Review Nitecore MH15

amaretto

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12 August 2010
22.106
27.460
113
NRW
Nitecore hat kostenfrei die MH15 und die MH25 Pro für Tests zur Verfügung gestellt. Interessierte Mitglieder können die Lampen zum Testen gern ausleihen (Feedback ist allerdings Voraussetzung).

Hier geht es um die MH15 Pro. Diese würde ich anders als die MH25 Pro als reine EDC anstufen, also als Lampe für alltägliche Anwendungen, die man wegen ihrer geringen Größe jederzeit mit sich tragen könnte. Für diese Anwendung passt auch ihr geschmeidiges und kantenloses Design. Diese Lampe fühlt sich wegen des überwiegenden Kunststoffanteils am Gehäuse und fehlenden Knurrlings (raue Strukturierung) immer warm, angenehm und "smooth" an.


Leistungsdaten/Leuchtdauer


sonstige Eigenschaften
  • Bedienung über Heckschalter
  • fest integrierter 21700 Li-Io Akku mit 5.000 mAh
  • Luminus SST40 LED mit TIR-Optik
  • Lichtfarbe: kaltweiß
  • ATR Temperatursteuerung
  • Powerbank-Funktion
  • Aufladung per USB-C
  • vierteilige LED Ladezustandsanzeige
  • Gehäusekörper aus Kunststoff, Kopf aus hart anodisiertem Alu
  • fest montierter Trageclip
  • tailstand-fähig
  • schlagfest bis 1m, dicht nach IP68 (bis 2m Wasser)
  • Maße 117 * 30 mm (L * Durchmesser)
  • Gewicht 140 g
  • Preis ca. 68€
Lieferumfang
- MH15 Lampe mit fest eingebautem Li-Io Akku
- USB-C Ladekabel, Handschlaufe, mehrsprachige Bedienungsanleitung
Ein Trageholster ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Eine Besonderheit der MH15 beziehungsweise selten anzutreffenden bei hochwertigen Taschenlampen ist deren Kunststoffgehäuse. Lediglich bei Lampenkopf, Trageclip und Heckschalterknopf ist Metall erfühlbar. Ich bin überzeugt, dass dies nicht etwa aus Spargründen so gebaut ist sondern haptische Gründe hat. Das Kunststoffhinterteil ist hautfreundlicher und wärmer als Metall - besonders im Winter. Dazu passt auch, dass man der MH15 kein raues Knurrling verpasst hat.

Im Verhältnis zur Gesamtgröße ist der (leider nicht abnehmbare) Trageclip mit 75 x 13 mm auffällig groß. Für den angedachten Zweck ist das aber nicht von Nachteil, zudem dient er dem Wegrollschutz. Eine ausreichend große Öse für eine Fangschnur nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis. Bedient wird die Lampe über einen elektronischen Taster, der ebenfalls wie die Ladebuchse zurückversetzt am Lampenende eingebaut ist. Dadurch kann die Lampe sehr sicher im Tailstand nach oben leuchtend als Notfall-Deckenbeleuchtung verwendet werden. Betätigen lässt sich der Schalter m.E. trotz des zurückversetzen Einbaus sehr gut.




Anstelle eines Reflektors nutzt die MH15 eine TIR-Linse (totale innere Reflexion), die mittig noch mit einem Diffusor für gleichmäßige Lichtverteilung versehen ist. Die Linse ist aus klarem Kunststoff und möglicherweise kratzanfällig, da kein Schutzglas davor ist.


Richtig was los am Lampenende: Schalter, Akkuanzeige und mit einem Gummi abgedichtete USB-C Ladebuchse. Mehr noch: die Buchse funktioniert in beide Richtungen, also nicht nur zum Laden sondern auch als Powerbank, sofern der Akku der Lampe noch genug geladen ist.

