Lithium-Ionen Akkus, Grundlagen zu Arten, Nutzung und Pflege

Chris Lange

Stammgast
1 Juni 2010
60
64
18
Eieiei, war ist denn hier los?


Schon mal einen Notebook-Akkupack zerlegt? Ich schon einige. Da ist ein ausgefeiltes BMS drin mit Einzelzellenüberwachung, Balancing, Temperaturüberwachung mit mehreren Fühlern und dann noch ein Bimetallelement als letze Sicherung, falls alle Stricke reißen. DESWEGEN passiert nichts. Und in seriösen Akkiuschraubern etc. sieht das auch nicht anders aus, die haben alle ein BMS.

Wer diesen Thread bis zum Ende liest und versteht, erkennt die Ausbaumöglichkeit am Eingangspost der Grundlagen.

Multi-Zellen Lampen
Es sind ausschließlich gleiche Zellen zu verwenden. D.h. Hersteller, Modell, Alter, Ladezyklen, etc.
Die Zellen sollten am besten nur paarweise verwendet werden (bzw. bei 3-,4-,x-Zellen Lampen entsprechend im 3er, 4er.. Pack)
Die Spannung der Zellen muss bis auf wenige mV gleich sein.

Bei einem guten Balancer innerhalb der Lampe ist diese Aussage fragwürdig. Bei parallel geschalteten Zellen wie sie in Lampen vom Typ Nitecore TM11, TM15, TM26, Zebralight S6330 oder dem Sky Ray King etc. vorkommen ist die Aussage irreführend. Den dort ist das Alter, die Ladezyklen, der Innenwiderstand oder das Fabrikat/Kapazität nicht entscheidend. Auch spielt es keine Rolle ob man sie paarweise verwendet. Lediglich bei der Bestückung einer parallel verschalteten Lampe mit unterschiedlichen Zellen sollte man auf die Ruhespannungen der Einzelzellen achten, da Abweichungen bei diesen zu hohen Ausgleichsströmen führen können.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Wer diesen Thread bis zum Ende liest und versteht, erkennt die Ausbaumöglichkeit am Eingangspost der Grundlagen.
Der Eingangspost ist inzwischen ziemlich überholt, v.a. was die Akkuempfehlungen angeht. Ist ja auch schon über 2 Jahre alt.


Bei einem guten Balancer innerhalb der Lampe ist diese Aussage fragwürdig.
Ich kenne keine einzige mehrzellige Lampe mit Reihenschaltung, die einen Balancer hat. Nicht mal eine mit Einzelzellenüberwachung.
Die wichtigste Empfehlung lautet hier m.E.: nur geschützte Zellen verwenden. Und wenn sie dann mal einige 10 mV voneinander abweichen, naja, auch nicht schlimm, das PCB verhindert das Schlimmste.
Reihenschaltung ohne PCB und dazu gar noch ohne Spannungsprüfung nach dem Laden ist Leichtsinn.

Bei parallel geschalteten Zellen wie sie in Lampen vom Typ Nitecore TM11, TM15, TM26, Zebralight S6330 oder dem Sky Ray King etc. vorkommen ist die Aussage irreführend. ....
Korrekt. Selbst 0,2V Unterschied halte ich bei Parallelschaltung für unbedenklich. Dann fließt halt mal kurz 1A Ausgleichstrom, nicht schlimm.
 
  • Danke
Reaktionen: 0815

Chris Lange

Stammgast
1 Juni 2010
60
64
18
ich kenne auch keine Lampe mit Balancer, will es aber deswegen nicht ausschliessen, dass es Welche gibt, oder es Welche geben wird. Schließlich gab es bis vor kurzem auch keine Lampe mit Display und heute schon div. von z.b. Jetbeam und Nitecore. Elektronik wird halt ständig günstiger und leistungsfähiger.

Desweiteren hast du völlig recht. Vlt sollte man den Eingangspost mal überarbeiten.
 

Installer

Flashaholic*
3 Februar 2013
287
48
28
Erfurt
Moinsen. Mir ist gerade beim Messen was aufgefallen.

Ich lade mit dem XTar WP2 und verwende 4x Sanyo UR18650F 18650 2600mAh Protected von Fasttech.

2 von den Akkus sind ordentlich 4,20V geladen wurden.
Bei den anderen 2 ist die LED auf Grün und ich messe "nur" 4,18.

