Altes Laptop Akkupack

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
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Amsterdam
So, weil ich immer sehr neugierig bin und mittlerweile ein bisschen Erfahrung mit Li-Ion Zellen habe ich mal ein altes Laptop-Akkupack aus einander genommen.

Drinnen waren 6 Stück Samsung ICR Zellen. Das Akkupack gehörte einen ASUS Laptop der etwa 7 Jahre alt war.

Das Laptap hat nicht eingeschaltet, somit habe ich befürchtet das die Zellen tot waren. Raus genommen und gemessen: alle hatten zwischen 2.35 und 2.40 Volt. Recht niedrig, aber nicht tot.

Dann habe ich die Zellen für etwa zehn Minuten sanft geladen (mit vier stück im i4, also etwa 340 mA pro Zelle) und dann hatten sie schon wieder zirka 3.20 Volt. Eine halbe Stunde später hatten sie wieder 3.60 Volt.

Die Zellen haben sich überhaupt nicht aufgewärmt, und hatten den nächsten Tag noch immer 3.60 Volt.

Ich werde die Zellen mit extra Vorsicht benutzen in Lampen die mit eine Zelle funzeln und mal sehen wie sie's tun. Wenns keine Probleme gibt werde ich ne volle Zelle durch eine Tala leer saugen lassen um zu sehen wie lange die leuchtet, damit ich eine Idee habe wie viel Energie noch drin ist.

Habt Ihr schon solche Erfahrungen?

LG
Nico
 

Maiger

Ehrenmitglied
27 Dezember 2011
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Nationalpark Kalkalpen (A)
www.taschenlampen-forum.de
Meine Erfahrung nachdem ich so ca. 5 bis 8 Akkupacks zerlegt hatte ...

Jene Zellen die noch eine Restpannung hatten, funktionierten laut Lade- und Entladekurfen mit C/5 relativ normal,
jedoch war die Kapazität extrem eingebrochen. Die 2200mAh-Zellen hatten nur mehr ca. 400mAh.
Praktisch verwendet habe ich sie daraufhin nicht mehr da ich prinzipiell keine ungeschützten Zellen verwende.
 

Wild

Flashaholic*
26 August 2010
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NRW
So sind auch meine Erfahrungen damit. Die Akkus hatte kaum Kapazität mehr. Da hatten sogar billige Ultrafire mehr :D gemessen 230 mAh. Drauf standen 2200 mAh. Vielleicht hast du ja Glück. Bitte berichte
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
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Ruhrpott
Meine Erfahrungen mit LI-Lapptopzellen:

Wenn die Leerlaufspannung noch so 3V kann das noch für etwas taugen.
Mit 2,4V ich weiß ja nicht ob das was wird, allerdings kann man auch nicht unbedingt von einer Zelle auf die andre schließen es gibt da ja durchaus hersteller- und modellspezifische Unterschiede.

ca. 8 Jahre alte Zellen hatten einen erhöhten Innenwiderstand und noch ca. 1000mAh Kapazität, von 2000. Für 3A mit einer xm-l reicht das nicht mehr, für eine 3W-LED mit ca. 1A sind die Zellen noch brauchbar(für mich).

Dir ist natürlich klar das man so etwas wie Lapptopzellen schlachten voll auf eigenes Risiko macht, und sich weder wundern noch beschweren darf wenn da etwas schiefgeht.

Aber ein Rat: besorge Dir einen Modellbaulader, ich glaube der Hobbyking versendet sogar aus den Niederlanden, kostet ab 20€.
Auch wenn der billigste Lader (Imax B6) nicht der beste ist, hast Du doch die volle Kontrolle, kannst die Kapazität ermitteln und den Innenwiderstand bestimmen.

hth
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.088
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Amsterdam
Danke! Wenn die Kapazität so sehr eingebrochen ist, bemerkt man dass auch an die Ladezeit - ist die dann merkbar kurzer?

Wenn die Kapazität so niedrig ist werde ich sie entsorgen; aber wenn sie noch brauchbar sind würde es Sünde sie weg zu werfen, schon wegen der Umwelt.

