Hier im Rahmen des Passarounds der Nitecore EDC35 und MT2A Pro ein Vergleich zwischen EDC35 und EDC33. Da die 35er im Prinzip nur in Leistungsdaten und Größe zugelegt hat, gilt im Übrigen quasi alles, was schon im Review zur EDC33 gesagt wurde. Daher verzichte ich an dieser Stelle auf eine ausführliche Beschreibung.
Wie oben schon erwähnt, um Wiederholungen zu vermeiden nur ein paar wenige Anmerkungen. Auch die EDC35 ist in Verarbeitungsqualität identisch gut, mit ähnlichem Aufbau und aggressivem Knurling, aber eben halt nur etwas stämmiger anzufassen.
Die UHi 40 MAX LED im strukturierten Reflektor. Der dunkle Punkt rechts ist der Näherungssensor.
Das Holster ist relativ steif und schon zu groß, um die Lampe darin unauffällig in der Hosentasche zu transportieren. Es ist insofern sicher für die Befestigung am Gürtel ausgelegt. Anstelle eines Klettverschlusses hält ein Magnet die Kappe verschlossen. Im Boden des Holsters ist ein kleines Loch, so dass man erkennen kann, wenn die Lampe versehentlich eingeschaltet geblieben ist.
Größenvergleich der Geschwistermodelle. Die 35er hat einen längeren Trageclip.
Grundsätzlich fand ich die Bedienung über den 2-Stufenschalter schon bei der EDC33 nicht sehr angenehm. Daran hat sich auch an der EDC35 nicht wirklich etwas verbessert.
- Ladestrom max. 2A
- PWM >30 kHz (= flimmerfrei)
Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex
Meine Lieblingslampen werden die EDC33 und 35 nicht werden, da sie mir vor allem wegen der Bodystruktur (Knurling) zu unangenehm anzufassen sind und das Schalterkonzept finde ich unschön. Es machte mir jedenfalls keinen Spaß, die Lampen über den Zweiwegeschalter zu bedienen.
Den Aufpreis von 20€ für die größere Lampe finde ich wegen des zusätzlichen Holsters, der Mehrleistung und längeren Leuchtdauer in Ordnung.
Eigenschaften
- kompakte Taschenlampe mit fest integriertem Li-Io Akku und Aufladung per USB-C
- 4 reguläre + 2 Moment-Leuchtstufen ohne Blinkstufen (Strobe/S.O.S/Beacon)
- strukturierter Alu-Reflektor (orange peel)
- Näherungssensor
- Steuerung über 2-Stufen-Endkappenschalter
- Schiebeschalter für Einschaltsperre
- LED-Anzeige (4 Segmente) für Restkapazität
- Gehäuse aus hart-anodisiertem Alu, vergütetes Frontglas, Edelstahlbezel
- tailstand-fähig
- IP68 wasser-/staubdicht, 2 m sturzresistent
Datenvergleich
(Herstellerangaben) | Nitecore EDC33 | Nitecore EDC35 |
|---|---|---|
| Leuchstufen | 4.000 / 1.700 / 1.200 / 300 / 70 / 5 Lumen | 5.000 / 3.000 / 1.300 / 300 / 70 / 5 Lumen |
| Leuchtdauer circa | -- / -- / 2,5 / 7 / 31 / 63 Stunden | -- / -- / 4,75 / 9,25 / 40 / 90 Stunden |
| Leuchtweite ANSI (optisch = 1/3) | 400 / 450 / 208 / 182 / 93 / 25 Meter | 500 / 550 / 230 / 200 / 100 / 27 Meter |
| Abmessungen (Länge * Kopfdurchmesser) | 115,6 * 25,4 mm | 124,3 * 31,8 mm |
| Gewicht incl. Trageclip | 127 g | 178 g |
| Emitter | NiteLab UHi 20 MAX LED | NiteLab UHi 40 MAX LED |
| verbauter Li-Io Akku | 18650 / 4.000 mAh / 14,4 Wh | 21700 / 6.000 mAh / 21,6 Wh |
| Holster im Lieferumfang | nein | ja |
| Preis in Deutschland ca. | 80 € | 100 € |
Lieferumfang
- Nitecore EDC35 Taschenlampe m. eingebautem Akku
- Nylonholster
- USB-C Ladekabel, Trageclip, Paracord-Lanyard mit Karabiner, Einfädelhilfe
- Bedienungsanleitung
Wie oben schon erwähnt, um Wiederholungen zu vermeiden nur ein paar wenige Anmerkungen. Auch die EDC35 ist in Verarbeitungsqualität identisch gut, mit ähnlichem Aufbau und aggressivem Knurling, aber eben halt nur etwas stämmiger anzufassen.
Die UHi 40 MAX LED im strukturierten Reflektor. Der dunkle Punkt rechts ist der Näherungssensor.