Nutze die 18650er in nem Fandyfire King.
Muss ich mir da sorgen machen?

Grüße Matze
 

Newlight

Flashaholic
25 Juni 2013
173
27
28
AW: Lithium-Ionen Akkus, Grundlagen zu Arten, Nutzung und Pflege

2 von den Akkus sind ordentlich 4,20V geladen wurden.
Bei den anderen 2 ist die LED auf Grün und ich messe "nur" 4,18.

Sollte kein Grund zur Sorge sein.
Das liegt m.W. an der Lade- bzw. Abschaltspannung des Xtar WP II .
Diese liegt laut Tests knapp oberhalb der 4,15 Volt.

Ist aber für die Lebensdauer des Akku eher von Vorteil.

Greetz

Edit: Sorry Posts sollten zum Xtar Thread verschoben werden.
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
113
Ruhrpott
Wer diesen Thread bis zum Ende liest und versteht, erkennt die Ausbaumöglichkeit am Eingangspost der Grundlagen.

Bei parallel geschalteten Zellen wie sie in Lampen vom Typ Nitecore TM11, TM15, TM26, Zebralight S6330 oder dem Sky Ray King etc. vorkommen ist die Aussage irreführend. Den dort ist das Alter, die Ladezyklen, der Innenwiderstand oder das Fabrikat/Kapazität nicht entscheidend.

Das ist im Einzelfall sicher zutreffend, ändert aber nichts daran das die Aussage(Akkus paarweise verwenden) grundsätzlich richtig, und das ist entscheidend: Niemals falsch ist.

Ich habe schon vor sehr langer Zeit ein paar Sachen gelernt:

Niemals alt und neu mischen, denn dann ist alles alt;

Niemals Batterien/Akkus aus unterschiedlichen Serien oder Hersteller mischen, es kann Effekte geben die man nicht oder schlecht erklären kann;

Alte Akkus/Batterien immer dauerhaft als defekt kennzeichnen, ansonsten kommen die von selbst aus der Mülltonne neben die guten ;-);

Zum Messen einer bestimmten Sache immer das selbe Messgerät nehmen, so kann man Messfehler im Nachhinein analysieren und erklären;

Da war bestimmt noch was relevantes mehr ;-)

Nein diese Grundsätze sind kein muss weil sonst schreckliches passiert, die dienen dazu Vorgehensweisen zu verinnerlichen, damit man dann wenn es wirklich drauf ankommt diese nicht gedankenlos falsch macht.

2x14500 Li-Ion und 2xEneloops im Mini-King wird mir nicht passieren, aber jemand technisch unbedarftes? Wer weiß. Der Schritt zum Lader mit automatischer Erkennung ist dann auch nicht mehr weit.

Aber das in einen hektischen Moment die 4,3V Akkus zusammen mit den 4,2V Akkus im King verschwinden, das könnte mir schon passieren, wenn ich da nicht konsequent immer die selben Akkus verwenden würde, nicht dramatisch, aber den Akkus schaden würde es doch.

Und jemand der es besser weiß, der muss sich ja nicht an die Grundsätze im Eingangspost halten, aber schlecht ist es bestimmt nicht wenn man die im Hinterkopf hat.

mfg
 
  • Danke
Reaktionen: 0815
20 Januar 2013
13
1
3
Land Brandenburg
Ich habe einen alten Notebook-Akku mit acht Samsung ICR18650-22B (2200mAh, ungeschützt) ausgeschlachtet. Je zwei Zellen waren parallel geschaltet. Der letzte Ladevorgang ist schon länger her und zuletzt lief das Notebook auch nur noch 20min damit. Die Zellen hatten aber alle noch Spannung, die Paare zeigten 2,53 - 3,30 - 3,46 und 3,64V.
Könnte ich die noch in einer Powerbank (Handylader) verwenden, in der vier Stück parallel geschaltet werden müssen, oder ist das sehr gefährlich?
Bin gerade dabei, sie mal bei 1A in meinem neuen XTAR VP1 aufzuladen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass nach dem Laden die Spannung der Zellen zurückgeht. Wie schnell und wie stark darf das sein?

Außerdem habe ich mir geschützte blau-weiße Solarforce 16340 für den Single-Cell-Betrieb in einer Zebralight-Stirnlampe zugelegt. Könnte ich die auch sicher und problemlos als 3S-Konfiguration in einer Surefire C3 nutzen, mit einem Drop-in, das 0,5A zieht? Wenn dann sollte ich die aber wohl dauerhaft als Pack behandeln und nicht die einzelnen Zellen zwischen den Lampen durchtauschen, damit sie nicht unterschiedlich altern, oder?

