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Linux und OpenSource Laberthread

Hausmeister

Flashaholic**
18 April 2016
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Eventuell sind hier ja auch andere Leute die sich mittlerweile etwas mehr Gedanken über Privatsphäre und Datenschutz machen,
es gar interessant finden wie andere dafür sorgen verlorengegangene Privatsphäre zurück zu gewinnen oder sich auch für Linux und OpenSource interessieren.

Angefangen oder besser gesagt eingefangen hat man mich vor ~8 Jahren; ich war damals tatsächlich noch einer der letzten in meinem Umfeld (also Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen) der noch kein Smartphone hatte und mit einem konventionellen Handy (mit Tasten und so :) ) und ohne tollen Messenger unterwegs war.

Ich fand es damals schon eigenartig, dass man zur Nutzung eines Smartphones, was für mich persönlich auch nichts anderes als ein Handy ist, noch bei einem Betriebssystemanbieter ein Konto benötigt. Es wollte mir einfach nicht in den Kopf wozu das den gut sein soll; zum telefonieren reicht doch die Sim-Karte.

Da ich eh recht Software-Affin bin und gerne ausprobiere was geht und was nicht wurde ich im Laufe der Jahre ein regelrechter Hardcore-Nutzer -> Termine, Kontakte, Fotos usw. usf. alles in der Cloud und ich fand es toll :facepalm:.

In den letzten ~ 2 Jahren hatte ich dann die ein oder anderen seltsame Erlebnisse. Besonders Ausschlaggebened war jenes als wir in der Garage standen und uns unterhielten dass wir eine neue Batterie fürs Mopped brauchen da die alte Platt ist; am nächsten Tag an den PC gehockt und seltsamerweiße einen Newsletter mit Motorradbatterien erhalten. Als dann die erste Werbung die es mir auf einer Homepage angezeigt hat auch eine Batteriewerbung war wurde ich stutzig.

Irgendwo habe ich die Aussage gelesen "Hätte mir vor Jahren jemand gesagt, dass ich irgendwann eine Wanze mit mir rumtrage und diese auch noch abends auflade dann hätte ich Ihn für verrückt erklärt".

Also fing ich an mich langsam aber stetig zu informieren (hier lege ich jedem mal das Privacy Handbuch ans Herz) ; nach der Lektüre selbigen war ich eigentlich nicht schockiert sondern wurde in dem was ich unterbewusst eh schon dachte nur bestätigt.

Nun war klar: ABSPRUNG - jetzt oder nie; weg von irgendwelchen Datenkraken und undurchsichtigen AGBs.



Nur wo fängt man an ?

Ich selbst habe das ganz pragmatisch gemacht und bei dem mir am einfachst erscheinenden Punkt begonnen und zwar mit der Leerung der Cloud. Schlicht und ergreifend bin ich hingegangen und habe den Fotos und Dateien Upload auf sämtlichen Geräten (Smartphone und Tablet) beendet, alles heruntergeladen und anschließend auf der Cloud gelöscht. Ebenfalls sämtliche Adressbücher exportiert und Online gelöscht.

Während man das so tut fragt man sich dann tatsächlich wie doof war ich eigentlich Daten in fremde Hände zu legen ?

Obendrein stellt man dann plötzlich auch fest, dass man eben nicht alle Daten zu jeder Zeit und überall griffbereit haben muss (zumindest nicht als Privatperson) auch wenn das Marketing vieler Firmen das wohl anders sieht.


Der zweite Schritt war das Entrümpeln des Posteingangs (Und hier fällt mir auf, dass der Threadtitel auch Wie das Internet krank macht hätte heißen können).
Ich bin tatsächlich hingegangen und habe das Postfach beim alten Anbieter mit dem einige Wochen beobachtet und mich aus sämtlichen Newslettern die so rein kamen ausgetragen.

Hätte ich es mir nicht notiert würde ich es selbst nicht glauben.
Vor der Aktion kamen im Schnitt knapp 20 Mails bei mir an - alleine Tagsüber wohlgemerkt; natürlich alle schön auf dem Smartphone sichtbar so dass auch immer alle paar Stunden doch mal kurz aufs Smartphone geglotzt wurde wohlwissend, dass es eh nur Mist und Zeitverschwendung ist.

