Laberthread

Profi58

Flashaholic**
29 Mai 2011
3.378
1.681
113
Erzgebirge
Dann fällt das Geld dafür wohl vom Himmel.
Nein, bei Herrn Draghi aus der Hochgeschwindigkeits-Rotationsdruckerpresse :pinch:. Dummerweise fehlt die wundersame Vermehrung des Gegenwerts, so daß die Preise steigen und die Inflation angeheizt wird. Zinsen auf Sparguthaben sind eh ein Fremdwort geworden.
Das ist gut für den Staat, der jetzt einfacher seine Schulden tilgen kann, aber schlecht für den Sparer, dessen Einlagen immer mehr an Wert verlieren.

Wenn ich dann noch die Tendenzen zum Abschaffen des Bargelds bedenke, macht es kaum noch Sinn zu sparen. Konten bei Banken können ganz schnell "rasiert" werden, fragt mal die Zyprioten und die Griechen. Dann lieber in Lampen investieren und Spaß haben ;).
 
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KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
3.833
2.282
113
Kapitalistische Wirtschaftsformen sind Innovationstreiber. Nirgendwo sonst wird mehr geforscht und entwickelt.
Das ist denke ich pauschalisiert. Im Kommunismus des kalten Krieges wurde sehr viel geforscht, aber eben in die Richtung dass die Ergebnisse in Waffen(Systemen) verwendet wurden. Das war ebenso im Deutschland von 33-45. Es wurde geforscht was das Zeug hält in Bereichen die militärisch interessant sein können. Beide Systeme würde ich nicht als "Kapitalismus" einstufen.

... ich sehe Deutschland zentralistischer Verwaltungswirtschaft zunehmend Näherrücken.
Nun da sehe ich uns eher in die Richtung Kapitalismus in Reinkultur rücken. Von der Gründung der Bundesrepublik bis in die 80er waren wir eine "soziale Marktwirtschaft". Auch die Firmen und die Industrie haben ihren Teil an der Allgemeinheit getragen. Heute können Firmen alles steuerlich geltend machen und sind bei entsprechenden Konstellation kaum noch Steuerpflichtig. Und das wird auch nicht besser. Nicht umsonst blutet auch die noch recht breite Mittelschicht aus. Dann wurden noch so Sachen wie Leiharbeit erfunden, Billigjobs die aufstocken müssen, Scheinselbstständigkeiten, Erfindung des Fachkräftemangels ... ach ich könnte da viel zu viel schreiben, lasse es aber.

Es ist nur die Kurzfassung, eigentlich wollte ich nur ein Posting hier machen... jetzt sind es schon zwei. Und ich möchte jetzt nicht zu viel politisieren hier. Ist ja ein Lampenforum, ...
 
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Nuss

Flashaholic**
5 November 2016
4.881
3.607
113
Am Rhein
Das ist gut für den Staat, der jetzt einfacher seine Schulden tilgen kann, aber schlecht für den Sparer, dessen Einlagen immer mehr an Wert verlieren.
Diese sog. "Finanzielle Repression" ist an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten. Das ist nichts anderes als der offiziell/politisch nicht gewollte Soli für die Nutznießer der EZB-Politik. Der Rentner, der schlau war, und für seine Altersvorsorge auf Konten oder in Lebensversicherungen gespart hat, fragt sich nun, warum er das Geld nicht in jungen Jahren verjubelt hat. Im Ernst, viele brauchen diese Zinseinnahmen zur Rente.

Leute, kauft Aktien. Die Dividende ist der neue Zins.
 

Lux Transfer

Flashaholic**
2 Februar 2017
1.749
3.993
113
Berlin (noch)
Der Wert kommt von meinem Steuerberater, der, dazu befragt, mir nach m.E. sagte, ab ca. 1.200 mtl. beginne die Steuerpflicht, alle Progression erfolge bis ca. 3.200 €, ab dann herrsche flatline, egal, ob jemand das 10- oder 1.000-fache im Jahr verdiene, was weder immer so gewesen noch überall auf der Welt so sei, im Gegenteil.

Deine Quelle scheint mir seltsam, beträgt nicht der Spitzensteuersatz grundsätzlich 42 %?
Über 4 Mio Arbeitnehmer sollen ihn zahlen, es ginge schon beim Facharbeiter los, klingt nicht eben nach "Spitzeneinkommen", oder?
 

