Dropin selbst gemacht

fleibaka

Flashaholic*
16 Januar 2013
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Hallo liebe Gemeinde,

trotz Suche konnte ich keinen Beitrag finden, der sich mit dem Zusammenbau eines Dropins aus Einzelkomponenten auseinander setzt.

Vielleicht ist es mir hiermit möglich, Ängste diesbezüglich abzubauen.

Was wird für ein P60 Dropin benötigt:

1. LED - hier ist es eine XML-U2 1A - 16mm
2. Treiber - hier 8*7135 2,8A - 17mm
3. Dropin Modul - passend zur LED - 26,5 x 21,5mm oder 26,5 x 22mm
4. Wärmeleitkleber - hier Wärmeleitpaste Bei Wärme wird diese jedoch weich !
5. Lötkolben mit kleiner Lötspitze
6. Lötzinn
7. Licht, ohne Ende - hier leider ohne wirkliche Beleuchtung
8. Leuchte mit Lupenfunktion - hier leider ohne

Das nächste mal mit viel Licht und Lupe, na ja, wenn man es eilig hat :D

Womit habe ich angefangen:

Auf die Rückseite der LED, oder besser dessen Board, habe ich dünn Wärmeleitpaste aufgetragen.
Im Anschluß habe ich die LED in die Pill eingesetzt und angedrückt. Natürlich sollte man nicht auf der LED selbst rumdrücken :S
Man sollte darauf achten, daß die Kabeldurchführungen frei bleiben.
Auf dem Bild ist die Wärmeleitpaste gut zu erkennen. Hat man es übertrieben, sollte der Überschuß entfernt werden.

Hier die Pill mit LED und Paste, hier sollte Wärmeleitkleber genommen werden, wenn man unsicher ist. Die LED verdreht sich mit Wärmeleitpaste evtl. beim Anziehen des Reflektors :( Darauf muß man ohne Kleber achten.
Aufgrund von Ausdünstung, wird aber auch die Paste irgenwann deutlich fester.
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Dann habe ich auf die beiden Kontakte etwas Lötzinn aufgetragen, dann braucht man später nur noch die Kabel in der richtigen Position anzulöten.
Man "taucht" dann quasi die Kabel in das vorhandenen Lötzinn.

Nun kann man die Kabel, die an diesem Board bereits dran sind, von hinten durchführen.
Rot zu +Plus, schwarz zu -Minus.
Mit einer kleinen Spitzzange winkelt man nun das Kabel im 90° Winkel ab, daß es möglichst flach zu den Lötpunkten führt.
Dann verlöten...

hier sind die Kabel an die LED gelötet
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Nun kann man erstmalig den Reflektor aufschrauben, ein möglichst gammeliger oder beschädigter bietet sich an. Wer will schon den neuen Reflektor zweckentfremden :D
Dieses dient dem Schutz der LED, Isotationsscheibe zwischen LED und Reflektor nicht vergessen !!!

Stellt man den Reflektor nun hin, kann man von hinten den Treiber in die Pill setzen.
In diesem Fall ist das eine Presspassung. Auch ohne das Board mit Lötzinn zu fixieren, sitzt das bombenfest. Richtig schön also.
Ich hatte natürlich keinen gammeligen oder beschädigten Reflektor

Board in die Pill gepresst, zerstörungsfrei geht die nie wieder raus.
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Ist das Board an seiner Stelle, muß nur noch entschieden werden, welche Modi das Dropin haben soll. Dieses Board hat außerdem Memory.
Dafür muß einer der Sterne mit Masse verbunden werden.

von links nach rechts betrachtet, wenn die Sterne unten sind.

Stern eins ist ab Werk verbunden. Diese Verbindung muß nicht unterbrochen werden, man kann es aber tun! (hat aber wohl keine Funktion, siehe 2 Beiträge später)
Wer Geblinke haben will, muß keinen Stern verbinden.

Stern 1 : low (5%) - med (30%) - high (100%) - strobe - sos (ab Werk verbunden, oder zumindest wird so getan :D)
Stern 2 : low (5%) - high (100%) - strobe
Stern 3 : low (5%) - med (30%) - high (100%)
Stern 4 : low (5%) - high (100%)

Ich habe mich für Stern 3 entschieden, ohne nerviges Geblinke

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Sowohl die Modi, die Schaltreihenfolge, als auch die Möglichkeiten können je nach Hersteller abweichen.
Diese Funktionen gelten also speziell für dieses Board.

Stern 3 wurde nun mit der Masse verbunden. Beim nächsten mal würde ich dafür einen dünnen Draht nehmen, die Lötverbindung wird dann einfach schöner.
Wie gesagt... beim nächsten mal.

Als nächstes kann bzw. sollte man die Masse des Boards noch mit der Pill verbinden.
Auf dem Bild ist erkennbar, daß das nicht wirklich geklappt hat, war für mich aber auch erst auf dem Foto erkennbar.
Inzwischen habe ich diesen Mißstand korrigiert, aber kein weiteres Bild gemacht. Die 2,8 A ließen sich dennoch an der Tailcap messen.

Zum Abschluß müssen nur noch die große Feder und der Reflektor montiert werden. Die Isolierscheibe nicht vergessen !
Der Zeitbedarf ist mit 15 Minuten schon recht großzügig veranschlagt.


Hier noch einmal das Board, damit man erkennt, warum Lupe absolut zu empfehlen ist, das ist so mickrig, siehe Daumennagel :D
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das Dropin Modul
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So, und nun seit nachsichtig, das ist auch das erste Dropin, was ich selbst gebaut habe. Auch dauert die Erstellung der Dokumentation 10 mal länger, als ein Dropin zu komplettieren.