Und könnte ich beim VP1 auch zwei parallel verlötete Zellen aus einem Fahrradlampen-Akkupack in einen Schacht stecken? Für das Ladegerät müssten die sich doch wie eine einzelne große Zelle verhalten?

Danke
 

rutzki73

Flashaholic*
23 Juli 2012
347
360
63
Berlin
Antworten

Notebook-Akku:

Wie du es schon beschreibst, die Zellen sind so gut wie tot! das bedeutet in diesem Fall, man kann sie kaum noch belasten und man kann die zwar mit 4.2V aufladen, dabei werden sie wahrscheinlich dieses Niveau von Spannung nicht erreichen, oder die Spannung wird schnell abbrechen. Stelle dir eine Digital-Kamera mit Allkaline Batterie vor. Die Kamera zeigt, dass die Batterien bereits leer sind, in einer Fernbedienung, oder Wecker geben die Batterien dennoch ein bisschen Saft.

Solarforce 16340 - kann man kurzfristig machen, aber als Dauerlösung ungeeignet. 3S sollte man nur dann als einzelne geschützte Akkus verwenden, wenn man sicher ist, dass die Akkus so gut wie gleichwertig sind. Das wäre ähnlich zu einem Auto mit Winterreifen. Man benutzt schon die selben Reifen für alle 4 Räder!
Kurzfristig wird es wahrscheinlich funktionieren. Danach werden die Akkus auseinander driften.

VP1 - solange es paralel läuft, sollte es kein Problem sein.
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
848
113
Ruhrpott
Ich habe einen alten Notebook-Akku mit acht Samsung ICR18650-22B (2200mAh, ungeschützt) ausgeschlachtet. Je zwei Zellen waren parallel geschaltet. Der letzte Ladevorgang ist schon länger her und zuletzt lief das Notebook auch nur noch 20min damit. Die Zellen hatten aber alle noch Spannung, die Paare zeigten 2,53 - 3,30 - 3,46 und 3,64V.

Die mit 2,5V würde ich in die Tonne treten bei den anderen würde ich mal gucken. Und dieses gucken geht natürlich sehr viel schöner und besser mit einen Modellbaulader, bei dem Man Spannung, Strom, Kapazität auf einen Blick sehen kann.

Könnte ich die noch in einer Powerbank (Handylader) verwenden, in der vier Stück parallel geschaltet werden müssen, oder ist das sehr gefährlich?

Die Powerbanken :D sind ja extra für ungeschützte Akkus.

Bin gerade dabei, sie mal bei 1A in meinem neuen XTAR VP1 aufzuladen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass nach dem Laden die Spannung der Zellen zurückgeht. Wie schnell und wie stark darf das sein?

Das kommt drauf an, wenn die sich schnell selbst entladen, schnell in den Müll, wenn der Lader früh abschaltet wegen einen erhöhten Innenwiderstand der Zelle ist das nicht direkt Sicherheitsrelevant für Anwendungen mit niedrigen Strom.

Allgemeine Fragen kann man natürlich nur allgemein beantworten wenn Du uns die genauen Zellenspannungen:

sofort nach dem Laden
15 Minuten nach dem Laden
2 Stunden nach dem Laden
24 Stunden nach dem Laden

sagen kannst kann man das konkreter beantworten.


Außerdem habe ich mir geschützte blau-weiße Solarforce 16340 für den Single-Cell-Betrieb in einer Zebralight-Stirnlampe zugelegt. Könnte ich die auch sicher und problemlos als 3S-Konfiguration in einer Surefire C3 nutzen, mit einem Drop-in, das 0,5A zieht? Wenn dann sollte ich die aber wohl dauerhaft als Pack behandeln und nicht die einzelnen Zellen zwischen den Lampen durchtauschen, damit sie nicht unterschiedlich altern, oder?

Ja das ist das empfohlene Vorgehen(wenn das Dropin dafür ausgelegt ist), und ich würde mich da auch genau dran halten. Aber wenn Du mal einen Akku im Singlebetrieb nutzt fliegt er Dir nicht sofort um die Ohren. Wenn Du die Zebraligt regelmäßig nutzt sollte es schon ein eigener Akku sein.