Nach dieser Aktion kommen bei mir auch 20 Mails an; allerdings so wie es bis jetzt aussieht im Schnitt alle 3-4 Wochen und das ist dann auch wirklich lesenswert. Mission erfüllt, das Postfach ist gesäubert und ich kann nun ein neues Postfach bei einem Privacy freundlichen Anbieter (in meinem Fall mailbox.org) eröffnen.

Mit der Eröffnung des Postfachs habe ich mir gleich noch gefühlt 20 Alias-Mailadressen angelegt und so aufgesplittet zwischen Freunde, Familie, Foren, Soziale Netzwerke usw. usf. Sollte nun der Tag kommen und eine der Mailadressen erhält Werbung und ist sozusagen in irgend einer Form öffentlich geworden kann ich die Stelle des Lecks eingrenzen - einfach einen neuen Alias anlegen, die alte Adresse löschen und weiter machen.

Nachdem die Online-Datengeschichte nun so ziemlich sauber ist kann es weitergehen. Einwurf: Natürlich bin ich nicht so verblendet zu denken nur weil ich meine Cloud gelöscht habe wäre nun alles Wissen über Mich und meine Person bzw. meiner Kontakte weg --> allerdings weiß ich, dass ich so die Daten die weiterhin hinzukommen auf ein minimum reduzieren kann.


Nachdem die Online-Geschichte so ziemlich sauber war bin Ich am Rechner gesessen und habe die Entwicklung der letzten Jahre Revue passieren lassen und festgestellt, dass auch hier langsam aber sicher der Zwang zu irgend einem Cloud-Konto aufkommt. Man kommt sich plötzlich vor wie der Frosch im Kochtopf.

Da ich dann auch angelesen habe, dass sich mein Betriebssystem mit On-Board Mitteln gar nicht und mit zusätzlicher Software auch nur schwer davon überzeugen lässt nicht nach Hause zu telefonieren war für mich klar LINUX kommt her. Vor Jahren habe ich immer mal wieder mit LINUX in den verschiedensten Geschmacksrichtungen (Distributionen) herumgespielt und war dem gegenüber nicht wirklich abgeneigt.

Also testete ich mal eine neue LINUX Distri in Form von ZORIN OS im Dual Boot Modus; nachdem ich nach ~ 6 Wochen eigentlich nur noch ZORIN nutzte wusste ich "Der Rest kann gehen".

Zunächst wurde ein NAS ins heimische Netzwerk eingebunden; eine saubere Ordnerstruktur angelegt - sämtliche Daten da drauf gepackt und Laptop sowie Desktop Rechner auf 0 gesetzt - anschliesend wurde ZORIN OS auf ein somit sauberes System installiert.

INFO: Zorin OS habe ich mir in der Ultimate Version gekauft; natürlich hätte ich auch die kostenlosen Lite oder Education Versionen nehmen können, allerdings wollte ich hier die Entwickler unterstützen und sah es eher als Spende --> zumal ich hier für die 45 € ein OS habe das ich ohne Nachfrage auf allen meinen Rechnern installieren darf.

Nachem Zorin OS sauber lief habe ich das NAS eingebunden und mich um meine Fotoprogramme gekümmert; klar trauere ich DxO schon ein wenig hinterher - aber nun nach Wochen der Nutzung von Darktable muss ich sagen, dass es auch ohne geht.

Ansonsten benötige ich Zuhause eigentlich nur Word, Office, Excel und Outlook womit ich aber mit OpenOffice, LibreOffice, OnlyOffice und Thunderbird genügend Alternativen zur Auswahl habe.

Wo ich mich noch einarbeiten muss ist in die korrekte Verwendung der Paketquellen und der Installation von tar.gz. Dateien.



