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Nitecore EDC33 - Reviews und Passaround-Erfahrungsberichte

amaretto

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12 August 2010
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NRW
Nitecore hat unentgeltlich eine EDC33 für einen Passaround übersandt. Die Teilnehmer des Passarounds können in diesem Thread hier ihre Erfahrungen zur Lampe posten aber selbstverständlich gern auch alle anderen Leute, die diese Lampe besitzen.
20231222_135509.jpg
20231222_135622.jpg

Daten und Eigenschaften​

  • sehr kompakte Taschenlampe mit 4.000 Lumen max. Lichtstrom
  • Leuchtweite 450 m (54.500 cd)
  • 4 reguläre + 2 Sonder-Leuchtstufen
  • kein Disco-Strobe/S.O.S/Beacon
  • Emitter: "NiteLab UHi 20 LED MAX" mit kaltweißer Lichtfarbe
  • strukturierter Alu-Reflektor (orange peel)
  • Näherungssensor
  • Steuerung über 2-Stufen-Endkappenschalter
  • Schiebeschalter für Einschaltsperre
  • fest eingebauter 18650 Li-Io-Akku mit 4.000mAh Kapazität
  • Aufladung per USB-C
  • LED-Anzeige (4 Segmente) für Restkapazität
  • Gehäuse aus hart-anodisiertem Alu
  • vergütetes Frontglas
  • tailstand-fähig
  • Maße 115,6 * 25,4 mm (L * Kopf/Body)
  • IP68 wasser-/staubdicht, 2 m sturzresistent
  • Gewicht 121 g
  • Preis ca. 80 €

Helligkeitsstufen + Leuchtdauer​

daten(2).jpg

Lieferumfang​

  • Nitecore EDC33 Taschenlampe
  • integrierter 18650 Li-Io-Akku
  • USB-C Ladekabel
  • Trageclip, Paracord-Lanyard mit Karabiner
  • Bedienungsanleitung
Ein Trageholster ist nicht im Lieferumfang enthalten, dafür eine unüblich stabile Fangschnur mit Einfädelhilfe. Diese wird am Trageclip befestigt. Ersatzdichtungen sind obsolet, da die Lampe nicht geöffnet werden muss/kann.
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Die Bezeichnung "EDC" steht im Taschenlampen-Bereich allgemein für kleine Lampenmodelle mittlerer Leistung für den Alltagsgebrauch. In Bezug auf die geringe Baugröße ist das bei der Nitecore auch so, darüber hinaus hat sie beispielsweise bei der Bedienung mit ihrem zweistufigen Heckschalter jedoch Eigenschaften (oder -arten?), die eher auf "taktische" Lampen zutreffen.

Das Gehäuse ist für meinen Geschmack etwas zerklüftet und ein Mix aus verschiedenen Designs. Vorn ein überwiegend glatter Lampenkopf, gefolgt von einem eckigen Ring (mit dem Look einer Schraubenmutter), dann ein ziemlich aggressives Knurling, wieder ein glatterer Teil und am Ende ein drehbarer Ring mit wieder einer anderen Fräsung. Nach meinem Geschmack ist das Knurling genauso unangenehm anzufassen wie schon bei der MH12 Pro und der MH25 Pro.

Während das Äußere (wie meistens) durchaus Geschmackssache ist, muss man dem Hersteller bei der EDC33 und generell eine hohe Verarbeitungsqualität und professionellen Eindruck (wie bei den meisten Nitecore-Produkten) bescheinigen. Verarbeitungsmängel sind keine auffindbar und der mechanische Aufbau scheint für die Ewigkeit gemacht zu sein. Der vormontierte Trageclip lässt sich bei Bedarf abnehmen und ist sehr groß und äußerst stabil. Eine HAIII-Anodisierung, beschichtete Frontlinse, exakte Zentrierung der LED, saubere Beschriftung sind hier eine Selbstverständlichkeit.
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Der hintere Bereich der Lampe hat es in sich: zum Einen hat Nitecore dort hinter einem satt, spiel- und kratzfrei drehenden Ring eine USB-C Buchse zum Aufladen des fest eingebauten Akkus versteckt. Von einem Anschlag zum anderen sind es geschätzt 40 Grad. Dazu wurde der Lampe direkt an den Ring anschließend noch eine vierteilige LED-Anzeige für den Ladezustand spendiert. Als weitere Besonderheit bietet die EDC33 dann auch noch einen mechanischen Schieberegler, mit dem sich die Lampe sehr fix und ohne Herumgeklicke gegen unabsichtliches Einschalten sperren und entsperren lässt. Eine solche narrensichere und selbsterklärende Ausführung einer Einschaltsperre findet man bei Taschenlampen leider nur selten. Bis hierhin bin ich schon ins Schwärmen gekommen und sehr angetan von der Testlampe. Es gibt leider auch mindestens eine Schattenseite, zu der ich in der Rubrik Bedienung noch kommen werde.
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Zwischenablage06.jpg
Nach dem Wow bei der Betrachtung des hinteren Teils der Lampe auch hier vorn ein Wow. So etwas hatte ich vorher auch noch nicht gesehen. Nitecore kombiniert bei der LED namens NiteLab UHi 20 MAX eine mittlere runde Emitterfläche mit acht weiteren Emitterflächen, die getrennt von der mittleren ansteuerbar sind. Während die mittlere LED hauptsächlich für eine fokussierte Abstrahlung und höhere Leuchtweite zuständig ist, sorgen die äußeren Emitter für mehr Abstrahlung in die Breite und diffuseres Flutlicht. Auf diese Weise ließe sich je nach Ansteuerung eine bestimmte Leuchtcharakteristik einstellen (mal mehr gerichtet, mal mehr breitstrahlend). Von Zulieferern ist so eine UHi-LED nicht zu bekommen, der Sysmax-Konzern, zu dem auch Nitecore zählt, stellt diese LED in Kooperation mit einem weiteren Partner selbst her. Offenbar wird es weitere Lampenmodelle mit dieser Technik geben, Nitecore erwähnt neben der UHi20 auch noch eine UHi10, 40, 50 und 100. Man darf gespannt bleiben...
Noch erwähnenswert ist der im Foto sichtbare "Punkt", hinter dem sich ein Näherungssensor verbirgt. Sobald sich wenige Zentimeter vor der Lampe (ausschließlich in der Leuchtstufe "High") ein Hindernis befindet, wird automatisch auf eine geringere Leuchtstufe heruntergeschaltet. Dies soll wohl vor Brandlöchern schützen, falls man die Lampe unachtsam eingeschaltet irgendwo ablegt.
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Für eine Lampe mit 18650-Akku, Heckschalter und interner Aufladung baut die EDC33 sehr klein. In der Leistung ist sie dagegen die Potenteste.
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Bedienung​

Das Manual ist auf der Herstellerhomepage als PDF herunterzuladen.