Nuss

Flashaholic**
5 November 2016
4.881
3.607
113
Am Rhein
Im Kommunismus des kalten Krieges wurde sehr viel geforscht, aber eben in die Richtung dass die Ergebnisse in Waffen(Systemen) verwendet wurden. Das war ebenso im Deutschland von 33-45. Es wurde geforscht was das Zeug hält in Bereichen die militärisch interessant sein können.
Nirgendwo sonst wird mehr geforscht und entwickelt.
Ich meinte allerdings Forschen in alle möglichen Richtungen. Forschen in nur eine, staatlich verordnete, meist vernichtende Richtung, hat allerdings nicht originär was mit Kapitalismus zu tun.

Das was in Rüstungsgüter eingeht, hat übrigens vielfach einen zivilen Ursprung.

Von der Gründung der Bundesrepublik bis in die 80er waren wir eine "soziale Marktwirtschaft". Auch die Firmen und die Industrie haben ihren Teil an der Allgemeinheit getragen.
100% Zustimmung.
 

Tombstone

Flashaholic**
27 November 2016
2.888
2.350
113
nahe Würzburg
Komisch, daß noch keiner mit Darwin gekommen ist.

Nix Darwin - ich komme lieber mit Hägar dem Schrecklichen. Von Sven Glückspilz während des Schärfens seines Schwertes über seine Sicht des Lebens angesprochen, antwortete er:

- Weisst Du, Sven, auf der Welt gibt es Wohlhabende, und es gibt Habenichtse".

- "Und was bist Du?"

- "Ich? Ich bin ein Ranschaffer..."

Mit dem Wahlspruch hat's bisher bei mir immer gut geklappt...

@LED : und warum bist Du nicht geblieben? Ich frag das ganz im Ernst - ich war ein paar Jahre in Italien und bin geschäftlich viel in der Welt unterwegs. Aber aus Deutschland würde mich keiner rausbringen...
 
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Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
2.176
2.386
113
Ojen / Spanien
Was habt ihr gegen das Ausland. Ich lebe bereits 15 Jahre freiwillig dort, und bereue es nicht. Gerade hatte ich Urlaub in Deutschland gemacht, und bin froh wieder zu Hause zu sein.

Als Angestellter hat man natürlich in Deutschland ein bedeutend höheres Gehalt. Was nützt mir das aber, wenn mir ein Großteil davon wieder abgenommen wird. Diese höheren Löhne, müssen auch noch teuer erkauft werden. Kontinuierlich steigender Stress, Angst vor Arbeitsplatzverlust, unbezahlte Mehrarbeit usw. Klar es gibt auch Leute die haben ihren Traumjob gefunden, da macht Stress unter Umständen sogar Spaß. Aber bei wieviel % der Bevölkerung ist das so?

Die sozialen Zwänge tun ein übriges dazu. Wer kein großes Auto, Markenklamotten, Urlaub in exotischen Ländern usw. hat/macht, wird doch schon fast ausgegrenzt. Das andere Extrem ist, hat man erfolgt und gönnt sich was, wird man von Neidern belauert.
Das schlimme ist, man kann sich davon kaum distanzieren. Man muss praktisch, mehr oder weniger mitmachen, wenn man nicht untergehen will.

Ich hatte beschlossen Deutschland den Rücken zu kehren, als meine Kinder in die Schule kamen. Ich stellte schnell fest, dass Individualität nicht erwünscht wird. Jedes Kind muss funktionieren (am besten sind alle gleich, das ist auch sehr praktisch für das Konsumverhalten). Die Vorgaben im Lehrplan müssen auf Teufel komm raus erfüllt werden. Das größte Problem das ich sah, war der Gruppenzwang der in der Schule herrscht. Da werden Individualisten schnell zu Außenseiter. Oder sie passen sich an. Wenn nicht, ist Mobbing an der Tagesordnung. Dies wollte ich meinen Kindern nicht antuen.