Parallel dazu habe Ich noch eine andere Art Datenschutz für mich entdeckt - keine Daten erzeugen d.h. ich entscheide frei wann ich erreichbar bin und mittlerweile bin ich an dem Punkt, dass ich an Wochenenden und Feiertagen einfach nicht mehr erreichbar bin; sei es per Mail, Messenger oder Telefon. Ebenfalls bleibt das Smartphone Zuhause wo es nur geht; man stellt schnell fest, dass man das Ding eigentlich zu 95% nur unnötig in der Gegend rum trägt (und ne Taschenlampe haben wir ja alle anderweitig).

Ebenso wie ich mein Postfach ausgedünnt habe, habe ich es mit meinen Online Accounts getan - auf sämtlichen Foren die in den letzten 2 Monaten nicht aktiv genutzt worden sind habe ich meine Accounts gelöscht.

Beim Messenger auf dem Smartphone werden ich ab Januar nicht mehr per WhatsApp erreichbar sein; es hat mich ehrlich gesagt schon immer gestört dass jeder Mensch der meine Nummer hat mir auch per WhatsApp schreiben kann.

Hier nutze ich nun Conversations; wer meinen Account nicht kennt kann mir nicht schreiben - egal ob er meine Handynummer hat oder nicht. Und wer schonmal Conversations und Pigdin genutzt hat wird sich fragen warum er auf sowas tolles nicht schon früher gekommen ist - PC und Smartphone Nutzung möglich ohne irgendwelche BarCodes und Co. abscannen zu müssen - und dank Bindung an einen XMPP Account läuft es eben auch auf Mobil-Geräten die keine SIM-Karte haben.

Die kommenden Schritte sind ein Google freies Smartphone (hier bin ich noch nicht sicher ob fertig von /e/-foundation oder LineageOS selber flashen) und die Löschung des zugehörigen Accounts - mein Motto für 2021 "free from G"
 
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Hausmeister

Flashaholic**
18 April 2016
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So, nachdem ich noch ein paar Paketquellen hinzugefügt habe laufen nun auch GIMP, Darktable und LibreOffice in der neuesten Version.
Mein Wacom Grafiktablett funktioniert auch einwandfrei.
 

Hausmeister

Flashaholic**
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Acebeam
Alles neu macht der Mai; da meine Daten eh auf einem NAS liegen und auf dem Rechner tatsächlich nur Betriebssystem und Software liegt habe ich mich dazu entschlossen von ZorinOS auf Linux Mint umzusteigen -- gefällt mir irgendwie geschmeidiger.
 

Leo

Flashaholic
29 August 2012
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Schleswig-Holstein
www.500hk.de
Mint nutze ich auch schon seit mittlerweile vielen Jahren auf mehreren Geräten. Nach anfänglichen Problemen mit dem Einrichten läuft es für mich sehr viel besser und stressfreier als Win7/10.
Zorin hatte ich mal vor einiger Zeit versucht zu installiern, habe es aber nicht wirklich zum Laufen gebracht und habe dann schnell wieder Mint installiert. Da habe ich eine Installationsroutine dass alles innerhalb kürzester Zeit wieder eingerichtet ist wenn ich den Rechner mal platt mache.
 

Hausmeister

Flashaholic**
18 April 2016
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Ich habe es gestern gemerkt; nach rund 20 Minuten war Mint am laufen und schon knapp 95% der benötigten Programme installiert.

Von den Einstellungsmöglichkeiten her gefällt es mir besser als ZorinOS und auch vom ersten Eindruck her bin ich hier besser aufgehoben. Auch die Anwendungsverwaltung scheint mir hier mächtiger und wesentlich aktueller zu sein --> bei ZorinOS musste ich etliche PPA manuell hinzufügen um die einigermaßen aktuellen Versionen zu erhalten.

Hier hat ein NAS und regelmäßige BackUps halt auch irgendwie seine Vorteile; man kann den Rechner so oft umbasteln wie man will; die Daten sind Safe.
 