Gesteuert werden die einzelnen Leuchtstufen über einen zweistufigen Tastschalter am Heck durch halbes oder volles Durchdrücken. Während die erste Stufe noch angenehm leicht und mit eindeutigem Feedback zu erreichen ist, muss man leider für die zweite Stufe (volles Durchdrücken) ungebührlich viel Kraft aufwenden. Mit normal angewinkeltem Daumen bekommt man den Taster nicht mit der Daumenfläche durchgedrückt, das geht nur mit der Daumenspitze und der damit verbundenen verkrampften Haltung. Dies ist umso bedauerlicher, da man die Lampe so nicht gleichzeitig schalten und fest umschlossen halten kann, um sie mit der Hand kühlen zu kühlen. Darüber hinaus kann durch den schwergängigen Taster sogar die eine oder andere Fehlbedienung resultieren. Hier hat sich Nitecore m.M. einen Flop geleistet, der sehr vielen diese ansonsten wirklich tolle und empfehlenswerte Lampe vergraulen könnte.
- man schaltet nur Moment- und arretiert kein Dauerlicht
- drückt man von off zu langsam ganz durch, blitzt erst kurz Lumin Shield auf und die Lampe bleibt dann aus
- drückt man von on zu langsam ganz durch, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt nur kurz mit voller Power (Lumin Shield)
- drückt man von on zu schwach, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt kurz mit Search
Anmerkung zu den Leuchtstufen:
  • reguläre Stufen = Ultralow, Low, Mid, High
  • Ultralow, Low, Mid = nur mittlerer Emitter leuchtet
  • High = alle Emitter leuchten mit zusammen 1.200 lm
  • Search = volle Leistung mittlerer Emitter (Spotlicht 1.700 lm)
  • Lumin Shield = alle Emitter leuchten zusammen mit 4.000 lm
AusgangslageAktionResultat
auskurz halb drückenLadezustandsanzeige
aushalb gedrückt haltenMomentlicht Search
auskurz ganz durchdrückenan reguläre Stufe (mit Memory)
ausganz durchgedrückt haltenMomentlicht Lumin Shield
an (reguläre Stufe)halb gedrückt haltenMomentlicht Search, loslassen für regulär
an (reguläre Stufe)ganz durchgedrückt haltenMomentlicht Lumin Shield, loslassen für regulär
an (reguläre Stufe)kurz halb drückenWechsel von dunkel zu heller
an (reguläre Stufe)kurz ganz durchdrückenaus

Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse am Lampenende zur Seite drehen und das beiliegende USB-Kabel mit der Lampe und einer 5V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinken die Status-LEDs je nach Ladefortschritt. Die Ladedauer beträgt max. 2 Stunden.

Anzeige für Akkurestkapazität
Im Betrieb leuchtet die LED-Anzeige dauerhaft, was ich prima finde. Die meisten anderen Lampen zeigen oft nur für wenige Sekunden nach dem Einschalten mit einer oder (im bestenfall) mehreren LEDs den Ladezustand an. Ferner kann man auch bei ausgeschalteter Lampe durch kurzen halben Tasterdruck die LED-Anzeige für etwa 2,5 Sekunden aktivieren. Jede Status-LED der EDC33 steht grob für ein Viertel der Akkukapazität.

Einschaltsperre
  • Full lock out: einfach Seitenschalter in die entsprechende Position schieben, um zu sperren oder entsperren.
  • Half lock out: (finde ich persönlich überflüssig) nur die regulären Stufen (Dauerlicht) werden gesperrt, so dass ausschließlich Search oder Lumin Shield zur Verfügung steht. Hierfür muss man bei eingeschaltetem Search oder Lumin Shield den Schalter auf "gesperrt" schieben. Auf diese Weise bleibt LS und Search verfügbar, der Rest nicht.
Näherungssensor
Der Sensor funktioniert nur in der Stufe High (1.200 lm) und erst wenige Zentimeter vor der Lampe. In den niedrigeren Stufen hält der Hersteller die Funktion nicht für erforderlich. Bei den beiden Sonderstufen anscheinend auch nicht, da sie ja nur Momentlicht sind. Das ist vielleicht etwas zu kurz gedacht. Denn wenn die Lampe nicht gesperrt ist, kann Momentlicht Search mit immerhin heißen 1.700 Lumen durchaus unfreiwillig in der Hosentasche oder im Rucksack o.ä. aktiviert werden, solange der Taster berührt wird. Hier würde ich empfehlen, die Sensorfunktion auf die Stufe Search zu erweitern.

Messungen​

Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
  • Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
  • Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
  • Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
  • Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
  • Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro
Verwendete Geräte:
Ultralow​
Low​
Mid​
High​
Search​
Lumin Shield​
Lichtstrom (Lumen)
5​
83​
375​
1.470​
1.685​
3.745
Lichtintensität (Lux)
173​
2.650​
12.350​
16.000​
53.000
45.000​
  • Ladestrom max. 2A
  • PWM >30 kHz (= flimmerfrei)
Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex für Spotlight
Zwischenablage07.jpg
Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex für Lumin Shield
Screenshot_20231222_143832_Light Master Pro.jpg

Laufzeittest auf hellster dauerfester und arretierbarer Stufe (High) mit Ventilatorkühlung
Laufzeit High.jpg
Laufzeittest Search
laufzeit search.jpg
Laufzeittest Lumin Shield
laufzeit luminshield.jpg
Auf den Graphen ist zu erkennen, dass ich nach dem Stepdown die Lampe erneut in der jeweiligen Einstellung gestartet habe.

Hitzeentwicklung nach mehrmaligem Aktivieren von Lumin Shield, links vorher, rechts nachher.
An der Hitzeentwicklung, die physikalisch bei so einer kleinen Lampe und der Leistung unausweichlich ist, kann man erkennen, dass Lumin Shield als auch Search nur für sehr kurzzeitigen Gebrauch gedacht sind. Deshalb wäre jede Kritik (ich kenne unsere Flashies ja...), die eine längere Leuchtdauer in diesen beiden Burst-Stufen fordert, komplett am Thema vorbei. Niemand kann jetzt schon diese Temperaturen mit der bloßen Hand aushalten. Auch die Technik würde das nicht lang aushalten, deshalb sind die frühen Stepdowns dringend geboten.
Zwischenablage08.jpg

Leuchtergebnis​

Die Lichtfarbe empfinde ich als reinweiß. Selbst in den unteren Stufen kann ich keinen störenden Farbstich erkennen. Ein anderer Tester hatte etwas von grünlich berichtet, das kann ich erfreulicherweise nicht bestätigen. Einzig in der Stufe Search (= nur Spot volle Leistung) ist der Spill-Bereich und der Lichtkegel insgesamt etwas kälter von der Farbe. Die Gleichmäßigkeit des Lichtkegels insgesamt geht auch in Ordnung. Der Output kann sich sehen lassen, die Lichtleistung sowieso.
20231222_143107.jpg
Zwischenablage02.jpg

Fazit​

In der EDC33 von Nitecore stecken eine Menge hervorragender Ideen. Hervorzuheben ist aus meiner Sicht beispielsweise die USB-Abdeckung, die Ladezustandsanzeige und natürlich die innovative und vielleicht auch einzigartige Multi-LED. Darüber hinaus ist die EDC33 eine richtige Hochleistungsrakete im kleinen Format, die an der Grenze der thermischen Belastbarkeit konstruiert sein dürfte. In diesem kompakten Lämpchen fast 4000 Lumen in einer Serienlampe ist eine Ansage. Nicht allein die Spitzenleistung ist imho interessant sondern auch die konstant geregelte dauerfeste Leuchtstufe High. Die laut meinen obigen Schätzungen ermittelte Anfangsleistung von fast 1.500 Lumen liegt selbst nach über einer Stunde Brenndauer immer noch über der Herstellerangabe von 1.200 Lumen. Die Nitecore holt sozusagen das Maximum an dauerhafter Helligkeit aus dem Akku heraus, HUT AB!

