Nitecore hat kostenfrei die MH15 und die MH25 Pro für Tests zur Verfügung gestellt. Interessierte Mitglieder können die Lampen zum Testen gern ausleihen (Feedback ist allerdings Voraussetzung).
Hier geht es um die MH15 Pro. Diese würde ich anders als die MH25 Pro als reine EDC anstufen, also als Lampe für alltägliche Anwendungen, die man wegen ihrer geringen Größe jederzeit mit sich tragen könnte. Für diese Anwendung passt auch ihr geschmeidiges und kantenloses Design. Diese Lampe fühlt sich wegen des überwiegenden Kunststoffanteils am Gehäuse und fehlenden Knurrlings (raue Strukturierung) immer warm, angenehm und "smooth" an.
Leistungsdaten/Leuchtdauer
sonstige Eigenschaften
- MH15 Lampe mit fest eingebautem Li-Io Akku
- USB-C Ladekabel, Handschlaufe, mehrsprachige Bedienungsanleitung
Ein Trageholster ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Eine Besonderheit der MH15 beziehungsweise selten anzutreffenden bei hochwertigen Taschenlampen ist deren Kunststoffgehäuse. Lediglich bei Lampenkopf, Trageclip und Heckschalterknopf ist Metall erfühlbar. Ich bin überzeugt, dass dies nicht etwa aus Spargründen so gebaut ist sondern haptische Gründe hat. Das Kunststoffhinterteil ist hautfreundlicher und wärmer als Metall - besonders im Winter. Dazu passt auch, dass man der MH15 kein raues Knurrling verpasst hat.
Im Verhältnis zur Gesamtgröße ist der (leider nicht abnehmbare) Trageclip mit 75 x 13 mm auffällig groß. Für den angedachten Zweck ist das aber nicht von Nachteil, zudem dient er dem Wegrollschutz. Eine ausreichend große Öse für eine Fangschnur nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis. Bedient wird die Lampe über einen elektronischen Taster, der ebenfalls wie die Ladebuchse zurückversetzt am Lampenende eingebaut ist. Dadurch kann die Lampe sehr sicher im Tailstand nach oben leuchtend als Notfall-Deckenbeleuchtung verwendet werden. Betätigen lässt sich der Schalter m.E. trotz des zurückversetzen Einbaus sehr gut.



Anstelle eines Reflektors nutzt die MH15 eine TIR-Linse (totale innere Reflexion), die mittig noch mit einem Diffusor für gleichmäßige Lichtverteilung versehen ist. Die Linse ist aus klarem Kunststoff und möglicherweise kratzanfällig, da kein Schutzglas davor ist.

Richtig was los am Lampenende: Schalter, Akkuanzeige und mit einem Gummi abgedichtete USB-C Ladebuchse. Mehr noch: die Buchse funktioniert in beide Richtungen, also nicht nur zum Laden sondern auch als Powerbank, sofern der Akku der Lampe noch genug geladen ist.
Bei der Verarbeitung und beim Qualitätseindruck gibt es im Übrigen bei der Lampe nix zu kritisieren, die ist auf gewohnt hohem Niveau. An meiner Hand kann man den Vorteil der Bauweise der Lampe erkennen. Trotz 21700 und Heckschalter baut die MH15 sehr kurz. Die Kehrseite: der Akku ist fest verbaut und kann nicht gewechselt werden.
Größenvergleich
User Interface
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
Nitecore geht beim UI einen eher unüblichen Weg. So benötigt die Lampe beim Ein- und Ausschalten durch gedrückt halten etwas mehr Zeit. Das gewählte UI verhindert auch, dass man durch 1H Sofortzugriff auf die niedrigste oder durch 2C auf die hellste Stufe erhält. Momentlicht und Morsen ist ebenfalls nicht möglich.
