Mein Taschenlampenwahn hat viel mit der Lampe zu tun, die ich euch heute vorstelle, nämlich der Nitecore TM26 Tiny Monster. Zwar gibt es bereits ein Review hier, aber noch nicht von der 3.800 Lumen Variante.
Die TM26 hatte ich beim Stöbern in einem Onlineshop entdeckt und sie mit einer Mischung aus Faszination und Unverständnis, wie man für eine Taschenlampe so viel Geld ausgeben kann, ausführlicher angesehen. Letztlich siegte die Faszination über die Vernunft und sie landete in meinem Warenkorb und schließlich bei mir zu Hause.
Von meinen mittlerweile 3 HighEnd-Taschenlampen ist die TM26 die faszinierendste, teuerste und zugleich auch unperfekteste Taschenlampe. Vielleicht eine Art Hassliebe? Ich weiß es nicht …
Normalerweise zeige ich bei meinen Vorstellungen zunächst ein Bild der Produktverpackung und des Lieferumfangs. Doch das lohnt sich bei der TM26 nicht wirklich, weil die graubraune Pappschachtel ohne Bedruckung wirklich alles andere als ein Hingucker ist. Bei der Gelegenheit noch der unvermeidliche Hinweis an die Forenbetreiber: Alle Bilder wurden von mir selbst erstellt.

Gegenüber dem ursprünglichen Model stieg die Lichtleistung und dementsprechend auch die Lichtstufen und die Reichweite:


Verpackung und Lieferumfang
Wie eingangs schon erwähnt wird die Nitecore TM26 trotz ihres hohen Preises in einer höchst simplen und unattraktiven Pappschachtel geliefert. In dieser befinden sich neben der TM26 ein Holster, Lanyard, Ersatz-Dichtring, Lade-Netzteil und eine Ersatz-Gummiabdeckung für die Ladebuchse. Die Bedienungsanleitung liegt in englischer Sprache bei.
Haptik und Verarbeitungsqualität
Die TM26 ist komplett aus Flugzeugaluminium gefertigt und verfügt über eine tadellose und robuste Anodisierung. Ebenso sind sämtliche Gravuren makellos und sorgfältig ausgeführt. Die 4 Reflektoren enden jeweils in einem Ring aus Edelstahl. Die TM26 liegt gut aber auch ziemlich schwer in der Hand.



Das Gewicht liegt betriebsbereit bei 620 g. Die Gewinde sind sauber geschnitten, gefettet und leichtgängig. Die vergoldete Kontaktplatte leidet leider bei jedem Einsetzen der Akkus und Zudrehen der Lampe unter leichtem Abrieb, der von den erhobenen Plus-Polen der Akkus herrührt:

Trotz des hohen Preises habe ich die Lampe zweimal austauschen müssen. Einmal wegen eines defekten Schalters, weil die halb durchgedrückte Schaltstufe praktisch nicht vorhanden war, und ein weiteres Mal weil die Reflektoren innen stark verdreckt waren. Mein nunmehr drittes Exemplar ist leider auch nicht ganz makellos, aber ich lebe jetzt damit:

Design und Funktionalität
Das Design der Lampe ist genau mein Ding! Die TM26 sieht aus wie eine Hinterlassenschaft der Außerirdischen nach ihrem letzten Besuch bei uns auf der Erde! Außerdem liebe ich LCD-Displays. Dieses informiert über die eigenstellte Leuchtstärke, Batteriestatus, Akkuspannung, Restlaufzeit und Temperatur. Letzteres ist nicht ganz unwichtig, denn die TM26 kann sehr heiß werden:

Der Schalter der Nitecore TM26 ist etwas gewöhnungsbedürftig zu bedienen. Er hat ähnlich dem Auslöseschalter einer Kamera zwei Schaltstufen: Halb durchgedrückt gelangt man in den normalen Daily Modus (3 – 150 – 600 – 1.850 Lumen), ganz durchgerückt aktiviert man den Turbomodus (1.850 – 3.800 Lumen).

