Nitecore hat kostenfrei die MH25 Pro und die MH15 für Tests zur Verfügung gestellt. Interessierte Mitglieder können die Lampen zum Testen gern ausleihen (Feedback ist allerdings Voraussetzung).
Hier geht es zunächst um die MH25 Pro. Dieses Modell ist ein waschechter Thrower (= sehr fokussiert mit hoher Leuchtweite) im relativ kleinen Format. Nitecore wirbt mit einer Leuchtweite von über 700 Metern. Möglich wird dies durch eine "UHi40" LED mit runder Phosphorschicht und 4,53qmm Fläche in einem glatten Reflektor. Die Effektivität soll bei 827 Lumen pro Quadratmilimeter liegen.
Als weitere Features bietet die Lampe eine interne Aufladung per USB-C, einen 21700er Akku mit 5.300 mAh Kapazität, Heck- und Seitenschalter sowie eine informative LED-Anzeige für den Ladezustand des Akkus und die eingestellte Leuchtstufe.
Technische Daten
sonstige Eigenschaften
- MH25 Pro Lampe
- 21700 Li-Io Akku NL2153HP mit 5.300 mAh
- Transportholster
- USB-C Ladekabel
- Trageclip, Handschlaufe, Ersatzdichtungen
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Der hintere Teil des Gehäuses ist quasi identisch mit dem des kleineren Modells MH12Pro. Beide Lampen teilen sich die kräftige Strukturierung des Akkurohres und den Heckschalter. Sowohl der Teil mit dem Reflektor und auch der dahinter liegende dickere Teil (mit dem Seitenschalter und der Ladebuchse) ist bei der MH25Pro aber deutlich größer. Auch die Fläche des Seitenschaltergummis ist größer, so dass sie sich m.M ergonomisch und in der Betätigung des Seitenschalters besser anfühlt als die MH12Pro.
Bei der Verarbeitung und beim Qualitätseindruck gibt es bei der Lampe nix zu kritisieren, die ist auf gewohnt hohem Niveau.
Die Silhuette erinnert entfernt an eine Libelle ohne Flügel.
Der Seitenschalter mit der großen Schaltfläche lässt sich ausgesprochen gut bedienen. Wie bei der MH12Pro liegt rechts neben dem Schalter die Ladezustandsanzeige und links die Info für die eingestellte Leuchtstufe.
Ebenfalls gut gelöst finde ich die Abdeckung der Ladebuchse. Sie besteht aus Hartgummi und geht nicht so leicht kaputt wie ein weicher Gummi.
Die UHi40-LED ist exakt im glatten Alureflektor zentriert.
In der Nahaufnahme kann man rechts neben der LED gut den Näherungssensor erkennen. Dieser regelt in den beiden höchsten Leuchtstufen die Leistung herunter, sobald ein Hindernis in unmittelbarer Nähe des Lampenkopfes auftaucht. Dies dient - so denke ich - als Schutz vor verschmoren von Gegenständen, falls man die eingeschaltete Lampe ungünstig ablegt.
Vor erstmaliger Benutzung muss die Kappe abgeschraubt und das Isolierplättchen entfernt werden. Das Gewinde läuft kratzfrei und ist gut geschmiert.
Beide Kontakte in der Lampe sind gefedert - wenn auch nur sehr gering.
Es ist positiv und nachhaltig, dass die Lampe mit einem Akku herkömmlicher Bauart auskommt. Also kein proprietärer Spezialakku mit Doppelpol oder ähnlichem. Der 21700er hat eine recht große Kapazität und ermöglicht in den niedrigeren Leuchtstufen eine lange Leuchtdauer.
Das Nylon-Aufbewahrungsholster ist Standard-Qualität, tut's aber in der Regel vollkommen, falls die Beanspruchung nicht zu hoch ist.
Liegt prima in der Hand und ist für die erzielbare Leuchtweite noch sehr kompakt.
Größenvergleich
User Interface
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
Der Akku ist mit dem Pluspol in Richtung Lampenkopf einzulegen.
Im Weiteren bedeutet HS = Heckschalter, ST = Seitentaster
Grundsätzliche Bedienung
HS zum ein- und ausschalten inklusive Momentlicht, ST zur Auswahl der Leuchtstufen.
