Dynamotaschenlampe in hoher Qualität gesucht, ohne irgendeinen Akku

9 September 2018
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Hallo liebe Taschenlampenfreunde,
ich suche eine Dynamotaschenlampe in hoher Qualität, ohne irgendeinen Akku.
Die Lampen mit Kurbel, die laden immer einen chemischen Akku, der in ein paar Jahren stark an Leistung verliehrt.
Bei den gängigen Drückelampen muss ich halt zu oft drücken, so dass mir der Lichtkegel verwackelt.
Ich hoffe, dass es bei der heutigen Leuchtmitteltechnick und einem guten Schwungrad Lampen gibt, die mindestens 5 Sek mit einer Drückung leuchten.
Viele Grüße
The
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
Alles, was ich in dieser Richtung je gesehen habe, war Plastikschrott.

Vielleicht hilft der Dynamolampe aus der "guten alten Zeit". Umbauen auf bessere Lager und LED statt Glühlampe.

Ein Kondensator statt Akku könnte auch schon helfen.

Ich hoffe, dass es bei der heutigen Leuchtmitteltechnick und einem guten Schwungrad Lampen gibt, die mindestens 5 Sek mit einer Drückung leuchten.
Die müssten vor allen extrem reibungsarm gelagert sein.
 
9 September 2018
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Tja, so hält ein Akku 3-10 Jahre, wenig benutzt wird es deutlich weniger. Eine gute Dynamolampe kann ich noch vererben, wie es die Anzeigen von den Lampen aus dem 2. Weltkrieg zeigen.
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
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Raffnixhausen
Alles eine Frage der Masse des Schwungrades und damit der Kraft, mit dem dieses in Gang gesetzt werden kann. Intuitiv würde ich sagen, dass die Konstruktion in eine recht sportliche Klasse fällt, um fünf Sekunden die Leistung für ein zeitgemäßes Licht aufrechtzuerhalten. Wie gesagt, nur Intuition. Richtig unangenehm könnte die Kreiselkraft werden, die auf das führende Handgelenk wirkt. Mal eben Umschwenken wird ein Akt des Willens :D. Ein Wälzlager mit geringer Reibung hält auch nicht unbedingt eine Generation durch, denn auch auf dieses wirken die Kreiselkräfte.

Das zu rechnen ist sicher nicht schwer. Ich bin aus meinem Job zu lange raus, um das mal eben so zu können, aber wir haben ganz sicher Ingenieure und Physiker hier, die sich einen Spaß daraus machen, das zu tun. Bin gespannt.
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
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im Süden
Die große Frage ist: wie Hell muss das Ding sein?
Bei den gängigen Drückelampen...
Was verstehst du unter "gängig"? Die billigen Plastikdinger mit 3 kleinen LEDs?
Reicht dir deren Licht aus, oder muss es heller sein?

Für welchen Anwendungszweck und welche Einsatzhäufigkeit wäre die Lampe gedacht?

Tja, so hält ein Akku 3-10 Jahre, wenig benutzt wird es deutlich weniger.
Deswegen:
Ein Kondensator statt Akku könnte auch schon helfen.
Ein Supercap hält auch ewig und reicht aus, um für ein paar Sekunden Energie zu speichern. Sozusagen eine elektronische Schwungmasse.

Eine gute Dynamolampe kann ich noch vererben, wie es die Anzeigen von den Lampen aus dem 2. Weltkrieg zeigen.
Daher wäre die mechanisch solideste Lösung vielleicht, so eine Lampe per LED zu modernisieren.


Threads zum Thema, mit Bildern und Links zu "alten" Lampen:
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/eine-sog-dymo-dauer-lampe.2265
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/philips-type-7424-dynamo-40er-jahre.12565/
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/alte-magnetlampe-dynamo.11991/
https://www.taschenlampen-forum.de/threads/dual-philips-dynamo.11051/
 

