LEP-Taschenlampen-Technik vs. LED

peter581

Flashaholic
25 Oktober 2011
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Hallo zusammen,
ich habe hier ein grundlegendes Verständnis-Problem, vielleicht können wir das mit Erkenntnis füllen und mir meine ketzerischen Fragen verzeihen, danke! :)

Es geht mir um diese Laserlampen... gibt es ja von Acebeam und neu auch von Fenix, schaut beeindruckend aus, keine Frage. Auch die Technik an sich ist cool, auch keine Frage.
Aber die Technik an sich: da wird wohl ein Laserstrahl erzeugt, der auf einen fluoreszierenden Emitter trifft, dieser leuchtet (z.B. mit 500 Lumen) und eine Optik davor erzeugt dann den krassen Strahl. Soweit halbwegs richtig beschrieben?
Nun gut - nun meine naive Frage: wenn ich nun den Laser weglassen würde und diesen Emitter auch, und an dieses Stelle einfach eine gleichgroße LED einsetze, würde die Optik dann nicht den gleichen Strahl erzeugen? Sowas gabs ja ähnlich auch schon... Es wird ja anscheinend nicht der Laser direkt aufgeweitet, sondern dieser beleuchtet sozusagen nur die Stelle, die dann wie eine LED leuchtet, die eigentliche Arbeit macht die Optik.
Wenn man nun auf das Wissen um die coole (aber teure) Technik verzichten würde, könnte man das gleiche Ergebnis nicht mit einer simplen LED auch hinbekommen, für 200 Euro weniger?

Danke für Erkenntnisse und Meinungen :)
 

Genießer

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12 März 2019
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Bad Mergentheim
Das ist ganz einfach, keine aktuell verfügbare LED kommt an die Leuchtdichte heran, die mit der Laser-Phosphor-Technik erreicht wird. Eine LED hat immer eine leuchtende Fläche, mit der Laser-Technik bekommt man fast einen Punkt von dem das ganze Licht ausgeht.
Und für eine hoche Reichweite braucht man entweder eine hoche Leuchtdichte oder einen großen Reflektor. Licht das von einem Punkt kommt kann man perfekt fokusieren und braucht dafür auch keine große Optik, wenn die Lichtquelle aber eine Fläche ist, die gleichmäßg Licht abgibt, leuchtet der einzelne Punkt weniger hell, wenn insgesammt gleich viel Licht raus kommt.

Vom Lichbild gibt es natürlich vergleichbare LED-Lampen, die nur eben bei weitem nicht an die Reichweite bei diesem Kopfdurchmesser herran kommen.
Diese Lampen arbeiten ja alle nicht mit einem Reflektor, sondern mit einer Linse, auch Kollimator genannt.
Aber auch solche Lampen sind selten, abgesehen von den vielen Zoom-Lampen, die genau dieses Prinzip nutzen, es aber auch nur wenige hochwertige gibt. Vielleicht mal nach der Haiklite HT35 schauen, das ist eine von den guten aber eben auch großen Zoomis für recht schmales Geld.
 

peter581

Flashaholic
25 Oktober 2011
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18
Okay, interessant :)
Also hat die Laserlampe einen kleineren Emitter (wenn man es so nennen will), was günstiger für das Lichtbild ist? In den Skizzen und Abbildungen wirkt das Teil immer wie eine normale LED...
Und die Helligkeit: 500 Lumen z.B. sind ja auch nicht sooo viel, deshalb mein Gedanke, ob das eine 1000 Lumen-Led mit halt etwas größerer Fläche nicht auch hinbekommen würde.
Die Optik ist wirklich der Knackpunkt - Linse/Kollimator statt Reflektor. Schon mit meiner steinalten LedLenser L7 sieht man ganz schön, was die Linse bringen kann. Richtige und gute Linsen-Lampen hab ich tatsächlich kaum auf dem Schirm, und wenn dann auch nicht mit einem so guten Lichtbild wie z.B. die Acebeam W30.