Donnerkind

Flashaholic*
10 September 2016
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Das grüne Herz Deutschlands
Glühstrumpf für den geschafften Wechsel. Ich habe vor ca. 14 Jahren im Studium angefangen, mich für Linux zu interessieren (weil KDE 3 damals so eine schöne digitale Uhranzeige in der Ecke hatte :D ). Eine Weile lang lief ich zweigleisig, habe z.B. Firefox und Thunderbird auf beiden System mit einem gemeinsamen Profilverzeichnis genutzt. Irgendwann habe ich den Wechsel komplett vollzogen. Mein PC hat noch ein selten genutztes Windows 7 zum Daddeln drauf, aber Meine Mobilgeräte (Thinkpad, Surface Go) kennen nur Pinguine.

Ich fing damals mit Gentoo an und habe das viele Jahre genutzt. Da hier der Paketmanager alle Pakete selber kompiliert, habe ich viel über die Innerein gelernt, einschließlich den Kernel selber zu konfigurieren und zu bauen. Das habe ich sogar auf einem Netbook eingesetzt, weil optimierte Builds ein paar Prozentpunkte Leistung aus dem Prozessor kitzeln könnten. Außerdem mache ich sehr viel im Terminal, da ist ein schwacher Prozessor kein so großes Problem. In den letzten Jahren wurde mir das aber auch auf den starken Rechnern zu zeitaufwändig, weil die Abhängigkeitsberechnungen immer längert dauerten. So bin ich vor ein paar Jahren zu Arch Linux gewechselt. Erst nur auf dem Thinkpad (ein kleines 12-Zoll mit 15-W-CPU), mittlerweile auch auf dem starken PC (i5-4590). Ich habe mir vor 3 Jahren ein NAS aufgebaut, das ist die letzte Gentoo-Bastion in meinem Fuhrpark. Allerdings schluckt das so viel Saft, dass ich es nur ab und zu anmache. Echte Backups mit Versionierung und Deduplizierung mache ich auf eine externe Festplatte.

Ich habe nie was in irgendwelchen Clouds gehabt ("die Cloud ist anderer Leute Computer"). Aber irgendwann wollte ich doch mal meine PIM- (Persönliches Informationsmanagement) Daten zwischen den Geräten automatisch synchronisieren, also vor allem Kontakte und Termine. So habe ich mich ein wenig schlau gemacht und eine kleine Serversoftware auf meinem PC installiert. Anfänglich war es Baikal, ein web-basiertes System auf PHP-Basis, inzwischen ist es Radicale, das in Python geschrieben ist und ohne Web auskommt (aber trotzdem eine Adminoberfläche bietet). Vor ein paar Jahren habe ich einen Raspi angeschafft, auf dem läuft das jetzt dauerhaft. Früher musste halt der PC laufen. Auf dem Raspi läuft auch eine Nextcloud für einfachen Dateiaustausch. Zwischen meinen Rechnern (ich benutze hauptsächlich einen PC und ein Thinkpad, sporadisch ein Surface Go) synchronisiere ich alle wichtigen Dateien einschließlich Mails mit einem einzigen Kommando. Das ist das Schöne daran, wenn die Programme wie Mail auf einfachen Dateien aufbauen statt komplexen Datenbanken wie Winzigweich Ausguck.

Es ist nicht nur die Hoheit über die eigenen Daten. Das Aufbauen auf offenen Standards und der reintextbasierten Datenverarbeitung machen so viele Dinge einfacher. Man kann Kommandos aneinander reihen wie in einer Filterkette. Informationen können leicht synchronisiert und versioniert werden, dabei aber immer menschenlesbar bleiben. Auch die für Linux verfügbaren Oberflächen sind denen der kommerziellen System in meinen Augen voraus. Sie (natürlich nicht alle) bieten einfach viel mehr Möglichkeiten für "Power User" im Computeralltag. Die Transparenz von Netzwerkzugriffen macht superviel Spaß. Man kann auf einem anderen Rechner ein Kommando per SSH ausführen und dessen Ausgabe direkt auf dem lokalen Rechner weiter verarbeiten. Ich könnte stundenlang darüber weiter philosophieren. ^^
 