Und könnte ich beim VP1 auch zwei parallel verlötete Zellen aus einem Fahrradlampen-Akkupack in einen Schacht stecken? Für das Ladegerät müssten die sich doch wie eine einzelne große Zelle verhalten?

Ja stimmt.


mfg
 

Joys

Flashaholic
21 Januar 2014
132
21
18
Berlin
Kratzer an der Außenhülle

Habe neue Eagletac 3400er, der eine hat an der Außenhaut einen kleinen einige Millimeter langen Kratzer, wo die Plastikhülle abgehoben ist und Metall sichtbar ist.

Ist es gefährlich, diesen Akku in der Tala zu benutzen ?

Habe zwar mit Tesafilm abgeklebt aber weiss nicht, ob der Akku so in in die enge Zebra SC600II reinpasst, die noch nicht da ist...
 

Megalodon

Flashaholic**
16 November 2010
1.208
1.011
113
Die Eagletac Akkus sind recht dünn, so besteht die Hoffnung, dass die Akkus auch mit Tesafilm in das Zebra passen.

Da unter dem Schrumpfschlauch der nackte Akku ist, sollte das Tesa nicht entfernt werden!
Eine andere Möglichkeit wäre den Akku kommplett neu in Schrumpffolie zu verpacken.
 

Joys

Flashaholic
21 Januar 2014
132
21
18
Berlin
Äußerer Leiter bei geschützten Akkus

Kann mir jemand sagen, ob die äußere Hülle der 18650 Akkus mit dem negativen oder dem positiven Pol in Verbindung steht ? (Oder weder noch ?)

Auch verstehe ich nicht, wie der äußere Verbindungsleiter bei geschützten Akkus keinen Kurzschluß auslöst !?? (Es sei denn, die äußere Hülle ist sowohl ggü Plus as auch ggü Minus isoliert)
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Dann macht es wohl nichts aus, wenn die Schlauchhülle angekratzt ist ? Die Hülle ist negativ sowie der Taschenlampenkörper... .???

Hängt von der Lampe und dem Akku ab.
Bei einem geschützten Akku würde die Schutzschaltung überbrückt, d.h. wirkungslos.
Eine Lampe mit mechanischem Tailcapschalter könnte man nicht mehr ausschalten.
Und wenn die Schlauchhülle ausgerechnet am Pluspolleiter angekratzt ist: Kurzschluss.
 
  • Danke
Reaktionen: Joys

tbyte

Flashaholic**
2 Januar 2012
1.008
612
113
Lübeck
Wenn z.B. in einer Lampe mit 3 Akkus hintereinander der vorderste Becherkontakt zum Batterierohr bekommt, würde das die hinteren zwei Akkus kurzschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Danke
Reaktionen: light-wolff

buckybuck

Flashaholic*
28 November 2013
253
48
28
France
Wenn z.B. in einer Lampe mit 3 Akkus hintereinander der vorderste Becherkontakt zum Batterierohr bekommt, würde das die hinteren zwei Akkus kurzschließen.
Solche Lampen mag ich nicht, nein ich mag sie nicht, sind ja die reinsten Mimosen.

Habe in meine SWM C20C einen nackten ungeschützten Akku gesteckt; die Lampe arbeitet einwandfrei. Die sehr große Gefahr ist allerdings die Feder vom Lampen-Pluspol, wenn die den Akku-Bördelrand (minus) mit dem Akku-Pluspol kurzschließt, dann raucht es mächtig, denn die Schutzabdeckung des Pluspols habe ich auch entfernt:peinlich:

...Aber nicht nachmachen, war nur ein Test:D

henry
 

sharpanator

Flashaholic*
15 September 2011
778
590
93
Darmstadt
Ich habe viele Lipo Akkus wegen eines Multicopters und kenne die Gefahren, habe auch einen feuerfesten Lipo Koffer dafür zur Lagerung und bringe die Akkus immer auf Lagerspannung nach den Flügen. Bei meinen ersten Li-ion Lampen bin ich natürlich auch sehr vorsichtig, hatte vorher nur AA LED Lampen in Benutzung mit Eneloop. Ich kaufe also nur hochwertige Lampen und hochwertige Akkus.

