Heiei, was für ein Durcheinander. Das hat mit Skywalkers Frage in
#22 begonnen, richtig?
Augenmerk auf
Leuchtdichte für
Reichweite ist korrekt.
Damit hat man aber sogleich ein Problem: Sobald man die Leuchtdichte nicht
direkt misst (und das ist leider wirklich schwierig), sondern
irgendeine Abschätzung versucht, sei es über Lumen, geschätzte Leuchtfläche, oder was auch immer, dann ist es leider nur noch ein Ratespiel.
Warum? Dann werden
zusätzlich entscheidend: zum Beispiel Fokussierung der gesamten Optik, Abstrahlverhalten (Lambert?), sprich: Dann wird's
noch komplizierter. Der Trick bei solchen Abschätzungen ist dann, möglichst viele dieser Unwägbarkeiten wieder loszuwerden. Das hängt sehr vom Einzelfall der Quelle ab, und einer
geschickten Messung/Abschätzung, wenn man das Ding selbst in der Hand hat.
Was ist ein praktischer Anwendungsfall von LEP Taschenlampen abseits von Spielerei, Fotografieren und Technikbegeisterung?
LEP-
Taschenlampen:
- Nix, nur Spaß am Gerät :- D
- Warum? größtes Defizit der LEPs: Wenig Lumen, und damit kleiner Spot. Laser sind wunderbar "hell", aber leider sie sind typischerweise das Gegenteil von einem Lumenmonster.
LEP-Quellen allgemein:
- Auto-Scheinwerfer (eher marketing-getrieben, weil zwar hell, aber eben wenig Lumen und damit eher geringer Spot-Durchmesser)
- Endoskopie (Licht in eine Glasfaser einkoppeln und dann am anderen Ende irgendwo im Körper ordentlich ausleuchten). Bisher waren das kleine Xenon-Brenner mit wirklich perfekter Lichtqualität, aber aufwendiger Energieversorgung und kurzer Lebensdauer. (Ich hab allerdings keinen Plan, was derzeit wirklich in Gebrauch ist, sondern habe mit Neugier immer wieder mal Pressemitteilungen verfolgt.)
Ähnlich wie beim Beamer (UHP-Birnen, hier dann auch
viel Lumen) sind Quellen mit hoher Leuchtdichte speziell bei Projektions-Systemen spannend, die
kompakt sein sollen. Warum? Je mehr Leuchtdichte zur Verfügung steht, desto kleiner kann der Linsen/Spiegel-Durchmesser zur Bündelung sein, um das gleiche Ergebnis zu erreichen.