Eigentlich ist die EDC33 nicht nur temperaturtechnisch ein ganz heißes Eisen. Wenn, ja wenn nur der etwas schwergängige Tastschalter nicht wäre. Ich hoffe, dass Nitecore hier vielleicht in einer 2.0 nachbessert. Vielleicht bin ich auch nur etwas empfindlich oder verwöhnt, ich würde der Lampe wirklich gönnen, dass genug Käufer sich mit dem Schalter arrangieren können.

Fest verbauter Akku: generell bevorzuge ich austauschbare Akkus und viele Flashies sicher ebenso. Bei der EDC33 kann ich aber wegen der geringen Baugröße und der sehr hohen Stromaufnahme nachvollziehen, dass ein fest eingebauter Akku nicht zum Foppen der Käufer sondern aus guten Gründen verbaut wurde. Bei hohen Strömen (hier sicher 15-20A) sind beste Kontakte und niedrigste Übergangswiderstände wichtig. Ganz zu schweigen davon, dass der Hersteller sicher nicht möchte, dass unerfahrene Käufer irgendwelche Schrottakkus in die Lampe stecken und dann womöglich die Leistung reklamieren. Den Akku fest zu verbauen ist insofern ein probates Mittel, auch wenn das den erfahreneren Flashies natürlich nicht gefällt. Der Hersteller muss jedoch ein sicheres Produkt für selbst die unwissendsten Käufer garantieren.

pro
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ kurzzeitig sehr hohe Lichtleistung
+ Sofortzugriff auf 100% Spot und Lumin Shield
+ einfache Sperrfunktion
+ 4-stufige Ladezustandsanzeige
+ gute Ladebuchsenabdeckung
+ Näherungssensor

contra
- Tastschalter schwergängig
- Akku nicht austauschbar
- schaltet ohne Vorwarnung ab

neutral
- Knurling etwas zu aggressiv
- nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
- kein Holster im Lieferumfang
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
3.255
1.985
113
Kassel
Wie von unserem Top-Reviewer nicht anders zu erwarten, eine weitere tolle Lampenvorstellung :thumbup: Habe fast den Eindruck, die Lampe in der Hand gehabt zu haben...

Die Lob- und Kritikpunkte sind für mich absolut nachvollziehbar. Eine innovative Lampe, die noch Verbesserungspotenzial hat!
 
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veganpunk

Flashaholic*
24 Oktober 2015
337
87
28
"trust no one"
Schöner Test.:tala: Die Akkuanzeige, der Schiebeschalter für Einschaltsperre, USB-Abdeckung sind top. Ich fand bei vielen meiner vorigen Taschenlampen (Wuben C3 usw.) und Fahrradlampen die Abdeckung nicht so doll.

"Bei hohen Strömen (hier sicher 15-20A) sind beste Kontakte und niedrigste Übergangswiderstände wichtig. Ganz zu schweigen davon, dass der Hersteller sicher nicht möchte, dass unerfahrene Käufer irgendwelche Schrottakkus in die Lampe stecken und dann womöglich die Leistung reklamieren. Den Akku fest zu verbauen ist insofern ein probates Mittel, auch wenn das den erfahreneren Flashies natürlich nicht gefällt. Der Hersteller muss jedoch ein sicheres Produkt für selbst die unwissendsten Käufer garantieren."

Dann warte ich lieber auf die Taschenlampe, mit austauschbarem Akku, die hohe Ströme, gute Kontake und wenig Übergangsströme hat.
 

Buteo

Flashaholic**
25 März 2015
3.053
1.369
113
Hier einmal ein erster Eindruck von mir, eine ausführliche Darstellung kommt innerhalb dieser Woche nach...

Das UI gefällt mir richtig, hier bin ich Feuer und Flamme!
Der Taster ist zwar etwas schwergängig, aber der Lockout ist Mega! :)
Drückt man bei eingeschalteter Lampe den Taster halb (länger), wirds schon richtig hell... drückt man ihn ganz durch, hat man die Sonne in der Hand. :pfeifen:

Dauerhaft 1200-1500 Lumen sind sehr sicher das Maximum, das man aus diesem kleinen Kopf rausholen kann. :)

Das Lichtbild ist wirklich gut, es ist tatsächlich nur ein recht schwacher Grüntint vorhanden... in etwa vergleichbar mit der SST-70, die SFT-70 ist da nochmal einen Tacken besser.
Man hat kleine Ringe an der White Wall, aber draußen soweit nicht erkennbar und aich nicht zu beanstanden.
Die Reuchweite ist auch recht enorm für einen Allrounder, wir reden hier locker von 100m in der Dämmerung. :thumbsup:

Als neutral sehe ich das geringe Gewicht, hier hätte Nitecore durchaus etwas Materialstärke zulegen dürfen. ;)

@amaretto in einer Sache muss ich Dir widersprechen...ich hätte mir einen wechselbaren Akku gewünscht, meinetwegen dann auch eine proprietären von Nitecore. Das wäre immer noch besser gewesen als ein fest verbauter. ;)
Das ist bisher der einzige Negativpunkt, den ich vorzubringen habe.

Trotzdem hat die Lampe absolut ihren Charme und ist in die Überlegung "Vorgemerkt für später zur Anschaffung" gelangt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Sonnenhell123

Flashaholic
22 November 2020
132
33
28
@amaretto : Vielen Dank für deine Mühe und das tolle Review.

Ich habe eine Alltags bezogene Frage zur Laufzeit von Spot und Luninshield.

Es ist ja ein fest verbauter Akku den die meisten sicherlich nicht täglich laden werden und auch Spot und Search wird nach dem abklingen der anfänglichen Begeisterungsphase nicht immer genutzt werden - aber sicherlich der dauerfeste High Modus.

Wir ist das Laufzeitverhalten von Search und Luminshield wenn davor der dauerfeste Highmodus 10Min lief (z.B. von Mo bis Fr je 2 Min) und die Lampe kalt ist (z.B. Kaltstart am Sa/So)?

Packt die Lampe dann noch den Search und Lumin Shieldmodus und falls ja: für wie lange und wie hell?
 
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amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
21.422
25.845
113
NRW
@Sonnenhell123
Also du meinst die Frage, ob die Lampe die beiden genannten Stufen noch aktivieren kann, wenn der Akku z.B. nur noch halb voll ist?
Oder meinst du, wieviele Sekunden Search und Luminshield unabhängig von der tatsächlichen Leistung noch ohne Abfall aktiviert werden können?