Grundsätzlich stellte sich mir die Frage nach dem Preisverhältnis eher aus Prinzip (bringt mir die teure Technik überhaupt was oder ginge das nicht billiger?), aber sonst hätte ich schon Interesse an so einer Lampe :-D wobei es gar nicht so leicht mit der Verfügbarkeit zu sein scheint - gibt es da Beschränkungen wegen des Lasers oder ist das eher unproblematisch?
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
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Hannover
Wenn man nun auf das Wissen um die coole (aber teure) Technik verzichten würde, könnte man das gleiche Ergebnis nicht mit einer simplen LED auch hinbekommen, für 200 Euro weniger?
Ob die Technik ähnlich ist, weiß ich nicht. Aber vielleicht gefällt Dir ja die neue Acebeam E10 !? Kompakt, recht preiswert und ein ähnliches Lichtbild wie eine LEP, nur nicht ganz so leistungsfähig.

Gruß
Carsten
 
  • Danke
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Mit einer aufwändigen Optik wird man mit so ziemlich jeder LED so einen gebündelten Strahl erzeugen lassen. Allerdings ist eine Optik auch nicht gerade für eine Packung Kaugummi gerechnet, produziert, und in eine Lampe verfrachtet. Inwieweit diese Lösung kleiner ist, ist auch fraglich.
 

sma

Flashaholic**
8 Januar 2011
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Aalen/Ulm, um, und herum
Das Dilemma: Bei der LED ist die maximale (Licht-)Leistung pro Fläche ganz merklich durch die schon bei der Lichterzeugung entstehenden Wärmeverluste begrenzt. Bei der LEP fällt das weg, ein Riesenvorteil. Der Phosphor in der LEP hält aber auch nicht beliebig viel aus: Einerseits wird er nur durch das auf ihn gestrahlte Licht aufgeheizt ( => gut) und das ist bei einem Laser auch noch ziemlich einfach machbar ( => einfacher als ein Projektionssystem mit LED), andererseits kann der Phosphor (mit billigen Mitteln) gar nicht gut gekühlt werden ( => letztlich der Nachteil, der dann die maximale Leuchtdichte begrenzt.). Untrem Strich erreichen die käuflichen LEPs zwar keine revolutionäre, aber doch sehr ordentliche Leuchtdichte.

Effektiver Nachteil für LEP unterm Strich: Der mechanische Aufbau ist aufwendiger als bei einer LED.

Und eine Lampe mit 10 cm Durchmesser wird es wohl einfach deswegen noch nicht geben, weil es keine Quelle mit merklich mehr Lumen als bisher gibt. Ein zwar viel hellerer, aber noch viel kleinerer Spot als bei einer W10/W30 würde bei dem Preis dann vielleicht doch zu arg schmerzen.

Ich habe bisher immer nur von käuflichen LEP-Quellen gehört, die in der Größenordnung von 400 cd/mm² liegen. Das ist mit einer LED mit Wavien problemlos zu erreichen. insofern sind LEPs unterm Strich bei Throw pro Durchmesser gar nicht so außergewöhnlich - aber sie sind sehr schön schlank in einer jeweilgen Bausweise.

Osram hat scheinbar ein Modul mit 3000 cd/mm² im Angebot (ist aber meinem Eindruck nach nur an Herstellern von Folgeprodukten als Abnehmer interessiert). Das wäre dann natürlich eine ganz andere Hausnummer. Um den gleichen Faktor würden die Candela einer jeweiligen Lampe steigen, also bei der W30 von ~1.5Mcd auf ~10 vMcd (W10 von ~250kc auf k app 2 Mcd). Der Preis für das Modul ist mir nicht bekannt.
 

peter581

Flashaholic
25 Oktober 2011
138
16
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Okay, prima Erkenntnisse, danke an alle :thumbup:
Also bleibt wohl erstmal doch noch am ehesten eine echte LEP ("Laser Excited/Ex...? Phosphor" oder "LandesEntwicklungsProgramm"? ;))
Wirklich brauchen tue ich sowas natürlich nicht - aber das ist ja auch nie der Hauptgrund zu einem Kauf...
 
Zuletzt bearbeitet:

'xander

Flashaholic*
16 März 2012
257
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Rausgrab
Microfire hat mit der Excalibur H20 eine durch Linsenoptik extrem Fokussierbare LED Lampe im Angebot.
Durch eine nicht näher genannte Spezial-LED mit "light-recycling-teknology" (im Grunde ein Spiegel, der Streulicht auf die LED zurückwirft), wird ebenfalls eine extrem hohe Leuchtdichte erreicht, die über eine Linsenoptik (sogar Stufenlos) fokusierbar ist.