Natürlich ist im Ausland auch nicht alles Gold was glänzt. Es kann schon wie ein Sprung ins kalte Wasser sein.
Mit einer guten Ausbildung und Fachwissen, kann man aber als Selbständiger, oft im Ausland sehr gut über die Runden kommen. Die Vorteile der handwerklich hervorragenden Berufsausbildungen in Deutschland macht sich bezahlt. Darin ist Deutschland meiner Meinung nach einfach unschlagbar gut.
In den wenigsten Ländern gibt es ein Ausbildungssystem wie in Deutschland. Wenn es keine sehr guten spezialisierten Handwerker / Techniker / Facharbeiter gibt, nützten auch sehr gut ausgebildete Akademiker nichts. Da Selbständigkeit eher der Normalfall ist, und die Bürokratie überschaubarer als in Deutschland ist, gibt es auch entsprechend viele kleine Firmen, und der Sprung in die Selbständigkeit fällt einem viel leichter.

Natürlich muss man sich als Ausländer an die Gegebenheiten in einem fremden Land anpassen. Da ist Überheblichkeit und lehrmeisterhaftes Verhalten fehl am Platz. Wer sich nicht anpassen kann, und tolerant ist, wird keinen Erfolg haben. Genau das was wir von Ausländern in Deutschland erwarten, wird, wenn man selbst Ausländer ist, schnell vergessen. Ich habe in dieser Beziehung schon extrem überhebliche und peinliche Deutsche erlebt.

Auf jeden Fall ist ein Auslandsaufenthalt für viele mit Sicherheit eine bereichernde Erfahrung. Nur wer 4 Jahre im Ausland lebt, kommt mit Sicherheit nicht mehr zurück.

Gruß

Uwe
 

Aladin

Flashaholic**
8 März 2016
1.583
1.492
113
Chersonesus Cimbrica
Deutschland von 33-45....würde ich nicht als "Kapitalismus" einstufen.

Ich schon. Kapitalismus ist nichts anderes, als die wirtschaftliche Ordnung der bürgerlichen Gesellschaft. Die dafür maßgeblichen Eigentumsverhältnisse waren zwischen 1933 und 1945 keine grundsätzlich anderen, als in der Zeit davor (und westlich der Elbe auch danach). Die Zustände von 33 bis 45 waren nur eine Reaktion auf die ab den 1920er Jahren rapide zunehmende Krise eben jener bürgerlichen Gesellschaftsform.

Der Soziologe Max Horkheimer hat das denkwürdig zusammengefasst: „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“.
 

Profi58

Flashaholic**
29 Mai 2011
3.378
1.681
113
Erzgebirge
Leute, kauft Aktien. Die Dividende ist der neue Zins.
Nur daß Aktien auch einbrechen können.
Wie heißt es so schön? "Geld ist nicht alles. Man braucht auch Aktien, Immobilien und Edelmetalle!"
Sobald es daher in die eigene Lebensplanung paßt, sollte man sich die "eigenen vier Wände" zulegen. Klar, das paßt nicht bei jedem, unabhängig davon, ob er es sich leisten kann oder nicht.

Richtungen. Forschen in nur eine, staatlich verordnete, meist vernichtende Richtung, hat allerdings nicht originär was mit Kapitalismus zu tun.
Originär nicht, aber es kommt immer häufiger vor. Und wenn "Gender-Forschung" hoch angesehen ist und gefördert wird, Gen-Forschung aber bei den gleichen Leuten als Obszönität gilt, läuft aus meiner Sicht etwas gehörig schief.

Die sozialen Zwänge tun ein übriges dazu. Wer kein großes Auto, Markenklamotten, Urlaub in exotischen Ländern usw. hat/macht, wird doch schon fast ausgegrenzt. Das andere Extrem ist, hat man erfolgt und gönnt sich was, wird man von Neidern belauert.
Kommt vielleicht auch auf den Wohnort an. Hier im ländlichen Osten spielt das keine große Rolle. Da ist es wichtiger, einen freundlichen Umgang mit seinen Nachbarn zu pflegen.
 
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Lux Transfer

Flashaholic**
2 Februar 2017
1.749
3.993
113
Berlin (noch)
( ..... ) Die Vorteile der handwerklich hervorragenden Berufsausbildungen in Deutschland machen sich bezahlt. Darin ist Deutschland meiner Meinung nach einfach unschlagbar gut.
In den wenigsten Ländern gibt es ein Ausbildungssystem wie in Deutschland. Gruß Uwe

Guten Abend nach Spanien Uwe, Germany is calling:

Gilt obiges, die von Dir benannte unschlagbar gute handwerkliche Ausbildung, in Deutschland denn noch immer, oder nur im Auslandsvergleich?

