Hallo zusammen,
beim letzten Review hab ich gesagt: „Ich bin nicht so der Review –Schreiber…“ Hm, bevor ich mich unglaubwürdig mache: So langsam hab ich richtig Spaß daran…
Deshalb gibts heute ein Review der Lupine Piko X Duo, eine kleine aber feine Stirnlampe von Lupine.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Wolf von Lupine, der mir diese Lampe zur Verfügung gestellt hat!
Ich rate jedem sich die Infos auf der Lupine Homepage anzuschauen! Sehr interessant! Lupine Lighting Systems - Faszination - Licht
Nun, das ist sie also, DIE KLEINE:
Amtliche Bezeichnung: Lupine Piko X Duo
Mission: Unauffällig Licht erzeugen
Technische Daten lt. Hersteller:
- 750 Lumen
- 10 Watt Leistung
- 22° Abstrahlcharakteristik
- 2-Fach Linsenarray (2x Cree XM-L)
- 2 Stück (!!!) 1,7Ah SmartCore- Akku
- 2 Stunden Ladezeit pro Akku
- Gewicht: (inkl. Akku am Stirnband) 180g
- Leuchtdauer: 1,15 Std. bei 10W und 1,7Ah-Akku
Der Lieferumfang:
- Piko Lampenkopf
- Stirnband für Piko
- 2 x SmartCore-Akku 1,7Ah (zur Befestigung am Stirnband)
- Ladegerät Wiesel V3, inkl. div. Netzadapter
- Transporttasche
Nach dem Auspacken habe ich mir die Einzelteile mal angeschaut:
Der Lampenkopf: Mann ist das Ding klein! Da man sich ja vorher die technischen Daten angeschaut hat, denkt man erst mal: „Wie soll das mit den 750 Lumen gehen?“
Der Kopf ist sehr sauber verarbeitet, man findet keinerlei Makel. Alles sieht sehr präzise aus. Dann kam mir der Gedanke: „Pixars Wall-E lebt!“ Wenn man als ersten in die XM-L-Augen der Piko schaut denkt man automatisch an den kleinen Müll-Roboter.
Der Lampenkopf fühlt sich sehr wertig und massiv an, alles ist aus Aluminium und fehlerfrei beschichtet. Die feinen Spuren der CNC-Fräse wurden (vermutl.) bewusst nicht beseitigt, und das ist auch gut so!
Der Kopf sitzt in einem Kunststoffhalter, durch den Stirnband geführt ist. Der Kunststoffhalter macht einen relativ weichen Eindruck, das macht auch Sinn, denn er stellt die Verbindung zwischen Stirnband, Kopf und Lampe her. Dennoch wirkt das Zusammenspiel sehr robust und stimmig. Aus einem Video weiß ich, dass zwischen den Verbindungsschrauben (von Lampenkopf und Kunststoffhalter) O-Ringe verbaut wurden, deshalb bewegt sich beim Verstellen der Lampe alles sehr geschmeidig, prima!


Der Taster der im Lampenkopf integriert ist, ist nicht so ungewohnt und fremd wie bei der Betty: Er ist rund, leuchtet im Betrieb blau und hat einen sehr sauberen, wenn auch festen Druckpunkt. Man weiß (auch mit Handschuhen) sehr genau ob man geschaltet hat oder nicht. Das ist für sehr viele Anwendungen wichtig!
Direkt nach dem Einschalten leuchtet der Taster blau. Egal welche Leuchtstufe man wählt, er leuchtet immer blau.
Zum Einschalten tippt man den Taster kurz an, zum Ausschalten hält man ihn gedrückt (ca. 2 Sekunden).
Aber der blaue Taster kann mehr: Er zeigt mir nach dem anstecken an den Akku die aktuelle Spannung des Akkus an: Die blaue LED blinkt 1x pro Volt, die rote LED blinkt 1x pro 0,1Volt.Bedeutet z.B.: Nach dem anstecken blinkt die blaue LED 7x und danach die rote LED 2x, das heißt der Akku hat eine aktuelle Spannung von 7,2 Volt.