Erschwerend kommt hinzu, dass man sehr schnell drücken muss, damit die Lampe tut, was man von ihr will. Drückt man etwas zu lange, gelangt man in den Morse Modus (Momentlicht) und die Lampe ist gleich wieder aus, wenn man den Finger vom Knopf nimmt. Die Sonder Modi Strobe, SOS und Barkensignal erreicht man mittels Doppelklick, aber auch hier gehört einiges an Geschick dazu, dass es wirklich funktioniert.
Die TM26 verfügt über einen integrierten Überhitzungsschutz, der die Lampe ab Erreichen von 60° C von 3.800 Lumen auf 1.850 Lumen herunterregelt. Allerdings kann man unabhängig von der Temperatur trotzdem manuell jederzeit wieder in die höchste Lichtstufe schalten, mit dem Ergebnis, dass die 60°C Marke schnell überschritten wird. Doch dies liegt in der Verantwortung des Nutzers.
Leider überschreitet die TM26 auch in der zweithöchsten Stufe die 60°C Marke und zwar nach gut 20 Minuten Dauerbetrieb. Es wurde bereits hier im Forum darüber spekuliert, warum das so ist. Vermutlich steigt die Temperatur mit sinkender Akkuspannung.
Das OLED-Display wertet die Lampe meiner Meinung nach stark auf. Der eine oder andere mag es als überflüssige Spielerei abtun – für mich war es u.a. ein Kaufkriterium.

Auch die Ausdauer der TM26 weiß zu überzeugen. In der immer noch sehr hellen 600 Lumenstufe hält sie lt. Werksangabe über 8 Stunden durch, mit 150 Lumen sind es immer noch 48 Stunden, also zwei komplette Tage. Dass sie mit 3 Lumen über 1.000 Stunden durchhält dürfte in der Praxis kaum eine Rolle spielen. Eher noch die 45 Minuten, die theoretisch in der höchsten Leuchtstufe erreicht werden, in der Realität aber wegen der Temperaturabschaltung nicht zu realisieren sind.
Die Stromversorgung erfolgt über vier geschützte 18650er Li-Ionen-Akku mit erhöhtem Pluspol, die direkt in der Lampe geladen werden können.


Dieses Feature finde ich extrem vorteilhaft, da man die Lampe so mit auf Reisen nehmen kann und nur das sehr kleine Steckernetzteil anstelle eines sperrigen Ladegerätes mitführen muss.
Lichtleistung
Die Lichtfarbe empfinde ich als sehr angenehm. Lt. Messung liegt sie bei ca. 5.500 Kelvin, also sehr neutral. Die TM26 ist ebenfalls ein Kompromiss aus Flooder und Thrower. Sie leuchtet sowohl das Umfeld gut aus, ist aber zusätzlich weitreichend, die Leuchtweite ist mit 445 m angegeben. Die Xenon-Scheinwerfer meines Autos deklassiert die TM26 locker, und zwar in jeder Beziehung, egal ob es die Ausleuchtung oder die Reichweite betrifft. Der Umstand, dass man diese brachiale Leuchtkraft so eben mal locker aus der Manteltasche holen kann, ist natürlich zutiefst beeindruckend!


