Nitecore hat unentgeltlich eine EDC33 für einen Passaround übersandt. Die Teilnehmer des Passarounds können in diesem Thread hier ihre Erfahrungen zur Lampe posten aber selbstverständlich gern auch alle anderen Leute, die diese Lampe besitzen.
Die Bezeichnung "EDC" steht im Taschenlampen-Bereich allgemein für kleine Lampenmodelle mittlerer Leistung für den Alltagsgebrauch. In Bezug auf die geringe Baugröße ist das bei der Nitecore auch so, darüber hinaus hat sie beispielsweise bei der Bedienung mit ihrem zweistufigen Heckschalter jedoch Eigenschaften (oder -arten?), die eher auf "taktische" Lampen zutreffen.
Das Gehäuse ist für meinen Geschmack etwas zerklüftet und ein Mix aus verschiedenen Designs. Vorn ein überwiegend glatter Lampenkopf, gefolgt von einem eckigen Ring (mit dem Look einer Schraubenmutter), dann ein ziemlich aggressives Knurling, wieder ein glatterer Teil und am Ende ein drehbarer Ring mit wieder einer anderen Fräsung. Nach meinem Geschmack ist das Knurling genauso unangenehm anzufassen wie schon bei der MH12 Pro und der MH25 Pro.
Während das Äußere (wie meistens) durchaus Geschmackssache ist, muss man dem Hersteller bei der EDC33 und generell eine hohe Verarbeitungsqualität und professionellen Eindruck (wie bei den meisten Nitecore-Produkten) bescheinigen. Verarbeitungsmängel sind keine auffindbar und der mechanische Aufbau scheint für die Ewigkeit gemacht zu sein. Der vormontierte Trageclip lässt sich bei Bedarf abnehmen und ist sehr groß und äußerst stabil. Eine HAIII-Anodisierung, beschichtete Frontlinse, exakte Zentrierung der LED, saubere Beschriftung sind hier eine Selbstverständlichkeit.
Der hintere Bereich der Lampe hat es in sich: zum Einen hat Nitecore dort hinter einem satt, spiel- und kratzfrei drehenden Ring eine USB-C Buchse zum Aufladen des fest eingebauten Akkus versteckt. Von einem Anschlag zum anderen sind es geschätzt 40 Grad. Dazu wurde der Lampe direkt an den Ring anschließend noch eine vierteilige LED-Anzeige für den Ladezustand spendiert. Als weitere Besonderheit bietet die EDC33 dann auch noch einen mechanischen Schieberegler, mit dem sich die Lampe sehr fix und ohne Herumgeklicke gegen unabsichtliches Einschalten sperren und entsperren lässt. Eine solche narrensichere und selbsterklärende Ausführung einer Einschaltsperre findet man bei Taschenlampen leider nur selten. Bis hierhin bin ich schon ins Schwärmen gekommen und sehr angetan von der Testlampe. Es gibt leider auch mindestens eine Schattenseite, zu der ich in der Rubrik Bedienung noch kommen werde.
Nach dem Wow bei der Betrachtung des hinteren Teils der Lampe auch hier vorn ein Wow. So etwas hatte ich vorher auch noch nicht gesehen. Nitecore kombiniert bei der LED namens NiteLab UHi 20 MAX eine mittlere runde Emitterfläche mit acht weiteren Emitterflächen, die getrennt von der mittleren ansteuerbar sind. Während die mittlere LED hauptsächlich für eine fokussierte Abstrahlung und höhere Leuchtweite zuständig ist, sorgen die äußeren Emitter für mehr Abstrahlung in die Breite und diffuseres Flutlicht. Auf diese Weise ließe sich je nach Ansteuerung eine bestimmte Leuchtcharakteristik einstellen (mal mehr gerichtet, mal mehr breitstrahlend). Von Zulieferern ist so eine UHi-LED nicht zu bekommen, der Sysmax-Konzern, zu dem auch Nitecore zählt, stellt diese LED in Kooperation mit einem weiteren Partner selbst her. Offenbar wird es weitere Lampenmodelle mit dieser Technik geben, Nitecore erwähnt neben der UHi20 auch noch eine UHi10, 40, 50 und 100. Man darf gespannt bleiben...
