@hampshire :
Dein "Dilemma" kann ich gut nachvollziehen.
Ich finde V8-Motoren ebenfalls sehr reizvoll, sehe aber natürlich deren umwelt-(und geldbeutel-)schädliche Nebenwirkungen.
Habe seit über 8 Jahren einen Land Rover Defender (TDI-Motor ohne DPF) und seit 2 Jahren einen Golf (TDI Motor mit DPF).
Bzgl. des Defender denke ich schon seit geraumer Zeit über einen Austausch gegen einen Dodge Durango nach. Der braucht als 3.6 V6 Benziner bei gelassener Fahrweise um die 11 Liter und als 5.7 V8 um die 13 Liter.
Der Defender braucht um die 11 Liter (Diesel).
Das finde ich jetzt nicht völlig abwegig, zumal dann nicht, wenn man die Größe und den Stauraum berücksichtigt.
Klar ist aber auch, dass ein Passat Variant TDI im Wesentlichen das Gleiche kann und (je nach Motor) dabei nur um die 6 Liter (Diesel) braucht.
Andererseits haben sich in meinem Umfeld in kürzester Zeit gleich drei kapitale Motorschäden mit DPF-Dieseln ereignet, die nach Angaben der jeweiligen Werkstatt stets auf die gleiche Ursache zurückzuführen waren.
Bewegt man den DPF-Diesel häufig auf Kurzstrecke und wird dabei häufig der Regenerationsprozess des DPF unterbrochen, gelangt Dieselöl in den Motorölkreislauf. Das führt zur Ölverdünnung mit entsprechenden Folgen für dessen Schmierfähigkeit.
Wer also nicht regelmäßig längere Strecken fährt, sollte sich die Anschaffung eines modernen Diesels gut überlegen, denn was nützt der Umwelt- und Geldbeutelschutz durch niedrigen Verbrauch, wenn der Motor lange vor seiner (üblichen) Lebenserwartung einen massiven Schaden erleidet?
Auch der DPF selbst ist nicht der Weisheit letzter Schluss, da häufig austauschbedürftig und Quell vieler Probleme (wenn zugesetzt und nicht mehr in Fahrt regenerierbar).
Bzgl. der E-/Hybrid-Autos sind die Verbrauchsangaben ein statistischer Witz und die Gesamtenergiebilanz (einschl. der Förderung der für die Akkus erforderlichen Rohstoffe und deren umweltgerechter Entsorung) sieht recht bescheiden aus. Gar nicht zu sprechen davon, dass ganze Landstriche auf der Suche nach den entsprechenden Rohstoffen verwüstet werden.
Ergo:
Wichtiger - so glaube ich zumindest -, als die Verbrauchsangaben des Autos ist es, das für sich / seinen konkreten Einsatzzweck geeignete Auto zu kaufen und dieses dann auch nur einzusetzen, wenn und wie es sinnvoll ist.
Dazu kann das Vermeiden unnötiger Fahrten gehören, aber auch das vorausschauende und spritsparende Fahren.
Dazu kann auch gehören, ein Auto lange Zeit zu nutzen und nicht alle drei Jahre ein neues anzuschaffen.
Das Einsparpotential im Kopf und im rechten Fuß ist m. E. größer, als das der Motorenentwickler.
Viele Grüße,
Stephan