Hier ein interessanter yt-link.

Gruss Alex
 

Axel1

Flashaholic*
23 März 2016
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Bad Oldesloe
Rausgrab
Microfire hat mit der Excalibur H20 eine durch Linsenoptik extrem Fokussierbare LED Lampe im Angebot.
Durch eine nicht näher genannte Spezial-LED mit "light-recycling-teknology" (im Grunde ein Spiegel, der Streulicht auf die LED zurückwirft), wird ebenfalls eine extrem hohe Leuchtdichte erreicht, die über eine Linsenoptik (sogar Stufenlos) fokusierbar ist.

Hier ein interessanter yt-link.

Gruss Alex


Hallo,
ich danke Dir für die Info. Vielleicht etwas schwer, aber für mich eine tolle Zoom Lampe. Wie konnte ich das Teil nur übersehen? :thumbdown:
LG,
Axel
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Rausgrab
Microfire hat mit der Excalibur H20 eine durch Linsenoptik extrem Fokussierbare LED Lampe im Angebot.
Durch eine nicht näher genannte Spezial-LED mit "light-recycling-teknology" (im Grunde ein Spiegel, der Streulicht auf die LED zurückwirft), wird ebenfalls eine extrem hohe Leuchtdichte erreicht, die über eine Linsenoptik (sogar Stufenlos) fokusierbar ist.

Hier ein interessanter yt-link.

Gruss Alex

Ja, es handelt sich dabei um einen Wavien Kragen bzw. "collar". Das ist bekannte Technik. Damit sind aktuell Leichtdichten bis ca. 600cd/mm^2 möglich, also gut das Doppelte von dem, was man mit einer nackten LED erreichen kann. LEP hingegen hat fast keine Grenzen bzgl. der Leuchtdichte. Es hängt nur vom Aufwand ab, den man betreibt, und, wie groß die Lampe werden soll.
 
Zuletzt bearbeitet:

'xander

Flashaholic*
16 März 2012
257
189
43
@The_Driver
Klaro hier ist halt die maximale Leuchtdichte doch durch die Temperatur des Halbleiters begrenzt.
Diese steigt ja durch die "Rückstrahlung“ weiter.

Ähnlich wie bei den IR-Halogenlampen die Glühwendeltemperatur.


Eine LEP könnte man wie bei Beamern teilw. umgesetzt mit einem rotierenden Phosphorring noch deutlich höher gehen, da hier nur die maximale Materialtemperatur der begrenzende Faktor wäre.
Durch Rotation liesse sich jedoch die thermische Trägheit des Materials noch ausnutzen.

Gruss
 

The_Driver

Flashaholic***
22 März 2012
7.453
5.284
113
Essen
Bei LEP hat man diese Begrenzungen nicht:
  1. Laserdioden können durch ihre winzige Leuchtfläche, welche eine starke Bündelung des Lichts ermöglicht, mit einer quasi beliebigen Distanz zum Phosphor installiert werden, sodass die Wärme der Laserdiode(n) schon mal nicht direkt auf den Phosphor übergehen kann
  2. Man kann die Strahlen von quasi beliebig vielen Laserdioden mittels einer speziellen Anordnung von Optiken & Spiegeln zu einem Einzelnen kombinieren und so ohne Temperatur-bedingte Probleme die Bestrahlungsstärke stark erhöhen ("laser bank")
  3. Man kann das Phosphorplättchen in Metall einbetten und getrennt kühlen
  4. Man kann Einzelkristallphorphor verwenden, der eine wesentlich bessere Wärmeleitfähigkeit haben soll als normale Phosphorplättchen
 
Zuletzt bearbeitet:

Sonnenhell123

Flashaholic*
22 November 2020
351
207
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Was ist ein praktischer Anwendungsfall von LEP Taschenlampen abseits von Spielerei, Fotografieren und Technikbegeisterung?
 

Foxfire

Flashaholic*
20 Januar 2020
557
425
63
MUC
Im militärischen und jagdlichen Bereich (in D verboten!) als an die Waffe festmontierte (sehr weitstrahlende) Lichtquellle zur Zielbeleuchtung.
Hier ein Video von Matt Smith (Lumencraft): Testing 6 LEPs
 
14 Dezember 2018
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8
Ich habe seit kurzem nun auch eine LEP Lampe (Acebeam W35) und habe mir ähnliche Gedanken genacht.