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ikaruz500

Flashaholic
6 Oktober 2013
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Mainz
Wer Datenschutz und Sicherheit des OS (soll quasi Skynet -sicher sein) auf die Spitze treiben will sollte sich einmal Open BSD wikipedia zu openbsd anschauen.
Wenn schon kein Interesse geweckt wird dann sind zumindest die Songs auf der Seite hörenswert ....
Das ist zwar nicht ganz so easy zu installieren wie eines der grossen 3 Linuxe Redhat, Opensuse, Ubuntu aber wird vermutlich noch 20 Jahre für ältere 32-bit PC aktuell gehalten.
Die alten Eisen sollte ein Paranoiker wie ich z.B. nicht entsorgen denn diese haben noch kein UEFI Bootbetriebssystem welches unter dem eigentlichen OS und der Hardware läuft, dieses hat Hintertüren quasi fest eingebaut: https://forum.planet3dnow.de/index.php?threads/uefi-hintertüren-werden-konkret.422077/
 
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Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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An sich sicher sinnvoll, nur leider noch nicht für jeden vollumfänglich praktikabel, insbesondere Stichwort Games und Office...Das aber nur nebenbei.

Eigentlich wollte ich hauptsächlich erwähnen, dass mit der Cloud auch das "Off-Site" Backup wegfällt und man sich da eine Alternative überlegen sollte, denn weder NAS noch externe Festplatte bringen einem was, wenn das Haus abfackelt.
 

Hausmeister

Flashaholic**
18 April 2016
3.598
3.174
113
denn weder NAS noch externe Festplatte bringen einem was, wenn das Haus abfackelt.

...da würde ich behaupten kommt es drauf an wo die externe Festplatte gelagert wird. Im Schuhschrank sieht es vielleicht doof aus; in einem feuerfesten Tresor wohl besser :) ...


Wer Datenschutz und Sicherheit des OS (soll quasi Skynet -sicher sein) auf die Spitze treiben will sollte sich einmal Open BSD wikipedia zu openbsd anschauen.

Muss ich mir mal anschauen.





Unverhofft kommt oft; aktuell ist doch wieder eine andere Art Dual-Boot angesagt. AutoCad und Co. bekomme ich unter Linux einfach nicht zum laufen d.h. momentan läuft am Destkop Rechner Windows 10 ---> den Rechner nutze Ich nun nur für Bildbearbeitung, AutoCad und Streaming.

Am Laptop weiterhin LinuxMint und dort wird eben alles andere erledigt - somit sind die Systeme strikt getrennt.
 

Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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...da würde ich behaupten kommt es drauf an wo die externe Festplatte gelagert wird. Im Schuhschrank sieht es vielleicht doof aus; in einem feuerfesten Tresor wohl besser :) ...
Grundsätzlich hast du da natürlich recht. Allerdings ist ein feuerfester Tresor, dem ich meine Daten anvertrauen würde, nichts was jeder zu Hause hat und auch nichts, was es für 30€ im Baumarkt gibt.

Und das noch viel größere Problem ist die Bequemlichkeit. Jeden Abend zum Tresor laufen, diesen öffnen, Festplatte nehmen, anschließen, sichern, wieder wegbringen, zuschließen,... wird nach einiger Zeit dann erst zu "jeden zweiten Tag", dann zu "jede Woche", und so weiter.
 

Hausmeister

Flashaholic**
18 April 2016
3.598
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Und das noch viel größere Problem ist die Bequemlichkeit. Jeden Abend zum Tresor laufen, diesen öffnen, Festplatte nehmen, anschließen, sichern, wieder wegbringen, zuschließen,... wird nach einiger Zeit dann erst zu "jeden zweiten Tag", dann zu "jede Woche", und so weiter.

Ich denke das muss jeder für sich selbst entscheiden wann, wie oft und wo er ein BackUp erstellt.

Klar gilt für mich: Kein BackUp kein Mitleid !


Im Internet werden die verschiedensten BackUp Strategien aufgezeigt und jeder hält seine Strategie für den wahren Jakob - allerdings finde ich bei den meisten den Fehler, dass das Ganze oft gar nicht auf den Datendurchsatz bezogen wird sondern irgendwie pauschalisiert gesagt wird - ja jede Woche ein BackUp und dann noch ein BackUp vom BackUp usw. usf.