Richard Wagner (1813 - 1883) feierte mit seiner deutschen Oper "die Meistersinger" das deutsche Zunft- und Meisterwesen, und als ich vor gefühlt etwa einem Jahrzehnt (?) zur Kenntnis nehmen musste, dass in sehr vielen Professionen der Meistertitel entbehrlich wurde, war ich einigermaßen entsetzt, weil ich dachte, "jetzt gehen wir vor die Hunde".

Noch heute halte ich diese Abschaffung für einen der zahlreichen Sargnägel Deutschlands, schossen doch fragwürdige Betriebe wie Pilze aus dem Boden, geführt von teils erbärmlich Sachunkundigen, nicht selten betrügerisch, ehrlos, peinlich.
Wirklich gute, auch noch zuverlässige Handwerker zu finden, ist m.E. hierzulande schwerer geworden, in Berlin finde ich es besonders schwer.

Grüsse - Lux :)
 
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Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
2.176
2.386
113
Ojen / Spanien
Hallo Lux,

ich gebe Dir Recht. Die quasi Abschaffung des Meistertitels im Handwerk sehe ich auch als mehr als problematisch an.

In Spanien gibt es Meistertitel überhaupt nicht. Standard sind hier kleine Firmen, die ohne langjährige Berufsausbildung, z.B. Gas- Wasser- Elektro und Klimaanlagen Installationen anbieten. Manche Firmen müssen in verschiedenen Bereichen, wenn sie offizielle Dokumente ausstellen wollen (z.B. Bestätigung über die ordnungsgemäße Elektroinstallation bei einem Neubau), eingeschrieben/zertifiziert sein.
Jedoch gibt es seit kurzem erste Ausbildungskonzepte, die mit deutschen Lehrberufen vergleichbar sind.
Viele Spanier klagen auch über sehr schlechte Bauausführungen. Daher sind qualitativ gut arbeitende Firmen immer mehr gefragt.
Da in Spanien, genauso wie in Deutschland, fast alle jugendliche nur noch studieren wollen, wächst der Überhang an Akademikern. Die schlechte handwerkliche Berufsausbildung tut ein übriges dazu. Die meisten Handwerker sind nur angelernte Hilfskräfte. (Die jedoch mit der Zeit meist erstaunliche Fertigkeiten, je nach Interesse und Talent, an den Tag legen).

Ich kann auch nicht verstehen, warum in der EU, viele Standards immer an den kleinst möglichen Level angepasst werden. Daher kommt wohl auch die Freizügigkeit eine Handwerksfirma ohne Meistertitel zu eröffnen. Einerseits werden die idiotischsten Dinge EU weit geregelt, anderseits sind essentielle Vorschriften sehr oft Ländersache.

Ein Beispiel sieht man ganz aktuell, an dem grausamen Hochhausbrand in London. In Deutschland dürfen Häuser mit mehr als 22m Höhe überhaupt nicht mit brennbarem Material verkleidet werden. Für niedrigere Häuser gibt es seit 2016 auch verschärfte Vorschriften.
Ein zweites Beispiel: In der spanischen theoretischen PKW Führerscheinprüfung, gibt es keine Vorfahrtsfragen.
Praktisch sieht das dann so aus: Wenn kein die Vorfahrt regelndes Schild steht, gilt zwar offiziell rechts vor links, jedoch fährt der, der auf der größeren Straße fährt, zu erst. Es wird auch viel mehr aufgepasst, und meist beharrt auf sein Recht (wenn auch viel geschimpft wird). Andere Länder, andere Sitten.

Solche Dinge sollten jedoch meiner Meinung nach EU weit klar geregelt werden.

Es ist jedoch für mich mehr als fraglich, ob dies überhaupt gewollt wird. So läuft das halt in Turbo - kapitalistischen Wirtschaftssystemen. Jeder Konkurrent ist mein Gegner. Ob das Firmen oder Länder sind, spielt keine Rolle. Solidarität mit anderen nur dann, wenn es mir auch Vorteile bringt.

Die soziale Marktwirtschaft wurde ja abgeschafft.

Viele Grüße

Uwe
 
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Aladin

Flashaholic**
8 März 2016
1.583
1.492
113
Chersonesus Cimbrica
Ich kann auch nicht verstehen, warum in der EU, viele Standards immer an den kleinst möglichen Level angepasst werden.