Noch erwähnenswert ist der im Foto sichtbare "Punkt", hinter dem sich ein Näherungssensor verbirgt. Sobald sich wenige Zentimeter vor der Lampe (ausschließlich in der Leuchtstufe "High") ein Hindernis befindet, wird automatisch auf eine geringere Leuchtstufe heruntergeschaltet. Dies soll wohl vor Brandlöchern schützen, falls man die Lampe unachtsam eingeschaltet irgendwo ablegt.
Für eine Lampe mit 18650-Akku, Heckschalter und interner Aufladung baut die EDC33 sehr klein. In der Leistung ist sie dagegen die Potenteste.
Gesteuert werden die einzelnen Leuchtstufen über einen zweistufigen Tastschalter am Heck durch halbes oder volles Durchdrücken. Während die erste Stufe noch angenehm leicht und mit eindeutigem Feedback zu erreichen ist, muss man leider für die zweite Stufe (volles Durchdrücken) ungebührlich viel Kraft aufwenden. Mit normal angewinkeltem Daumen bekommt man den Taster nicht mit der Daumenfläche durchgedrückt, das geht nur mit der Daumenspitze und der damit verbundenen verkrampften Haltung. Dies ist umso bedauerlicher, da man die Lampe so nicht gleichzeitig schalten und fest umschlossen halten kann, um sie mit der Hand kühlen zu kühlen. Darüber hinaus kann durch den schwergängigen Taster sogar die eine oder andere Fehlbedienung resultieren. Hier hat sich Nitecore m.M. einen Flop geleistet, der sehr vielen diese ansonsten wirklich tolle und empfehlenswerte Lampe vergraulen könnte.
Anmerkung zu den Leuchtstufen:
Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse am Lampenende zur Seite drehen und das beiliegende USB-Kabel mit der Lampe und einer 5V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinken die Status-LEDs je nach Ladefortschritt. Die Ladedauer beträgt max. 2 Stunden.
Anzeige für Akkurestkapazität
Im Betrieb leuchtet die LED-Anzeige dauerhaft, was ich prima finde. Die meisten anderen Lampen zeigen oft nur für wenige Sekunden nach dem Einschalten mit einer oder (im bestenfall) mehreren LEDs den Ladezustand an. Ferner kann man auch bei ausgeschalteter Lampe durch kurzen halben Tasterdruck die LED-Anzeige für etwa 2,5 Sekunden aktivieren. Jede Status-LED der EDC33 steht grob für ein Viertel der Akkukapazität.
Einschaltsperre
Der Sensor funktioniert nur in der Stufe High (1.200 lm) und erst wenige Zentimeter vor der Lampe. In den niedrigeren Stufen hält der Hersteller die Funktion nicht für erforderlich. Bei den beiden Sonderstufen anscheinend auch nicht, da sie ja nur Momentlicht sind. Das ist vielleicht etwas zu kurz gedacht. Denn wenn die Lampe nicht gesperrt ist, kann Momentlicht Search mit immerhin heißen 1.700 Lumen durchaus unfreiwillig in der Hosentasche oder im Rucksack o.ä. aktiviert werden, solange der Taster berührt wird. Hier würde ich empfehlen, die Sensorfunktion auf die Stufe Search zu erweitern.
Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex für Lumin Shield
Laufzeittest auf hellster dauerfester und arretierbarer Stufe (High) mit Ventilatorkühlung
Laufzeittest Search
Laufzeittest Lumin Shield
Auf den Graphen ist zu erkennen, dass ich nach dem Stepdown die Lampe erneut in der jeweiligen Einstellung gestartet habe.
Hitzeentwicklung nach mehrmaligem Aktivieren von Lumin Shield, links vorher, rechts nachher.