Bei der Verarbeitung und beim Qualitätseindruck gibt es im Übrigen bei der Lampe nix zu kritisieren, die ist auf gewohnt hohem Niveau. An meiner Hand kann man den Vorteil der Bauweise der Lampe erkennen. Trotz 21700 und Heckschalter baut die MH15 sehr kurz. Die Kehrseite: der Akku ist fest verbaut und kann nicht gewechselt werden.
Größenvergleich

User Interface
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
AusgangslageAktionResultat
aus1C, 2C, 3C....Akkuanzeige aktivieren
aus1Hein in zuletzt genutzter Stufe (Memory)
ein1Cnächste Leuchtstufe
ein3CBlinkmodi
Blinkmodi1Cnächster Blinkmodus
Blinkmodi1Haus
ein1Haus
ein1H (sehr lange)Einschaltsperre
Einschaltsperre1C + 1HEinschaltsperre aus
Nitecore geht beim UI einen eher unüblichen Weg. So benötigt die Lampe beim Ein- und Ausschalten durch gedrückt halten etwas mehr Zeit. Das gewählte UI verhindert auch, dass man durch 1H Sofortzugriff auf die niedrigste oder durch 2C auf die hellste Stufe erhält. Momentlicht und Morsen ist ebenfalls nicht möglich.

Akku-Information
Die blauen LEDs in der Tailcap zeigen den Ladezustand an:
1 LED = 0-25%, 2 LEDs = 25-50%, 3 LEDs = 50-75%, 4 LEDs = 75-100%

Aufladen/Powerbank-Funktion
Zum Aufladen der Lampe das USB-Ladekabel in die Buchse stecken und mit einer USB-Energiequelle verbinden. Die MH15 lädt - wenn es die Energiequelle zulässt - mit 18W sehr flott, z.B. 5V⎓2,4A / 9V⎓2A. Je nach Ladefortschritt leuchten die entsprechende Anzahl der LEDs (siehe Akku-Information). Anders herum konnte ich auch mein Handy mit 18W über die Nitecore laden. Als Powerbank liefert die Nitecore 5V⎓3A bis 12V⎓1.5A
:thumbup:


Einschaltsperre
- Sperren: wenn on Taster lange gedrückt halten, bis die LED 2x blinkt.
- Entsperren: erst kurz drücken dann halten, bis die Lampe mehrmals blinkt.

Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
  • Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
  • Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
  • Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
  • Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
  • Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro
Verwendete Geräte:
  • Lichtstrom: 8 | 78 | 333 | 1.981 Lumen (rasch fallend)
  • Lichtintensität: 67 | 655 | 2.700 | 16.375 Lux
  • PWM: nicht vorhanden (= flimmerfreies Licht)
  • Lade-/Entladestrom: 18W
Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur
Im Spot einen positiven Duv deutlich oberhalb der Schwarzkörperkurve lässt eine grünstichige Lichtfarbe erwarten. Beim Spill liegt der Wert unter der Schwarzkörperkurve, leuchtet für das Auge kaltweiß mit einem minimalen violetten Touch im inneren Bereich.

Laufzeittest auf höchster Stufe
Da der Lampenbody aus Kunststoff ist (nur der Kopf ist aus Metall) und kaum Möglichkeiten hat, die entstehende Wärme abzuführen, ist von vorn herein klar, dass die MH15 sehr schnell in der Leistung abfallen muss. Ich habe es dann am interessantesten gefunden zu beobachten, wie die Helligkeitsentwicklung bei bestmöglicher Kühlung aussehen mag. Deshalb hier der Test im Wasserbad.

Laufzeittest zweithöchste Stufe
Wie wir zuvor gesehen haben, geht der Turbo erwartungsgemäß sehr schnell in die Knie. Hier die womöglich praxisrelevantere und dauerfeste zweithöchste Stufe (350 lm). Die meisten werden sie vielleicht nicht als "hoch" sondern eher als "Medium" betrachten. Trotzdem, diese Stufe dürfte gerade bei einer EDC für die allermeisten Gelegenheiten ausreichen. Immerhin zeigte die Lampe bis zum von mir erzwungenen Testende nach über 4 Stunden nicht den geringsten Abfall. Nach Testende leuchteten noch 2 LEDs der Akkuanzeige, also 25-50% Restakku.