Die Entwicklung im Hochschulbereich ist durch die als "Bologna-Prozess" bezeichnete Reform nicht anders: Das Diplom wurde im Zuge der Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums zugunsten des Bachelor-Master-Systems abgeschafft. Damit sollte Hochschulbildung nach englisch-amerikanischem Vorbild vergleichbar und kompatibel werden, die Mobilität der Studenten sollte erhöht, die Studienzeiten verkürzt und die Studienabbrecherquote gesenkt werden. Nichts davon ist tatsächlich eingetreten.

Früher wurde ein an der Hochschule entwickelter Diplom- oder Magisterstudiengang nach akademischen Kriterien über die Kultusministerien genehmigt. Heute brauchen Bachelor-/Masterstudiengänge eine "Akkreditierung" von privaten Agenturen, bei denen man sich fragt, welche Qualifizierung diese mitbringen, um ein solches "Gütesiegel" zu vergeben und nach welchen Kriterien dieses vergeben wird. Die Akkreditierung ist außerdem teuer - öffentliches Geld, das in private Taschen fließt und letztlich im Hochschulbetrieb fehlt.

Die frühere (und durchaus sinnvolle) Unterscheidbarkeit zwischen FH (praxisorientiert) und Uni (wissenschaftsorientiert) geht so langsam verloren, da beide Hochschulformen sowohl Bachelor als auch Master anbieten. Inzwischen gibt es erste FH´s mit Promotionsrecht.

Vor Bologna berechtigte das Abitur (abhängig von der Abiturnote) für den Zugang zu einen grundständigen Studiengang. Heute dürften die Hochschulen die Studenten nach selbstgewählten Parametern frei auswählen, ein gutes Abi allein reicht oft nicht mehr. Das führt (neben den bekannten Ursachen aus einer verfehlten schulischen Bildungspolitik) zur weiteren Entwertung des Abiturs. Hat der Studierende dann den Bachelorabschluss erreicht, so ist dieser ein bereits nach 3 Jahren vergebener akademischer Grad, der der berufsqualifizierende Regelabschluss eines Studiums sein sollte. Das kann er jedoch in vielen Studiengängen gar nicht sein - z. B. aufgrund des auch hier unverzichtbaren und zeitaufwendigen Grundlagenstudiums, des verschulten Charakters der Ausbildung, der stark eingedampften Zeit für Praktika und der abgespeckten Abschlussarbeit (die sich beim Bachelor qualitativ überhaupt nicht mit der früher in der Regel tatsächlich berufsqualifizierenden Diplomarbeit vergleichen lässt). Man fragt sich gelegentlich, warum den Leuten das Bachelor-Zeugnis nicht gleich mit dem Abitur aushändigt wird und wofür sich die Bachelor-Absolventen überhaupt einsetzen lassen. Manche nennen den Bachelor deshalb auch den "zertifizierten Studienabbruch".

In der Theorie sollten die besten Bachelor-Studenten anschließend den Masterabschluss erwerben. Abhängig von Studiengang ist es in der Praxis nicht selten so, dass diese in "Fachkräftemangel"-Branchen gleich und ohne Master in die Wirtschaft gehen und dann dort eine betriebliche (und finanziell attraktivere) Trainee-Ausbildung oder einen berufsbegleitenden Kurs draufsetzen. Für den höherwertigen und wissenschaftlich qualifizierenden Master bleiben dann fatalerweise auch die an der Uni, die aufgrund ihrer mangelhaften Fähigkeiten und schlechteren Bachelor-Noten keinen Zugang zur Wirtschaft finden. Und wer für den Master an der Uni bleibt, studiert nicht nur nicht besser, sondern häufig auch noch länger, als er es mit dem früheren Diplom getan hätte.

Diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Master of Desaster: Deutschland hat damals sein zwar nicht perfektes, aber über Jahrzehnte gewachsenes und auch international anerkanntes Hochschulsystem zugunsten einer zweifelhaften amerikanisierten Schmalspurausbildung ohne akademische Tiefe weggeschmissen.
 