An der Hitzeentwicklung, die physikalisch bei so einer kleinen Lampe und der Leistung unausweichlich ist, kann man erkennen, dass Lumin Shield als auch Search nur für sehr kurzzeitigen Gebrauch gedacht sind. Deshalb wäre jede Kritik (ich kenne unsere Flashies ja...), die eine längere Leuchtdauer in diesen beiden Burst-Stufen fordert, komplett am Thema vorbei. Niemand kann jetzt schon diese Temperaturen mit der bloßen Hand aushalten. Auch die Technik würde das nicht lang aushalten, deshalb sind die frühen Stepdowns dringend geboten.
Eigentlich ist die EDC33 nicht nur temperaturtechnisch ein ganz heißes Eisen. Wenn, ja wenn nur der etwas schwergängige Tastschalter nicht wäre. Ich hoffe, dass Nitecore hier vielleicht in einer 2.0 nachbessert. Vielleicht bin ich auch nur etwas empfindlich oder verwöhnt, ich würde der Lampe wirklich gönnen, dass genug Käufer sich mit dem Schalter arrangieren können.
Fest verbauter Akku: generell bevorzuge ich austauschbare Akkus und viele Flashies sicher ebenso. Bei der EDC33 kann ich aber wegen der geringen Baugröße und der sehr hohen Stromaufnahme nachvollziehen, dass ein fest eingebauter Akku nicht zum Foppen der Käufer sondern aus guten Gründen verbaut wurde. Bei hohen Strömen (hier sicher 15-20A) sind beste Kontakte und niedrigste Übergangswiderstände wichtig. Ganz zu schweigen davon, dass der Hersteller sicher nicht möchte, dass unerfahrene Käufer irgendwelche Schrottakkus in die Lampe stecken und dann womöglich die Leistung reklamieren. Den Akku fest zu verbauen ist insofern ein probates Mittel, auch wenn das den erfahreneren Flashies natürlich nicht gefällt. Der Hersteller muss jedoch ein sicheres Produkt für selbst die unwissendsten Käufer garantieren.
pro
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ kurzzeitig sehr hohe Lichtleistung
+ Sofortzugriff auf 100% Spot und Lumin Shield
+ einfache Sperrfunktion
+ 4-stufige Ladezustandsanzeige
+ gute Ladebuchsenabdeckung
+ Näherungssensor
contra
- Tastschalter schwergängig
- Akku nicht austauschbar
- schaltet ohne Vorwarnung ab
neutral
- Knurling etwas zu aggressiv
- nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
- kein Holster im Lieferumfang
Daten und Eigenschaften
- sehr kompakte Taschenlampe mit 4.000 Lumen max. Lichtstrom
- Leuchtweite 450 m (54.500 cd)
- 4 reguläre + 2 Sonder-Leuchtstufen
- kein Disco-Strobe/S.O.S/Beacon
- Emitter: "NiteLab UHi 20 LED MAX" mit kaltweißer Lichtfarbe
- strukturierter Alu-Reflektor (orange peel)
- Näherungssensor
- Steuerung über 2-Stufen-Endkappenschalter
- Schiebeschalter für Einschaltsperre
- fest eingebauter 18650 Li-Io-Akku mit 4.000mAh Kapazität
- Aufladung per USB-C
- LED-Anzeige (4 Segmente) für Restkapazität
- Gehäuse aus hart-anodisiertem Alu
- vergütetes Frontglas
- tailstand-fähig
- Maße 115,6 * 25,4 mm (L * Kopf/Body)
- IP68 wasser-/staubdicht, 2 m sturzresistent
- Gewicht 121 g
- Preis ca. 80 €
Helligkeitsstufen + Leuchtdauer
Lieferumfang
- Nitecore EDC33 Taschenlampe
- integrierter 18650 Li-Io-Akku
- USB-C Ladekabel
- Trageclip, Paracord-Lanyard mit Karabiner
- Bedienungsanleitung
Die Bezeichnung "EDC" steht im Taschenlampen-Bereich allgemein für kleine Lampenmodelle mittlerer Leistung für den Alltagsgebrauch. In Bezug auf die geringe Baugröße ist das bei der Nitecore auch so, darüber hinaus hat sie beispielsweise bei der Bedienung mit ihrem zweistufigen Heckschalter jedoch Eigenschaften (oder -arten?), die eher auf "taktische" Lampen zutreffen.