Akku-Information
Die blauen LEDs in der Tailcap zeigen den Ladezustand an:
1 LED = 0-25%, 2 LEDs = 25-50%, 3 LEDs = 50-75%, 4 LEDs = 75-100%
Aufladen/Powerbank-Funktion
Zum Aufladen der Lampe das USB-Ladekabel in die Buchse stecken und mit einer USB-Energiequelle verbinden. Die MH15 lädt - wenn es die Energiequelle zulässt - mit 18W sehr flott, z.B. 5V⎓2,4A / 9V⎓2A. Je nach Ladefortschritt leuchten die entsprechende Anzahl der LEDs (siehe Akku-Information). Anders herum konnte ich auch mein Handy mit 18W über die Nitecore laden. Als Powerbank liefert die Nitecore 5V⎓3A bis 12V⎓1.5A
Einschaltsperre
- Sperren: wenn on Taster lange gedrückt halten, bis die LED 2x blinkt.
- Entsperren: erst kurz drücken dann halten, bis die Lampe mehrmals blinkt.
Eigene Messungen
Im Spot einen positiven Duv deutlich oberhalb der Schwarzkörperkurve lässt eine grünstichige Lichtfarbe erwarten. Beim Spill liegt der Wert unter der Schwarzkörperkurve, leuchtet für das Auge kaltweiß mit einem minimalen violetten Touch im inneren Bereich.
Laufzeittest auf höchster Stufe
Da der Lampenbody aus Kunststoff ist (nur der Kopf ist aus Metall) und kaum Möglichkeiten hat, die entstehende Wärme abzuführen, ist von vorn herein klar, dass die MH15 sehr schnell in der Leistung abfallen muss. Ich habe es dann am interessantesten gefunden zu beobachten, wie die Helligkeitsentwicklung bei bestmöglicher Kühlung aussehen mag. Deshalb hier der Test im Wasserbad.
Laufzeittest zweithöchste Stufe
Wie wir zuvor gesehen haben, geht der Turbo erwartungsgemäß sehr schnell in die Knie. Hier die womöglich praxisrelevantere und dauerfeste zweithöchste Stufe (350 lm). Die meisten werden sie vielleicht nicht als "hoch" sondern eher als "Medium" betrachten. Trotzdem, diese Stufe dürfte gerade bei einer EDC für die allermeisten Gelegenheiten ausreichen. Immerhin zeigte die Lampe bis zum von mir erzwungenen Testende nach über 4 Stunden nicht den geringsten Abfall. Nach Testende leuchteten noch 2 LEDs der Akkuanzeige, also 25-50% Restakku.
Wärmeentwicklung
Bedingt durch die Bauweise greift ATR (Überhitzungsschutz) rigoros ein und regelt die Leistung im Turbo herunter, bevor die Lampe wirklich ins Schwitzen geräte. Wenn man die Lampe nur 1x im Turbo einschaltet und das Herunterregeln hinnimmt, wird die Lampe kaum körperwarm. Nur wenn man nach dem Herunterregeln immer wieder erneut zum Turbo schaltet, steigt die Temperatur des Lampenkopfs (ohne äußere Kühlung) auf nicht mehr gern anzufassende Temperaturen. Das restliche Kunststoffgehäuse ist davon abgekoppelt und bleibt kühl.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ist typisch für eine Lampe mit TIR-Linse. Es gibt einen eher weich auslaufenden Spot mit etwas grünlicher Lichtfarbe und einen extrem breiten (fast 180 Grad) und ebenfalls weich auslaufenden Spill, der sehr kaltweiß ist. Für eine EDC ist der extrem breite Spill in Innenräumen und auch beim Spazieren gehen nützlich, da bei der mit hängendem Arm gehaltenen und gerade nach vorn leuchtenden Lampe unmittelbar vor den Füßen die Ausleuchtung beginnt.
Hier sieht man gut den grünlichen Farbstich beim Spot und den extrem breit strahlenden Spill.
Vergleich zur MH25Pro, bei der ebenfalls ein grünlicher Spot zu bemängeln ist. Hier kommt auch gut der Unterschied zwischen Reflektor (mit scharf abgegrenztem Spill) und TIR-Linse heraus.