Man kann zwar die Spannung des internen Akkus nicht messen aber sich an der groben vierstelligen LED-Anzeige richten. Man könnte also ausprobieren, wie hoch die Leistung von Luminshield oder Search mit - sagen wir mal - nur noch 3 oder 2 grünen LEDs ist. Das könnte ich noch testen, wenn die Lampe wieder aus dem PA zurück ist oder einer der Teilnehmer macht einen entsprechenden Test.
 

Sonnenhell123

Flashaholic
22 November 2020
132
33
28
@Sonnenhell123
Also du meinst die Frage, ob die Lampe die beiden genannten Stufen noch aktivieren kann, wenn der Akku z.B. nur noch halb voll ist?
Oder meinst du, wieviele Sekunden Search und Luminshield unabhängig von der tatsächlichen Leistung noch ohne Abfall aktiviert werden können?

Man kann zwar die Spannung des internen Akkus nicht messen aber sich an der groben vierstelligen LED-Anzeige richten. Man könnte also ausprobieren, wie hoch die Leistung von Luminshield oder Search mit - sagen wir mal - nur noch 3 oder 2 grünen LEDs ist. Das könnte ich noch testen, wenn die Lampe wieder aus dem PA zurück ist oder einer der Teilnehmer macht einen entsprechenden Test.
Meine den Test mit dreiviertel vollem Akku / halb voll => bei 2 oder 3 der 4 Ladeleds.
 

Buteo

Flashaholic**
25 März 2015
3.053
1.369
113
Moin. :)

Sodele, hier mein Gesamteindruck von der EDC 33.

Das Knurrling ist etwas aggressiv und fühlt sich klasse in der Hand an.
Es wird zwar auf Dauer die Hose, in der die Lampe steckt, gut leiden lassen, aber hier siegt einfach der Grip in der Hand. :)

Der Clip ist ebenso Klasse. Sehr straff, gut dimensioniert und in einem schönen Design gestaltet. :)

Ein Minuspunkt hier...keine Lanyard Holes, das muss man am Clip anbringen...das finde ich schade.

Tailstand ist problemlos - aber etwas wackelig - möglich mit der Lampe.

Der Lockout Schalter ist absolut genial, den würde ich mir an den Lampen anderer Hersteller ebenfalls wünschen! :)

Der Output...mit 1200-1500 Lumen ziemlich konstant echt Mega für so eine kleine Lampe! :)

Man gewöhnt sich an den Druckpunkt des Tasters, also die Bedienung an sich geht völlig klar.

Lichtbild und Farbtint...das Licht isd ist universell, die Reichweite mit über 100m real auf High gut genug für einen Allrounder. Der Farbtint ist etwas grün (vergleichbar mit SST-40 und SST-70), geht aber in Ordnung.

"Search" und "Luminshield" ... Search ist in meinen Augen ein Turbo, also da reichen einige Sekunden.
Das Luminshield sollte m.E.n. besser vom Output heruntergefahren werden, dafür könnte man dann lieber die Betriebsmodi "Throw" (also normal) und "FLOOD" (also alle LED-Bereiche gemeinsam) integrieren, so dass man statt des "Tactical"-Dingens tatsächlich die LED voll ausnutzen könnte! :)

Es bleibt der Wehrmutstropfen mit dem fest integrierten Akku...echt schade. :(

Zu Guter Letzt noch der beschriebene Fehler, wenn man den Taster drückt und gleichzeitig den Lockoutschalter betätigt.
Die Lampe spinnt danach ein wenig herum, was sich aber bei diesem Modell nach 2-3 Mal hin- und herschalten und Taster drücken wieder normalisiert, hier scheint die kleine CPU etwas durcheinander zu kommen. :)
Ich denke, auch das ließe sich recht einfach seitens Nitecore durch eine aktualisierte Version beheben. :)

FAZIT: Die Lampe macht Spaß und steht auf der Liste. Aaaaaaaber...ich warte jetzt erstmal die EDC35 ab, vielleicht sind hier ja schon einige Dinge verbessert worden. ;)
 

Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
226
214
43
Emsland
Anfangs war ich kurz sehr von der EDC33 positiv überrascht. Sehr kompakt, sehr hochwertig, tolle Lösung mit dem Lockoutschalter und der USB-Abdeckung und auch irgendwie interessant mit dem Search und Luminshield zu spielen.

Nach der ersten Freude kam dann schnell die Ernüchterung wie stark sie herunterregelt und wie heiß sie wird. High hält sie bei weitem nicht +- die Hälfte

Wenn die Leistung nachlässt setzt sich schnell ein Grünstich mit durch - da bin ich raus. Im Search-Mode hat sie eine völlig andere Lichfarbe - sie wäre mir lieber. Die Lichtleistung nach dem runterregeln ist nichts besonderes mehr und ärgerte mich nach der anfänglichen Freude.
 

Buteo

Flashaholic**
25 März 2015
3.053
1.369
113
Nicht allein die Spitzenleistung ist imho interessant sondern auch die konstant geregelte dauerfeste Leuchtstufe High. Die laut meinen obigen Schätzungen ermittelte Anfangsleistung von fast 1.500 Lumen liegt selbst nach über einer Stunde Brenndauer immer noch über der Herstellerangabe von 1.200 Lumen. Die Nitecore holt sozusagen das Maximum an dauerhafter Helligkeit aus dem Akku heraus, HUT AB!
Im ZeroAir-Review kommt der Reviewer nach dem langsamen Stepdown nach etwas über 20 Minuten auf ca. 650 Lumen im High-Modus, die dann allerdings konstant geregelt bleiben.

Ich möchte das neutral hier einmal zur Diskussion stellen, da mir dieser Punkt heute beim Durchlesen aufgefallen ist. :)
 

amaretto

Moderator
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12 August 2010
21.422
25.845
113
NRW
Steht in den Reviews: unterschiedliche Testbedingungen ;)

Zeroair macht es ohne jede Kühlung. Ich halte die Lampe in der Hand oder nehme einen Ventilator.
 
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Buteo

Flashaholic**
25 März 2015
3.053
1.369
113
Steht in den Reviews: unterschiedliche Testbedingungen ;)

Zeroair macht es ohne jede Kühlung. Ich halte die Lampe in der Hand oder nehme einen Ventilator.
Ich finds interessant, wie stark dann der Output abweicht durch so doch relativ geringe Unterschiede (Blut- und Luftkühlung gegenüber ungekühlt). :)
Ist ja schon ein recht enormer Unterschied ob 650 Lumen oder über 1000 Lumen (nicht unbedingt fürs Auge, aber prozentual alleine schon). :)
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
21.422
25.845
113
NRW
In der Tat. Oben im Wärmebild sieht man ein gutes Beispiel, was bei Lampen mit hoher Leistung mit kleinen Gehäusen thermisch abläuft. Im Grund alles Physik. Heißt im Umkehrschluss, dass man in der Praxis mit der Lampe fest in der Hand oft ein anderes Regelungsverhalten bekommt als im "Labor" mit freistehender Lampe ohne Kühlung wie bei 1Lumen oder Zeroair.
 
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nitrox

Flashaholic*
7 Juli 2012
712
237
43
So, ein paar Worte von mir zur NITECORE EDC33 !