Das Gehäuse ist für meinen Geschmack etwas zerklüftet und ein Mix aus verschiedenen Designs. Vorn ein überwiegend glatter Lampenkopf, gefolgt von einem eckigen Ring (mit dem Look einer Schraubenmutter), dann ein ziemlich aggressives Knurling, wieder ein glatterer Teil und am Ende ein drehbarer Ring mit wieder einer anderen Fräsung. Nach meinem Geschmack ist das Knurling genauso unangenehm anzufassen wie schon bei der MH12 Pro und der MH25 Pro.
Während das Äußere (wie meistens) durchaus Geschmackssache ist, muss man dem Hersteller bei der EDC33 und generell eine hohe Verarbeitungsqualität und professionellen Eindruck (wie bei den meisten Nitecore-Produkten) bescheinigen. Verarbeitungsmängel sind keine auffindbar und der mechanische Aufbau scheint für die Ewigkeit gemacht zu sein. Der vormontierte Trageclip lässt sich bei Bedarf abnehmen und ist sehr groß und äußerst stabil. Eine HAIII-Anodisierung, beschichtete Frontlinse, exakte Zentrierung der LED, saubere Beschriftung sind hier eine Selbstverständlichkeit.
Der hintere Bereich der Lampe hat es in sich: zum Einen hat Nitecore dort hinter einem satt, spiel- und kratzfrei drehenden Ring eine USB-C Buchse zum Aufladen des fest eingebauten Akkus versteckt. Von einem Anschlag zum anderen sind es geschätzt 40 Grad. Dazu wurde der Lampe direkt an den Ring anschließend noch eine vierteilige LED-Anzeige für den Ladezustand spendiert. Als weitere Besonderheit bietet die EDC33 dann auch noch einen mechanischen Schieberegler, mit dem sich die Lampe sehr fix und ohne Herumgeklicke gegen unabsichtliches Einschalten sperren und entsperren lässt. Eine solche narrensichere und selbsterklärende Ausführung einer Einschaltsperre findet man bei Taschenlampen leider nur selten. Bis hierhin bin ich schon ins Schwärmen gekommen und sehr angetan von der Testlampe. Es gibt leider auch mindestens eine Schattenseite, zu der ich in der Rubrik Bedienung noch kommen werde.
Nach dem Wow bei der Betrachtung des hinteren Teils der Lampe auch hier vorn ein Wow. So etwas hatte ich vorher auch noch nicht gesehen. Nitecore kombiniert bei der LED namens NiteLab UHi 20 MAX eine mittlere runde Emitterfläche mit acht weiteren Emitterflächen, die getrennt von der mittleren ansteuerbar sind. Während die mittlere LED hauptsächlich für eine fokussierte Abstrahlung und höhere Leuchtweite zuständig ist, sorgen die äußeren Emitter für mehr Abstrahlung in die Breite und diffuseres Flutlicht. Auf diese Weise ließe sich je nach Ansteuerung eine bestimmte Leuchtcharakteristik einstellen (mal mehr gerichtet, mal mehr breitstrahlend). Von Zulieferern ist so eine UHi-LED nicht zu bekommen, der Sysmax-Konzern, zu dem auch Nitecore zählt, stellt diese LED in Kooperation mit einem weiteren Partner selbst her. Offenbar wird es weitere Lampenmodelle mit dieser Technik geben, Nitecore erwähnt neben der UHi20 auch noch eine UHi10, 40, 50 und 100. Man darf gespannt bleiben...
