. Er steht sogar so weit hervor, dass er weniger als einen Millimeter von der Oberfläche der Bezel entfernt ist. Stellt man die Lampe über Kopf auf eine harte unebene Fläche, sind Kratzer somit unvermeidbar.
Größenvergleich
Hier ein paar Lampen im Vergleich.Emisar D4SV2 mit 26800 Rohr | Lumintop FW21 X9L | Sofirn SP36 Pro 2.0 | Olight Marauder Mini 2
Stromversorgung
Der Marauder Mini 2 liegt ein 32650 Spezialakku vom Typ Olight ORB-326C75 1 INR33/65 mit einer Nennkapazität von 7500 mAh bei. Er besitzt eine Schutzschaltung und einen zweiten Minuspol, der sich auf der Vorderseite außen um den Pluspol herum befindet.
Mit einem Stück Kupferblech und viel Isolierband konnte ich ihn in mein Vapcell S4 Plus einsetzen und einen Kapazitätstest durchführen. Bei einem Entladestrom von 1,0 A konnte ich eine Kapazität von 7977 mAh messen! Er liefert also in meinem Test 106% der Nennkapazität.
Andere Akkus funktionieren nicht in dieser Lampe. Erstens weil sie einen doppelten Pol benötigen und zweitens, weil der gefederte Pluspol lediglich einen Hub von ca. einem Millimeter besitzt. Durch diesen Aufbau ist kein mechanischer Lockout möglich.
Der Minuspol in der Tailcap ist ca. 0,25 mm gefedert und dient lediglich zum Laden des Akkus.
Der Platz um den USB Anschluss herum ist recht eng. Leider passen nicht alle meine Kabel hinein.
Per USB-C zu USB-C Kabel konnte ich eine Ladeleistung von maximal 12,0 W erzielen. Dies geschah bei 5,2 V und 2,3 A. Trotz verschiedener Kabel und Netzteile konnte ich die Marauder leider nicht dazu bringen, mit mehr als 5 Volt zu laden.
Zusätzlich zum USB-C Port gibt es die Möglichkeit, die Lampe mit den bekannten Olight Magnetladekabeln zu laden. Ein solches ist leider nicht Teil des Lieferumfangs.
Leider bietet die Marauder Mini 2 keine Powerbank Funktion. Das hätte ich bei einer Outdoor Lampe mit so großem Akku und USB-C Anschluss erwartet, da viele Konkurrenten bereits seit Langem mit diesem Feature daherkommen und es sehr praktisch ist.
Bedienung (UI)
Das Bedienkonzept ist für eine solche Multifunktionslampe ziemlich gut und erfolgt über einen Knopf mit integriertem Drehregler und zwei SchalternÜber den großen Schalter schaltet man die Lampe ein und aus, über seinen Drehring entriegelt man sie und verstellt die Helligkeit.
Über den kleinen Arm darunter wechselt man zwischen weißem Licht, Rotlicht und dem Seitenlicht.
Der Schieberegler unten ist zum Umschalten zwischen Flood, Flood + Spot und Spot.
Diese klare Abgrenzung zwischen den verschiedenen Modi finde ich wirklich hervorragend! Meiner Meinung nach ist das grundsätzlich ein wirklich tolles Bedienkonzept.
Leider ist es für mich aus zwei Gründe nicht perfekt und ausbaufähig
Um die Lampe zu entsperren, muss man das Rad um mehr als 60° drehen. Dreht man weiter, stellt man die Helligkeit hoch. Man müsste die Lampe also durch Drehen entsperren, dann auf die Helligkeitsanzeige schauen und ggf. wieder herunter drehen, bevor man die Lampe einschaltet. Da habe ich in der Praxis häufig nicht dran gedacht und mich somit selbst durch die Rückstrahlung des Flutlichts geblendet.
Man kann die Art des Lockouts von Drehung auf gedrückt halten des Knopfes umstellen. Dies soll per 15-fachen Klick passieren. Mir ist dies jedoch nicht gelungen. Ich es während verschiedener Modi, eingeschalteter und ausgeschalteter Lampen, mit Ladekabel und ohne Ladekabel getestet und es nicht geschafft.
Das Einstellen der Helligkeit über den Drehregler funktioniert grundsätzlich wirklich super und sehr intuitiv. Mit jeder Rasterung des Rades verstellt man die Helligkeit um eine der 9 Stufen.
Während meiner Testtage war es jedoch sehr kalt. Bei einem Spaziergang habe ich meine Handschuhe vergessen. Mit gefrorenen und dadurch in der Bewegung stark eingeschränkten Fingern war nicht nur das Entsperren der Lampe schwierig, sondern vor allem das Einstellen der Helligkeit. Das war wirklich frustrierend.
Die Handschuhbedienung klappt ebenfalls nur bedingt gut. Für mich war es schwierig, das Drehrad präzise zu bedienen oder den Druckpunkt gut zu treffen. Mehrfach habe ich sie beim Verstellen der Helligkeit versehentlich ausgeschaltet.
Könnte man das Drehrad deaktivieren und stattdessen auf einen Modus mit klassischer Bedienung per gedrückt halten des Knopfes umstellen, wäre es für mich perfekt. Dann könnte man je nach Bedarf das geeignetere Konzept nutzen.
Hier ist die ganze Bedienungsanleitung zu finden:
Olight Marauder Mini 2 Manual
Hier ein paar weitere Beobachtungen:
Der Strobe funktioniert nur im Flutlichtmodus. In den anderen Modi ist der Dreifachklick ohne Funktion.
Dreht man die Helligkeit bis 4/4, also das Maximum, und macht dann einen Doppelklick, wird die Lampe wieder dunkler.