Die Akkus: Also die Akkus sind wirklich klein und leicht. Ein 1,7Ah-SmartCore-Akku hat die Maße ca. 41,8mm x 59mm und ist 22,5mm dick. Die Stromspeicher sind im Prinzip so aufgebaut wie die großen SmartCore-Akkus die ich von der Betty kenne. Aber sie haben keinen „Kopf- und Fußdeckel“. Denn sie werden ja in den Stirnbandhalter am Hinterkopf eingehängt.
Und an dieser Stelle bin ich etwas kritisch: Der Akku wird in eine Halte-Schale eingeschoben, aber er rastet nicht eindeutig ein. Also wenn ich den Akkuhalter am Stirnband mit eingelegtem Akku in die Hand nehme und kräftig schüttele, rutscht der Akku (nach oben) heraus. Hm, das wird wohl in der Praxis nur sehr selten vorkommen, aber ich bin vom Halterkonzept nicht überzeugt. An dieser Stelle denke ich an einen Sportler der zu Fuß „Offroad-Strecken“ zurücklegt, und auch mal größere Absätze herunterspringt. Dabei gibt es kräftige Kopfbewegungen, und der Akku könnte herausspringen.
Diesen Fall werde ich nicht simulieren können, aber ein paar kleine Rastnasen an der Oberkante der Halters hätten diesen Fall ausgeschlossen, und dennoch ein vernünftige Handhabung (Akkuwechsel am Kopf) ermöglicht.
Auf der Homepage habe ich noch erfahren, dass die Akkus sowohl mit einer Schutzschaltung, als auch mit einer Balancerschaltung versehen sind. Das gilt für ALLE SmartCore-Akkus und ist somit als PERFEKT zu werten!
Ich habe hin und herüberlegt welches Set mir besser gefällt: Das Piko X Pro Set mit einem 5,6Ah Akku (den man nicht am Hinterkopf befestigen kann!) oder das Piko X Duo Set mit 2x 1,7Ah Akku.
Am Ende ist mir die Version mit den zwei Akkus sympathischer. Dass der Akku am Hinterkopf sitzt empfand ich nicht als störend, wenn jemandem das nicht gefällt, kann man ja ein Verlängerungskabel kaufen, und der Akku wandert in die Tasche oder in den Rucksack. Dadurch dass man zwei Akkus hat, bringt das auch etwas mehr Sicherheit und Flexibilität.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt’s noch: Ich fände Abdeckstopfen für die Akkustecker sinnvoll. Wenn der Akku einzeln in der Tasche rumpurzelt, ist es nicht zu 100% ausgeschlossen, das ein anderer metallischer Gegenstand die Kontakte kurzschließt, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist. Zudem wäre ein Schutz gegen Nässe bei Transport in der Tasche (Jacke, Hose) gewährleistet. Durch die Schutzschaltung kann an sich nicht passieren, aber dem Akku würde ein Kurzschluss trotzdem nicht gefallen.
Dann gibt es noch insgesamt drei Funktionen, die über die Taste am Akku abrufbar sind: Die Ladestandsanzeige, die Rücklicht- und die Lauflichtfunktion.
Wenn man:
- Einmal auf die Taste drückt, wird der aktuelle Ladestand akustisch und optisch angezeigt. Jede Status-LED bzw. Piep-Ton steht für 20% Kapazität. Also dreimal piepen: 60% Restladung. Am Hinterkopf funktioniert das durch die Nähe zum Ohr ganz prima.
- Zweimal auf die Taste drückt ist das Rücklicht aktiviert, alle fünf Status-LEDs leuchten dauerhaft.
- Dreimal auf die Taste drückt wird das Lauflicht aktiviert. Je nach Anwendung durchaus praktisch!