Die W35 hat einen runden gelben Fleck in der Mitte (wenn man durch die Optik reinguckt) den ich auf ca. 2-3 mm Durchmesser schätze.
Die Brennweite der Linse dürfte so 50-60 mm betragen.

Wenn ich nun eine LED mit 2-3 mm nehme und eine Linse mit 50 mm Brennweite, bekomme ich einen Lichtfleck der etwa gleich gross ist.
Also passt meine Schätzung wohl, mit ca. 2-3 mm Durchmesser des Emitters.

Nun gibt es aber doch wohl LEDs in dieser Grösse die auch locker 500-1000 lm bringen.
Wozu also dann der Aufwand mit dem Laser ? Verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich...

Ob die Leuchtschicht bei gleicher Grösse von einem Laser erregt wird oder von einer LED, macht doch keinen Unterschied.
Ausserdem ist die Effizienz (Lumen pro Watt) bei LEP sogar schlechter als bei LEDs.

Oder habe ich da noch was übersehen ?
 

Genießer

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12 März 2019
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Bad Mergentheim
Deinen Test mit der größe den Leuchtflecks hast du auf welche Entfernung gemacht? Das wird erst bei großen Entfernungen gut sichtbar.

Denn das gelbe Phosphor ist zwar so groß, aber die Fläche die dann leuchtet ist um ein vielfaches kleiner.
Aber das relevante ist ja nicht die Größe der Leuchtfläche, sonderen maximale Leuchtdichte, also wieviel Licht von einem Punkt ausgeht und da bekommt man eben mit diesen LEP-Modulen eben Werte hin, die mit einer LED nicht ohne weiteres erreicht werden können.
Abgesehen davon wird mit LEP gearbeitet, WEIL ES GEHT und das Marketing das gut ausschlachten kann weil es was neues ist.

Schöne Grüße vom Genießer
 
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Vophatech

Flashaholic**
6 Dezember 2019
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Metrolpolregion Nürnberg
Ich habe seit kurzem nun auch eine LEP Lampe (Acebeam W35) und habe mir ähnliche Gedanken genacht.

Die W35 hat einen runden gelben Fleck in der Mitte (wenn man durch die Optik reinguckt) den ich auf ca. 2-3 mm Durchmesser schätze.
Die Brennweite der Linse dürfte so 50-60 mm betragen.

Wenn ich nun eine LED mit 2-3 mm nehme und eine Linse mit 50 mm Brennweite, bekomme ich einen Lichtfleck der etwa gleich gross ist.
Also passt meine Schätzung wohl, mit ca. 2-3 mm Durchmesser des Emitters.

Nun gibt es aber doch wohl LEDs in dieser Grösse die auch locker 500-1000 lm bringen.
Wozu also dann der Aufwand mit dem Laser ? Verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich...

Ob die Leuchtschicht bei gleicher Grösse von einem Laser erregt wird oder von einer LED, macht doch keinen Unterschied.
Ausserdem ist die Effizienz (Lumen pro Watt) bei LEP sogar schlechter als bei LEDs.

Oder habe ich da noch was übersehen ?

Laser haben ihrem Namen folgend einen entscheidenden Vorteil:

Der Strahl ist maximal gerichtet, sehr kohärent und gebündelt, was die Intensität weiter in die Höhe treibt.
Das schafft in der Art keine LED.
 
14 Dezember 2018
30
22
8
Den Test habe ich mit ca. 10m Entfernung gemacht.
Auch rein rechnerisch, bei 2° kommt man bei 50 mm Brennweite auf knapp 2 mm Durchmesser des Leuchtflecks.
Es gibt doch recht kleine LEDs die mehrere tausend Lumen haben. Sollte also kein Problem sein mit 2 mm Durchmesser 500-1000 lm zu bekommen.

Aber ja, wahrscheinlich macht man es mit Laser 'weil man es kann' und 'weil es sich cool anhört'. ;)
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
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Berlin
Aber ja, wahrscheinlich macht man es mit Laser 'weil man es kann' und 'weil es sich cool anhört'. ;)
@skywatcher

Ich weiß nicht, ob du LEP einfach nur nicht magst. Vielleicht weil die LEP Technik teurer ist als LED? Denn deine Begründung spricht nicht für eine sachliche Betrachtung.

