Exakt.
Die Messingbürsten sind weich. Weicher als man glaubt. Das Messing spachtelt regelrecht jegliche Unebenheiten zu.
Das klingt erst mal unglaublich, das kann man sich nicht wirklich vorstellen.
Wenn man aber bedenkt, daß bereits bei gemütlichen 12.000 U/min jede feine Messing Borste bereits 200 Mal pro
Sekunde auf die Oberfläche gedroschen wird... Das kann ja auch jeder mal an einem alten rauen Metallteil ausprobieren.
Wie bereits erwähnt, je härter und rauer die Oberfläche, desto beständiger und dicker wird die Beschichtung.
Stumpfrau gestrahlter, oder geätzter/phosphatierter Stahl läßt sich zuweilen richtig fett, gleichmäßig und relativ widerstandsfähig beschichten.
Okay einen Griff oder anderen Gegenstand mit hoher mechanischer Belastung würde ich damit vielleicht nicht unbedingt beschichten wollen.
Trotzdem: Es ist weitaus beständiger wie man annehmen würde.
"Stonewashed Titan" ist jetzt vielleicht nicht gerade die optimale Oberfläche. Man bekommt zwar die Oberfläche flächig (dünn) recht gleichmäßig vermessingt, an den glatten, planen Stellen rubbelt sich ein Großteil bei der Reinigung allerdings, wie man sieht, wieder ab. Halbwegs gründlich bearbeiten empfehle ich trotzdem, denn es verschließt die Poren dauerhaft. Diese Einschlüsse, Sprenkel, wirken in Natura sehr edel, keine Ahnung, ob das auf den Fotos rüber kommt.
Wichtig ist, daß man das Messing von allen Richtungen her einmassiert, d.h. das Werkstück kontinuierlich dreht. Das steigert die Wirkung merklich und aus dem Bauch heraus würde ich auch behaupten, daß es die Abriebsbeständigkeit erhöht.
Am aller wichtigsten ist jedoch wie bei jeder Beschichtung ein gründliches Entfetten. Selbst die kleinsten Spuren von Schmiermittel können Ansonsten das Ergebnis zunichte machen.
Ich packe das Teil jetzt mal die nächsten Monate an den Gürtel. Mal schauen, wie sich das Finish schlägt