Das Stirnband ist mit einer Breite von 26mm wesentlich schmaler als das von der Betty, aber dennoch komfortabel. Die Lampe auf der Stirn und der kleine Akku am Hinterkopf balancieren sich prima aus. Wenn man das Band an den Verstellmöglichkeiten gut ausgerichtet hat, ist es angenehm zu tragen.
An dem Stirnband sind zwei Kabelhalter vormontiert die überaus wichtig sind, denn wenn man die Verbindungsleitung vom Lampenkopf vorne zum Akku hinten nicht vernünftig fixiert, geht sie einem schnell auf die Nerven, weil sie herumflattert. Die Halter gefallen mir viel besser als die vom „normalen Betty-Stirnband“, denn die sind viel zu eng für das Kabel. Hier bei der Piko klappt die De- und Montage einwandfrei und sicher, genau wie bei dem „Betty-HD-Stirnband“.
Ansonsten gibt es nichts zu meckern, das Band ist robust und sauber verarbeitet. Zu dem Akkuhalter habe ich ja oben schon etwas gesagt.



Die Verbindungskabel sind genau wie bei der Betty über jeden Zweifel erhaben. Die Leitungen sind hochflexibel und sehr gut verarbeitet. Die Stecker sitzen satt und machen einen sehr zuverlässigen Eindruck. In diesem Set ist kein Verlängerungskabel enthalten, denn es ist ja so ausgelegt, das der Akku immer am Stirnband befestigt wird.

Das Ladegerät ist ein einfaches Steckerladegerät. Die amtliche Bezeichnung ist „Wiesel“. Es kann mit einer Eingangsspannung von 100-240V betrieben werden und hat einen Ladestrom von 1200mA. Zudem werden insgesamt drei Stecker-Adapter mitgeliefert: Euro, GB, USA.
Wenn man den Akku ansteckt leuchtet die LED auf der Vorderseite grün, wenn der Akku voll ist erlischt diese LED.

Die Verpackung ist im Grunde die gleiche wie bei meiner Betty, es wird wieder diese feine Transporttasche geliefert, nur etwas kleiner. Auch hier findet man die verstellbaren Unterteilungen mit Klettflächen, wie sie auch on Fototaschen verwendet werden.

Die Bedienung ist grundsätzlich erst mal sehr einfach: Über die Taste am Lampenkopf wird die Lampe ein- und ausgeschaltet und die Leuchtstufen gewechselt. Wie auch bei der Betty wird über einfaches antippen eingeschaltet und die Stufen gewechselt, zum Ausschalten muss man die Taste für 2 Sekunden festhalten. In der Werkseinstellung stehen 3 Leuchtstufen zur Verfügung, so hat der Normal-User erst mal eine einfache Bedienung mit ausgewogenen Leuchtstufen, und muss nicht zwingend etwas umprogrammieren. Aber er könnte umprogrammieren, und dann stehen ihm folgende Kombinationen zur Verfügung:
- 2 Stufen (10W + 3,5W): Taste halten bis LED 1x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen (10W + 3,5W + 0,5W): Taste halten bis LED 2x rot geblinkt hat -> loslassen
- 4 Stufen ( 10W + 6W + 3,5W + 0,5W): Taste halten bis LED 3x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen RVLR (10W + 1W + RVLR): Taste halten bis LED 4x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen mit alpinen Notsignal (10W + 1W + Notsignal): Taste festhalten bis LED 5x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen mit SOS (10W + 1W + SOS): Taste festhalten bis LED 6x rot geblinkt hat -> loslassen
Danach kommen weitere Einstellungen:
- Battery low: Taste festhalten bis LED 6x rot und 1x blau geblinkt hat -> loslassen
- Battery high: Taste festhalten bis LED 6x rot und 2x blau geblinkt hat -> loslassen
- Low Start ON: Taste festhalten bis LED 6x rot und 3x blau geblinkt hat -> loslassen
- Low Start OFF: Taste festhalten bis LED 6x rot und 4x blau geblinkt hat -> loslassen
Dazu ein paar Erklärungen:
- RVLR: Das ist ein langsamer Blinkmodus
- Alpines Not-Signal: Alpines Notsignal
- Battery High: Die Akkuwarnung wird sehr früh aktiviert.
- Battery Low: Die Akkuwarnung wird eher spät aktiviert, nützlich wenn ältere Akkus mit geringer Spannungslage, aber noch ausreichend Kapazität verwendet werden.
- Low Start ON / OFF: Hier kann man wählen, ob die Lampe immer mit der niedrigsten Stufe einschaltet (Low Start ON) oder in der höchsten.
Der Reservetank ist eine Funktion des Treibers. Wenn der Akku leer ist (rot und blau blinken abwechselnd, Scheinwerfer blinkt) steht nach dem erneuten Einschalten der Lampe (per Doppelklick!) eine endgültige Restlaufzeit zur Verfügung. Diese ist abhängig vom Zustand des Akkus, die Lampe wird mit 2W betrieben, bis der Akku absolut leer ist. Dann folgt die Zwangsabschaltung. Die „Reservetank-Funktion“ steht nicht zur Verfügung, wenn die Lampe ausschließlich in der 0,5W oder 1W Stufe betrieben wird.
Zur Leuchtcharakteristik: Also im grunde stellt es sich genauso dar wie bei der Betty: Für mich persönlich (einem schwer erkrankten Flashaholic) fehlt es etwas an Licht direkt vor den Füßen. Bei einer Taschenlampe kann die Art die Lampe zu halten noch variieren, bei einer Stirnlampe nicht. Es kann sein, das ich immer noch von dieser Sonderkombination verwöhnt bin:

Dort waren ja zwei EagleTac P20C2 mit Diffusor und eine Spark ST6-360 montiert. Dadurch war vor den Füßen immer viel Licht. Da empfand ich auch als sehr wichtig, denn nicht immer dreht man den Kopf in die Richtung, in die man (teils auch unbewusst) schaut. Bei der Betty mit ihren 7 XM-L LEDs wäre es möglich 1-3 LEDs für die Nahausleuchtung zu nutzen (z.B. ohne Linse), bei der Piko sieht das anders aus. Somit habe ich auch keine Idee wie man das ändern sollte.
Aber auch hier stelle ich mir wieder selbst die Frage wie ein Otto-Normal-Stirnlampen-Nutzer das sieht. Evtl. klage ich hier mal wieder auf viel zu hohem Niveau…

Allgemeine Bilder zum Vergleich:


beim letzten Review hab ich gesagt: „Ich bin nicht so der Review –Schreiber…“ Hm, bevor ich mich unglaubwürdig mache: So langsam hab ich richtig Spaß daran…
Deshalb gibts heute ein Review der Lupine Piko X Duo, eine kleine aber feine Stirnlampe von Lupine.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Wolf von Lupine, der mir diese Lampe zur Verfügung gestellt hat!
Ich rate jedem sich die Infos auf der Lupine Homepage anzuschauen! Sehr interessant! Lupine Lighting Systems - Faszination - Licht
Nun, das ist sie also, DIE KLEINE:
Amtliche Bezeichnung: Lupine Piko X Duo
Mission: Unauffällig Licht erzeugen
Technische Daten lt. Hersteller:
- 750 Lumen
- 10 Watt Leistung
- 22° Abstrahlcharakteristik
- 2-Fach Linsenarray (2x Cree XM-L)
- 2 Stück (!!!) 1,7Ah SmartCore- Akku
- 2 Stunden Ladezeit pro Akku
- Gewicht: (inkl. Akku am Stirnband) 180g
- Leuchtdauer: 1,15 Std. bei 10W und 1,7Ah-Akku
Der Lieferumfang:
- Piko Lampenkopf
- Stirnband für Piko
- 2 x SmartCore-Akku 1,7Ah (zur Befestigung am Stirnband)
- Ladegerät Wiesel V3, inkl. div. Netzadapter
- Transporttasche
Nach dem Auspacken habe ich mir die Einzelteile mal angeschaut:
Der Lampenkopf: Mann ist das Ding klein! Da man sich ja vorher die technischen Daten angeschaut hat, denkt man erst mal: „Wie soll das mit den 750 Lumen gehen?“
Der Kopf ist sehr sauber verarbeitet, man findet keinerlei Makel. Alles sieht sehr präzise aus. Dann kam mir der Gedanke: „Pixars Wall-E lebt!“ Wenn man als ersten in die XM-L-Augen der Piko schaut denkt man automatisch an den kleinen Müll-Roboter.
Der Lampenkopf fühlt sich sehr wertig und massiv an, alles ist aus Aluminium und fehlerfrei beschichtet. Die feinen Spuren der CNC-Fräse wurden (vermutl.) bewusst nicht beseitigt, und das ist auch gut so!
Der Kopf sitzt in einem Kunststoffhalter, durch den Stirnband geführt ist. Der Kunststoffhalter macht einen relativ weichen Eindruck, das macht auch Sinn, denn er stellt die Verbindung zwischen Stirnband, Kopf und Lampe her. Dennoch wirkt das Zusammenspiel sehr robust und stimmig. Aus einem Video weiß ich, dass zwischen den Verbindungsschrauben (von Lampenkopf und Kunststoffhalter) O-Ringe verbaut wurden, deshalb bewegt sich beim Verstellen der Lampe alles sehr geschmeidig, prima!


