Bei rot ist halt der Vorteil, dass sich dein Auge nicht so stark an die Dunkelheit gewöhnen muss, da kann man dann auch mal mit mehr Licht laufen…
Den Mythos als Tarnlicht werde ich bis heute nicht verstehen,… die Leute sollten sich mal fragen, warum Bremslichter rot sind… bestimmt nicht als Tarnlicht
@Boverm
Folgendes zum Thema Rotlicht vs. Weißlicht:
1. Unsere Farbwahrnehmung hat was mit den dafür verantwortlichen Zapfen im menschlichen Auge zu tun, die es zum Sehen von kurzwelligem blauen Licht, mittelwelligem grünen Licht und langwelligem roten Licht gibt.
Tagsüber sehen wir "photopisch", das bedeutet es sind hauptsächlich jene Zapfen aktiv, mit denen wir langwelligeres Licht wahrnehmen. "Rot" wird somit tagsüber tatsächlich besonders gut vom menschlichen Auge wahrgenommen.
Nachts hingegen sehen wir "skotopisch", da dann andere Zapfen fürs Sehen verstärkt aktiv sind, nämlich die für das kurzwelligere Licht (grünes und blaues Licht).
2. Auf die Bremslichter (der Vorausfahrenden) hat man in der Regel direkten Blick, im Gegenverkehr (auf der Autobahn) sind es ja hauptsächlich die Reflektionen an den Schildern, die auffallen. Klar, dass man das deutlich wahrnimmt, wenn man in die Lichtquelle hineinschaut.
Wenn man im Wald aber z.B. diskret vor sich auf den Boden leuchtet und die Lichtquelle für entfernte Beobachter eben nicht direkt einsehbar ist, ist eben jenes Rotlicht auch nicht besonders auffällig.
3. Zudem gibt es natürlich auffälligeres und unauffälligeres Rotlicht. Letzteres hat eben eine längere Wellenlänge. Das Extrem wäre dann, wo das Rotlicht in den für das menschliche Auge nicht mehr sichtbaren Infrarotbereich übergeht.
Im Dunkeln im Wald mit einer "Deep Red" LED zu leuchten ist definitiv sehr unauffällig und man kann mit diesem Rotlicht in verhältnismäßig dunkler Einstellung sogar noch relativ weit die Umgebung ausmachen, ohne dass aus größerer Entfernung ein auffälliger Helligkeitsunterschied wahrnehmbar ist, im Vergleich zum normalen Weißlicht.
Fazit:
Bei "kurzwelligwerem" Rotlicht wie dem der Wurkkos WK30 ist der "Tarnfaktor" etwas geringer als bei "langwelligerem" Rotlicht, aber dennoch höher als bei vergleichbarem "normalen" Licht. Natürlich kann man auch mit Ultra-Low Weißlicht nachts durch den Wald laufen, aber es bietet gegenüber Rotlicht nur hinsichtlich einer natürlicheren Farbwiedergabe Vorteile. Verhältnismäßig kann man aber mit Rotlicht unauffälliger unterwegs sein.
Zusatz: Falter und ähnliches Getier (gilt nicht für Mücken) werden durch Rotlicht ebenfalls nicht so stark angezogen wie durch gelblicheres, "normales" Licht.
Gerade das macht es für mich deutlich angenehmer, in den wärmeren Jahreszeiten nachts mit Rotlicht unterwegs zu sein, da einem dann nicht soviel ins Gesicht fliegt.