Während man die Lampe lädt, kann man sie weiterhin nutzen. Dabei ist maximal die Helligkeitsstufe ¾ möglich. Der Turbo lässt sich nicht einschalten.
Lichtbild & Leistung
Die Marauder Mini besitzt insgesamt vier verschiedene Lichtquellen.
Am häufigsten verwendet werden vermutlich das Flutlicht und das Spotlight in der Mitte. Bei diesen handelt es sich laut Datenblatt um kaltweiße Low CRI LEDs mit 6500K und 70 CRI. Die genauen LED Typen sind, wie üblich bei Olight, nicht näher spezifiziert.
Zusätzlich besitzt sie zwei rote LEDs, die scheinbar eine Wellenlänge im Bereich von 660 nm haben, was sehr gut ist.
An der Seite befindet sich versteckt noch ein kleines Seitenlicht.
Im Detail sehen die Emitter im Betrieb in der Nahaufnahme und an der White Wall wie folgt aus:
Spot
Stark fokussiertes Licht mit ausgeprägter Farbverschiebung am Rand. Das Lichtbild erinnert stark an eine Zoom Lampe.
Flood
Sauberes und schön weiches Lichtbild.
Rotlicht
Deutlich fokussiertes und kräftiges Rotlicht.
Seitenlicht
Stark asymmetrisches und eher unsauberes Lichtbild. Trotzdem perfekt um einen gesamten Raum weich auszuleuchten!
PWM konnte ich bei keinem der Emitter feststellen.
Bisher hatten meine Candela Messungen immer weniger als 10% Abweichung zu den Messungen der großen internationalen Reviewern. Dieses Mal ist folgendes herausgekommen:
Flood
Beim Start: 25.200 cd = 317 m laut ANSI
Nach 30 Sek: 24.700 cd = 314 m laut ANSI
Die Leistung konnte für rund 2 Minuten gehalten werden.
Spot
Beim Start: 220.500 cd = 939 m laut ANSI
Nach 30 Sek: 214.800 cd = 927 m laut ANSI
Erst nach rund fünf Minuten fiel die Leistung merklich ab.
Diese Messergebnisse liegen deutlich über denen aus dem 1Lumen Review, welcher auf lediglich 120 kcd. gekommen ist. Spezifiziert ist die Lampe mit 140 kcd.
Dennoch scheinen die Ergebnisse realistisch zu sein. Der Spot ist klar heller als der meiner Lumintop X9L, welche ich mit 164 kcd und 1Lumen mit 158 kcd gemessen habe (jeweils mit Samsung 30T).
Nun zu den Beamshots.
Die Settings sind die selben wie immer bei mir: 1/8 s | F/4.0 | ISO 6400 | 24 mm (FF)
Am ersten Abend hat es leider nicht aufgehört zu regnen.
Am zweiten Abend war das Wetter dann etwas besser für Beamshots geeignet.
Meine im Bezug auf Rotlicht bisher stärkste Lampe war die Sofirn HS43. Die Marauder Mini 2 übertrifft diese aber deutlich!
Hier ein Vergleich mit den anderen Kandidaten aus dem Größenvergleich.
Emisar D4SV2 Dual Channel mit Samsung LH351D 5700K und Osram W1 CSLNM1.TG
Hier zusätzlich noch die X9L mit SBT90.2 und die SP36 Pro 2.0 mit vier SST-40 LED’s.
Die Einzelbilder der GIF’s sind im dazugehörigen Album auch noch separat zu finden:
Fazit
Die Olight Marauder Mini 2 ist eine wirklich tolle Lampe, die sehr viel Spaß macht. Sie liegt super in der Hand, bietet viele Funktionen und ist super verarbeitet. Ihr Schalterkonzept gefällt mir sehr gut, auch wenn es noch etwas ausbaufähig ist. So schnell zwischen den verschiedenen Modi hin und her schalten zu können, geht sehr leicht und intuitiv von der Hand. Die Lichtleistung ist in allen Modi enorm und sie per USB laden zu können sehr praktisch. Der nun wechselbare Akku ermöglicht eine deutlich längere Lebenszeit. Der Koffer ist in der Praxis leider nicht so praktisch wie ein Holster es gewesen wäre aber da wird sich garantiert ein passendes finden lassen. Das Seitenlicht hielt ich erst für ein unnützes Gimmick aber tatsächlich ist es sehr praktisch. Stellt man die Lampe damit in eine Ecke des Raumes, kann man ihn super ausleuchten.Positiv
- Super helles Flutlicht
- Reichweitenstarkes Spotlight
- Sehr starkes Rotlicht
- Nützliches Seitenlicht
- Tolle und hochwertige Verarbeitung
- Tolles Bedienkonzept mit drehbarem Knopf und zwei Schaltern
- Wechselbarer Akku mit sehr hoher Kapazität
- USB-C Port
Neutral
- Keine Ersatz-Dichtrichringe im Lieferumfang
- Kein Magnetladekabel im Lieferumfang
- Bedienung Ausbaufähig
- Starke Farbverschiebungen am Rand des Spot Lichts
- Kein mechanischer Lockout möglich
Negativ
- Keine Powerbank Funktion
- Kein Holster im Lieferumfang
- Proprietärer Akku
- Keine Neutralweiße High CRI Version verfügbar
- Spot Linse sehr exponiert und ungeschützt


























































































