@Genießer und @Vophatech haben es dir ja sogar schon erklärt bzw. versucht.

Ich sag mal so: Zeig uns doch mal eine LED in einer Lampe, die mit annähernd gleichen Abmessungen (insbesondere Kopfdurchmesser) und Lumen einen so konzentrierten UND weit reichenden Lichtstrahl erzeugt wie eine LEP.

Die Osram W1 LED z.B. hat meines Wissen eine ungefähre Kantenlänge von 1mm. Die ist also echt winzig. Und die kommt z.B. in der Noctigon K1 auf 900 Lumen – die W2 mit mMn 2mm Kantenlänge schafft 1500 Lumen, dafür aber weniger Reichweite.

Doch obwohl die K1 einen deutlich größeren Lampenkopf hat als z.B. die Lumintop Thor 3 oder die Acebeam W35, kommt die K1 selbst mit der Osram W1 nicht annähernd auf die gleiche Reichweite. Selbst die deutlich kleinere Thor 2 kann es von der Reichweite her in etwa mit der K1 W1 aufnehmen.

Ich weiß nicht wieviel kleiner die LED noch sein müsste (oder wieviel größer der Kopfdurchmesser), damit der Lichtstrahl der LED es mit einer LEP aufnehmen könnte...
 

Galaxypower

Flashaholic*
25 Januar 2020
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Rostock
Den Test habe ich mit ca. 10m Entfernung gemacht.
Auch rein rechnerisch, bei 2° kommt man bei 50 mm Brennweite auf knapp 2 mm Durchmesser des Leuchtflecks.
Es gibt doch recht kleine LEDs die mehrere tausend Lumen haben. Sollte also kein Problem sein mit 2 mm Durchmesser 500-1000 lm zu bekommen.

Aber ja, wahrscheinlich macht man es mit Laser 'weil man es kann' und 'weil es sich cool anhört'. ;)
@Genießer hat es doch geschrieben : Es kommt auf die LEUCHTDICHTE an, nicht Lumen.
 

Genießer

Moderator
Teammitglied
12 März 2019
1.623
2.070
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Bad Mergentheim
Den Test habe ich mit ca. 10m Entfernung gemacht.
Das ist schon recht wenig für so eine starke Fokusierung, da wären 50 oder 100 m deutlich besser.

Auch rein rechnerisch, bei 2° kommt man bei 50 mm Brennweite auf knapp 2 mm Durchmesser des Leuchtflecks.
Es gibt doch recht kleine LEDs die mehrere tausend Lumen haben. Sollte also kein Problem sein mit 2 mm Durchmesser 500-1000 lm zu bekommen.
Beim LEP-Modul leuchtet nur ein winziger Teil des gelben Teils...
 
14 Dezember 2018
30
22
8
@skywatcher

Ich weiß nicht, ob du LEP einfach nur nicht magst. Vielleicht weil die LEP Technik teurer ist als LED? Denn deine Begründung spricht nicht für eine sachliche Betrachtung.

@Genießer und @Vophatech haben es dir ja sogar schon erklärt bzw. versucht.

Ich sag mal so: Zeig uns doch mal eine LED in einer Lampe, die mit annähernd gleichen Abmessungen (insbesondere Kopfdurchmesser) und Lumen einen so konzentrierten UND weit reichenden Lichtstrahl erzeugt wie eine LEP.

Die Osram W1 LED z.B. hat meines Wissen eine ungefähre Kantenlänge von 1mm. Die ist also echt winzig. Und die kommt z.B. in der Noctigon K1 auf 900 Lumen – die W2 mit mMn 2mm Kantenlänge schafft 1500 Lumen, dafür aber weniger Reichweite.

Doch obwohl die K1 einen deutlich größeren Lampenkopf hat als z.B. die Lumintop Thor 3 oder die Acebeam W35, kommt die K1 selbst mit der Osram W1 nicht annähernd auf die gleiche Reichweite. Selbst die deutlich kleinere Thor 2 kann es von der Reichweite her in etwa mit der K1 W1 aufnehmen.