Fazit
Die Nitecore TM26 ist ebenso hell wie unvernünftig. Geht es um die reine Leuchtkraft, erhält man vergleichbares bereits für deutlich weniger Geld. Perfekt ist die TM26 leider auch nicht, zumindest hinsichtlich Verarbeitung und Schalterverhalten. Dennoch liebe ich diese Lampe und nehme sie hin und wieder „zum Kuscheln“ (oder vielleicht eher zum Spielen) in die Hand. Meiner Meinung nach ist die Nitecore TM26 eher etwas für Sammler und Freaks als für Höhlenforscher.
Ich hoffe ich konnte vielleicht den einen oder anderen neuen Aspekt zu dieser bereits allseits bekannten Lampe beisteuern.
Gruß
T-Freak
Die TM26 hatte ich beim Stöbern in einem Onlineshop entdeckt und sie mit einer Mischung aus Faszination und Unverständnis, wie man für eine Taschenlampe so viel Geld ausgeben kann, ausführlicher angesehen. Letztlich siegte die Faszination über die Vernunft und sie landete in meinem Warenkorb und schließlich bei mir zu Hause.
Von meinen mittlerweile 3 HighEnd-Taschenlampen ist die TM26 die faszinierendste, teuerste und zugleich auch unperfekteste Taschenlampe. Vielleicht eine Art Hassliebe? Ich weiß es nicht …
Normalerweise zeige ich bei meinen Vorstellungen zunächst ein Bild der Produktverpackung und des Lieferumfangs. Doch das lohnt sich bei der TM26 nicht wirklich, weil die graubraune Pappschachtel ohne Bedruckung wirklich alles andere als ein Hingucker ist. Bei der Gelegenheit noch der unvermeidliche Hinweis an die Forenbetreiber: Alle Bilder wurden von mir selbst erstellt.

Gegenüber dem ursprünglichen Model stieg die Lichtleistung und dementsprechend auch die Lichtstufen und die Reichweite:


Verpackung und Lieferumfang
Wie eingangs schon erwähnt wird die Nitecore TM26 trotz ihres hohen Preises in einer höchst simplen und unattraktiven Pappschachtel geliefert. In dieser befinden sich neben der TM26 ein Holster, Lanyard, Ersatz-Dichtring, Lade-Netzteil und eine Ersatz-Gummiabdeckung für die Ladebuchse. Die Bedienungsanleitung liegt in englischer Sprache bei.
Haptik und Verarbeitungsqualität
Die TM26 ist komplett aus Flugzeugaluminium gefertigt und verfügt über eine tadellose und robuste Anodisierung. Ebenso sind sämtliche Gravuren makellos und sorgfältig ausgeführt. Die 4 Reflektoren enden jeweils in einem Ring aus Edelstahl. Die TM26 liegt gut aber auch ziemlich schwer in der Hand.



Das Gewicht liegt betriebsbereit bei 620 g. Die Gewinde sind sauber geschnitten, gefettet und leichtgängig. Die vergoldete Kontaktplatte leidet leider bei jedem Einsetzen der Akkus und Zudrehen der Lampe unter leichtem Abrieb, der von den erhobenen Plus-Polen der Akkus herrührt:

Trotz des hohen Preises habe ich die Lampe zweimal austauschen müssen. Einmal wegen eines defekten Schalters, weil die halb durchgedrückte Schaltstufe praktisch nicht vorhanden war, und ein weiteres Mal weil die Reflektoren innen stark verdreckt waren. Mein nunmehr drittes Exemplar ist leider auch nicht ganz makellos, aber ich lebe jetzt damit:

Design und Funktionalität
Das Design der Lampe ist genau mein Ding! Die TM26 sieht aus wie eine Hinterlassenschaft der Außerirdischen nach ihrem letzten Besuch bei uns auf der Erde! Außerdem liebe ich LCD-Displays. Dieses informiert über die eigenstellte Leuchtstärke, Batteriestatus, Akkuspannung, Restlaufzeit und Temperatur. Letzteres ist nicht ganz unwichtig, denn die TM26 kann sehr heiß werden:

Der Schalter der Nitecore TM26 ist etwas gewöhnungsbedürftig zu bedienen. Er hat ähnlich dem Auslöseschalter einer Kamera zwei Schaltstufen: Halb durchgedrückt gelangt man in den normalen Daily Modus (3 – 150 – 600 – 1.850 Lumen), ganz durchgerückt aktiviert man den Turbomodus (1.850 – 3.800 Lumen).