Fazit (persönliche Meinung)
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ (kurzzeitig) hohe Leistung
+ sehr breites Streulicht für Ausleuchtung im Nahbereich
+ sauberer Lichtkegel
+ Restakku-Anzeige
+ Powerbank-Funktion, hoher Entladestrom
+ interne Aufladung per USB-C
+ schnell-ladefähig
verbesserungswürdig
- grünstichige Lichtfarbe im Spot
- kurze Laufzeit im Turbo
- nicht wechselbarer Akku
- User-Interface, Zwangs-Memory, kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe
neutral
o Abstand zwischen High und Turbo etwas groß
Als ich die ersten Informationen zur Nitecore MH15 las, dachte ich noch, dass dieses Modell eine meiner Lieblingslampen werden könnte. Heckschalter, 21700 Akku, USB-Aufladung mit Powerbankfunktion, Ladezustandsanzeige und last but not least ein kurzes Gehäuse aus Kunststoff ähnlich der Nitrolon-Modelle eines amerikanischen Tala-Herstellers. Bei diesen vielversprechenden Ansätzen bedaure ich etwas, dass die Lichtfarbe und das unglückliche User-Interface dem entgegenstehen. Die Lichtfarbe mag Geschmackssache sein und viele Leute werden sich an dem bissel Grün im Spot nicht stören. Das UI ist nicht, wie man es bei den meisten Qualitätslampen kennt, somit müsste man sich umgewöhnen. Die weiter oben genannten weiteren Einschränkungen (kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe) lassen mich am Nutzen des anders gewählten MH15-User-Interface zweifeln.
Wie ich glücklich würde? Mit einer v2 dieser vielversprechenden Lampe mit geändertem ("normalen") User-Interface und einer anderen LED, gerne auch warmweiß. Das würde bestens zur MH15 und Eignung als EDC passen. Das schnelle Herunterregeln ist bei dem hohen Kunststoffanteil der Lampe kaum anders möglich, das nähme ich in Kauf.
Hier geht es um die MH15 Pro. Diese würde ich anders als die MH25 Pro als reine EDC anstufen, also als Lampe für alltägliche Anwendungen, die man wegen ihrer geringen Größe jederzeit mit sich tragen könnte. Für diese Anwendung passt auch ihr geschmeidiges und kantenloses Design. Diese Lampe fühlt sich wegen des überwiegenden Kunststoffanteils am Gehäuse und fehlenden Knurrlings (raue Strukturierung) immer warm, angenehm und "smooth" an.
Leistungsdaten/Leuchtdauer
sonstige Eigenschaften
- Bedienung über Heckschalter
- fest integrierter 21700 Li-Io Akku mit 5.000 mAh
- Luminus SST40 LED mit TIR-Optik
- Lichtfarbe: kaltweiß
- ATR Temperatursteuerung
- Powerbank-Funktion
- Aufladung per USB-C
- vierteilige LED Ladezustandsanzeige
- Gehäusekörper aus Kunststoff, Kopf aus hart anodisiertem Alu
- fest montierter Trageclip
- tailstand-fähig
- schlagfest bis 1m, dicht nach IP68 (bis 2m Wasser)
- Maße 117 * 30 mm (L * Durchmesser)
- Gewicht 140 g
- Preis ca. 68€
- MH15 Lampe mit fest eingebautem Li-Io Akku
- USB-C Ladekabel, Handschlaufe, mehrsprachige Bedienungsanleitung
Ein Trageholster ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Eine Besonderheit der MH15 beziehungsweise selten anzutreffenden bei hochwertigen Taschenlampen ist deren Kunststoffgehäuse. Lediglich bei Lampenkopf, Trageclip und Heckschalterknopf ist Metall erfühlbar. Ich bin überzeugt, dass dies nicht etwa aus Spargründen so gebaut ist sondern haptische Gründe hat. Das Kunststoffhinterteil ist hautfreundlicher und wärmer als Metall - besonders im Winter. Dazu passt auch, dass man der MH15 kein raues Knurrling verpasst hat.
Im Verhältnis zur Gesamtgröße ist der (leider nicht abnehmbare) Trageclip mit 75 x 13 mm auffällig groß. Für den angedachten Zweck ist das aber nicht von Nachteil, zudem dient er dem Wegrollschutz. Eine ausreichend große Öse für eine Fangschnur nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis. Bedient wird die Lampe über einen elektronischen Taster, der ebenfalls wie die Ladebuchse zurückversetzt am Lampenende eingebaut ist. Dadurch kann die Lampe sehr sicher im Tailstand nach oben leuchtend als Notfall-Deckenbeleuchtung verwendet werden. Betätigen lässt sich der Schalter m.E. trotz des zurückversetzen Einbaus sehr gut.