Anfang 2012 habe ich schon Laptop Zellen benutzt: die kamen aus einen Laptop der ungefähr 4 Jahre alt war, die Zellen hatten noch 2.6 Volt und umgerechnet noch etwa 1800 mA. Ich benutze sie heut noch und sie sind völlig Problemlos.

Ich werde weiter berichten!

LG
Nico
 

Bagno

Flashaholic**
26 Juni 2012
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Münsterland
Ich habe auch schon zwei Akkupacks "geschlachtet" und gleiche Erfahrungen gemacht. Beide waren ca. 5 Jahre alt und der Laptop lief mit denen vielleicht noch 5 Minuten.

In stromhungrigen Lampen (z.B. Spark SL6) sind die garnicht zu gebrauchen. Selbst die Spark SD6 wollte mit den Akkus nicht richtig.
 

Heinrich

Flashaholic**
28 Juni 2013
2.059
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Ruhrpott
Danke! Wenn die Kapazität so sehr eingebrochen ist, bemerkt man dass auch an die Ladezeit - ist die dann merkbar kurzer?

Jein

Wenn die Kapazität so stark nachlässt ist auch die Ladezeit geringer.

Wenn der Innenwiderstand steigt, steigt abhängig vom Lader(hier besonderns der Abschaltpunkt) auch die Ladezeit.

mfg
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.088
1.423
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Amsterdam
besorge Dir einen Modellbaulader, ich glaube der Hobbyking versendet sogar aus den Niederlanden, kostet ab 20€.
Auch wenn der billigste Lader (Imax B6) nicht der beste ist, hast Du doch die volle Kontrolle, kannst die Kapazität ermitteln und den Innenwiderstand bestimmen.

Gute Idee. Die Imax B6 ist wohl sehr bezahlbar, ist aber ohne Power supply.....aber brauch ich das zum ENTladen der Zellen überhaupt?

LG
Nico
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Letztes WE Schwagers Laptopakku zerlegt, 3S2P Sanyo UR18650Y (2000mAh), ca. 5 jahre alt.
Bei 4A Entladestrom (d.h. 2A pro Zelle, also 1C) war schon nach 1 Minute Schluss.
Mit 2A (0,5C) ca. 1300mAh/2.
Mit 1A (also 0,25C) noch 1750-1950mAh pro 2er-Reihe, d.h. weniger als 50% Nennkapazität.

Für 18650 mit nur 500mA Belastbarkeit und 1000mAh Kapazität habe ich keine Verwendung.

Da mache ich einen hübschen WolffFire-Schrumpfschlauch drumrum, schreibe 4000mAh drauf und stelle sie für 2€/Stück auf ebay ein. Gehen bestimmt weg wie warme Semmeln und werden positiv bewertet. ;)
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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Waldachtal im Schwarzwald
Meine Erfahrungen mit LI-Lapptopzellen:
Wenn die Leerlaufspannung noch so 3V kann das noch für etwas taugen.
Mit 2,4V ich weiß ja nicht ob das was wird, allerdings kann man auch nicht unbedingt von einer Zelle auf die andre schließen es gibt da ja durchaus hersteller- und modellspezifische Unterschiede.

Das Eine hat mit dem Anderen recht wenig zu tun. Die Zellen altern durch zwei Dinge: Zeit und Zyklen. Die Zeit treibt in erster Linie den Innenwiderstand hoch, die Zyklen treiben zusätzlich die Kapazität hinunter.

Habe ich also einen alten Laptop Akkupack der 10 Jahre alt ist und tausende Zyklen hinter sich, lade den und leg ihn erst mal weg dann haben die Zellen um 4,2V. Zerlege ich ihn dann ein paar Wochen später, haben die Zellen immer noch 4V oder mehr. Aber die sind trotzdem hin.

Packe ich einen neuen Akkupack in das Laptop, lasse das Gerät laufen bis es abschaltet, wonöglich noch im Stand-By und leg den Akkupack weg, dann haqbe ich ein paar Wochen Später ein Pack mit fast neuwertigen Zellen, die aber beim Zerlegen wohl unter 3V haben werden.