Wärmeentwicklung
Bedingt durch die Bauweise greift ATR (Überhitzungsschutz) rigoros ein und regelt die Leistung im Turbo herunter, bevor die Lampe wirklich ins Schwitzen geräte. Wenn man die Lampe nur 1x im Turbo einschaltet und das Herunterregeln hinnimmt, wird die Lampe kaum körperwarm. Nur wenn man nach dem Herunterregeln immer wieder erneut zum Turbo schaltet, steigt die Temperatur des Lampenkopfs (ohne äußere Kühlung) auf nicht mehr gern anzufassende Temperaturen. Das restliche Kunststoffgehäuse ist davon abgekoppelt und bleibt kühl.

Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ist typisch für eine Lampe mit TIR-Linse. Es gibt einen eher weich auslaufenden Spot mit etwas grünlicher Lichtfarbe und einen extrem breiten (fast 180 Grad) und ebenfalls weich auslaufenden Spill, der sehr kaltweiß ist. Für eine EDC ist der extrem breite Spill in Innenräumen und auch beim Spazieren gehen nützlich, da bei der mit hängendem Arm gehaltenen und gerade nach vorn leuchtenden Lampe unmittelbar vor den Füßen die Ausleuchtung beginnt.
Hier sieht man gut den grünlichen Farbstich beim Spot und den extrem breit strahlenden Spill.
Vergleich zur MH25Pro, bei der ebenfalls ein grünlicher Spot zu bemängeln ist. Hier kommt auch gut der Unterschied zwischen Reflektor (mit scharf abgegrenztem Spill) und TIR-Linse heraus.

Fazit (persönliche Meinung)
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ (kurzzeitig) hohe Leistung
+ sehr breites Streulicht für Ausleuchtung im Nahbereich
+ sauberer Lichtkegel
+ Restakku-Anzeige
+ Powerbank-Funktion, hoher Entladestrom
+ interne Aufladung per USB-C
+ schnell-ladefähig

verbesserungswürdig
- grünstichige Lichtfarbe im Spot
- kurze Laufzeit im Turbo
- nicht wechselbarer Akku
- User-Interface, Zwangs-Memory, kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe

neutral
o Abstand zwischen High und Turbo etwas groß

Als ich die ersten Informationen zur Nitecore MH15 las, dachte ich noch, dass dieses Modell eine meiner Lieblingslampen werden könnte. Heckschalter, 21700 Akku, USB-Aufladung mit Powerbankfunktion, Ladezustandsanzeige und last but not least ein kurzes Gehäuse aus Kunststoff ähnlich der Nitrolon-Modelle eines amerikanischen Tala-Herstellers. Bei diesen vielversprechenden Ansätzen bedaure ich etwas, dass die Lichtfarbe und das unglückliche User-Interface dem entgegenstehen. Die Lichtfarbe mag Geschmackssache sein und viele Leute werden sich an dem bissel Grün im Spot nicht stören. Das UI ist nicht, wie man es bei den meisten Qualitätslampen kennt, somit müsste man sich umgewöhnen. Die weiter oben genannten weiteren Einschränkungen (kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe) lassen mich am Nutzen des anders gewählten MH15-User-Interface zweifeln.

Wie ich glücklich würde? Mit einer v2 dieser vielversprechenden Lampe mit geändertem ("normalen") User-Interface und einer anderen LED, gerne auch warmweiß. Das würde bestens zur MH15 und Eignung als EDC passen. Das schnelle Herunterregeln ist bei dem hohen Kunststoffanteil der Lampe kaum anders möglich, das nähme ich in Kauf.
 