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Lux Transfer

Flashaholic**
2 Februar 2017
1.749
3.993
113
Berlin (noch)
Guten Morgen @Uwe-D,

herzlichen Dank für die Aus- und Einblicke, wenn, wie @Boverm ausführt, der Markt die Kraft haben sollte, die Nachfrage auf Qualitätsbetriebe zu ziehen, würde mich das sehr freuen, fürchte jedoch, dass in Armenhäusern wie Berlin, die zudem auch noch viel Laufkundschaft haben (Rucksack-Tourismus), die Laienbetriebe ihre Bleibe gefunden haben.
Danke auch an @Aladin mit Zustimmung!

Herzliche Grüsse - Lux :)
 
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Tombstone

Flashaholic**
27 November 2016
2.888
2.350
113
nahe Würzburg
ich gebe Dir Recht. Die quasi Abschaffung des Meistertitels im Handwerk sehe ich auch als mehr als problematisch an.

Da sind die meisten Bereiche doch selber schuld - wenn ich mir ansehe, dass ein Jungfriseur quasi direkt nach seiner Ausbildung nahtlos in die Meisterschule übergeht, dann stellt sich mir die Frage, wofür das gut sein soll.

Und gekaufte Meister gab es schon früher... genauso wie Gesellen, die besser als jeder Meister waren...
 
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LED

Flashaholic**
19 März 2011
3.346
1.830
113
Das Abitur ist aber auch nicht mehr das Gleiche, wie vor 20 Jahren. Die Tochter von bekannten hat Abitur, ich frage mich allerdings, wie sie das geschafft hat. Tiefgreifendere Gespräche kann man mit Ihr nicht führen. Und auch bei Mathe Nachhilfe konnte man nicht wirklich auf Hintergrundwissen zurück greifen. Bei Dreisatz ist man schon an die Grenzen gestoßen:(
 

Lux Transfer

Flashaholic**
2 Februar 2017
1.749
3.993
113
Berlin (noch)
Das Abitur ist aber auch nicht mehr das Gleiche, wie vor 20 Jahren. Die Tochter von bekannten hat Abitur, ich frage mich allerdings, wie sie das geschafft hat. Tiefgreifendere Gespräche kann man mit Ihr nicht führen ( ... ) :(

Hallo LED, ich hatte schon vor über 30 Jahren das Gefühl, mein Abi geschenkt zu bekommen im Vergleich mit den Ansprüchen zuvor, konnte man doch missliebige Fächer halbwegs abwählen. Seither sanken die Ansprüche weiter und heute ist wohl maßgeblich, an welcher Schule und in welchem Bundesland man sein Abitur erwirbt, m.W. laufen in Bayern Bestrebungen, das Berliner Abi nicht mehr anzuerkennen, werden aber medial unter dem Deckel gehalten.
Grüsse - Lux :alk:
 
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danny18650

Flashaholic**
4 August 2016
1.081
395
83
Bei aliexpress über den Liitokala Direct Store, die versenden mit der türkischen Post , aber was hilft es, wenn der Zoll sie vernichtet.....
 
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Uwe-D

Flashaholic**
19 Dezember 2015
2.176
2.386
113
Ojen / Spanien
Das Problem ist, dass die Deutschen alles mit sich machen lassen. Frei nach dem Motto: "ich kann sowieso nichts ändern". Lieber immer wieder die gleichen Parteien wählen. Das Risiko dass sich etwas ändert (es könnte ja schlechter werden), will fast niemand eingehen.
 
5 Januar 2017
0
-35
0
Das Problem ist, dass die Deutschen alles mit sich machen lassen. Frei nach dem Motto: "ich kann sowieso nichts ändern". Lieber immer wieder die gleichen Parteien wählen. Das Risiko dass sich etwas ändert (es könnte ja schlechter werden), will fast niemand eingehen.

Ich nicht!

Die sog. Deutschen (Darf man das überhaupt noch schreiben oder ist das auch schon nicht mehr PC, nachdem Frau Özuguz [sorry, falls ich den Namen nicht korrekt geschrieben haben sollte] den sog. Deutschen den Anspruch auf eine eigene Kultur aberkannt hat?) brauchen halt bissl länger.
Und sogar die grün verblödeten, nicht mehr so ganz blutjungen Mütter aus dem Schwabenland (zumeist mit bestens etablierter, kapitalstarker Herkunft), die sich im Prenz'lberg niedergelassen haben, werden spätestens dann aufwachen, wenn ihr - zur Zeit noch im Kinderwagen sitzender Fratz namens Ives-Bellamie-Elvis - in eine Schulklasse mit bis dahin vermutlich mehr als 95% Nichtdeutschen kommen wird, wenn er täglich abgezogen und verdroschen werden wird.
Oder wenn sie vor Gericht stehen werden, weil sie keine 300€-Geldstrafe bezahlen wollen, nur weil ihr Bengel kein Interesse daran hatte, im Geographieunterricht eine Moschee zu besuchen und möglicherweise aus Gründen der (noch) per Grundgesetz garantierten Meinungs- und Glaubensfreiheit diesen Besuch verweigert hat.