Noch erwähnenswert ist der im Foto sichtbare "Punkt", hinter dem sich ein Näherungssensor verbirgt. Sobald sich wenige Zentimeter vor der Lampe (ausschließlich in der Leuchtstufe "High") ein Hindernis befindet, wird automatisch auf eine geringere Leuchtstufe heruntergeschaltet. Dies soll wohl vor Brandlöchern schützen, falls man die Lampe unachtsam eingeschaltet irgendwo ablegt.
Für eine Lampe mit 18650-Akku, Heckschalter und interner Aufladung baut die EDC33 sehr klein. In der Leistung ist sie dagegen die Potenteste.
Bedienung
Das Manual ist auf der Herstellerhomepage als PDF herunterzuladen.Gesteuert werden die einzelnen Leuchtstufen über einen zweistufigen Tastschalter am Heck durch halbes oder volles Durchdrücken. Während die erste Stufe noch angenehm leicht und mit eindeutigem Feedback zu erreichen ist, muss man leider für die zweite Stufe (volles Durchdrücken) ungebührlich viel Kraft aufwenden. Mit normal angewinkeltem Daumen bekommt man den Taster nicht mit der Daumenfläche durchgedrückt, das geht nur mit der Daumenspitze und der damit verbundenen verkrampften Haltung. Dies ist umso bedauerlicher, da man die Lampe so nicht gleichzeitig schalten und fest umschlossen halten kann, um sie mit der Hand kühlen zu kühlen. Darüber hinaus kann durch den schwergängigen Taster sogar die eine oder andere Fehlbedienung resultieren. Hier hat sich Nitecore m.M. einen Flop geleistet, der sehr vielen diese ansonsten wirklich tolle und empfehlenswerte Lampe vergraulen könnte.
- man schaltet nur Moment- und arretiert kein Dauerlicht
- drückt man von off zu langsam ganz durch, blitzt erst kurz Lumin Shield auf und die Lampe bleibt dann aus
- drückt man von on zu langsam ganz durch, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt nur kurz mit voller Power (Lumin Shield)
- drückt man von on zu schwach, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt kurz mit Search
- drückt man von off zu langsam ganz durch, blitzt erst kurz Lumin Shield auf und die Lampe bleibt dann aus
- drückt man von on zu langsam ganz durch, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt nur kurz mit voller Power (Lumin Shield)
- drückt man von on zu schwach, geht die Lampe nicht aus sondern blitzt kurz mit Search
- reguläre Stufen = Ultralow, Low, Mid, High
- Ultralow, Low, Mid = nur mittlerer Emitter leuchtet
- High = alle Emitter leuchten mit zusammen 1.200 lm
- Search = volle Leistung mittlerer Emitter (Spotlicht 1.700 lm)
- Lumin Shield = alle Emitter leuchten zusammen mit 4.000 lm
| Ausgangslage | Aktion | Resultat |
|---|---|---|
| aus | kurz halb drücken | Ladezustandsanzeige |
| aus | halb gedrückt halten | Momentlicht Search |
| aus | kurz ganz durchdrücken | an reguläre Stufe (mit Memory) |
| aus | ganz durchgedrückt halten | Momentlicht Lumin Shield |
| an (reguläre Stufe) | halb gedrückt halten | Momentlicht Search, loslassen für regulär |
| an (reguläre Stufe) | ganz durchgedrückt halten | Momentlicht Lumin Shield, loslassen für regulär |
| an (reguläre Stufe) | kurz halb drücken | Wechsel von dunkel zu heller |
| an (reguläre Stufe) | kurz ganz durchdrücken | aus |
Aufladen
Abdeckung der Ladebuchse am Lampenende zur Seite drehen und das beiliegende USB-Kabel mit der Lampe und einer 5V Energiequelle (Handy-Netzteil, Powerbank, PC u.a.) verbinden. C zu C und PD-Ladegeräte sind kompatibel. Beim Ladevorgang blinken die Status-LEDs je nach Ladefortschritt. Die Ladedauer beträgt max. 2 Stunden.