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elakazam

Flashaholic**
21 August 2010
2.742
2.755
113
....und wiedereinmal - ein absolutes Top-Amaretto-Review! :thumbsup:
Immer wieder gern genommen, immer wieder meinen herzlichen Dank für all deine Mühe!
 
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Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
3.836
2.383
113
Kassel
Kann mich dem nur anschließen :thumbup:

Bei den Messungen taucht mit 1.154 Lumen noch eine zweite High-Stufe auf, die es lt. den Herstellerangaben nicht geben dürfte - vielleicht irgendwie vertan?
 
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amaretto

Moderator
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12 August 2010
22.106
27.460
113
NRW
Du hast natürlich Recht, das dürfte ein Überbleibsel der anderen Nitecore-Lampe sein :pfeifen:
Ist korrigiert.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.453
5.145
113
@amaretto danke für das tolle Review. :)

Ich war echt interessiert hinsichtlich Deines Passaround-Angebots (anschauen, etc.)...aber die doch sehr grüne SST-40 hat mir echt das Interesse verdorben. :(

Ich nehme jetzt mal kurz die Wurkkos WK03 mit der TIR-Linse als Vergleich...da hat die SST-40 aber nur einen sehr leichten Grüntint.
Wieso Nitecore da jetzt so wenig Varianz (wie Fenix ebenso mit den Luminus-LEDs) zeigt, erschließt sich mir nicht.

Ich glaube mit dem UI hätte ich weniger Probleme als.mit dem Grüntint, der sich auf Deinen Beamshots offenbart. :)
 
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2 Oktober 2022
23
16
3
Erstmal, vielen Dank für das tolle Review.
Leider gibt es an der Lampe mehr was mir nicht gefällt, als das was mir gefällt.

fest verbauter Akku in Verbindung mit einem Plastikgehäuse vermittelt mir das Gefühl einer Wegwerflampe
grünstichiges Licht
fest angebauter Trageclip
UI irgendwie verbesserungswürdig
und zwischen Turbo und High vermisse ich noch eine Leuchtstufe
 

Straight Flash

Flashaholic**
23 März 2018
3.836
2.383
113
Kassel
Auch ich habe bei der Lampe gemischte Gefühle: Dass Nitecore das Material und Design seiner Lampen variiert, finde ich nicht verkehrt. Bei der Technik bin ich konservativer, da missfallen mir das UI und der fest verbaute Akku. Ebenso erwarte ich am Lampenkopf ein Abschlussglas als Kratzerschutz. Die deutlich grüne Lichtfarbe müsste auch nicht unbedingt sein, dürfte in natürlicher Umgebung aber nicht so sehr stören, wie es an der weißen Wand wirkt.

Im Unterschied zu meinem Vorredner finde ich die Staffelung der Leuchtstufen gelungen (Stichwort Weber-Fechner-Gesetz).
 
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amaretto

Moderator
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12 August 2010
22.106
27.460
113
NRW
Ich muss gestehen, die Spreizung zwischen den beiden hellsten Stufen finde ich ebenfalls zu groß, nicht nur auf dem Papier.
Hatte ich vergessen oben zu schreiben. Die Spreizung der anderen Stufen finde ich aber gelungen. Vielleicht wäre eine zusätzliche Stufe mit 6-700 Lumen noch machbar. Nach meiner Einschätzung wird die Gehäusekonstruktion nicht viel mehr als das konstant hergeben, da die Hitze ja überwiegend nur im Kopf bleibt.
 