Wir brauchen vermutlich immer erst konkrete Ereignisse im persönlichen, familiären und im nahen Freundeskreis, bis wir mal den Ars** aus unserer Lethargie hoch bringen.

So, lasst uns mal wieder über Taschenlampen schreiben. Ich hab hier einen für Flashies durchaus interessanten, aktuellen Link zum Thema Stromversorgung. Vermutlich ist diese grosse Drogeriekette gerade dabei, die in einem anderen Thread erwähnten 66 Hz Wechselstrombatterien in den Markt zu pushen... :thumbsup:

http://www.bz-berlin.de/berlin/umland/mahlow-batterien-explodieren-in-drogerie-17-verletzte
 

Gee85

Flashaholic*
1 November 2016
458
242
43
Olight überarbeitet ja die, ich sage jetzt einmal "Hauptseite", irgendwie finde ich die Seite Klasse, da kann ich minutenlang herumspielen :D
(bewegt mal die Maus auf der Seite und klickt dort etwas herum :Todlachsmiley:)

Wenn die neue Seite dann ähnlich aufgebaut ist gibts von mir ein dickes :thumbsup:

https://olightworld.com/

Das fühlt sich an wie ein Premium-Smartphone-Simulator. Bei jedem Click/Update wird die Animation/das Handy-OS hübscher und gleichzeitig ein klein wenig langsamer :D
 
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Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
15.912
9.536
113
Bremen
Das fühlt sich an wie ein Premium-Smartphone-Simulator. Bei jedem Click/Update wird die Animation/das Handy-OS hübscher und gleichzeitig ein klein wenig langsamer :D
Ja, das ganze wird performant wie ein angeschossener Pottwal im Nadelwald, wenn man da zu oft klickt. :D
Und das Ergebnis ist ein fetter weißer Donut mit ca. 0,5 FPS.
 
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Lux Transfer

Flashaholic**
2 Februar 2017
1.749
3.993
113
Berlin (noch)
Heute ärgert mich erneut, dass die Deutschen mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen als fast jedes andere Volk der Welt, und so erbärmlich wenig dafür bekommen.
Bspw. bezahlen sie sämtliche Straßen und Autobahnen jährlich 6 x (KFZ-Steuer, Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer auch auf die Steuern), bekommen sie aber (Substanzverzehr) verdammt knapp nur 1 x pro Jahr und sollen sie jetzt auch nochmal mieten (Maut), also ein 7. Mal pro Jahr bezahlen.

Womit mal wieder (wie schon bei Riester & Rürup) lukrative Anlagemöglichkeiten für Großanleger geschaffen werden, die diese verzweifelt für ihre Unmenge wertlosen Draghi-Papiergeldes suchen, überdies natürlich der Fiskus gemästet wird.
Während Politik und ihre Presse abwechselnd von "sprudelnden Steuerquellen" und unaufhörlichem Wachstum des Wachstums wie des Erfolges schwadronieren oder von "Zeiten knapper Kassen", so wie sie es gerade benötigen, Soma unter das Volk zu mischen.

Die sogenannte "Qualitätspresse" (ob das ein Gegenentwurf zur Lügenpresse ist?) dazu:

https://www.welt.de/debatte/komment...en-sind-Weltklasse-im-Buerger-Schroepfen.html

Grüsse - Lux :S
 

9x6

Flashaholic**
2 Dezember 2012
3.860
1.633
113
Berlin
Heute ärgert mich erneut, dass die Deutschen mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen als fast jedes andere Volk der Welt, und so erbärmlich wenig dafür bekommen.

Mein Problem ist, dass ich Dir in der Sache sehr häufig recht gebe, so auch hier, ich aber dieses Forum auch hier in der Kantine für diese allg. politischen Diskussionen für ungeeignet halte.