Anstelle eines Reflektors nutzt die MH15 eine TIR-Linse (totale innere Reflexion), die mittig noch mit einem Diffusor für gleichmäßige Lichtverteilung versehen ist. Die Linse ist aus klarem Kunststoff und möglicherweise kratzanfällig, da kein Schutzglas davor ist.

Richtig was los am Lampenende: Schalter, Akkuanzeige und mit einem Gummi abgedichtete USB-C Ladebuchse. Mehr noch: die Buchse funktioniert in beide Richtungen, also nicht nur zum Laden sondern auch als Powerbank, sofern der Akku der Lampe noch genug geladen ist.
Bei der Verarbeitung und beim Qualitätseindruck gibt es im Übrigen bei der Lampe nix zu kritisieren, die ist auf gewohnt hohem Niveau. An meiner Hand kann man den Vorteil der Bauweise der Lampe erkennen. Trotz 21700 und Heckschalter baut die MH15 sehr kurz. Die Kehrseite: der Akku ist fest verbaut und kann nicht gewechselt werden.
Größenvergleich
User Interface
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
| Ausgangslage | Aktion | Resultat |
|---|---|---|
| aus | 1C, 2C, 3C.... | Akkuanzeige aktivieren |
| aus | 1H | ein in zuletzt genutzter Stufe (Memory) |
| ein | 1C | nächste Leuchtstufe |
| ein | 3C | Blinkmodi |
| Blinkmodi | 1C | nächster Blinkmodus |
| Blinkmodi | 1H | aus |
| ein | 1H | aus |
| ein | 1H (sehr lange) | Einschaltsperre |
| Einschaltsperre | 1C + 1H | Einschaltsperre aus |
Akku-Information
Die blauen LEDs in der Tailcap zeigen den Ladezustand an:
1 LED = 0-25%, 2 LEDs = 25-50%, 3 LEDs = 50-75%, 4 LEDs = 75-100%
Aufladen/Powerbank-Funktion
Zum Aufladen der Lampe das USB-Ladekabel in die Buchse stecken und mit einer USB-Energiequelle verbinden. Die MH15 lädt - wenn es die Energiequelle zulässt - mit 18W sehr flott, z.B. 5V⎓2,4A / 9V⎓2A. Je nach Ladefortschritt leuchten die entsprechende Anzahl der LEDs (siehe Akku-Information). Anders herum konnte ich auch mein Handy mit 18W über die Nitecore laden. Als Powerbank liefert die Nitecore 5V⎓3A bis 12V⎓1.5A
Einschaltsperre
- Sperren: wenn on Taster lange gedrückt halten, bis die LED 2x blinkt.
- Entsperren: erst kurz drücken dann halten, bis die Lampe mehrmals blinkt.
Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

- Lichtstrom: 8 | 78 | 333 | 1.981 Lumen (rasch fallend)
- Lichtintensität: 67 | 655 | 2.700 | 16.375 Lux
- PWM: nicht vorhanden (= flimmerfreies Licht)
- Lade-/Entladestrom: 18W
Im Spot einen positiven Duv deutlich oberhalb der Schwarzkörperkurve lässt eine grünstichige Lichtfarbe erwarten. Beim Spill liegt der Wert unter der Schwarzkörperkurve, leuchtet für das Auge kaltweiß mit einem minimalen violetten Touch im inneren Bereich.
Laufzeittest auf höchster Stufe
Da der Lampenbody aus Kunststoff ist (nur der Kopf ist aus Metall) und kaum Möglichkeiten hat, die entstehende Wärme abzuführen, ist von vorn herein klar, dass die MH15 sehr schnell in der Leistung abfallen muss. Ich habe es dann am interessantesten gefunden zu beobachten, wie die Helligkeitsentwicklung bei bestmöglicher Kühlung aussehen mag. Deshalb hier der Test im Wasserbad.