Ich weiß nicht wieviel kleiner die LED noch sein müsste (oder wieviel größer der Kopfdurchmesser), damit der Lichtstrahl der LED es mit einer LEP aufnehmen könnte...
Dass ich LEP einfach nicht mag ? Wenn das so wäre hätte ich mir ja keine geholt.
Ich finde die Lampe schon cool, besonders die elektronisch verstellbare Linse.
Würde sie auch jederzeit wieder kaufen.

Aber ich verstehe immer noch nicht wo mein Denkfehler ist.
Wenn eine LED 1 mm Kantenlänge hat und 900 Lumen, was ist daran dann anders als ein von einem Laser erzeugter Fleck mit 1 mm Kantenlänge, der auch 900 Lumen hat ?
Die Leuchtdichte ist exakt die gleiche. Eben 900 Lumen erzeugt von 1 mm2 Fläche.

Da das vom Phosphor ausgehende Licht auch nicht mehr kohärent ist, spielt es auch keine Rolle mehr ob es von einem Laser kommt oder von einer LED.

Ich habe nun auch mal mit einem Sonnenfilter in die Lampe reingeschaut wenn sie leuchtet. Es ist nicht so dass nur ein kleiner Teil des gelben Flecks leuchtet. Es leuchtet bis fast zum Rand, ich würde mal schätzen 80-90% der Gesamtfläche.

Habe mir die Noctigon K1 mal angeschaut. Die ist natürlich optisch auch nicht vergleichbar. Sie hat einen Parabolreflektor, der eine viel kleinere Brennweite als z.B. die Linse der W35 hat. Kleinere Brennweite bedeutet dass die LED auf eine Projektionsfläche grösser abgebildet wird (also höhere Divergenz), also quasi ein Weitwinkelobjektiv. Ich schätze den Parabolspiegel vielleicht auf 20 mm Brennweite, maximal.
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.487
5.180
113
Dass ich LEP einfach nicht mag ? Wenn das so wäre hätte ich mir ja keine geholt.
Ich finde die Lampe schon cool, besonders die elektronisch verstellbare Linse.
Würde sie auch jederzeit wieder kaufen.

Aber ich verstehe immer noch nicht wo mein Denkfehler ist.
Wenn eine LED 1 mm Kantenlänge hat und 900 Lumen, was ist daran dann anders als ein von einem Laser erzeugter Fleck mit 1 mm Kantenlänge, der auch 900 Lumen hat ?
Die Leuchtdichte ist exakt die gleiche. Eben 900 Lumen erzeugt von 1 mm2 Fläche.

Da das vom Phosphor ausgehende Licht auch nicht mehr kohärent ist, spielt es auch keine Rolle mehr ob es von einem Laser kommt oder von einer LED.

Ich habe nun auch mal mit einem Sonnenfilter in die Lampe reingeschaut wenn sie leuchtet. Es ist nicht so dass nur ein kleiner Teil des gelben Flecks leuchtet. Es leuchtet bis fast zum Rand, ich würde mal schätzen 80-90% der Gesamtfläche.
ES GEHT NICHT UM LUMEN!

Der Lichtstrom wird in Lumen gemessen und gibt an, wieviel Licht eine Lichtquelle in einem gewissen Zeitraum abgibt.

Es geht vielmehr um Lux (wieviel Licht auf einer Fläche in einer bestimmten Zeit auftrifft) bzw. Candela (der Lichtstrom in einem bestimmten Raumwinkel)!

Das bedeutet im Klartext, dass eine LEP-Lampe mit weniger Lumen eine viel höhere Leuchtdichte und damit deutlich mehr Lux schafft, als eine LED-Lampe mit gleichem Kopfdurchmesser.
Mit anderen Worten... man kommt mit einer relativ kleinen LEP-Lampe locker 1-2km weit, was eine LED-Lampe vergleichbarer Größe nicht schaffen kann!
 
Zuletzt bearbeitet:

Nicobrosi

Flashaholic**
24 Oktober 2018
2.091
1.625
113
Ich glaube dass @skywatcher davon ausgeht dass die Helligkeit der leuchtfläche gleich der Lumenangabe ist.
Grundsätzlich ist es ja auch so, allerdings strahlt das Substrat einer Led mehr oder minder winkelig ab, bei einer lep ist die Strahlungsausrichtung gerichtet, ergo entsteht bei einer lep eine deutlich höhere leuchdichte als bei einer Led.
 