Die Spannung beim zerlegen des Akkupacks hängt also sehr davon ab, in welchem LAdezustand der Akkupack weg gelegt wurde.

Messen ist aber trotzdem Pflicht, wenn die Zellen deutlich unter 2,5V haben, sind sie tief entladen, dann würde ic hden Akkupack komplett entsorgen.

Der Zustand von Zellen hängt von der Vorgeschichte ab. Der eine nudelt den Akku runter bis er nur noch ein paar Minuten laufzeit hat, der Andere tauscht den Akku wenn er nur noch 80% Laufzeit hat.

Die Ladezeit ist ein Indiz für den Zustand. Bei einem Lader mit Schnittstelle und Software wie z.B. Logview kann man aus der LAdekurve die Kapazität recht gut her leiten.
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.088
1.423
113
Amsterdam
Testbericht.

Test mit Fenix TK30, mit Verlängerung, also 2 Zellen zugleich.
Lampe auf höchster Stufe geschaltet (630 Lumen - MC-E Led)

Beide Zellen am Anfang 4.12V (gestern geladen zu 4,20V)
10 Minuten geleuchtet: beide Zellen 4,04 V
21 Minuten geleuchtet: beide Zellen 3,92 V - Lampe jetzt schön warm :D
11 Minuten geleuchtet: beide Zellen 3,85 V - Lampe richtig warm, und daher
Abkühlungspause

20 Minuten geleuchtet: beide Zellen 3,75 V
Lampe wieder richtig warm und darum wieder Abkühlungspause

28 Minuten geleuchtet: beide Zellen 3,65 V. Danach wieder kleiner Pause gemacht.
3 Minuten geleuchtet: beide Zellen 3,62 V - Lampe schaltet eine Stufe herunter

--> Lampe hat jetzt 93 Minuten auf höchster Stufe geleuchtet, danach kleine Pause, Zellen wieder rein, und wieder auf höchster Stufe für 7 Minuten, Lampe schalter wieder runter, kleine Pause, Zellen wieder rein und wieder auf höchster Stufe für 3 Minuten, Lampe schaltet wieder runter.

--> Insgesamt 103 Minuten auf höchster Stufe Geleuchtet.

Am Ende die Zellen gemessen: eine mit 2.36 V, die andere mit 2.11 V.
Nach 5 Minuten wieder gemessen, eine Zelle 2.89 V die andere 2.83 V.

Fazit: In eine Lampe mit zwei Zellen noch brauchbar.
Die Zellen sind nur leicht warm geworden, und das wahrscheinlich nur weil die ganze Lampe warm geworden ist. Am Kopf sogar ein bisschen heiß.

LG
Nico
 

TalaSammler

Flashaholic**
19 Mai 2013
1.035
423
0
benutze diese beiden Zellen nicht mehr, die hast Du sicher zu tief entladen, bei 3,6V hättest Du die Entladung beenden müssen.
 

florianz

Flashaholic
5 Februar 2011
199
16
18
ich habe schon ein paar Laptop-Akkupacks verwurstet, manche Zellen waren nix mehr wert, andere sind astrein. Allesamt billig für wenige Euronen bei Egay geschossen. :thumbsup:

Der Zustand der Zellen hängt nicht nur mit der Zyklenzahl und dem Alter zusammen. Manche Hersteller wie IBM oder Lenovo haben eine sehr aufwändige Akku-software onboard, und auch gute Zellen. Wenn der Akku regelmäßig ent- und geladen wurde, dann ist vermutlich der Zellendrift gering und die Zellen sind alle gleich voll und gleich gut. Die Gesamt-Kapazität des Packs nimmt ja auch damit ab, weil die Zellen driften. Eine Zelle ist fast voll, die nächste halbleer, in Summe wenig Kapa, deswegen schmeisst man dann das Akkupack weg.