Anzeige für Akkurestkapazität
Im Betrieb leuchtet die LED-Anzeige dauerhaft, was ich prima finde. Die meisten anderen Lampen zeigen oft nur für wenige Sekunden nach dem Einschalten mit einer oder (im bestenfall) mehreren LEDs den Ladezustand an. Ferner kann man auch bei ausgeschalteter Lampe durch kurzen halben Tasterdruck die LED-Anzeige für etwa 2,5 Sekunden aktivieren. Jede Status-LED der EDC33 steht grob für ein Viertel der Akkukapazität.
Einschaltsperre
- Full lock out: einfach Seitenschalter in die entsprechende Position schieben, um zu sperren oder entsperren.
- Half lock out: (finde ich persönlich überflüssig) nur die regulären Stufen (Dauerlicht) werden gesperrt, so dass ausschließlich Search oder Lumin Shield zur Verfügung steht. Hierfür muss man bei eingeschaltetem Search oder Lumin Shield den Schalter auf "gesperrt" schieben. Auf diese Weise bleibt LS und Search verfügbar, der Rest nicht.
Der Sensor funktioniert nur in der Stufe High (1.200 lm) und erst wenige Zentimeter vor der Lampe. In den niedrigeren Stufen hält der Hersteller die Funktion nicht für erforderlich. Bei den beiden Sonderstufen anscheinend auch nicht, da sie ja nur Momentlicht sind. Das ist vielleicht etwas zu kurz gedacht. Denn wenn die Lampe nicht gesperrt ist, kann Momentlicht Search mit immerhin heißen 1.700 Lumen durchaus unfreiwillig in der Hosentasche oder im Rucksack o.ä. aktiviert werden, solange der Taster berührt wird. Hier würde ich empfehlen, die Sensorfunktion auf die Stufe Search zu erweitern.
Messungen
Ich bin Laie mit Hobbyequipment, alle Messungen stellen nur Näherungswerte dar ohne Gewähr oder Anspruch auf Einhaltung irgendwelcher Messnormen.
Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.

Alle Messwerte sofort nach dem Einschalten abgelesen.
- Lumenmessungen: Ceiling Bounce, mögliche Abweichung bei Flutern i.d.R. bis zu +/- 5-10%
- Luxmessungen: Messdistanz 5 m mit entsprechender Umrechung auf 1 m
- Laufzeitmessungen: mit Ventilatorkühlung
- Strommessungen: Kleinströme mit DMM, höhere Ströme mit Zangenampèremeter
- Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex und PWM mit Opple Lightmaster Pro

Ultralow | Low | Mid | High | Search | Lumin Shield | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lichtstrom (Lumen) | 5 | 83 | 375 | 1.470 | 1.685 | 3.745 |
| Lichtintensität (Lux) | 173 | 2.650 | 12.350 | 16.000 | 53.000 | 45.000 |
- Ladestrom max. 2A
- PWM >30 kHz (= flimmerfrei)
Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex für Lumin Shield
Laufzeittest auf hellster dauerfester und arretierbarer Stufe (High) mit Ventilatorkühlung
Laufzeittest Search
Laufzeittest Lumin Shield
Auf den Graphen ist zu erkennen, dass ich nach dem Stepdown die Lampe erneut in der jeweiligen Einstellung gestartet habe.
Hitzeentwicklung nach mehrmaligem Aktivieren von Lumin Shield, links vorher, rechts nachher.
An der Hitzeentwicklung, die physikalisch bei so einer kleinen Lampe und der Leistung unausweichlich ist, kann man erkennen, dass Lumin Shield als auch Search nur für sehr kurzzeitigen Gebrauch gedacht sind. Deshalb wäre jede Kritik (ich kenne unsere Flashies ja...), die eine längere Leuchtdauer in diesen beiden Burst-Stufen fordert, komplett am Thema vorbei. Niemand kann jetzt schon diese Temperaturen mit der bloßen Hand aushalten. Auch die Technik würde das nicht lang aushalten, deshalb sind die frühen Stepdowns dringend geboten.