  • Danke
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14 Dezember 2018
30
22
8
ES GEHT NICHT UM LUMEN!

Der Lichtstrom wird in Lumen gemessen und gibt an, wieviel Licht eine Lichtquelle in einem gewissen Zeitraum abgibt.

Es geht vielmehr um Lux (wieviel Licht auf einer Fläche in einer bestimmten Zeit auftrifft) bzw. Candela (der Lichtstrom in einem bestimmten Raumwinkel)!

Lumen ist die abgegebene Lichtmenge, hat absolut gar nichts mit Zeit zu tun.
Lux ist Beleuchtungsstärke auf eine Fläche (hat auch nichts mit Zeit zu tun) und die Definition von Candela stimmt soweit.

Wenn ich einen möglichst engen Beam will, brauche ich also möglichst viele Lumen, ausgehend von einer möglichst kleinen Fläche.
Das gibt dann den hohen Candela Wert.

Das funktioniert ja nicht anders als ein Diaprojektor. Um in einer bestimmten Entfernung ein möglichst kleines Abbild zu erzeugen habe ich zwei Möglichkeiten: ich erhöhe die Brennweite der Optik, oder ich verkleinere das 'Dia' (also die lichterzeugende Fläche).
 

Kabukimann

Flashaholic**
9 Oktober 2019
3.606
3.746
113
Berlin
@skywatcher

Und es bleibt dabei: Du wirst keine LED Lampe finden, die mit identischem Kopfdurchmesser die gleiche Reichweite wie eine LEP Lampe erzielt. Und das hängt wie mehrmals erwähnt mit der erzielbaren Leuchtdichte zusammen.

Ergo ermöglichen verhältnismäßig kompakte LEP Lampen im Vergleich mit LED Lampen besseren Throw bei kleinerer Bauform.

Somit haben sie da einen Vorteil, dafür eben andere Nachteile (weniger Lumen, kein bzw. kaum Umgebungslicht)
 
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14 Dezember 2018
30
22
8
Ich glaube dass @skywatcher davon ausgeht dass die Helligkeit der leuchtfläche gleich der Lumenangabe ist.
Grundsätzlich ist es ja auch so, allerdings strahlt das Substrat einer Led mehr oder minder winkelig ab, bei einer lep ist die Strahlungsausrichtung gerichtet, ergo entsteht bei einer lep eine deutlich höhere leuchdichte als bei einer Led.
Guter Punkt. Das habe ich auch schon woanders gelesen. Aber warum soll das bei einer LEP anders sein ? Es ist doch auch eine diffuse Abstrahlung. Der Laser spielt dabei ja eigentlich keine Rolle. Oder gibt es da noch einen anderen Trick, um die Phosphorschicht weniger diffus abstrahlen zu lassen als bei einer LED ?
 

Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.487
5.180
113
Lumen ist die abgegebene Lichtmenge, hat absolut gar nichts mit Zeit zu tun.
Lux ist Beleuchtungsstärke auf eine Fläche (hat auch nichts mit Zeit zu tun) und die Definition von Candela stimmt soweit.

Wenn ich einen möglichst engen Beam will, brauche ich also möglichst viele Lumen, ausgehend von einer möglichst kleinen Fläche.
Das gibt dann den hohen Candela Wert.

Das funktioniert ja nicht anders als ein Diaprojektor. Um in einer bestimmten Entfernung ein möglichst kleines Abbild zu erzeugen habe ich zwei Möglichkeiten: ich erhöhe die Brennweite der Optik, oder ich verkleinere das 'Dia' (also die lichterzeugende Fläche).
Ich zitiere Wikipedia...

"Das Lumen (lat. für Licht, Leuchte, Glanz) ist die SI-Einheit des Lichtstroms. Es gibt also an, wie viel Licht (fachsprachlich: welche Lichtmenge) eine Lichtquelle pro Zeitspanne insgesamt abgibt.

Das Lumen darf nicht mit dem Lux verwechselt werden, der Einheit der Bekeuchtungsstärke, die angibt, wie viel Licht pro Zeitspanne und pro Fläche auf dieser auftrifft (umgangssprachlich die „Helligkeit“ an einem beleuchteten Ort)."