Das Holster ist relativ steif und schon zu groß, um die Lampe darin unauffällig in der Hosentasche zu transportieren. Es ist insofern sicher für die Befestigung am Gürtel ausgelegt. Anstelle eines Klettverschlusses hält ein Magnet die Kappe verschlossen. Im Boden des Holsters ist ein kleines Loch, so dass man erkennen kann, wenn die Lampe versehentlich eingeschaltet geblieben ist.
Größenvergleich der Geschwistermodelle. Die 35er hat einen längeren Trageclip.
Bedienung
Das Manual ist auf der Herstellerhomepage als PDF herunterzuladen.Gesteuert werden die einzelnen Leuchtstufen über einen zweistufigen Tastschalter am Heck durch halbes oder volles Durchdrücken. Während die erste Stufe noch angenehm leicht und mit eindeutigem Feedback zu erreichen ist, muss man leider für die zweite Stufe (volles Durchdrücken) ungebührlich viel Kraft aufwenden. Mit normal angewinkeltem Daumen bekommt man den Taster nicht mit der Daumenfläche durchgedrückt, das geht nur mit der Daumenspitze und der damit verbundenen verkrampften Haltung. Dies ist umso bedauerlicher, da man die Lampe so nicht gleichzeitig schalten und fest umschlossen halten kann, um sie mit der Hand kühlen zu kühlen. Darüber hinaus kann durch den schwergängigen Taster sogar die eine oder andere Fehlbedienung resultieren. Hier hat sich Nitecore m.M. einen Flop geleistet, der sehr vielen diese ansonsten wirklich tolle und empfehlenswerte Lampe vergraulen könnte.
Anmerkung zu den Leuchtstufen:
Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse am Lampenende zur Seite drehen und das beiliegende USB-Kabel mit der Lampe und einer 5V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinken die Status-LEDs je nach Ladefortschritt.
Anzeige für Akkurestkapazität
Im Betrieb leuchtet die LED-Anzeige dauerhaft, was ich prima finde. Die meisten anderen Lampen zeigen oft nur für wenige Sekunden nach dem Einschalten mit einer oder (im bestenfall) mehreren LEDs den Ladezustand an. Ferner kann man auch bei ausgeschalteter Lampe durch kurzen halben Tasterdruck die LED-Anzeige für etwa 2,5 Sekunden aktivieren. Jede Status-LED der EDC33 steht grob für ein Viertel der Akkukapazität.
Einschaltsperre
Der Sensor funktioniert nur in der Stufe High (1.300 lm) und erst wenige Zentimeter vor der Lampe. In den niedrigeren Stufen hält der Hersteller die Funktion nicht für erforderlich. Bei den beiden Sonderstufen anscheinend auch nicht, da sie ja nur Momentlicht sind. Das ist vielleicht etwas zu kurz gedacht. Denn wenn die Lampe nicht gesperrt ist, kann Momentlicht Search mit immerhin heißen 3.000 Lumen durchaus unfreiwillig in der Hosentasche oder im Rucksack o.ä. aktiviert werden, solange der Taster berührt wird. Hier würde ich empfehlen, die Sensorfunktion auf die Stufe Search zu erweitern.
- man schaltet nur Moment- und arretiert kein Dauerlicht
- drückt man von off zu langsam ganz durch, blitzt erst kurz Lumin Shield auf und die Lampe bleibt dann aus
- drückt man von on zu langsam ganz durch, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt nur kurz mit voller Power (Lumin Shield)
- drückt man von on zu schwach, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt kurz mit Search
- drückt man von off zu langsam ganz durch, blitzt erst kurz Lumin Shield auf und die Lampe bleibt dann aus
- drückt man von on zu langsam ganz durch, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt nur kurz mit voller Power (Lumin Shield)
- drückt man von on zu schwach, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt kurz mit Search
- reguläre Stufen = Ultralow, Low, Mid, High
- Ultralow, Low, Mid = nur mittlerer Emitter leuchtet
- High = alle Emitter leuchten mit zusammen 1.300 lm
- Search = volle Leistung mittlerer Emitter (Spotlicht 3.000 lm)
- Lumin Shield = alle Emitter leuchten zusammen mit 5.000 lm
| Ausgangslage | Aktion | Resultat |
|---|---|---|
| aus | kurz halb drücken | Ladezustandsanzeige |
| aus | halb gedrückt halten | Momentlicht Search |
| aus | kurz ganz durchdrücken | an reguläre Stufe (mit Memory) |
| aus | ganz durchgedrückt halten | Momentlicht Lumin Shield |
| an (reguläre Stufe) | halb gedrückt halten | Momentlicht Search, loslassen für regulär |
| an (reguläre Stufe) | ganz durchgedrückt halten | Momentlicht Lumin Shield, loslassen für regulär |
| an (reguläre Stufe) | kurz halb drücken | Wechsel von dunkel zu heller |
| an (reguläre Stufe) | kurz ganz durchdrücken | aus |
Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse am Lampenende zur Seite drehen und das beiliegende USB-Kabel mit der Lampe und einer 5V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinken die Status-LEDs je nach Ladefortschritt.