Wechsel Benutzer-Modi Alltag (voreingestellt) und Taktisch
Bei gedrücktem ST den HS einschalten und ST weitere 5 Sekunden gedrückt halten. 1x Blinken = Alltag, 2x Blinken = taktisch
Leuchtstufen-Änderung
Näherungssensor
Automatisch aktiv, wenn die Lampe eingeschaltet wird. Turbo + High werden bei Annäherung auf 300 lm heruntergeregelt, Strobe wird auf 1.200 lm heruntergeregelt. Wenn der Sensor ausgelöst hat, kann man die Funktion durch Klick auf den ST vorübergehend deaktivieren.
Akku-Information
Die grünen LEDs rechts vom Seitenschalter zeigen den Ladezustand an:
1 LED = 0-25%, 2 LEDs = 25-50%, 3 LEDs = 50-75%, 4 LEDs = 75-100%
Leuchtstufen-Anzeige
Die blauen LEDs links vom Seitenschalter zeigen die jeweilige Leuchtstufe an:
1 LED = Ultralow+Low, 2 LEDs = Mid, 3 LEDs = High, 4 LEDs = Maximum
Aufladen
Zum Aufladen das USB-Ladekabel in die Buchse stecken und mit einer geeigneten 5V Energiequelle verbinden. Je nach Ladefortschritt leuchten die entsprechende Anzahl der grünen LEDs (siehe Akku-Information).
mechanische Einschaltsperre
Tailcap etwas lösen, um den Stromkreis zu unterbrechen.
Eigene Messungen
Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur
Man sieht, dass vor allem im Spot der Wert deutlich über der Schwarzkörperkurve (positiver Duv) liegt und das Licht eine grünliche Farbe haben dürfte. Auch im Spill liegt der Wert leicht darüber, aber nicht so stark wie im Spot.
Laufzeittest auf höchster Stufe mit mitgeliefertem Nitecore-Akku.
Bitte nicht wundern, auf die Darstellung eines Graphen mit einer Helligkeitskurve verzichte ich diesmal. Selbst mit einem Test in einem kühlenden Wasserbad hat die MH25Pro immer nach 30 Sekunden die Leistung im Turbo abrupt auf etwa das Niveau der zweithellsten Stufe heruntergeregelt. Zwar ließ sich die höchste Stufe mit einem einfachen Klick wieder aktivieren, aber stets immer nur für 30 Sekunden. Das finde ich im Ergebnis enttäuschend, da es in dieser Baugröße und Leistungsklasse Lampen gibt, die die Höchstleistung länger als eine halbe Minute konstant halten. Provokativ könnte man sagen, die Nitecore ist eine 1200-Lumen-Lampe mit 2500-Lumen-Lichthupe.
Laufzeittest zweithöchster Stufe (High/1.200 lm)
Diese Stufe ist über eine Stunde hervorragend konstant, fällt danach aufgrund der geringeren Akkuspannung zuerst allmählich, dann in 2 Stepdowns ab. Die Lampe dürfte somit das Maximale an konstanter Lichtleistung aus dem Akku herausholen.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel kommt ohne Artefakte aus, allerdings ist die grünstichige Lichtfarbe insbesondere in den niedrigeren Leuchtstufen nicht zu übersehen. Davon abgesehen gibt es keinen Anlass für Kritik.
Fazit
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ kurzzeitig hohe Leistung
+ sehr hohe Leuchtweite
+ sauberer Lichtkegel
+ User Interface und Bedienbarkeit
+ interne Aufladung per USB-C
+ kommt ohne Spezialakku aus
verbesserungswürdig
- grünstichige Lichtfarbe (insbesondere in der Corona) in den niedrigen Leuchtstufen
- sehr kurze Laufzeit im Turbo
Hier geht es zunächst um die MH25 Pro. Dieses Modell ist ein waschechter Thrower (= sehr fokussiert mit hoher Leuchtweite) im relativ kleinen Format. Nitecore wirbt mit einer Leuchtweite von über 700 Metern. Möglich wird dies durch eine "UHi40" LED mit runder Phosphorschicht und 4,53qmm Fläche in einem glatten Reflektor. Die Effektivität soll bei 827 Lumen pro Quadratmilimeter liegen.
Als weitere Features bietet die Lampe eine interne Aufladung per USB-C, einen 21700er Akku mit 5.300 mAh Kapazität, Heck- und Seitenschalter sowie eine informative LED-Anzeige für den Ladezustand des Akkus und die eingestellte Leuchtstufe.