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amaretto

Moderator
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12 August 2010
22.106
27.460
113
NRW
Ja natürlich wäre verschraubt nachhaltiger. Das gilt für alle Geräte. Immerhin: 5 Jahre Garantie bei Nitecore.
Wenn die danach durch intensiven Gebrauch kaputt geht, würde ich das als Verschleißteil betrachten. Ist ja kein Eifoon15 sondern nur eine Taschenlampe. ;)
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Auch von mir vielem Dank für das tolle review

Auf den ersten Blick Könnte mir die Lampe durchaus gefallen. Die Abmessungen passen wunderbar, die Laufzeit unterhalb Turbo schier "unendlich". Ich mag zudem Gehäuse aus teilweise Kunststoff. Sicher angebrachter, großer Clip. Mit einem leichten Hang ins Grüne kann ich draußen leben. Der versenkte Tailcaptaster. gutes Lichtbild...

ABER!!!

Nicht wechselbarer Akku schreckt mich ab.
Zudem das UI... genau so wie beschrieben ist für mich kaufhindernd. Genau umgekehrt mag ich. Dieses UI macht die Lampe für mich absolut uninteressant. Da hab ich schon zu viele wegen genau dem ins Regal verbannt.

Schade eigentlich um eine ansonsten sehr interessante EDC.

Wie sieht es bei der Lampe mit Selbstentladung aus? Wahrscheinlich noch zu neu um dazu was sagen zu können?
 

amaretto

Moderator
Teammitglied
12 August 2010
22.106
27.460
113
NRW
Die Selbstentladung und den Ruhestrom kann man ja leider nicht messen, das ist die Krux bei dem versiegelten Gehäuse.
Und wie genau die 4 LEDs den tatsächlichen Ladezustand anzeigen, kann man nur mutmaßen. Das wäre eh nur ein sehr vager Anhaltspunkt.

Bei deiner Kritik zum UI bin ich ganz bei dir, das ist auch bei mir ein Ausschlussgrund, egal wie gut eine Lampe ansonsten sein mag.
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Die Selbstentladung und den Ruhestrom kann man ja leider nicht messen, das ist die Krux bei dem versiegelten Gehäuse.
Und wie genau die 4 LEDs den tatsächlichen Ladezustand anzeigen, kann man nur mutmaßen. Das wäre eh nur ein sehr vager Anhaltspunkt.

Bei deiner Kritik zum UI bin ich ganz bei dir, das ist auch bei mir ein Ausschlussgrund, egal wie gut eine Lampe ansonsten sein mag.
Vielleicht voll laden, einen Monat Ruhen lassen und dann messen, wie viel wieder rein geladen werden kann? :haeh:
Ist aber auch nur ein Anhaltspunkt.
 
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singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
1.402
1.276
113
Ich hab sie mir bestellt, die 18W-Powerbank-Funktion haben mich letztlich überzeugt (obwohl ich noch nie mit einer Taschenlampe mein Handy geladen habe). Ich werden mehr berichten, sobald aus Aliland da...

Eine zweite Idee ist es, die MH15 als Range Extender für eine Kopflampe zu Nutzen. Per (ggfls gedruckter) Halterung auf die Kopfhinterseite zum Gewichtsausgleich geklipst und im Bedarfsfall noch als zusätzliche Taschenlampe einsetztbar... Immer diese Hirnfürze...
 
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heiligerbimbam

Flashaholic**
8 Oktober 2012
3.076
1.632
113
Darmstadt (1.Liga am Bölle :-) )
Danke für das tolle Review zu dieser (anfangs) sehr interessant aussehenden Lampe .
Endlich mal eine schön kompakte Lampe für das Akkuformat . Auch die Lösung an der Tailcap
sieht richtig gut aus ; Hier könnte sich Armytek ruhig mal etwas abgucken .