Der Taster der im Lampenkopf integriert ist, ist nicht so ungewohnt und fremd wie bei der Betty: Er ist rund, leuchtet im Betrieb blau und hat einen sehr sauberen, wenn auch festen Druckpunkt. Man weiß (auch mit Handschuhen) sehr genau ob man geschaltet hat oder nicht. Das ist für sehr viele Anwendungen wichtig!
Direkt nach dem Einschalten leuchtet der Taster blau. Egal welche Leuchtstufe man wählt, er leuchtet immer blau.
Zum Einschalten tippt man den Taster kurz an, zum Ausschalten hält man ihn gedrückt (ca. 2 Sekunden).
Aber der blaue Taster kann mehr: Er zeigt mir nach dem anstecken an den Akku die aktuelle Spannung des Akkus an: Die blaue LED blinkt 1x pro Volt, die rote LED blinkt 1x pro 0,1Volt.Bedeutet z.B.: Nach dem anstecken blinkt die blaue LED 7x und danach die rote LED 2x, das heißt der Akku hat eine aktuelle Spannung von 7,2 Volt.

Die Akkus: Also die Akkus sind wirklich klein und leicht. Ein 1,7Ah-SmartCore-Akku hat die Maße ca. 41,8mm x 59mm und ist 22,5mm dick. Die Stromspeicher sind im Prinzip so aufgebaut wie die großen SmartCore-Akkus die ich von der Betty kenne. Aber sie haben keinen „Kopf- und Fußdeckel“. Denn sie werden ja in den Stirnbandhalter am Hinterkopf eingehängt.
Und an dieser Stelle bin ich etwas kritisch: Der Akku wird in eine Halte-Schale eingeschoben, aber er rastet nicht eindeutig ein. Also wenn ich den Akkuhalter am Stirnband mit eingelegtem Akku in die Hand nehme und kräftig schüttele, rutscht der Akku (nach oben) heraus. Hm, das wird wohl in der Praxis nur sehr selten vorkommen, aber ich bin vom Halterkonzept nicht überzeugt. An dieser Stelle denke ich an einen Sportler der zu Fuß „Offroad-Strecken“ zurücklegt, und auch mal größere Absätze herunterspringt. Dabei gibt es kräftige Kopfbewegungen, und der Akku könnte herausspringen.
Diesen Fall werde ich nicht simulieren können, aber ein paar kleine Rastnasen an der Oberkante der Halters hätten diesen Fall ausgeschlossen, und dennoch ein vernünftige Handhabung (Akkuwechsel am Kopf) ermöglicht.
Auf der Homepage habe ich noch erfahren, dass die Akkus sowohl mit einer Schutzschaltung, als auch mit einer Balancerschaltung versehen sind. Das gilt für ALLE SmartCore-Akkus und ist somit als PERFEKT zu werten!
Ich habe hin und herüberlegt welches Set mir besser gefällt: Das Piko X Pro Set mit einem 5,6Ah Akku (den man nicht am Hinterkopf befestigen kann!) oder das Piko X Duo Set mit 2x 1,7Ah Akku.
Am Ende ist mir die Version mit den zwei Akkus sympathischer. Dass der Akku am Hinterkopf sitzt empfand ich nicht als störend, wenn jemandem das nicht gefällt, kann man ja ein Verlängerungskabel kaufen, und der Akku wandert in die Tasche oder in den Rucksack. Dadurch dass man zwei Akkus hat, bringt das auch etwas mehr Sicherheit und Flexibilität.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt’s noch: Ich fände Abdeckstopfen für die Akkustecker sinnvoll. Wenn der Akku einzeln in der Tasche rumpurzelt, ist es nicht zu 100% ausgeschlossen, das ein anderer metallischer Gegenstand die Kontakte kurzschließt, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist. Zudem wäre ein Schutz gegen Nässe bei Transport in der Tasche (Jacke, Hose) gewährleistet. Durch die Schutzschaltung kann an sich nicht passieren, aber dem Akku würde ein Kurzschluss trotzdem nicht gefallen.
Dann gibt es noch insgesamt drei Funktionen, die über die Taste am Akku abrufbar sind: Die Ladestandsanzeige, die Rücklicht- und die Lauflichtfunktion.
Wenn man:
- Einmal auf die Taste drückt, wird der aktuelle Ladestand akustisch und optisch angezeigt. Jede Status-LED bzw. Piep-Ton steht für 20% Kapazität. Also dreimal piepen: 60% Restladung. Am Hinterkopf funktioniert das durch die Nähe zum Ohr ganz prima.
- Zweimal auf die Taste drückt ist das Rücklicht aktiviert, alle fünf Status-LEDs leuchten dauerhaft.
- Dreimal auf die Taste drückt wird das Lauflicht aktiviert. Je nach Anwendung durchaus praktisch!