Laufzeittest zweithöchste Stufe
Wie wir zuvor gesehen haben, geht der Turbo erwartungsgemäß sehr schnell in die Knie. Hier die womöglich praxisrelevantere und dauerfeste zweithöchste Stufe (350 lm). Die meisten werden sie vielleicht nicht als "hoch" sondern eher als "Medium" betrachten. Trotzdem, diese Stufe dürfte gerade bei einer EDC für die allermeisten Gelegenheiten ausreichen. Immerhin zeigte die Lampe bis zum von mir erzwungenen Testende nach über 4 Stunden nicht den geringsten Abfall. Nach Testende leuchteten noch 2 LEDs der Akkuanzeige, also 25-50% Restakku.
Wärmeentwicklung
Bedingt durch die Bauweise greift ATR (Überhitzungsschutz) rigoros ein und regelt die Leistung im Turbo herunter, bevor die Lampe wirklich ins Schwitzen geräte. Wenn man die Lampe nur 1x im Turbo einschaltet und das Herunterregeln hinnimmt, wird die Lampe kaum körperwarm. Nur wenn man nach dem Herunterregeln immer wieder erneut zum Turbo schaltet, steigt die Temperatur des Lampenkopfs (ohne äußere Kühlung) auf nicht mehr gern anzufassende Temperaturen. Das restliche Kunststoffgehäuse ist davon abgekoppelt und bleibt kühl.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel ist typisch für eine Lampe mit TIR-Linse. Es gibt einen eher weich auslaufenden Spot mit etwas grünlicher Lichtfarbe und einen extrem breiten (fast 180 Grad) und ebenfalls weich auslaufenden Spill, der sehr kaltweiß ist. Für eine EDC ist der extrem breite Spill in Innenräumen und auch beim Spazieren gehen nützlich, da bei der mit hängendem Arm gehaltenen und gerade nach vorn leuchtenden Lampe unmittelbar vor den Füßen die Ausleuchtung beginnt.
Hier sieht man gut den grünlichen Farbstich beim Spot und den extrem breit strahlenden Spill.
Vergleich zur MH25Pro, bei der ebenfalls ein grünlicher Spot zu bemängeln ist. Hier kommt auch gut der Unterschied zwischen Reflektor (mit scharf abgegrenztem Spill) und TIR-Linse heraus.
Fazit (persönliche Meinung)
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ (kurzzeitig) hohe Leistung
+ sehr breites Streulicht für Ausleuchtung im Nahbereich
+ sauberer Lichtkegel
+ Restakku-Anzeige
+ Powerbank-Funktion, hoher Entladestrom
+ interne Aufladung per USB-C
+ schnell-ladefähig
verbesserungswürdig
- grünstichige Lichtfarbe im Spot
- kurze Laufzeit im Turbo
- nicht wechselbarer Akku
- User-Interface, Zwangs-Memory, kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe
neutral
o Abstand zwischen High und Turbo etwas groß
Als ich die ersten Informationen zur Nitecore MH15 las, dachte ich noch, dass dieses Modell eine meiner Lieblingslampen werden könnte. Heckschalter, 21700 Akku, USB-Aufladung mit Powerbankfunktion, Ladezustandsanzeige und last but not least ein kurzes Gehäuse aus Kunststoff ähnlich der Nitrolon-Modelle eines amerikanischen Tala-Herstellers. Bei diesen vielversprechenden Ansätzen bedaure ich etwas, dass die Lichtfarbe und das unglückliche User-Interface dem entgegenstehen. Die Lichtfarbe mag Geschmackssache sein und viele Leute werden sich an dem bissel Grün im Spot nicht stören. Das UI ist nicht, wie man es bei den meisten Qualitätslampen kennt, somit müsste man sich umgewöhnen. Die weiter oben genannten weiteren Einschränkungen (kein Sofortzugriff auf niedrigste oder höchste Stufe) lassen mich am Nutzen des anders gewählten MH15-User-Interface zweifeln.
Wie ich glücklich würde? Mit einer v2 dieser vielversprechenden Lampe mit geändertem ("normalen") User-Interface und einer anderen LED, gerne auch warmweiß. Das würde bestens zur MH15 und Eignung als EDC passen. Das schnelle Herunterregeln ist bei dem hohen Kunststoffanteil der Lampe kaum anders möglich, das nähme ich in Kauf.
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