Aber dann sind halt leider ein paar 100 prozentige No-Gos für mich dabei .Zuallererst hat die Lampe
ein Low das mit 5 Lumen für mich ca. 10 mal zu hell ist damit die Lampe als EDC in Frage käme .
Über die Lichtfarbe besteht wahrscheinlich hier Einigkeit sowie auch über den nicht wechselbaren Akku .
Aber ein fest verbauter Gürtelclip macht die Lampe für mich unbrauchbar .
Möglicherweise kommt ja irgendwann eine zweite Version bei der diese Punkte überarbeitet werden .
In der Vergangenheit konnte Nitecore das ja schon mal besser .:pfeifen:
 
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Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
7.549
5.024
113
Allgäu
Der fest verbaute Gürtelclip ist für mich sogar ein "Pro". Ich habe schon zwei Lampen verloren (aber GsD wiedergefunden) weil ich mit der Lampe hängen blieb und sich der Clip von der Lampe trennte. Der Clip war dann noch da. Ohne meine Verzierungen in GITD wäre es schwer geworden.
 

heiligerbimbam

Flashaholic**
8 Oktober 2012
3.076
1.632
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Darmstadt (1.Liga am Bölle :-) )
Danke für das tolle Review zu dieser (anfangs) sehr interessant aussehenden Lampe .
Endlich mal eine schön kompakte Lampe für das Akkuformat . Auch die Lösung an der Tailcap
sieht richtig gut aus ; Hier könnte sich Armytek ruhig mal etwas abgucken .

Aber dann sind halt leider ein paar 100 prozentige No-Gos für mich dabei .Zuallererst hat die Lampe
ein Low das mit 5 Lumen für mich ca. 10 mal zu hell ist damit die Lampe als EDC in Frage käme .
Über die Lichtfarbe besteht wahrscheinlich hier Einigkeit sowie auch über den nicht wechselbaren Akku .
Aber ein fest verbauter Gürtelclip macht die Lampe für mich unbrauchbar .
Möglicherweise kommt ja irgendwann eine zweite Version bei der diese Punkte überarbeitet werden .
In der Vergangenheit konnte Nitecore das ja schon mal besser .:pfeifen:
Ja , aber das kann man ja auch besser lösen . Eagletac (heute Eagtac) hatte das schon besser gelöst , und selbst die verschraubten bei Zebralight bieten die Möglichkeit der Demontage .
 

singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
1.402
1.276
113
Die zwei großen Mankos für mich sind das UI, aber daran kann man sich gewöhnen, und der grüne Tint - daran werde ich mich nie gewöhnen. Ansonsten das Format und die Haptik, sowie die 18W PB-Funktion sind genial. Also probiere ich mal den Emitter zu tauschen. Die MH15 liess sich von mir nicht per Hand öffnen, hab aber auch nicht mehr die Kraft im Handgelenk, die Mini-Cobra dagegen hat es geschafft:
IMG_20240225_003023.jpg
Die blanken Drähte machen mir Angst, dass ich aus Versehen den 18Wh-Kracher zünde.
Der Kopf ist aus Aluminium, und ich weiss nicht ob der nicht auf einem Potential hängt. Es sind drei massive Metallische Leiter, die im Akku vorbei gehen. Normalerweise sollten das 1* plus, 1* minus und 1* LED(+oder-)sein. Also erst einmal eingepackt in Tesa zur Isolation, damit der Lampenkopf nichts anrichtet:
IMG_20240225_003453.jpg
Dummerweise komme ich so nicht an die LED, aber ich muss eh die Kabel zum Kopf kappen, da ich beim aufdrehen das rote Kabel an der Isolierung beschädigt habe. Bzw. Ich hoffe, dass das mir passiert ist, ansonsten wäre es ja schon die ganze Zeit so gewesen :eek:.
Jetzt hoffe ich, dass ich die TIR von der Rückseite irgendwie gelöst bekomme... Zumindest nicht soweit zerstört, dass Epoxy das nicht wieder zusammenkleben kann.
Jetzt erstmal eine Runde drüber schlafen.