Leuchtergebnis
Die Lichtfarbe empfinde ich als reinweiß. Selbst in den unteren Stufen kann ich keinen störenden Farbstich erkennen. Ein anderer Tester hatte etwas von grünlich berichtet, das kann ich erfreulicherweise nicht bestätigen. Einzig in der Stufe Search (= nur Spot volle Leistung) ist der Spill-Bereich und der Lichtkegel insgesamt etwas kälter von der Farbe. Die Gleichmäßigkeit des Lichtkegels insgesamt geht auch in Ordnung. Der Output kann sich sehen lassen, die Lichtleistung sowieso.Fazit
In der EDC33 von Nitecore stecken eine Menge hervorragender Ideen. Hervorzuheben ist aus meiner Sicht beispielsweise die USB-Abdeckung, die Ladezustandsanzeige und natürlich die innovative und vielleicht auch einzigartige Multi-LED. Darüber hinaus ist die EDC33 eine richtige Hochleistungsrakete im kleinen Format, die an der Grenze der thermischen Belastbarkeit konstruiert sein dürfte. In diesem kompakten Lämpchen fast 4000 Lumen in einer Serienlampe ist eine Ansage. Nicht allein die Spitzenleistung ist imho interessant sondern auch die konstant geregelte dauerfeste Leuchtstufe High. Die laut meinen obigen Schätzungen ermittelte Anfangsleistung von fast 1.500 Lumen liegt selbst nach über einer Stunde Brenndauer immer noch über der Herstellerangabe von 1.200 Lumen. Die Nitecore holt sozusagen das Maximum an dauerhafter Helligkeit aus dem Akku heraus, HUT AB!Eigentlich ist die EDC33 nicht nur temperaturtechnisch ein ganz heißes Eisen. Wenn, ja wenn nur der etwas schwergängige Tastschalter nicht wäre. Ich hoffe, dass Nitecore hier vielleicht in einer 2.0 nachbessert. Vielleicht bin ich auch nur etwas empfindlich oder verwöhnt, ich würde der Lampe wirklich gönnen, dass genug Käufer sich mit dem Schalter arrangieren können.
Fest verbauter Akku: generell bevorzuge ich austauschbare Akkus und viele Flashies sicher ebenso. Bei der EDC33 kann ich aber wegen der geringen Baugröße und der sehr hohen Stromaufnahme nachvollziehen, dass ein fest eingebauter Akku nicht zum Foppen der Käufer sondern aus guten Gründen verbaut wurde. Bei hohen Strömen (hier sicher 15-20A) sind beste Kontakte und niedrigste Übergangswiderstände wichtig. Ganz zu schweigen davon, dass der Hersteller sicher nicht möchte, dass unerfahrene Käufer irgendwelche Schrottakkus in die Lampe stecken und dann womöglich die Leistung reklamieren. Den Akku fest zu verbauen ist insofern ein probates Mittel, auch wenn das den erfahreneren Flashies natürlich nicht gefällt. Der Hersteller muss jedoch ein sicheres Produkt für selbst die unwissendsten Käufer garantieren.
pro
+ hohe Verarbeitungsqualität
+ kurzzeitig sehr hohe Lichtleistung
+ Sofortzugriff auf 100% Spot und Lumin Shield
+ einfache Sperrfunktion
+ 4-stufige Ladezustandsanzeige
+ gute Ladebuchsenabdeckung
+ Näherungssensor
contra
- Tastschalter schwergängig
- Akku nicht austauschbar
- schaltet ohne Vorwarnung ab
neutral
- Knurling etwas zu aggressiv
- nur mit kaltweißer Lichtfarbe erhältlich
- kein Holster im Lieferumfang



















Die Akkuanzeige, der Schiebeschalter für Einschaltsperre, USB-Abdeckung sind top. Ich fand bei vielen meiner vorigen Taschenlampen (Wuben C3 usw.) und Fahrradlampen die Abdeckung nicht so doll.