Hier möchte ich mich erholen und nicht laufend mit den großen Problemen der Welt konfrontiert werden.

Gruß Jörg
 
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Banane

Flashaholic**
3 August 2016
1.729
1.310
113
Stuttgart
Heute ärgert mich erneut, dass die Deutschen mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen als fast jedes andere Volk der Welt, und so erbärmlich wenig dafür bekommen.
...langsam fühle ich mich auch schlecht - vielleicht sollte ich auswandern? Argentinien soll ja schön sein, und da habe ich bestimmt weniger Abgabenlast :hinter:

Aber im Ernst: Dass Staats- (=Unser) Eigentum privatisiert wird, finde ich auch reichlich daneben! Und das der Niedriglohnsektor immer weiter ausgebaut wird, halte ich für problematisch! Ich selbst würde auf einen Teil meines Gehalts verzichten, wenn dafür Geringverdiener mehr bekommen würden!

Aber bzgl. der Steuerlast: Ob es sich jetzt Mineralölsteuer, Kfz-Steuer, Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer oder sonstwie nennt, das spielt ja nun wirklich keine große Rolle. Der Staat benötigt Geld, und wo soll es denn auch herkommen, wenn nicht von uns? Der Staat selbst ist ja nicht produktiv! Und ob ich jetzt viel verdiene und eine hohe Abgabenlast habe oder ob es wenig ist bei geringen Abgaben, das ist ja am Ende Jacke wie Hose! Das ist nur eine Zahl, der durch eine vorherrschende Situation ein Wert zugeordnet wird. Dieser Wert kann sich auch mal schnell ändern...

Fest steht allerdings, daß es auch den armen Deutschen an nichts lebenswichtigem mangelt (OK, ein paar fallen leider auch hierzulande durchs Raster, aber das gibt (gab) es selbst im Sozialismus!

Übrigens, ich finde so manche Ansätze im Marxismus (bzw. dem Wissenschaftlichen Sozialismus) nicht verkehrt, mit einem Schönheitsfehler: Der Mensch funktioniert halt anders! Wer mehr leistet, möchte dafür eben belohnt werden, und Geld hat sich als Belohnungssystem eben bewährt. Das kann man jetzt gut finden oder nicht, es ist halt so.
Eine Gemeinschaft, in der jeder sein mögliches zum Wohl eben dieser Gemeinschaft beiträgt, funktioniert maximal im Kleinen (-> Familie), und da auch nur darum, weil jeder gegenüber jedem Rechenschaft ablegen muss, wenn er z.B. faul ist...
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.949
9.808
113
Hannover
Übrigens, ich finde so manche Ansätze im Marxismus (bzw. dem Wissenschaftlichen Sozialismus) nicht verkehrt, mit einem Schönheitsfehler: Der Mensch funktioniert halt anders! Wer mehr leistet, möchte dafür eben belohnt werden, und Geld hat sich als Belohnungssystem eben bewährt. Das kann man jetzt gut finden oder nicht, es ist halt so.
Eine Gemeinschaft, in der jeder sein mögliches zum Wohl eben dieser Gemeinschaft beiträgt, funktioniert maximal im Kleinen (-> Familie), und da auch nur darum, weil jeder gegenüber jedem Rechenschaft ablegen muss, wenn er z.B. faul ist...
:thumbup: :thumbup: :thumbup:
Der Aussage kann ich mich zu 100% anschließen.

Gruß
Carsten
 

casi290665

Flashaholic***²
31 Mai 2016
12.949
9.808
113
Hannover
Womit mal wieder (wie schon bei Riester & Rürup) lukrative Anlagemöglichkeiten für Großanleger geschaffen werden, die diese verzweifelt für ihre Unmenge wertlosen Draghi-Papiergeldes suchen, überdies natürlich der Fiskus gemästet wird.
Während Politik und ihre Presse abwechselnd von "sprudelnden Steuerquellen" und unaufhörlichem Wachstum des Wachstums wie des Erfolges schwadronieren oder von "Zeiten knapper Kassen", so wie sie es gerade benötigen, Soma unter das Volk zu mischen.
Hallo Lux,
stimme Dir, was die Steuern für Straßen etc. angeht, absolut zu !
Ich verstehe nur nicht so ganz, was Du mit "Anlagemöglichkeit für Großanleger bei Riester und Rürup" meinst?

Gruß
Carsten