Das Stirnband ist mit einer Breite von 26mm wesentlich schmaler als das von der Betty, aber dennoch komfortabel. Die Lampe auf der Stirn und der kleine Akku am Hinterkopf balancieren sich prima aus. Wenn man das Band an den Verstellmöglichkeiten gut ausgerichtet hat, ist es angenehm zu tragen.
An dem Stirnband sind zwei Kabelhalter vormontiert die überaus wichtig sind, denn wenn man die Verbindungsleitung vom Lampenkopf vorne zum Akku hinten nicht vernünftig fixiert, geht sie einem schnell auf die Nerven, weil sie herumflattert. Die Halter gefallen mir viel besser als die vom „normalen Betty-Stirnband“, denn die sind viel zu eng für das Kabel. Hier bei der Piko klappt die De- und Montage einwandfrei und sicher, genau wie bei dem „Betty-HD-Stirnband“.
Ansonsten gibt es nichts zu meckern, das Band ist robust und sauber verarbeitet. Zu dem Akkuhalter habe ich ja oben schon etwas gesagt.



Die Verbindungskabel sind genau wie bei der Betty über jeden Zweifel erhaben. Die Leitungen sind hochflexibel und sehr gut verarbeitet. Die Stecker sitzen satt und machen einen sehr zuverlässigen Eindruck. In diesem Set ist kein Verlängerungskabel enthalten, denn es ist ja so ausgelegt, das der Akku immer am Stirnband befestigt wird.

Das Ladegerät ist ein einfaches Steckerladegerät. Die amtliche Bezeichnung ist „Wiesel“. Es kann mit einer Eingangsspannung von 100-240V betrieben werden und hat einen Ladestrom von 1200mA. Zudem werden insgesamt drei Stecker-Adapter mitgeliefert: Euro, GB, USA.
Wenn man den Akku ansteckt leuchtet die LED auf der Vorderseite grün, wenn der Akku voll ist erlischt diese LED.

Die Verpackung ist im Grunde die gleiche wie bei meiner Betty, es wird wieder diese feine Transporttasche geliefert, nur etwas kleiner. Auch hier findet man die verstellbaren Unterteilungen mit Klettflächen, wie sie auch on Fototaschen verwendet werden.