Anzeige für Akkurestkapazität
Im Betrieb leuchtet die LED-Anzeige dauerhaft, was ich prima finde. Die meisten anderen Lampen zeigen oft nur für wenige Sekunden nach dem Einschalten mit einer oder (im bestenfall) mehreren LEDs den Ladezustand an. Ferner kann man auch bei ausgeschalteter Lampe durch kurzen halben Tasterdruck die LED-Anzeige für etwa 2,5 Sekunden aktivieren. Jede Status-LED der EDC33 steht grob für ein Viertel der Akkukapazität.
Einschaltsperre
- Full lock out: einfach Seitenschalter in die entsprechende Position schieben, um zu sperren oder entsperren.
- Half lock out: (finde ich persönlich überflüssig) nur die regulären Stufen (Dauerlicht) werden gesperrt, so dass ausschließlich Search oder Lumin Shield zur Verfügung steht. Hierfür muss man bei eingeschaltetem Search oder Lumin Shield den Schalter auf "gesperrt" schieben. Auf diese Weise bleibt LS und Search verfügbar, der Rest nicht.
Der Sensor funktioniert nur in der Stufe High (1.300 lm) und erst wenige Zentimeter vor der Lampe. In den niedrigeren Stufen hält der Hersteller die Funktion nicht für erforderlich. Bei den beiden Sonderstufen anscheinend auch nicht, da sie ja nur Momentlicht sind. Das ist vielleicht etwas zu kurz gedacht. Denn wenn die Lampe nicht gesperrt ist, kann Momentlicht Search mit immerhin heißen 3.000 Lumen durchaus unfreiwillig in der Hosentasche oder im Rucksack o.ä. aktiviert werden, solange der Taster berührt wird. Hier würde ich empfehlen, die Sensorfunktion auf die Stufe Search zu erweitern.
Messungen
(Hinweis: ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung von Messnormen, Messfehler sind nicht ausgeschlossen.) | Ultralow | Low | Mid | High | Search | Lumin Shield |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lichtstrom (Lumen) EDC33 | 5 | 83 | 375 | 1.470 | 1.685 | 3.745 |
| Lichtstrom (Lumen) EDC35 | 6 | 87 | 452 | 1.436 | 2.800 | 4.900 |
| Lichtintensität (Lux) EDC33 | 173 | 2.650 | 12.350 | 16.000 | 53.000 | 45.000 |
| Lichtintensität (Lux) EDC35 | 150 | 2.050 | 10.750 | 16.575 | 67.500 | 56.000 |
- Ladestrom max. 2A
- PWM >30 kHz (= flimmerfrei)
Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex
Leuchtergebnis
Die Lichtfarbe ist etwas wärmer als bei der EDC33 und leider nicht mehr reinweiß sondern minimal grünlich. Dies ist vor allem in den unteren Stufen zu erkennen. Der größere Reflektor bewirkt wegen der gleichzeitig größeren Center-LED keine gesteigerte Leuchtweite bzw. Bündelung. Höhere Luxwerte sind hier allein aufgrund des höheren Lichtstroms erzielbar.Fazit
Was für die größere EDC35 spricht ist vor allem die längere Leuchtdauer. Auch mögen viele - vor allem Kerle mit großen Händen - eine Lampe mit etwas dickerem Body und 21700 anstelle einer dünneren EDC. Das ist Geschmackssache. Unauffälliger in der Hosentasche und ohne Holster ist jedenfalls die EDC33. Bei der Lichtqualität gefällt mir die EDC33 wegen der weißeren Lichtfarbe besser, während die 35er unter einem Grünstich leidet. Allerdings ist der in der hellsten Stufe nicht mehr zu sehen. Die größere Lichtmenge fällt optisch weniger als bei der Messung auf, da das menschliche Auge relativ unempfindlich ist. Erst bei einer viel größeren Relation (z.B. 50 oder 100% mehr Leistung) können wir auch einen deutlichen Unterschied mit dem Auge sehen.Meine Lieblingslampen werden die EDC33 und 35 nicht werden, da sie mir vor allem wegen der Bodystruktur (Knurling) zu unangenehm anzufassen sind und das Schalterkonzept finde ich unschön. Es machte mir jedenfalls keinen Spaß, die Lampen über den Zweiwegeschalter zu bedienen.
Den Aufpreis von 20€ für die größere Lampe finde ich wegen des zusätzlichen Holsters, der Mehrleistung und längeren Leuchtdauer in Ordnung.
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