Viel Erfolg

Gruß


fleibaka


PS. verschiedene Änderungen sind aufgrund nachfolgender Beiträge in diese Erklärung eingeflossen.
 

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DrJones

Flashaholic*
16 Februar 2012
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Stern 1 ist übrigens eine Attrappe ohne jegliche Funktion; er ist nicht mit dem Mikrocontroller verbunden (und auch sonst mit nichts außer Masse).
 
  • Danke
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Tekas

Flashaholic**
23 November 2011
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Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum kommt Wärmeleitpaste zum Einsatz? Die LED wird doch normalerweise geklebt.
 

wertzius

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4 September 2012
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AW: Dropin selbst gemacht

Wärmeleitpaste leitet Wärme besser als Wärmeleitkleber und angepresst wird der Star durch den Reflektor. Und man kann leichter umbauen.
Verzichte wenn es geht auch immer auf Kleber.
 

fleibaka

Flashaholic*
16 Januar 2013
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Hallo,

Arctic Silver Wärmeleitkleber, ohne Beimengung von Wärmeleitpaste ergibt das eine dauerfeste Verbindung. (nicht mehr lösbar).

Mein bestellter Kleber ist unterwegs, evtl. ändere ich das noch.

Gruß

fleibaka
 
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wertzius

Flashaholic**
4 September 2012
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Neubrandenburg
Arctic Silver lässt sich durch einfrieren entfernen, auch wenn man ihn "pur" benutzt. Dann bröselt er weg wenn man etwas Einsatz zeigt.

Wenn man sie unterbekommt hilft auch Zahnseide, mit der man sich "durchsägt".

Falls mal jemand etwas losmachen möchte :thumbsup:
 

Basti

Flashaholic**
9 Oktober 2011
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welche Wärmeleitpaste verbindet nun am effektivsten die LED-Platine mit der Pill?
Ich dachte immer Artic Silver sei das Nonplusultra?! :confused:

Die Wärmeleitpaste ist in unserem Anwendungsfall völlig überbewertet so lange die Auflageflächen wirlich plan sind. Bei Billigtalas kommt es öffter mal vor das die Auflageflächen der LED einen kleinen Bubs in der Mitte haben der vom Drehen übrig geblieben ist. Was ich auch schon hatte ist das die Fläche ballig ist weil es schnell gehen musste oder die Arbeitsreinfolge in zusammenhang mit viel zu dünner Wandstärke nicht eingehalten wurde. In dem Fall hilft wirkich nur Wärmeleitkleber.
Ich habe Versuche mit und ohne Wärmeleitpaste auf einem planem Drehteil und festgeschraubter LED Platine gemacht. Ich konnte keinen Temperaturunterschied auf der LED Platine messen, weder ohne Wärmeleitpaste, mit normaler oder mit Arctic Silver. Die Messungen erfolgten mit einer XML bis 6,5A, udn Messfühler PT100 direkt auf der CU Platine.
Deshalb mein Favorit festschrauben wenn es geht.
 

hille56

Flashaholic**
6 Dezember 2011
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Magdeburger Börde
Schöne Anleitung hast du zusammengestellt! :thumbup:
Habe in letzter Zeit auch die Drop-Ins für mich entdeckt und die vielfältigen Möglichkeiten die man damit hat.
Eine Sache stört mich bei den günstigen Drop-Ins jedoch immer und das ist der dünne Boden der Pill.
Deshalb bin ich gerade auf der Suche nach einer Möglichkeit diese aus Kupfer oder Messing mit deutlich massiveren Wandstärken neu anzufertigen.

Mal schauen ob es klappt. :confused:

Gibt es denn abgesehen von den üblichen Drop-In Bausätzen wertigere Alternativen?

Gruß Mario
 

Simon

Flashaholic**
25 Dezember 2011
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Karlsruhe
Nicht wirklich. Allerdings ist der dünne Boden nur bedingt ein Problem, wenn man den Wärmetransport nach aussen gut hinbekommt. Verwendet man eine herkömmliche Platine, ist das Problem gleich noch geringer.. Placebomäßig kann man die Pill natürlich mit Kupferkabelstücken und Lötzinn oder Zinn (Zinnsoldaten) füllen.
 

Hildesheim

Flashaholic
3 Juli 2012
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Im Bau von PCs habe ich seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit der Zalman Wärmeleitpaste ZM-STG1 gemacht (Temperaturen lagen durchaus 1-2° unter bzw. auf dem Niveau der Arctic-Pasten). Diese lässt sich mit einem Pinsel wie Nagellack auftragen und zwar auf anhieb extrem dünn und gleichmäßig auf der DIE. Aufgabe der Paste ist es ja nicht ein Wärmeleitpolster (wie bei den relativ unsinnigen Pads) aufzutragen, sondern die minimalen Unregelmäßigkeiten in den beiden Oberflächen auszugleichen und damit eine gleichmäßige Wärmeübertragung zu ermöglichen (setzt ein ordentliches Finish voraus). Hat hier irgendwer die Paste i.V.m. LEDs ausprobiert?
 

fleibaka

Flashaholic*
16 Januar 2013
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Hallo,

die genannte Paste kenne ich nicht, bin aber auch inzwischen auf Wärmeleitkleber umgestiegen. Dann muß man nicht mehr aufpassen, daß sich die LED evtl. verdreht, wenn man den Reflektor festzieht.

Bewährt hat sich speziell die Arctic Allumina. Bei längerem Betrieb der LED wird der Kleber etwas weich, sodaß sich die LED auch später noch einmal korrigieren läßt

Gruß

fleibaka