Meine Frage ist warum es gerade bei den Taschenlampen so gefährlich ist mit Li-ion Akkus. Wenn ich ehrlich bin haben die meisten Geräte im Haushalt wie Handys, Zahnbürsten oder andere Gadgets schon Jahre lang Li-ion Zellen und die wurden von mir ehrlich gesagt nie "richtig" behandelt, ich behaupte mal 90% der konsumenten kennt die Li-Ion Regeln und Gefahren auch nicht. Das bedeutet manche Geräte lagen Jahre herum, hängen dauerhaft am Ladegerät oder sind wohl schon oft komplett tiefenentladen worden und werden in Schränken eingemottet um anch 6 Jahren nal wieder geladen zu werden usw..

Wieso passiert bei diesen Akkupacks von solchen Geräten nie etwas, ich meine kein Konsument achtet jemals auf irgendwelche Regeln, nur dass die Geräte bei der ersten Benutzung voll geladen werden weil es so in der Anleitung steht.

Sind die Li-ion Zellen bei Taschenlampen im speziellen so gefährlich weil eine Taschgenlampe luftdicht ist und keine Entgasungslöcher aufweist?
 

Silberkorn

Flashaholic**
19 Februar 2013
2.877
1.365
113
Kreis LB
Wieso passiert bei diesen Akkupacks von solchen Geräten nie etwas, ich meine kein Konsument achtet jemals auf irgendwelche Regeln, nur dass die Geräte bei der ersten Benutzung voll geladen werden weil es so in der Anleitung steht.

Sind die Li-ion Zellen bei Taschenlampen im speziellen so gefährlich weil eine Taschgenlampe luftdicht ist und keine Entgasungslöcher aufweist?

Ich halte Taschenlampen mit Li-Ion Zellen nicht per se für gefährlicher als anderer Elektrokleingeräte mit den selben Akkus.
Einzellige Lampen sowieso nix. Das einzige was Dir da passieren kann ist den Akku zu weit zu entladen. Aber da weisst Du ja als Modellbauer dass er dann tot ist und nichtmehr auf's Ladegerät gehört.

Kritischer finde ich mehrzellige Lampen, da ist das Problem dass sie keine einzelne Zellenüberwachung haben. Akkuschrauber und ähnliche Mehrzellige Geräte haben das aber. In mehrzelligen Lampen empfiehlt es sich geschützte Li-Ionen Zellen zu verwenden oder ganz genau und penibel die Akkus zu überwachen. Wenn man faul ist, Finger weg von mehrzelligen Lampen mit Li-XX.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Bei Consumer-Geräten mit Li-Ion-Akkus kommt man nie direkt an die Zellen ran, die sind fest verbaut und haben eine Elektronik, die rechtzeitig abschaltet.

Wenn man einen Notbook-Akku öffnet, sieht man, welcher Aufwand da getrieben wird: mehrere Temperatursensoren, Thermosicherung, BMS mit Einzelzellenüberwachung, etc. Kein TL hat das.
 

NashBen

Flashaholic***
29 April 2011
6.816
2.449
113
der Ottostadt an der Elbe
Die Endverbrauchergeräte sind wie gesagt zum einen schon sehr gut mit allerlei Technik gegen mögliche Gefahren geschützt.

Zum anderen gab es aber auch bei manchen Handyherstellern in der Vergangenheit Probleme mit ausgasenden oder Feuer fangenden Akkus - selbst da passiert also mal was.

Und die meisten Taschenlampen sind ganz passabel wasserdicht und damit kann sich bei einem ausgasenden Akku schnell mal ein sehr hoher Druck aufbauen - man kann in dem Fall quasi von einer Rohrbombe sprechen.. Und das ist wiederum sehr gefährlich. Vor allem, wenn man die TaLa dann auch noch in der Hand hält.
Solche Fälle gab es auch schon. Nicht viele, aber es gab sie.

Daher sollte man sich der Gefahren bewusst sein und respektvoll handeln.
Dann passiert auch nichts.


Grüße,

Ben
 
  • Danke
Reaktionen: Gammel

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Ähm, die Rückrufaktion betrifft aber Ladegeräte, nicht Akkus.
Samsung hat auch ein paar Probleme mit aufgeblähten Handyakkus.
Ist ja auch klar: wer viele Geräte verkauft, hat auch mehr Probleme. Von Nokia-Akkus hört man nichts...
 