Technische Daten
sonstige Eigenschaften
- 2 Einstellungen: Alltag / taktisch
- Bedienung über Heck- und Seitenschalter
- Näherungssensor gegen Hitzeschäden
- Betrieb mit 1x 21700 Li-Io Akku
- Lichtfarbe: kaltweiß
- UHi40 LED im glatten Alu-Reflektor
- Überhitzungs- + Verpolungsschutz
- Gehäuse aus hart anodisiertem Alu
- abnehmbarer Trageclip
- doppelseitig beschichtetes Frontglas
- schlagfest bis 1m, dicht nach IP68 (bis 2m Wasser)
- Maße 153,6 * 40 * 27 mm (L * Kopf * Body)
- Preis ~115 € (in Deutschland), ~73€ (in China)
- MH25 Pro Lampe
- 21700 Li-Io Akku NL2153HP mit 5.300 mAh
- Transportholster
- USB-C Ladekabel
- Trageclip, Handschlaufe, Ersatzdichtungen
- mehrsprachige Bedienungsanleitung
Der hintere Teil des Gehäuses ist quasi identisch mit dem des kleineren Modells MH12Pro. Beide Lampen teilen sich die kräftige Strukturierung des Akkurohres und den Heckschalter. Sowohl der Teil mit dem Reflektor und auch der dahinter liegende dickere Teil (mit dem Seitenschalter und der Ladebuchse) ist bei der MH25Pro aber deutlich größer. Auch die Fläche des Seitenschaltergummis ist größer, so dass sie sich m.M ergonomisch und in der Betätigung des Seitenschalters besser anfühlt als die MH12Pro.
Bei der Verarbeitung und beim Qualitätseindruck gibt es bei der Lampe nix zu kritisieren, die ist auf gewohnt hohem Niveau.
Die Silhuette erinnert entfernt an eine Libelle ohne Flügel.
Der Seitenschalter mit der großen Schaltfläche lässt sich ausgesprochen gut bedienen. Wie bei der MH12Pro liegt rechts neben dem Schalter die Ladezustandsanzeige und links die Info für die eingestellte Leuchtstufe.
Ebenfalls gut gelöst finde ich die Abdeckung der Ladebuchse. Sie besteht aus Hartgummi und geht nicht so leicht kaputt wie ein weicher Gummi.
Die UHi40-LED ist exakt im glatten Alureflektor zentriert.
In der Nahaufnahme kann man rechts neben der LED gut den Näherungssensor erkennen. Dieser regelt in den beiden höchsten Leuchtstufen die Leistung herunter, sobald ein Hindernis in unmittelbarer Nähe des Lampenkopfes auftaucht. Dies dient - so denke ich - als Schutz vor verschmoren von Gegenständen, falls man die eingeschaltete Lampe ungünstig ablegt.
Vor erstmaliger Benutzung muss die Kappe abgeschraubt und das Isolierplättchen entfernt werden. Das Gewinde läuft kratzfrei und ist gut geschmiert.
Beide Kontakte in der Lampe sind gefedert - wenn auch nur sehr gering.
Es ist positiv und nachhaltig, dass die Lampe mit einem Akku herkömmlicher Bauart auskommt. Also kein proprietärer Spezialakku mit Doppelpol oder ähnlichem. Der 21700er hat eine recht große Kapazität und ermöglicht in den niedrigeren Leuchtstufen eine lange Leuchtdauer.
Das Nylon-Aufbewahrungsholster ist Standard-Qualität, tut's aber in der Regel vollkommen, falls die Beanspruchung nicht zu hoch ist.
Liegt prima in der Hand und ist für die erzielbare Leuchtweite noch sehr kompakt.
Größenvergleich
User Interface
Die Anleitung als PDF kann auf der Homepage heruntergeladen werden.
Der Akku ist mit dem Pluspol in Richtung Lampenkopf einzulegen.
Im Weiteren bedeutet HS = Heckschalter, ST = Seitentaster
Grundsätzliche Bedienung
HS zum ein- und ausschalten inklusive Momentlicht, ST zur Auswahl der Leuchtstufen.