Edit: Der Kopf ist ab und nichts ist explodiert, lief also quasi nach Plan. Nur, dass ich jetzt langsam erkenne, dass der Weg nicht von Hinten an die LED führt, sondern die TIR von vorne eingeklipst ist. Hätte mir das aufschrauben also sparen können...
IMG_20240225_173509.jpgIMG_20240225_173525.jpg
auf dem zweiten Bild erkennt man die Beschädigung am roten Kabel, ich hab die Lampe ganz vorsichtig aufgedreht, auch nicht zu weit, scheinbar schneidet dann das Aluminium ins Kabel.
Auf dem nächste Bild sieht man ganz gut am oberen Rand einen der 3 Clips von der Linse. Ich hoffe ich krieg das auf.
IMG_20240225_173457.jpg
 
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singlecell

Flashaholic**
15 Dezember 2022
1.402
1.276
113
Und weiter geht's:
Mit einer Nadel ließ sich die TIR durch das Loch relativ mühelos noch vorne halb raus drücken. Ach hätte ich das gewusst, dann hätts wahrscheinlich auch mit so einen Mini-Pfröpfel vom Displaytausch getan oder ein starkes Klebeband oder so, und ich hätte das Ding garnicht aufschrauben müssen. Aber jetzt ists passiert.

IMG_20240225_210427.jpg
IMG_20240225_210539.jpg
IMG_20240225_210734.jpg
Nun überlegen ob ich die neue LED auf das richtige Board reflowe oder irgendwie das Board von Convoy da reinfrickel...
IMG_20240225_213716.jpg
Das Nitecore-Board hat Rückseitig ganz schön gelitten durch meine ersten Ausbau-Versuche. Aber ich reflowe, dafür muss noch ein kleiner Gummiring vorsichtig vom Board gezogen werden, gegen den später wieder die TIR-Linse drückt.

IMG_20240225_211911.jpg
Das Lötkolben-Reflow hat funktioniert, die LED sitzt wieder genauso schief drauf wie werkseitig von Nitecore.
IMG_20240225_215239.jpg
Beim Anlöten der neuen Litzen hatte ich das erste Mal richtig Muffensausen mit einer Taschenlampe, denn auf dem oberen Board liegen die Anachlüsse zwischen + und - und alles ist super eng beieinander. Habe mit Tesafilm immer soweit isoliert, dass sich da nichts kurzschliessennkann. Der Akku lässt sich ja nicht mal kurz abklemmen, Sozusagen Arbeiten unter Spannung.
Im letzten Schritt die Lampe wieder zusammenbauen und das LED-Board anlöten.
IMG_20240225_222931.jpg
Festschrauben und Deckel drauf - und die Lampe sieht aus wie vorher.
Beamshots der vier Leichtstufen: ISO und Belichtungszeit sind fix, Weissabgleich nach meinem Empfinden, auch fix.
IMG_20240225_224519.jpgIMG_20240225_224521.jpgIMG_20240225_224831.jpgIMG_20240225_224529.jpg
Ich könnte mir in den Arsch beißen, denn in den unteren Stufen ist nach wie vor deutlich grün wahrnehmbar. Aber bei weitem nicht so schlimm wie mit der originalen SST40. Diese verfluchte Linse scheint das Licht so zu beugen und brechen, dass grüner Tintshift Auftritt. Dafür sind die oberen Stufen quasi grünfrei. In meinen anderen Lampen mit derselben LED ist das Licht eher rosy, hier eher Gelb. :facepalm:

Edit: Heute die Lampe den ganzen Tag dabei gehabt und das erste Mal sowas wie Freude an dem Licht dieser TaLa gehabt. Der Modd hat sich also doch gelohnt. Tagsüber in Kellerräumen zwischen TGA-Anlagen wirkt das Licht garnicht mehr grün. Fast etwas zu warm. Langsam verstehe ich auch das UI, mir gefällt jetzt doch die Möglichkeit nach dem Ausschalten einfach etwas länger auf dem Taster zu bleiben und so die Lampe zu sperren. Der ABS-Body hat eine tolle Haptik, ich mag das sehr. Ich kann aber nicht beschreiben warum.
 
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