Verarbeitung:

Verarbeitungstechnisch ist die EDC33 eine der besten Lampen die ich in den letzten Jahren in der Hand hatte.
Haptisch ist diese Lampe ein Traum. Allein die satt sitzende und drehende Abdeckung für den USB-C Ladeanschluss. Die drehbare Abdeckung dreht absolut präzise, ohne jegliches Wackeln oder Kratzen. Mechanisch absolut top ausgeführt. Wie lange das im alltäglichen Gebrauch so bleibt, kann man natürlich erst sagen wenn man die Lampe über lange Zeit selber nutzt.

Auch die Anodisierung, der Clip, die Frontlinse, die Anordnung LEDs und der Endschalter ohne Fehl und Tadel.


Bedienung:

Die Bedienung als solches ist logisch und intuitiv. Da gibt es nichts auszusetzen.
Auch die mechanische Bedienung über den Schalter fand ich problemlos. Ich hatte keine Probleme beim Drücken des Schalters, egal in welcher Haltung ich die Lampe hatte.

Leuchtbild:

Das Lichtbild empfand ich ebenfalls als reinweiß und konnte auch keinen grünstich (wenn dann nur minimal) feststellen.
Die Lichtbild war sauber, in allen Kombinationen und Modis. Und nicht zuletzt universell.
Die Lampe macht wirklich sehr viel Licht, besonders in Anbetracht ihrer Baugröße.

Wärmeentwicklung:

Noch nie hatte ich eine Lampe die so schnell, so extrem heiß geworden ist.
Nutzt man die 4000 Lumen wird der Lampenkopf innerhalb weniger Sekunden so heiß, daß man ihn nicht mehr berühren kann und sollte.
Selbst bei minus 11 Grad.
Wie @amaretto schon schrub, die Lampe wurde diesbezüglich am absoluten Limit kontruiert.


Einzig die Nutzung der verschiedenst angeordneten LEDs in den verschiedenen Modis lässt mich noch im Unklaren.
Ich konnte nicht feststellen, ob in der für Dauerlicht höchsten Stufe alle Ermitter in Betrieb und somit die größt mögliche Ausleuchtung möglich ist.
 

Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
226
214
43
Emsland
Alle LED´s sind im Betrieb sobald es ins Flutige Licht kommt - also Luminshield (voll drücken)
so zumindest meine Beobachtung - finde gerade ein Video nicht wieder wo alle Leuchtstufen in Kamerasicht durchgeschaltet werden
Bis zur vorletzten Stufe sieht man es beim Video von SelectedLights. So ab 3:45 - Allerdings bleibt High sowie Search darin unklar.

Frage:
In der High Stufe leuchtet Sie Anfangs relativ weiß und im Search-Mode (halb drücken) bläulich. Im Luminshield (voll drücken) wieder weiß
Wenn sie in der High Stufe runterregelt - bzw. in den schwächeren Leuchtstufen siehst Du keinen Grünstich!?

Meine und auch die eines Kumpels sind da relativ deckungsgleich. Sobald der anfangs sehr sehr (sehr) helle Spot nicht mehr alles übertönt fressen sich die grünen Monster durch ;-)

Verarbeitungstechnisch finde ich sie ebenfalls gut. Die Wurkkos TD04 liefert allerdings so ab wie ich es gerne in die EDC33 pflanzen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
21.422
25.845
113
NRW
Ich zitiere mich mal selbst bezüglich der Passaround-Lampe:
"Die Lichtfarbe empfinde ich als reinweiß. Selbst in den unteren Stufen kann ich keinen störenden Farbstich erkennen. Ein anderer Tester hatte etwas von grünlich berichtet, das kann ich erfreulicherweise nicht bestätigen."

Auch anhand der Messung mit dem Opple Lightmaster (s.o.) war kein Grünstich ersichtlich.

Vielleicht bist du nur extrem empfindlich gegen Farbstiche oder die PA-Lampe unterscheidet sich von den EDC33, die du sehen konntest. Die Berichte der PA-Teilnehmer werden ja dazu etwas sagen können.
 

Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
226
214
43
Emsland
Ja, kann durchaus sein das man zu empfindlich ist - grenzt einem auch selber die Auswahl ein ;-)

Vlt auch nur ne Phase. Wenn ich die 33er mal wieder in der Hand halte schaue ich nochmal optimistischer hin ,-)
 

Buteo

Flashaholic**
25 März 2015
3.053
1.369
113
Ich zitiere mich mal selbst bezüglich der Passaround-Lampe:
"Die Lichtfarbe empfinde ich als reinweiß. Selbst in den unteren Stufen kann ich keinen störenden Farbstich erkennen. Ein anderer Tester hatte etwas von grünlich berichtet, das kann ich erfreulicherweise nicht bestätigen."

Auch anhand der Messung mit dem Opple Lightmaster (s.o.) war kein Grünstich ersichtlich.

Vielleicht bist du nur extrem empfindlich gegen Farbstiche oder die PA-Lampe unterscheidet sich von den EDC33, die du sehen konntest. Die Berichte der PA-Teilnehmer werden ja dazu etwas sagen können.
Wenn man ganz genau darauf achtet, hat man in den unteren Leuchtstufen einen ganz leichten Grüntint...ähnlich der SFT-70 - auch bei der Passaround-Lampe.
Das ist jedoch sehr gering und kaum wahrnehmbar, es stört absolut nicht.

Ein Bekannter hält seine SFT-70 auch für rein weiß in den unteren Leuchtstufen, da fällt das nur an der White Wall im direkten Vergleich mit anderen LEDs auf.

Wenn kan allerdings sein Auge etwas darauf trainiert hat, fallen einem so feine Tints dann auch auf...ebenso wie etwas gelblich, etc.

Es sind im Grunde nur Nuancen. :)
 
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amaretto

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12 August 2010
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Und diese verflixte weiße Wand, das sind quasi Laborbedingungen :zwinkern:

Ob so ein Hauch einer Nuance von minimaler Färbung draußen überhaupt auffällt, ist eine andere Frage.
 
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Buteo

Flashaholic**
25 März 2015
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Und diese verflixte weiße Wand, das sind quasi Laborbedingungen :zwinkern:
Ja sind es. :(
Ich habe Dir damit ja auch gar nicht widersprochen. :)
Ob so ein Hauch einer Nuance von minimaler Färbung draußen überhaupt auffällt, ist eine andere Frage.
Absolut nicht!
Das Grün meiner verkauften Surefire UM2 fiel auch draußen auf auf hellen Flächen, auch das Grün der SST-70 in meiner ehemaligen Fenix PD40R V2.0, aber die SFT-70 meiner V3.0 sieht draußen komplett weiß aus, auch auf sehr hellen Flächen. :)
Das trifft auch auf die EDC33 zu. :)
 
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Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
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Beim Schalten in den Search Mode wird die Lichtfarbe anders - deutlich finde ich. Warum wohl?
In den übrigen Leuchtstufen und im Luminshield ist das nicht so
 

Bastelnator

Flashaholic
13 Februar 2023
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Ostalb
Ich habe das kleine, heiße Lichtwunder heute bekommen, nachdem es nur 6(!) Tage aus China nach D unterwegs war.