Nicht gut ist es, den Akku nicht oder kaum zu entladen, oder ihn voll zu lagern.
Wenn man vernünftig mit den Zellen umgeht, dann sind für mich neue bzw. gebrauchte Laptopzellen besser als die ganzen Feuerdingens.
Beim Öffnen muss man aufpassen, ich hab da schon mal eine Zelle kurzgeschlossen :exploLiIon:

Auf 2,11v würde ich die Zellen nicht entladen, die wenigsten Zellen überstehen das schadlos. Grundsätzlich ist für alle Akkus, egal welche chemie, das Tiefentladen schädlich (NiMh, Blei, LiPo, LiIon).
 

Nicolaas

Flashaholic**
25 Januar 2012
3.088
1.423
113
Amsterdam
Die Entladung auf 2.11 V war auch nicht absichtlich......aber das war wohl die Restspannung unter Last im Akku, denn 5 Minuten später hatte sie wieder 2,83 V.

Das war das zweite Akkupak das ich geöffnet habe und in beide waren die gleichen Samsung Zellen. In beide Paks (beide ASUS Laptops) waren alle Zellen gleichwertig und OK.

Also Samsung.... OK!

LG
Nico
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
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734
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Waldachtal im Schwarzwald
Die Gesamt-Kapazität des Packs nimmt ja auch damit ab, weil die Zellen driften. Eine Zelle ist fast voll, die nächste halbleer, in Summe wenig Kapa, deswegen schmeisst man dann das Akkupack weg.

Ein BMS, was zumindest passiv balanciert sollte auch bei billigen Packs schon lange Standart sein. Ich habe auch schon Packs zerlegt, aber mehr aus Interesse. Und da waren die Zellspannungen immer sehr dicht beieinander.

Die 2,11V sind schon recht wenig, das ist ja LL-Spannung. Die Zelle dürfte bei laufender Lampe unter LAst deutlich weniger Spannung gehabt haben. Ungeschützte Zellen in einer 2-zelligen Lampe ist immer ein Problem.
 

TalaSammler

Flashaholic**
19 Mai 2013
1.035
423
0
ich hatte mal einen Entladeversuch mit den roten Sanyo unter die gefährlichen 1,5V gestartet, Posting 16 und 19.
Im selben Thread bitte auch Post 23 und 25 von light-wolff lesen!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
12.438
113
im Süden
Bei den Sanyo ist im Schrumpfschlauch die genaue Bezeichnung eingeprägt, z.B. UR18650F.
 
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balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
1.422
734
113
Waldachtal im Schwarzwald
Bei einem neuen Akku kann man ins Datenblatt schauen und bis auf ein paar wenige Ausreiße haben die akkus dann diese Eigenschaften auch. Bei einem Laptopakku weiß man nie, was man drin findet. Des wegen kann man nicht sagen, ich hab schon drei Packs geschlachtet, das hat gut funktioniert, das kann man bedenkenlos machen. Wenn man alte aptopakkus schlachtet, wird man viele Zellen finden die gut sind. Die Gefahr eine vorher tief entladene zu finden schätze ic hals eher gering ein, die Schutzelektronik verhindert so was recht gut. Außer die Packs haben dann 2-stellige Jahreszahlen hinter sich.

Aber es gibt ein paar Gefahren. Wenn man die Zellen aus verschiedenen Packs mischt, werden die sehr wahrscheinlich sehr unterschiedliche Kapazitäten haben. So was dann in Mehrzelligne Lampen einzusetzten birgt Gefahren. Solche Zellen sollte man zumondest man grob prüfen. Dafür braucht man kein teueres Equipment. Die Zelle laden, Spannung messen und dann einen Widerstand von z.B. 1 oder 2 Ohm an die Zele legen und in regelmäßigen Abständen, z.B. alle 15 oder 30 Minuten die Spannung ablesen. Dann kann man recht gut ersehen, wie gut die Zelle noch ist.
 
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  • Danke
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blue_balu

Erleuchteter
20 Mai 2012
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14
8
...
Solche Zellen sollte man zumondest man grob prüfen. Dafür braucht man kein teueres Equipment. Die Zelle laden, Spannung messen und dann einen Widerstand von z.B. 1 oder 2 Ohm an die Zele legen und in regelmäßigen Abständen, z.B. alle 15 oder 30 Minuten die Spannung ablesen. Dann kann man recht gut ersehen, wie gut die Zelle noch ist.