Lichtquelle

Flashaholic**
16 November 2012
2.013
731
113
Klar die Ladegeräte. Aber kann doch sein, dass dadurch die Akkus in Mitleidenschaft gezogen werden, deswegen passt es dann doch wieder. ;)
 

tbyte

Flashaholic**
2 Januar 2012
1.008
612
113
Lübeck
Nein, das rückgerufene Apple Netzgerät kann unter extremen Umständen zu heiß werden. Die zurückgerufenen Geräte wurden zwischen Oktober 2009 und September 2012 in Europa verkauft. Ich hab selber so eins und es zeigte keine Auffälligkeiten.

Ich finde es beeindruckend dass die sich da jetzt noch drum kümmern. Es geht weder um US-Geräte, wo das Risiko sehr teurer Klagen besteht noch um aktuelle Geräte. So eine Aktion kann ich mir von Samsung nicht vorstellen. Die vergessen ihre Ware sobald sie verpackt wurde.

Wie meine Vorredner bereits schrieben kommt es auf die Zellenüberwachungstechnik und die Auswahl der Komponenten an. Dann passiert auch nix. Außerdem werden die Akkus in unseren Lampen auch nicht unbedingt in deren Komfortzone verwendet. Mein Notebook zieht im normalen Betrieb ein knappes Ampere aus einem 3s2p Akkupack mit 5,2Ah. Das sind 500mA pro 2,6Ah Zelle. Also nur 0,2C.

Wenn wir also Markenzellen mit funktionierenden Schutzschaltungen in mehrzelligen Lampen verwenden und diese in Ladegeräten mit sauberem Ladeverfahren laden bewegen wir uns auf einem ähnlichen Niveau. Was wir nicht haben ist eine Temperaturüberwachung und einen Hersteller den wir zur Verantwortung ziehen könnten wenn doch was passieren würde.
Genau das wird hier ja an jeder Stelle jeden Tag gepredigt - und zwar genau darum...
 
Zuletzt bearbeitet:

tbyte

Flashaholic**
2 Januar 2012
1.008
612
113
Lübeck
Die Information ist auch nicht mehr aktuell.
Die Solarforce Akkus werden nicht mehr von Solar Force verkauft sondern kommen nur noch aus undurchsichtigen Quellen.
Generell sind diese Zellen aber auch mittlerweile so veraltet, dass ich die nicht mehr in Betracht ziehen würde.
Das Trust- und Sonstnochwasfirezeug ist nur noch Lotterie.
Generell sind Akkubestellungen aus Fernost gerade wieder nicht so einfach.

Aber es gibt jetzt zum Glück auch aus D gute Akkus zu einem guten Preis.

Schau mal bei
https://www.akkuteile.de
oder bei
ENERdan's Store

beide kann ich uneingeschränkt empfehlen.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Wow. Breaking News. Li-Ion Akkus können in Brand geraten.

In der Einleitung redet die Moderatorin von "Unfällen mit Stromschlägen" und dem Ladegerät ihres Laptops. Ich dachte schon, man wollte endlich mal auf die Gefahren von Billigstnetzteilen hinweisen. Danach geht's aber doch nur noch um mögliche Akkubrände, kein Wort von Ladegeräten oder Stromschlägen.

Aber alles kein Problem, man muss ja nur den Schlusssatz befolgen: Laden nur unter Aufsicht, nicht in der Nacht in Schlaf- und Wohnräumen, und keine brennbaren Gegenstände in der Nähe. Dann hält der Akku ewig.
Ja was ist denn das für eine Logik?

Und ich hab's dank Rundfunkbeitrag auch noch zwangsmitfinanziert. :rolleyes:

Dass die Message nicht richtig rüberkam, zeigt auch der (bisher einzige) Kommentar zur Sendung.
 
  • Danke
Reaktionen: hitech

hitech

Flashaholic**
19 Mai 2014
1.109
544
113
Leipzig
Ich find's auch jedes Mal traurig, wenn sich die Macher an Themen wagen von denen sie so überhaupt keine Ahnung haben. Die Inhalte solcher speziellen Beiträge sind für Kenner der Materie meist nichts Neues, manchmal übelst fehlerbehaftet und gelegentlich schlichtweg falsch. Da wünscht man sich zuweilen, dass sie sich vorher von einem wirklichen Eggsbärdn Rat geholt hätten.
 
27 Januar 2015
46
21
8
Der letzte Beitrag ist zwar schon eine Weile her, aber das Thema wird wahrscheinlich noch lange aktuell bleiben...