Ein Privatmann der vllt. pro Woche mal 2-3 Bilder mit seiner Digitalkamera macht und vllt. mal 1 Brief schreibt benötigt m.M.n. kein wöchentliches oder gar tägliches BackUp -> da ist doch in der Zeit nix vorhanden was verloren gehen kann; eher vergrößert sich bei zu vielen BackUps m.M.n. die Gefahr das was verhaspelt wird und doch untergeht.

Ich selbst habe meine Datensicherung so, dass mein NAS im RAID 1 läuft und somit schon einmal der Schutz vor "unnötiger Arbeit" im Falle eines Festplattenausfalls gegeben ist.

Das NAS macht monatlich ein BackUp auf eine externe Fesplatte und selbige wird Quartalsweise auf eine weitere Festplatte kopiert.
Auch ich bin schon am überlegen ob ich nicht gar umstelle auf Quartalsweise und Jährliche Sicherung --> würde für mich und mein Datenvolumen sicher auch ausreichen.



Grundsätzlich hast du da natürlich recht. Allerdings ist ein feuerfester Tresor, dem ich meine Daten anvertrauen würde, nichts was jeder zu Hause hat und auch nichts, was es für 30€ im Baumarkt gibt.

Ja den gibts leider nicht geschenkt, nur wenn man sich solche Gedanken über Datensicherheit und Co. macht ist das m.M.n. der beste Weg da:

- die Daten weiterhin schnell zugreifbar sind; was nutzt es mich von Öffnungszeiten oder verfügbarkeit anderer Personen abhängig zu machen --> genau wenn ich mein BackUp brauche ist der Kumpel bei dem die Platte liegt im Urlaub ? (schon beim Bekannten erlebt der nach dem Erlebnis dann doch einen feuerfesten Tresor geordert hat ---> ich hörte da noch was von wegen "hätte ich nur auf dich gehört :) ).

- die Daten weiterhin in meinen Händen sind --> Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Gibt ja genügend wunderfitzige Leute die dann doch mal schauen was denn so auf der Ihnen anvertrauten Platte rumfliegt.
 

Leetfighter

Flashaholic
12 Januar 2021
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Ich denke das muss jeder für sich selbst entscheiden wann, wie oft und wo er ein BackUp erstellt.
Das ist genau der Punkt. Es gibt keine perfekte Universallösung. Jeder arbeitet anders und hat andere Bedürfnisse. Das einzige was generell gilt ist:
Klar gilt für mich: Kein BackUp kein Mitleid !

Ja den gibts leider nicht geschenkt, nur wenn man sich solche Gedanken über Datensicherheit und Co. macht ist das m.M.n. der beste Weg da:
Ein Problem was ich dabei noch sehr, ist, dass Feuer natürlich nicht die einzige Gefahr für deine Daten ist. Ohne jetzt irgendwelche Endzeit Szenarien auszupacken, man denke nur mal an eine Hausdurchsuchung. Bei der wird im Zweifel auch dein Tresor geöffnet und deine Sicherung mitgenommen. Zusätzlich zu deinem PC und NAS. Dann sind die Daten zwar höchstwahrscheinlich nicht für immer verloren, aber du hast trotzdem keinen Zugriff drauf. Wenn du die beruflich brauchst, als Selbständiger o.ä. wird das auch sehr schnell zum Problem. Und wer jetzt denkt, das ihm das nicht passieren kann, dem empfehle ich, sich einen Vortrag von Rechtsanwalt Udo Vetter anzuhören, es ist teilweise interessant, wegen welchen Kleinigkeiten durchsucht wird...

Deswegen ist ein wirkliches "Off-Site" Backup trotz allem noch sinnvoll.
Bezüglich vertrauen ist es ja problemlos möglich, die Daten, die man dem Kumpel oder wem auch immer gibt, vorher zu verschlüsseln.
 
Trustfire Taschenlampen