Hallo balloonix,
Hättest du da mal eine Tabelle, Formel oder so was ähnliches ?
Weil das wäre doch noch etwas was uns noch Modellbauladerlosen :( die Sache endgültig erleichtern könnte !
Ach ich weiß schon warum ich Maschinenbau wählte, :mad:

MfG sven
 

balloonix

Flashaholic**
18 Juli 2012
1.422
734
113
Waldachtal im Schwarzwald
Ja, da hätte ich eine Formel: Das ohmsche Gesetzt: I= U/R. Wenn du also z.B. 2 Ohm an den Akkus hängst, dann geht sie Spannung ein wenig runter, z.B. auf 3,9V bei de rersten Messung. Dann fließen 1,95A. Wenn du dann beim zweiten Mal 3,6V mißt, dann sind es es 1,8A. Ladung ist Strom mal Zeit, wenn du also z.B. alles 6 Minuten mißt, dann hast du im ersten Intervall 1,95A * 0,1h = 0,195Ah Ladung entnommen. Im Zweiten dann 0,180Ah. Das machst du bis zum Ende. Das Ganze ist dann recht ungenau. Je öfter du den Messwert abließt, um so genauer wird es. Statt den Messwert am Ende des Intervalles kannst du auch den Mittelwert nehmen, das ist dann auch noch etwas genauer. Dann siehst du, dass die Spannungskurve Anfangs einen kurzen steilen Abfall hat, dann einen Bereich nicht ganz lienar ist, aber dem schon nahe kommt und zum Ende wieder steil nach unten geht. Bei der letzten Messung hast du dann nur noch ein paar Zehntel oder hundertstel Volt. Dann weißt du, die Zelle hast du der Wissenschaft geopfert, die kannst du anschließend entsorgen. Die ganze Rechmerei überläßt du dann einer Excel Tabelle. Bei der nächsten Zelle weißt du ja schon mal, wann das Ende kommen könnte und beendest den Versuch, bevor die Zelle die 2,5V unterschritten hat. Aus den Werten läßt du dir dann ein Liniendiagramm machen. Beim nächsten Akkipack machst du das noch mal so. Da hast du andere Kapazitätswerte. Dann siehst du, wie so eine entladekurve aussieht. Und du siehst, wenn ein Akku nach 10 Minuten auf 3,0V runter ist, dann brauchst du dich mit dem Akku nicht weiter beschäftigen.

Der nächste Schritt könnte dann sein. dass du dir ein Multimeter mit Schnittstelle zum PC besorgst. Dann kannst du von der Software die Messung automatisch z.B. alle Sekunde machen lassen und gleich als Kurve angezeigt bekommen.

Dann holst du dir vielleicht mal die kostenlose Demo von Profilab, besorgst dir ein altes Druckerkabel und baust (oder läßt dir von einem e-technisch versiertem Foriker) da ein Relais dran. Da gibt es eine kleine Tücke: Das Relais muß bei sehr niedrigen Strömen schalten und beim Abschalten kann dir die Induktion vom Relais den Druckerport zerschießen. Ein OC der Serie ULN200X löst dir das Problem. Dann ziehst du dein Multimeter, den Druckerport, einen Vergleicher und einen 2,5V Festwert aus der Bibliothek auf den Bildschirm. Ziesht eine Linie vom Multimeter und vom Festwert auf den Vergleicher. Der ist dann am ausgang auf 1, wenn das Multimeter >2,5V hat. Den Ausgang vom Vergleicher verbindest du mit einer Linie mit einem PIN des Druckerport. Dann ist der Pin der Druckerschnittstelle am PC so lange auf 1, wie dein MEssgerät mehr als 2,5V hat. Mitdem Relais schaltest du dann den Widerstand vom Akku ab. Damit hast du dann ein kleines Testsystem.

Und wenn du dahin gekommen bist, das wird bei Interesse an der Sache nur ein paar Tage oder wenige Wochen sein, dann hast d uvieles verstanden, was für dich noch mysteriös ist und wirst dir als nächstes einen Modellbaulader mit PC Scnittstelle holen. So was wie z.B. den Imax B6AC.