Ich habe gerade einen schon "etwas" älteren Beitrag zum Thema Akkusicherheit insbesondere beim Einsatz in Taucherlampen unter Wasser gefunden:
http://www.hartenberger.de/pdf/akkutechnik.pdf
(Bitte nicht von den anfänglichen Ausführungen über NC und NMH Akkus abschrecken lassen, ab der zweiten Seite geht es um Lithium-Akkus.)
Was haltet ihr von den Aussagen, insbesondere zum Lithium-Mangan-Akku?
(Nebenbei gefragt: Ist mit LiMn-Akku das gemeint, was hier (und im Verkauf) meist als IMR-Zelle bezeichnet wird?)
Was haltet ihr von der Behauptung: "Der Lithium-Mangan-Akku (LiMn) sei derzeit der sicherste und einer der leistungsstärksten Akkus" ? (Gemeint ist sicherlich die Strombelastbarkeit, nicht die Kapazität.)

Falls das richtig ist, wäre eine Konsequenz daraus dann die, das man Neulingen/Laien grundsätzlich bevorzugt IMR-Zellen empfehlen müsste?
Und sollte diese größere Sicherheit gegenüber anderen Typen im Beitrag #1 nicht auch entsprechend deutlich herausgestellt werden?
 

theduke12

Flashaholic
9 November 2014
114
36
28
Nähe Bonn NRW
Bin jetzt kein Fachmann, aber der bericht scheint schon älter zu sein.
Die Heutigen Li-ion Akkus werden auch mit einem Schutz (PCB) ausgeliefert.
Desweiteren haben auch viele heute erhältliche Taschenlampen eine Elektronik
die vor unterspannung Schützt.
Die IMR Akkus sind soweit ich weiss nur "Hochstromfähige" zellen, die in der regel keinen "PCB" Schutz aufweisen. Daher nicht für Anfänger geeignet!
 

Profi58

Flashaholic**
29 Mai 2011
3.378
1.681
113
Erzgebirge
Die Heutigen Li-ion Akkus werden auch mit einem Schutz (PCB) ausgeliefert.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Man kann aber Akkus mit oder ohne PCB einkaufen. Anfänger sollten erst mal Akkus mit PCB nehmen. Aber Achtung: Diese Akkus sind durch die zusätzliche Schaltung etwas länger und manchmal auch dicker als Akkus "ohne", sie passen daher nicht in jede Lampe rein.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Ich habe gerade einen schon "etwas" älteren Beitrag zum Thema Akkusicherheit insbesondere beim Einsatz in Taucherlampen unter Wasser gefunden:
http://www.hartenberger.de/pdf/akkutechnik.pdf
(Nebenbei gefragt: Ist mit LiMn-Akku das gemeint, was hier (und im Verkauf) meist als IMR-Zelle bezeichnet wird?)
Was haltet ihr von der Behauptung: "Der Lithium-Mangan-Akku (LiMn) sei derzeit der sicherste und einer der leistungsstärksten Akkus" ?
Ohne das Dokument gelesen zu haben:
LiMn ist genau genommen LiMn2O4 (Lithium-Mangan-Spinell). Das hat IMR ursprünglich bedeutet. Inzwischen nennen aber insbesondere die Akkukonfektionäre für E-Zigaretten aus Marketinggründen alles "IMR", was mehr als 2C Strom liefern kann (die Dampfer wollen "IMR", also kriegen sie IMR) - auch wenn aktuelle Hochstromzellen mit "echten" IMR nur noch sehr wenig zu tun haben.
Alle modernen Zellen verwenden Mischchemie mit unterschiedlichen Anteilen an Ni, Al, Mn, Co. Wie die sich im Fehlerfall verhalten, kann man nicht mehr pauschal sagen. Insgesamt sind die Zellen durch diverse Maßnahmen aber wesentlich sicherer als früher.
Das gilt aber nur für Zellen, bei denen man weiß, dass es solche Maßnahmen gibt, und dass die auch getestet wurden.
Bei Noname-Akkus muss man hingegen das Schlimmste annehmen. Da kommt es durchaus vor, dass kein Überdruckventil (vent) kein CID (trennt den Zellenwickel bei Überdruck vom Pluspol) und kein PTC (begrenzt den Kurzschlussstrom) vorhanden ist. Von Feinheiten wie Shutdown- oder "selbstheilendem" Separator (HRL o.ä.) und diversen lebensdauerverlängernden Elektrolyt-Additiven oder einfach nur einer funktionierenden Qualitätskontrolle und sauberer fremdkörperfreier Produktion ganz abgesehen.