Wechsel Benutzer-Modi Alltag (voreingestellt) und Taktisch
Bei gedrücktem ST den HS einschalten und ST weitere 5 Sekunden gedrückt halten. 1x Blinken = Alltag, 2x Blinken = taktisch
Leuchtstufen-Änderung
| Ausgangslage | Aktion Seitenschalter | Ergebnis Alltags-Modus | Ergebnis Taktischer Modus |
|---|---|---|---|
| HS off | beliebig | nix | nix |
| HS off | gedrückt halten + HS on | Ultralow | Ultralow |
| HS on | klicken | Low-Mid-High-Turbo (Memory) | Turbo-High-Mid-Low (Memory) |
| HS on | halten | Strobe-Beacon-SOS (loslassen) | Strobe |
| Blinkmodi | klicken | vorherige reguläre Stufe | vorherige reguläre Stufe |
Näherungssensor
Automatisch aktiv, wenn die Lampe eingeschaltet wird. Turbo + High werden bei Annäherung auf 300 lm heruntergeregelt, Strobe wird auf 1.200 lm heruntergeregelt. Wenn der Sensor ausgelöst hat, kann man die Funktion durch Klick auf den ST vorübergehend deaktivieren.
Akku-Information
Die grünen LEDs rechts vom Seitenschalter zeigen den Ladezustand an:
1 LED = 0-25%, 2 LEDs = 25-50%, 3 LEDs = 50-75%, 4 LEDs = 75-100%
Leuchtstufen-Anzeige
Die blauen LEDs links vom Seitenschalter zeigen die jeweilige Leuchtstufe an:
1 LED = Ultralow+Low, 2 LEDs = Mid, 3 LEDs = High, 4 LEDs = Maximum
Aufladen
Zum Aufladen das USB-Ladekabel in die Buchse stecken und mit einer geeigneten 5V Energiequelle verbinden. Je nach Ladefortschritt leuchten die entsprechende Anzahl der grünen LEDs (siehe Akku-Information).
mechanische Einschaltsperre
Tailcap etwas lösen, um den Stromkreis zu unterbrechen.
Eigene Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

- Lichtstrom: 0,9 | 52 | 328 | 1.154 | 2.570 Lumen (bei 4,1V)*
- Lichtintens.: 39 | 2.300 | 14.250 | 53.500 | 116.000 Lux*
- PWM: nicht vorhanden (= flimmerfreies Licht)
- Ladeschluss: 4,10 V (etwas niedrig)
- Ladestrom: 2A
Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur
Man sieht, dass vor allem im Spot der Wert deutlich über der Schwarzkörperkurve (positiver Duv) liegt und das Licht eine grünliche Farbe haben dürfte. Auch im Spill liegt der Wert leicht darüber, aber nicht so stark wie im Spot.
Laufzeittest auf höchster Stufe mit mitgeliefertem Nitecore-Akku.
Bitte nicht wundern, auf die Darstellung eines Graphen mit einer Helligkeitskurve verzichte ich diesmal. Selbst mit einem Test in einem kühlenden Wasserbad hat die MH25Pro immer nach 30 Sekunden die Leistung im Turbo abrupt auf etwa das Niveau der zweithellsten Stufe heruntergeregelt. Zwar ließ sich die höchste Stufe mit einem einfachen Klick wieder aktivieren, aber stets immer nur für 30 Sekunden. Das finde ich im Ergebnis enttäuschend, da es in dieser Baugröße und Leistungsklasse Lampen gibt, die die Höchstleistung länger als eine halbe Minute konstant halten. Provokativ könnte man sagen, die Nitecore ist eine 1200-Lumen-Lampe mit 2500-Lumen-Lichthupe.
Laufzeittest zweithöchster Stufe (High/1.200 lm)
Diese Stufe ist über eine Stunde hervorragend konstant, fällt danach aufgrund der geringeren Akkuspannung zuerst allmählich, dann in 2 Stepdowns ab. Die Lampe dürfte somit das Maximale an konstanter Lichtleistung aus dem Akku herausholen.
Leuchtergebnis
Der Lichtkegel kommt ohne Artefakte aus, allerdings ist die grünstichige Lichtfarbe insbesondere in den niedrigeren Leuchtstufen nicht zu übersehen. Davon abgesehen gibt es keinen Anlass für Kritik.
Fazit
positiv
+ sehr gute Verarbeitungsqualität und Haptik
+ kurzzeitig hohe Leistung
+ sehr hohe Leuchtweite
+ sauberer Lichtkegel
+ User Interface und Bedienbarkeit
+ interne Aufladung per USB-C
+ kommt ohne Spezialakku aus
verbesserungswürdig
- grünstichige Lichtfarbe (insbesondere in der Corona) in den niedrigen Leuchtstufen
- sehr kurze Laufzeit im Turbo
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