Leider kann ich die hier schon erwähnten Pros und Contras der Vorschreiber bestätigen - ich wollte es aber unbedingt selbst ausprobieren und erleben.

Die Grundidee einer -bei Bedarf- superhellen, kompakten EDC finde ich gut. Material und Verarbeitung sind für mein Gefühl sehr gut, die Idee mit dem USB-Ladeanschluß unter der Kappe und deren mechanische Umsetzung sind ebenfalls top.
Die LED hat in den niedrigen Stufen (Ultralow, Low, Mid) leider einen leichten grünen Touch, der ist ab High verschwunden und fällt bei den beiden Extremmodi und im Außeneinsatz nicht auf.
Im Vergleich mit meiner SC31pro (6500k) ist die EDC33 definitiv heller mit kleinerem, akzentuiertem Spot. Der Spill hat im Vergleich zur SC31 zwar einen etwas kleineren Durchmesser (1m wallshot), ist aber bis zum Rand hin heller und damit für mich praktischer im Gebrauch.
Die Wärmeentwicklung in Stufe High ist mit der SC31 Pro bei max. Ceiling (120/150) vergleichbar. Für mich fühlen sich beide nach 2min gleich warm an, die Nitecore ist aber sichtbar heller.

Woran ich aber am Anfang echt verzweiflt bin, ist der Taster. Das Ding ist eine echte Krankheit - bei meinem Modell zumindest. Von 10 Einschaltversuchen gelang es mir im Schnitt nur einmal, die Lampe zu aktivieren. Alle anderen Schaltvorgänge erzeugten entweder „Search“ oder „Luminshield“.
Beim Ausschalten ist es ebenso. Ich nutzte dann aus Verzweiflung den mechanischen Lockout, um die Lampe auszuschalten. Nur „Search“ und „Luminshield“ kann ich (fast) immer zuverlässig aktivieren, aber dabei hält man ja den Taster auch nur halb oder ganz gedrückt. Dabei habe ich die Lampe „taktisch“ gehalten, in der Faust und mit dem Daumen auf dem Schalter.
Über die Ursache des unzuverlässigen/ eigenwilligen Schaltens kann ich nur spekulieren. Mechanisch scheint der Schalter okay zu sein, ich vermute eher einen Mangel in der elektronischen Auswertung des Schaltimpulses. Ich frage mich, warum das im QM während der Entwicklung und Produktion niemandem bei Nitecore aufgefallen ist.
Im Laufe der letzten Stunden hat sich für mich folgender Workaround in der Schalterbedienung ergeben. Da der rechte Daumen nach den vielen, vielen Versuchen nun etwas müde war, habe ich die Lampe in der rechten Hand haltend mit dem linken Daumen bedient. Und siehe da, auf einmal konnte ich zuverlässig Ein- und Ausschaltvorgänge am laufenden Band reproduzieren. Also ist wohl der Winkel und die damit verbundene zu geringe Kraft und Geschwindigkeit im rechten Daumen mit ursächlich für die Nichtschaltvorgänge.
Man muss schon schnell und zackig-kräftig drücken, damit der Schalter wie gewünscht reagiert. Das gelingt mir zumindest mit der taktischen Handhaltung nicht.
Nächster Workaround: einhändige Bedienung, Lampenkopf zeigt zum Körper und der Zeigefinger bedient den Schalter - voila, 90% erfolgreiche Ein-/ Ausschaltvorgänge. Sicher auch nicht im Sinne des Erfinders, aber für mich okay.

Fazit: toller Lampenbody mit heller LED und schönem Lichtwurf, mechanischer Lockout ist eine tolle Idee. Absolut schlecht reagierender Schalter in der taktischen Handhaltung, beidhändige oder Zeigefinger-Bedienung als Notbehelf.

Eigentlich gefällt mir die Lampe, mal sehen was die nächsten Tage der Nutzung mit sich bringen.
 

Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
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Hey... prima dann mal viel Freude damit
Die Problemchen mit dem Schalter hatte ich nicht - zum Glück. Hatte aber auch schonmal mit Schalter Probleme wo jemand anders sich dann wunderte. Kann man ja haben.
 
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Tiberius

Flashaholic*
26 März 2019
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Erfurt
Zuerst natürlich die "Messungen" aus meiner Lumenkugel, zur besseren Übersichtlichkeit auch die Werte des Herstellers (oben in Klammern) und von amaretto dazu:

HerstellerUltralow (5)Low (70)Mid (300)High (1200)Search (1700)Lumin Shield (4000)
Lichtstrom (lm) amaretto 5833751.4701.6853.745
Lichtstrom (lm) Tiberius7954201.7201.9404.700
Lichtstrom (lm) ZeroAir5,8823591.3661.5083.686

Ich muß dazu sagen, dass die Messung nicht gerade einfach ist. Normalerweise halte ich die Lampe mit der linken Hand am Kopf in die Kugel und bediene sie mit der rechten Hand. Durch den schwergängigen Schalter muß man kräftig anfassen und verbrennt sich dabei fast die Finger! Wenn ich nicht irre, wird nach ANSI nach 30s gemessen. Da komme ich bei High noch auf knapp 1400lm, vorher ist allerdings ein Auf- und Abschwingen um teilweise über 100lm zu beobachten. Dieses Regelverhalten macht eine Messung natürlich nicht einfacher und bei einem neuen Versuch ist der Startwert ein anderer. Und schon nach einer Minute in High ist der Lampenkopf so heiß, dass man ihn nicht mehr anfassen kann. Einen Versuch mit Lumin Shield über 30s möchte ich nicht machen, die Lampe wird schon nach wenigen Sekunden abartig heiß!

Ich lasse die Lampe erst einmal wieder abkühlen und laden.

Ergänzung nach abkühlen und laden: Meine Messwerte sind reproduzierbar (7 - 96 - 426 - 1720 - - 4600)! Das beoachtete Regelverhalten scheint also hitzebedingt zu sein. Bei geeigneter Kühlung ist es wahrscheinlich weg.
 
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Tiberius

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26 März 2019
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Nitecore hat hier eine sehr interessante Lampe abgeliefert. Super Qualität, ein LED-Konzept mit viel Potential und insgesamt eine Lampe die an die Grenzen des Machbaren geht. Die schnelle Hitzeentwicklung und gleichzeitig gutes Regelverhalten auf High zeugen von einer excellenten Wärmeableitung. Einzig das Schalterkonzept ist zu überdenken und da meine ich nicht die Schwergängigkeit. Der Lock-out-Schalter ist genial, aber den Rest mit einem Schalter? das Schalter-Wippe-Konzept der TM9K wäre da besser gewesen! Keine halben Sachen, ich meine halbes Durchdrücken! Bei der TM20K, auch einer Lampe mit Flut und Spot, hat sich Nitecore an einem 4-Schalter-Konzept versucht. Das war etwas viel des Guten. Hier wäre ein 3-Schalter-Konzept richtig gewesen: Ein Schalter für Ein/Aus und Leuchtstufen, eine Turbowippe und der geniale Lock-out-Schiebeschalter.

Vielen Dank, dass ich am Passaround teilnehmen durfte.
 

Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
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Da sieht man mal wie schön es ist das der Markt so vielfältig ist und dadurch auch verschiedene Eindrücke/Wünsche/Ansprüche bedient werden. Die beste Lampe ist die mit der man selbst zufrieden ist.

Werde mir nochmal nen Zweiteindruck von der EDC33 machen - auch im Vergleich zu anderen die mir gerade gut gefallen.
 

amaretto

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12 August 2010
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Deine Messungen, die in jeder Stufe deutlich über Herstellerangabe und meinen Schätzungen liegen, kommen mir doch etwas hoch vor?
 

Tiberius

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26 März 2019
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@Tiberius
Deine Messungen, die in jeder Stufe deutlich über Herstellerangabe und meinen Schätzungen liegen, kommen mir doch etwas hoch vor?
Das ist mir natürlich auch aufgefallen. Zum Abgleich meiner "Messwerte" stehen Berlin und Amöneburg auf meinem Reiseplan der nächsten Monate. Ich habe schon festgestellt, dass meine Kugel bei Rot deutlich zu wenig misst. Wenn das der Hersteller in der Firmware per Korrekturfaktor berücksichtigt, "messe" ich bei cri 72 mit viel zu wenig rot natürlich zu viel. Das ist aber nur eine Mutmaßung. Bei der Sofirn IF30 lag ich mit 11900lm nur unwesentlich über Deinen 11600lm.
 
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amaretto

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12 August 2010
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@Tiberius
ich habe mir erlaubt, auch die Messung von ZeroAir in deine Tabelle einzufügen. Andere Messungen scheint es ansonsten weltweit (noch) nicht zu geben. Die auffindbaren Videoreviews beschränken sich in der Regel Beamshots, viertelstündiges Genuschel und Befummeln der Lampe.
 
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MarcoPolo86c

Flashaholic**
13 November 2012
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Hagen am Teutoburger Wald
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Ein ausführlicher Bericht kommt die Tage noch von mir, ich hab die Lampe natürlich auch in meiner Lumentube vermessen.
Ich hab den genauen Wert nicht im Kopf, kam aber auf ungefähr 4000 Lumen.
Ich hab zudem noch eine Laufzeitmessung auf High durchgeführt mit Kühlung, muss nachher mal nachschauen wie viel Lumen ich da gemessen habe.
 
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Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
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Sehr interessant - danke für den Link
Die Kelvin Messung im Search mit 7300 habe ich auch ca. gehabt - in High meine ich ca. 6200. Glaube das haben sie nicht dokumentiert - oder ich übersehe es!?
Wollte wohl mal wissen warum es so blau wird. Machen ja beide EDC und ist Live viel stärker zu sehen wie auf den Bildern. Nichts was wichtig wäre - fände ich nur interessant zu wissen

Beim Regeln kommen sie nach 10 min. auf +-750lm. Mal schauen was Outdoor und Hand-halten bringt.

Insgesamt scheint sie ja kurz nach dem einschalten überdurchschnittliche Werte abzuliefern.

Das High-Licht auf den Bildern hätte ich aber eher kräftiger bescheinigt im Verhältnis zur Fenix. Evtl. war die im Turbo!?

Praxis Leistungen wären noch das I-Tüpfelchen gewesen - Aber ein toll ausgearbeiteter Bericht
 
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Jetfink

Flashaholic
4 Januar 2024
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wollte noch etwas zu dem "Grün" loswerden

Seit die 35er eingetrudelt ist und mir nochmal die 33er hoch geholt habe, habe ich mich 2...3 Tage intensiver mit den Nitecore beschäftigt und auch neben anderen genutzt, Indoor / Outdoor...

Als Grünkranker habe ich in der Praxis weniger Probleme mit den Nitelab UHi 20 und 40 Max LED´s wie mit div. anderen (die ich nun nicht unbedingt zur Disskussion stellen will). Das könnte vielleicht an folgendem liegen - vielleicht sehen das ja andere hier vergleichbar!?

Die unteren beiden Stufen sind einfach deckend grünlich - Ok. Ansonsten ists aber wenn dann nur der Spot aber alles was drum zu ist neutral-bzw. Kaltweiß.
Der Spot ist sehr hell und das Auge kanns kaum oder eigentl. garnicht wahrnehmen. Das ist bei den anderen nach meiner Wahrnehmung eher umgekehrt. Spot Neutral und dann erst Gelb/Grün Gemisch was den Spot umzingelt bzw. selber wieder weiter außen umzingelt ist von angenehmeren Farben. Da machen sich die unschönen Farben vergleichbar mit den schönen.

Wenn ich die Nitecore´s nutze, Ist neben dem Spot, der einfach nur hell ist die gesamte Lichtfläche homogen in einem Farbton ohne Verläufe mit anderen Farben. Die 35er bleibt auf high standhaft und wenn die 33er regelt, muss man schon aufmerksam hinschauen um zu bemerken das der Spot farblich leicht abdriftet. Solange bei den Nitelabs Leistung anliegt, ist auch das Farbbild am schönsten.

Auf jeden Fall ist es "anders" als bei anderen - vielleicht beschreibe ich es auch blöd ;-)
Würde mich mal interessieren wie es Kollegen sehen die auch ansonsten kein Grünfan sind und nun mal die Nitecore´s nutzen. Live natürlich.

Das es welche- bzw. viele überhaupt nicht interessiert ist mir eh klar.
 

MarcoPolo86c

Flashaholic**
13 November 2012
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Hagen am Teutoburger Wald
youtube.com
Erstmal geht ein Danke an Nitecore und @amaretto, die es möglich gemacht haben die EDC33 testen zu können.
Die neuartige UHI-LED stellt für mich ein kleine Innovation auf dem Taschenlampenmarkt da, als Flashy hat man sonst ja schon fast alles gesehen.
Aud die einzelnen technischen Datene einzugehen spare ich mal, @amaretto hat diese bereits genannt.


PXL_20240128_174904567~2.jpg

Lieferumfang

Die Lampe wird geliefert mit einem USB-C Ladekabel, ein Bedienungsanleitung, einem Lanyard mir Befestigungsclip und einer Garantiekarte.
Ein Holster hat es leider nicht in die Box geschafft, grade bei teureren Lampen find ich sollte ein Holster ein Must-Have sein.

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Die Bedienungsanleitung ist erfreulicherweise in einwandfreiem Deutsch geschrieben und lässt keine Fragen offen.

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Verarbeitung

Da Nitecore kein unbekannter Hersteller ist und bekannt ist seit Jahren auf dem Markt aggiert, hatte ich bei der Verarbeitung höhe Ansprüche. Und ich wurde nicht enttäuscht, wer schonmal Lampen von Nitecore in der Hand hatte, kennt die Qualität der Lampen.
Die Qualität ist vergleichbar mit Herstellern wie Olight, Acebeam, Fenix ect.
Allerdings finde

ich das Design nicht wirklich hübsch, ich finde die EDC33 sieht aus als hätte der Praktikant einfach mal alle möglich Designs in einer Lampen vereinen möchten.
Ich hätte mir mehr ein
e durchgehende Designsprache gfewünscht und zwar vor allem beim Knurrling.
Die Lampe liegt zwar gut in der Hand, allerdings finde ich die Rändelung fasst sich merkwürdig an.