Die Bedienung ist grundsätzlich erst mal sehr einfach: Über die Taste am Lampenkopf wird die Lampe ein- und ausgeschaltet und die Leuchtstufen gewechselt. Wie auch bei der Betty wird über einfaches antippen eingeschaltet und die Stufen gewechselt, zum Ausschalten muss man die Taste für 2 Sekunden festhalten. In der Werkseinstellung stehen 3 Leuchtstufen zur Verfügung, so hat der Normal-User erst mal eine einfache Bedienung mit ausgewogenen Leuchtstufen, und muss nicht zwingend etwas umprogrammieren. Aber er könnte umprogrammieren, und dann stehen ihm folgende Kombinationen zur Verfügung:
- 2 Stufen (10W + 3,5W): Taste halten bis LED 1x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen (10W + 3,5W + 0,5W): Taste halten bis LED 2x rot geblinkt hat -> loslassen
- 4 Stufen ( 10W + 6W + 3,5W + 0,5W): Taste halten bis LED 3x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen RVLR (10W + 1W + RVLR): Taste halten bis LED 4x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen mit alpinen Notsignal (10W + 1W + Notsignal): Taste festhalten bis LED 5x rot geblinkt hat -> loslassen
- 3 Stufen mit SOS (10W + 1W + SOS): Taste festhalten bis LED 6x rot geblinkt hat -> loslassen
Danach kommen weitere Einstellungen:
- Battery low: Taste festhalten bis LED 6x rot und 1x blau geblinkt hat -> loslassen
- Battery high: Taste festhalten bis LED 6x rot und 2x blau geblinkt hat -> loslassen
- Low Start ON: Taste festhalten bis LED 6x rot und 3x blau geblinkt hat -> loslassen
- Low Start OFF: Taste festhalten bis LED 6x rot und 4x blau geblinkt hat -> loslassen
Dazu ein paar Erklärungen:
- RVLR: Das ist ein langsamer Blinkmodus
- Alpines Not-Signal: Alpines Notsignal
- Battery High: Die Akkuwarnung wird sehr früh aktiviert.
- Battery Low: Die Akkuwarnung wird eher spät aktiviert, nützlich wenn ältere Akkus mit geringer Spannungslage, aber noch ausreichend Kapazität verwendet werden.
- Low Start ON / OFF: Hier kann man wählen, ob die Lampe immer mit der niedrigsten Stufe einschaltet (Low Start ON) oder in der höchsten.
Der Reservetank ist eine Funktion des Treibers. Wenn der Akku leer ist (rot und blau blinken abwechselnd, Scheinwerfer blinkt) steht nach dem erneuten Einschalten der Lampe (per Doppelklick!) eine endgültige Restlaufzeit zur Verfügung. Diese ist abhängig vom Zustand des Akkus, die Lampe wird mit 2W betrieben, bis der Akku absolut leer ist. Dann folgt die Zwangsabschaltung. Die „Reservetank-Funktion“ steht nicht zur Verfügung, wenn die Lampe ausschließlich in der 0,5W oder 1W Stufe betrieben wird.
Zur Leuchtcharakteristik: Also im grunde stellt es sich genauso dar wie bei der Betty: Für mich persönlich (einem schwer erkrankten Flashaholic) fehlt es etwas an Licht direkt vor den Füßen. Bei einer Taschenlampe kann die Art die Lampe zu halten noch variieren, bei einer Stirnlampe nicht. Es kann sein, das ich immer noch von dieser Sonderkombination verwöhnt bin:

Dort waren ja zwei EagleTac P20C2 mit Diffusor und eine Spark ST6-360 montiert. Dadurch war vor den Füßen immer viel Licht. Da empfand ich auch als sehr wichtig, denn nicht immer dreht man den Kopf in die Richtung, in die man (teils auch unbewusst) schaut. Bei der Betty mit ihren 7 XM-L LEDs wäre es möglich 1-3 LEDs für die Nahausleuchtung zu nutzen (z.B. ohne Linse), bei der Piko sieht das anders aus. Somit habe ich auch keine Idee wie man das ändern sollte.
Aber auch hier stelle ich mir wieder selbst die Frage wie ein Otto-Normal-Stirnlampen-Nutzer das sieht. Evtl. klage ich hier mal wieder auf viel zu hohem Niveau…

Allgemeine Bilder zum Vergleich:


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