Wenn Du anderer Meinung bist, mach das bitte mit denen aus. ;)
 
14 Dezember 2018
30
22
8
@skywatcher

Und es bleibt dabei: Du wirst keine LED Lampe finden, die mit identischem Kopfdurchmesser die gleiche Reichweite wie eine LEP Lampe erzielt. Und das hängt wie mehrmals erwähnt mit der erzielbaren Leuchtdichte zusammen.

Ergo ermöglichen verhältnismäßig kompakte LEP Lampen im Vergleich mit LED Lampen besseren Throw bei kleinerer Bauform.

Somit haben sie da einen Vorteil, dafür eben andere Nachteile (weniger Lumen, kein bzw. kaum Umgebungslicht)
Vielleicht reden wir hier aneinander vorbei. Ich meine mit Leuchtdichte die Menge an Licht pro Fläche der LED (also z.B. Lumen pro mm2), Du meinst wohl die Abstrahlcharakteristik der Leuchtschicht, also ob sie diffus abstrahlt oder schon gebündelt. Dazu habe ich aber nirgends was gefunden, dass ein LEP Phosphor da eine andere Charakteriskik hätte, und warum. Das ist genau der Punkt, der mich interessieren würde. :)
 

Genießer

Moderator
Teammitglied
12 März 2019
1.623
2.070
113
Bad Mergentheim
Oder gibt es da noch einen anderen Trick, um die Phosphorschicht weniger diffus abstrahlen zu lassen als bei einer LED ?
Klar gibts den, indem der Laser eben nur einen kleinen Punkt der Phosphorschicht bestrahlt und nicht wie bei einer weisen LED die LED flächig leuchtet. Dadurch ist die Leuchtdichte bei LEP nicht über die Fläche gleich, wie es bei einer LED ist, und im Hotspot wird eine deutlich höhere Leuchtdichte erreicht.
 
  • Danke
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Buteo

Flashaholic***
25 März 2015
8.487
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Vielleicht reden wir hier aneinander vorbei. Ich meine mit Leuchtdichte die Menge an Licht pro Fläche der LED (also z.B. Lumen pro mm2), Du meinst wohl die Abstrahlcharakteristik der Leuchtschicht, also ob sie diffus abstrahlt oder schon gebündelt. Dazu habe ich aber nirgends was gefunden, dass ein LEP Phosphor da eine andere Charakteriskik hätte, und warum. Das ist genau der Punkt, der mich interessieren würde. :)
Es geht um LUX bzw. CANDELA!
Die Lumenstärke ist doch erstmal völlig irrelevant...
800 Lumen in einem Abstrahlwinkel von insgesamt 120 Grad sind etwas völlig anderes als 800 Lumen mit einen Abstrahlwinkel von 30 Grad...
 
14 Dezember 2018
30
22
8
Ich zitiere Wikipedia...

"Das Lumen (lat. für Licht, Leuchte, Glanz) ist die SI-Einheit des Lichtstroms. Es gibt also an, wie viel Licht (fachsprachlich: welche Lichtmenge) eine Lichtquelle pro Zeitspanne insgesamt abgibt.

Das Lumen darf nicht mit dem Lux verwechselt werden, der Einheit der Bekeuchtungsstärke, die angibt, wie viel Licht pro Zeitspanne und pro Fläche auf dieser auftrifft (umgangssprachlich die „Helligkeit“ an einem beleuchteten Ort)."

Wenn Du anderer Meinung bist, mach das bitte mit denen aus. ;)

Weiter unten steht aber: "Das Lumen ist über K(λ) an das Watt gekoppelt."

Lumen = Lichtmenge pro Zeitspanne ist also der gleiche Unfug wie wenn manche sagen 'Watt pro Stunde'. Es ist einfach die Lichtmenge.

Klar gibts den, indem der Laser eben nur einen kleinen Punkt der Phosphorschicht bestrahlt und nicht wie bei einer weisen LED die LED flächig leuchtet. Dadurch ist die Leuchtdichte bei LEP nicht über die Fläche gleich, wie es bei einer LED ist, und im Hotspot wird eine deutlich höhere Leuchtdichte erreicht.
Tut er aber nicht. Zumindest bei der W35 bestrahlt der Laser praktisch die gesamte Fläche. Alles andere wäre ja auch Verschwendung, denn dann könnte man die Fläche ja auch gleich kleiner machen.