Insofern lautet die beste Empfehlung: nur Markenzellen (Panasonic/Sanyo, Samsung, LG, Sony, BAK) aus zuverlässiger Quelle kaufen.
"Veredelte" Akkus nur kaufen, wenn man weiß, welche Zelle drin steckt.
Aus dubiosen Quellen kann man schon mal Altzellen bekommen, die mit so etwas neu eingekleidet wurden (Schrumpfschlauch, der aussieht wie ein originaler Samsung ICR18650-22P, für das Produktfoto wurde "Samsung" abgewischt, im Text steht es drin).


Falls das richtig ist, wäre eine Konsequenz daraus dann die, das man Neulingen/Laien grundsätzlich bevorzugt IMR-Zellen empfehlen müsste?
Definitiv nicht. Neulingen sollte man geschützte Akkus mit Standard-Markenzellen empfehlen. Die "IMR" sind eigentlich immer ungeschützt, meistens haben sie intern keinen PTC zur Strombegrenzung im Kurzschlussfall. Das funkt und glüht im Kurzschlussfall also ordentlich.
Eine "normale" Markenzelle kann dagegen man auch ohne Schutzelektronik kurzschließen, ohne dass etwas passiert (allerdings wird der PTC danach etwas erhöhten Innenwiderstand aufweisen, es geht also nicht ganz spurlos am Akku vorbei).
 
Zuletzt bearbeitet:

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Die Kältefestigkeit der "IMRs" sehe ich bei Tauchlampen tatsächlich als großen Vorteil. Das ist in meinen Augen schon Grund genug solche in Tauchlampen zu verbauen. Mit 2,5Ah sind aktuelle Zellen auch gut genug von der Kapazität her.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Die Kältefestigkeit der "IMRs" sehe ich bei Tauchlampen tatsächlich als großen Vorteil. Das ist in meinen Augen schon Grund genug solche in Tauchlampen zu verbauen. Mit 2,5Ah sind aktuelle Zellen auch gut genug von der Kapazität her.
Ja, die Kältefestigkeit ist bei Hochstromzellen ("IMR" :rolleyes:) wesentlich besser. Ich spiele gerade mit Samsung INR 18650-25R rum, das ist schon erstaunlich, was die können.
 
27 Januar 2015
46
21
8
Soweit ich mich erinnern kann, wurden LiIon Akkus früher praktisch nur als proprietäre Packs mit Batteriemanagement in die Hände von Endkunden gegeben, weil man durchaus um die Gefahren wusste. Es gibt Lithium Akkus ja schon viel länger, aber ohne Schutz und spezielle Ladegeräte war das einfach zu riskant und nicht endkundentauglich.

Wer meint, hochstromfähige Akkus sind nichts für Laien, der darf solchen auch nie ein Auto überlassen, dessen Akku schafft durchaus 300A und mehr bei Kurzschluss und nein, einige Stromkreise sind nicht abgesichert! Und viele Kreise sind mit 20A, 30A oder gar 60A "abgesichert"...
Und seltsam, bei hochstromfähigen NC Akkus hat früher auch niemand Angst gehabt...

Geschützte Zellen sind besser gegen Anwendungsfehler gesichert als ungeschützte, aber auch solche Zellen sind schon in Flammen aufgegangen, weil sie durch Schlag, Stoß, Sturz oder andere Krafteinwirkungen innere Schäden erlitten hatten. Das kann keine noch so intelligente Schaltung verhindern. Da finde ich eigensichere LiMn Akkus definitiv ungefährlicher.

Wer unter Wasser was sehen will, braucht ordentlich Licht und keine Funzeln. Die Akkus in dem Artikel wurden nicht umsonst mit einem 100W Halogenstrahler getestet, hochstromfähige Zellen sind da Pflicht, Risiko hin, Gefahren her.
Und mit Wasserkühlung hat man auch deutlich weniger thermische Probleme damit...
Nur warum es im Wasser so wichtig sein soll, was der Akku bei -15°C noch leisten kann , erschließt sich mir nicht so ganz. All zu weit unter 0°C kommt man selbst in Salzwasser nicht, da sollten alle Akku Typen noch gut funktionieren.
Abgesehen davon dürften die wenigsten freiwillig in so kalten Gewässern tauchen.