PXL_20240128_111821880.jpg

PXL_20240128_111809899.jpg


Was mir zudem nicht gefällt ist, das die Lampe aus "einem Guss" ist, sprich sie lässt sich nicht öffnen und der Akku ist fest verbaut. Für mich ist das leider nicht im Sinne der Nachhaltigkeit.
Daher wird die Lampe über einen USB-Typ C Anschluss geladen, hier muss ich sagen bin ich postiv überrascht worden. In den meisten Fällen hat man immer die typsichen Gummis die früher oder später reißen können.
Nitecore hat es genial gelöst und einen drehbaren Ring in die Tailcap eingebaut, hinter diesem befindet sich die USB-Ladebuchse.
Dieser Ring lässt sich problemlos drehen und ist eine willkomme Abwechselung zu den typischen Gummiabdeckungen.

PXL_20240128_111848558.jpg
Und hier noch ein kleiner Größenvergleich. Links ist die EDC33, mittig die Lumintop FW21Pro und rechts die Convoy S21F. Der Begriff EDC macht also Sinn, die Lampe ist recht kompakt und lässt sich gut in der Hosentasche oder Jackentasche verstauen.


PXL_20240128_112057237.jpg

Bedienung

Hier versucht Nitecore die komplette Bedienung über einen Schalter zu realisieren, das funktioniert in der Praxis für mich mehr als schlecht als recht.
Der Schalter ist zweistufig, man kann es sich quasi vorstellen wie bei einer Kamera mit dem Knopf für den Fokus.
Die erste Stufe lässt sich problemlos aktivieren und ist haptisch okay. Um den Schalter komplett durchzudrücken bedarft es schon ordentlich Kraft, das hat bei mir oft zu Fehlbedienungen geführt. Das kann Nitecore eigentlich besser, in der MH20 beispielsweise habe ich den zweistufigen Schalter geliebt.

PXL_20240128_111902746.jpg
Die Bedienung ist wie folgt:
Wenn man den Schalter halb durchdrückt (Lampe ist aus) und gedrückt hält, aktiviert man den Searchmodus mit 1700 Lumen.
Drückt man den Schalter komplett durch (Lampe ist aus) aktiviert man das Luminshield mit 4000 Lumen.
Um in die regulären Leuchtmodi zu kommen drückt man den Schalter komplett durch (Lampe ist aus), die Lampe startet in der letzten Leuchtstufe, die Lampe hat Memory.
Um nun die regulären Stufen zu wechseln drückt man den Schalter halb durch.
Ausschalten lässt sich die Lampe, in dem man den Schalter komplett durchdrückt.
Ein direkten Zugriff auf Low gibt es leider nicht.
Zudem gibt es die Möglichkeit einen Lockout durchzuführen, dafür gibt am Ende einen physikalischen Schieberegler.
Diese Möglichkeit des Lockout´s begrüße ich, denn ist einfach und simpel.

PXL_20240128_111835432.jpg

LED

Hier beginnt die eigentliche Revolution, Nitecore verbnasut hier die sogenannte NiteLab UHi 20 MAX LED. Dieses ist eine Eigenentwickelung von Nitecore bzw. dem dazugehörigen Sysmax-Konzern. Hiermit macht sich Nitecore unabhängig von den sonstigen LED-Herstellern wie Cree oder Nichia.
Die LED besteht aus ingesamt 9 Elementen die für unterschiedliche Lichtbilder sorgen.
In der Mitte befindet sich eine rundes Segment, welches im Searchmodus für Reichweite sorgt und ein spotlastiges Lichtbild erzeugt.
Die anderen acht Segmente sorgen für ein flutiges Lichtbild und eine Ausleuchtung im Nahbereich.
Das ganze ist eingefasst in einem Orange-Peel-Reflektor.

PXL_20240128_111927202.jpg



Messungen zur Laufzeit,Temperatur und Lichtleistung

Gemessen habe ich die Lampe in meiner Lumentube, leider habe ich die Werte nicht notiert. Ich kam aber im Lumin Shiled auf annähernd 4000 Lumen und auch die restlichen Stufen entsprachen in etwas auch dem des Herstellers.
Wäherend der Messung wurde die Lampe mit einem Venilator gekühlt, ich habe es zeitlich leider nur geschafft den High-Modus zu messen.
Wie man sieht erreicht die Lampe in High-Modus etwas mehr als 1200 Lumen, die Temperaturen bleiben moderat und gehen maximal an die 40 Grad, gekühlt wurde mit einem Ventilator.

Bild1.png
Richtig warm bzw. heiß wird die Lampe im Lumin Shield, hier heizt sich die Lampe binnen Sekunden auf und wird über 80 Grad warm.
Hier merkt man das die Lampe an der Grenze des machbaren läuft, 4000 Lumen aus so einem kleinen Gerät sind schon enorm.
Im Seach-Modus wird die Lampe auch sehr schnell, sehr heiß.
Der Search-Modus und das Lumin Shiled sind also wirklich nur für kurze Einsätze gedacht.


Ladefunktion

Eine weitere tolle Funktion ist die Akkustandsanzeige, die 4 grünen LED´s zeigen einem wie voll der Akku ist.

PXL_20240128_112220922.jpg
Der maximale LAdestrom beträgt fast 2 Ampere, damit ist die Lampe in ca. 2 Stunden wieder voll.

lad.png

Beamshots und Fotos von Lichtbild habe ich leider zeitlich nicht geschafft, hier verweise ich an das Review von @amaretto

Fazit

Auf der einen Seite begeistert mich die Lampe, sie ist klein und kompakt und liefert quasi Thrower und Flooder in einem und das aus einer LED. Das ist für mich wirklich innovativ.
Zudem gefallen mir die Ladestandsanzeige und die Möglichkeit des schnellen Lockout.


Neutral sehe ich die Lichtfarbe, für mich ist ein reines kaltweiß ohne störende Farbstiche, etwas grünliches habe ich nicht wahrgenommen. Da ich aber eine Rot-Grün-Schwäche habe, nehme ich leicht grünliches eh nicht war.

Was mir wirklich negativ aufstösst ist die Bedienung über den 2-Wege-Schalter, man muss einfach zuviel Kraft aufwenden. Ich habe wirklich öfters eine Fehlbedienung und hab mich darüber oft ärgern können.
Das größte Manko ist für mioch der festverbaute Akku, auch wenn dieser 4000mAh haben soll bin ich absolut kein Freund davon.
Ich möchte unterwegs einfach bequem Akkus tauschen können, grade wenn man auf längeren Lost Place Touren ist.
Wie sieht es aus wenn der Akku irgendwann die Grätsche macht, gibt Nitecore hier 5 Jahre Garantie?

Den Preis von 80€ finde ich fair, man kriegt einiges geboten. Allerdings werde ich mir die Lampe nicht kaufen, das negative überwiegt einfach.
Nitecore sollte den Schalter überarbeiten und den Akkus austauschbar machen, dann könnte ich schwach werden, in den LED´s she ich nämlich durchaus Potential den Markt aufzumischen.
 

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