Erschwerend kommt hinzu, dass man sehr schnell drücken muss, damit die Lampe tut, was man von ihr will. Drückt man etwas zu lange, gelangt man in den Morse Modus (Momentlicht) und die Lampe ist gleich wieder aus, wenn man den Finger vom Knopf nimmt. Die Sonder Modi Strobe, SOS und Barkensignal erreicht man mittels Doppelklick, aber auch hier gehört einiges an Geschick dazu, dass es wirklich funktioniert.
Die TM26 verfügt über einen integrierten Überhitzungsschutz, der die Lampe ab Erreichen von 60° C von 3.800 Lumen auf 1.850 Lumen herunterregelt. Allerdings kann man unabhängig von der Temperatur trotzdem manuell jederzeit wieder in die höchste Lichtstufe schalten, mit dem Ergebnis, dass die 60°C Marke schnell überschritten wird. Doch dies liegt in der Verantwortung des Nutzers.
Leider überschreitet die TM26 auch in der zweithöchsten Stufe die 60°C Marke und zwar nach gut 20 Minuten Dauerbetrieb. Es wurde bereits hier im Forum darüber spekuliert, warum das so ist. Vermutlich steigt die Temperatur mit sinkender Akkuspannung.
Das OLED-Display wertet die Lampe meiner Meinung nach stark auf. Der eine oder andere mag es als überflüssige Spielerei abtun – für mich war es u.a. ein Kaufkriterium.

Auch die Ausdauer der TM26 weiß zu überzeugen. In der immer noch sehr hellen 600 Lumenstufe hält sie lt. Werksangabe über 8 Stunden durch, mit 150 Lumen sind es immer noch 48 Stunden, also zwei komplette Tage. Dass sie mit 3 Lumen über 1.000 Stunden durchhält dürfte in der Praxis kaum eine Rolle spielen. Eher noch die 45 Minuten, die theoretisch in der höchsten Leuchtstufe erreicht werden, in der Realität aber wegen der Temperaturabschaltung nicht zu realisieren sind.
Die Stromversorgung erfolgt über vier geschützte 18650er Li-Ionen-Akku mit erhöhtem Pluspol, die direkt in der Lampe geladen werden können.


Dieses Feature finde ich extrem vorteilhaft, da man die Lampe so mit auf Reisen nehmen kann und nur das sehr kleine Steckernetzteil anstelle eines sperrigen Ladegerätes mitführen muss.
Lichtleistung
Die Lichtfarbe empfinde ich als sehr angenehm. Lt. Messung liegt sie bei ca. 5.500 Kelvin, also sehr neutral. Die TM26 ist ebenfalls ein Kompromiss aus Flooder und Thrower. Sie leuchtet sowohl das Umfeld gut aus, ist aber zusätzlich weitreichend, die Leuchtweite ist mit 445 m angegeben. Die Xenon-Scheinwerfer meines Autos deklassiert die TM26 locker, und zwar in jeder Beziehung, egal ob es die Ausleuchtung oder die Reichweite betrifft. Der Umstand, dass man diese brachiale Leuchtkraft so eben mal locker aus der Manteltasche holen kann, ist natürlich zutiefst beeindruckend!


Fazit
Die Nitecore TM26 ist ebenso hell wie unvernünftig. Geht es um die reine Leuchtkraft, erhält man vergleichbares bereits für deutlich weniger Geld. Perfekt ist die TM26 leider auch nicht, zumindest hinsichtlich Verarbeitung und Schalterverhalten. Dennoch liebe ich diese Lampe und nehme sie hin und wieder „zum Kuscheln“ (oder vielleicht eher zum Spielen) in die Hand. Meiner Meinung nach ist die Nitecore TM26 eher etwas für Sammler und Freaks als für Höhlenforscher.
Ich hoffe ich konnte vielleicht den einen oder anderen neuen Aspekt zu dieser bereits allseits bekannten Lampe beisteuern.
Gruß
T-Freak
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