Lexel

Flashaholic**
12 Dezember 2016
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Halle (Saale)
Also Lampe mit zwei in Reihe geschaltenen Supercaps in der Richtung mehrere Farad bis ca. 6V zu laden
z.B diese 10F 3V Caps in Reihe also 5F bei 6V die man noch irgendwie im Handgriff unterbringen könnte ohne dass sie zu klobig wird
https://www.mouser.de/ProductDetail/AVX/SCCS30E106SRB?qs=sGAEpiMZZMuDCPMZUZ%2bYlxLVTTwTOkGdbehUThlcGa8=

bei ca. 3,2V LED Spannung ließe sich schon was mir der Energie anfangen, ne Funzel wäre das sicherlich nicht
wir hätten also Pi mal Daumen 4,5V im Mittel mit ca. 1A für 5s zur Verfügung wenn er voll geladen ist bis die LED Spannung erreicht ist

aber
nur diesen jetzt in ca. 0,5s mit 4,5V+5As zu laden bei sagen wir mal 70% effiziens kommen wir auf eine
Leistung von 65Watt die du in dieser Zeit mit der Hand drücken müsstest
natürlich ließe sich das auch zu einer funzel downsizen wie die üblichen drücker Lampen sind

Da wir hier keine mechanische energie Speichern müssen sind die Verluste deutlich geringer

Der Trick ist halt leiderdie Effiziens des Dynamos und wie viel Licht man braucht
 
9 September 2018
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Vielen Dank für alle eure Antworten!!

Die Lampe suche ich weil ich
-sinnvolle "einfache" Lösungen bevorzuge. Technisch halte ich etwas ohne Akku für einfach und sinnvoll
-weil ich Akkus grundsätzlich möglichst vermeiden möchte
-weil ich Technologien für eine möglichst große Unabhängigkeit von Haltbarkeiten oder Batterien-nachkaufen-müssen suche.

Von der Lichtausbeute her, kann ich keine Lux benennen, könnte ich es mir aussuchen, so würde ich die Lichtstärke einstellen wollen. Dann würde ich hoffentlich weniger drücken müssen, wenn nicht-so-hell ausreicht.

Gibt es irgendwo Kurbellampen mit Supercaps oder Kondensatoren als Stromspeicher?
 

Unheard

Flashaholic**
6 November 2017
4.011
2.570
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Raffnixhausen
Ein Supercap hält auch ewig [...]
Nicht wirklich ewig. Temperatur hat leider einen negativen Einfluss, ebenso die geforderte Leistung.

Ich könnte jetzt völlig danabenliegen und habe auch keine Quelle über das "warum", aber Seiko hat in seinen Kinetics einen Akku verbaut. Könnte etwas mit der Körpertemperatur zu tun haben. Lebensdauer sind hier ca. 10 Jahre. Würde ein Supercap die überschreiten können, hätte Seiko sowas verbaut, dessen bin ich mir sicher.
 

kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
5.384
2.611
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Dein 'ohne Akku' Ansatz ist ja interessant... aber m.E. etwas praxisfern und wenig praktikabel...

Wo ein Akku versagen könnte, könnte bei einer Dynamolampe die Mechanik / Kondensator etc. versagen... auch Du könntest versagen (Schwächeanfall, Sehnenscheidenentzündung)....

Ich habe noch NiMh-Akkus von 'Mars' (Quelle-Eigenmarke) und Original Nokia-Akkus aus der Pre-Smartphone-Ära... alles noch voll in Schuss...

Folgende simple Kombination overruled m.E. jede Dynamovariante:

AA/14500-Lampe mit Li-Ion Akku, der 2/3 geladen ist... Als Backup eine AA-Batterie, welche auf schwacher Stufe stundenlang Licht hergibt... das ist zumindest meine Kombi in jeder Jacke...

Aber ich will Dich nicht beirren... bin nur der Meinung, dass der Ansatz etwas 'verblendet' ist...

P.S.: aus meiner eigenen Erfahrung behaupte ich, dass Akkus ewig halten, wenn man sie - und das gilt für Li-Ion-basierte - nicht(!) normal benutzt, sondern ein paar einfache Regeln beachtet (welche allesamt komfortabler sind als rumzukurbeln)... ich besitze hunderte Li-Ions und mir ist noch kein einziger verreckt oder hat spürbar Kapazität verloren.
 
Zuletzt bearbeitet:

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
16.304
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im Süden
Ich könnte jetzt völlig danabenliegen und habe auch keine Quelle über das "warum", aber Seiko hat in seinen Kinetics einen Akku verbaut. Könnte etwas mit der Körpertemperatur zu tun haben. Lebensdauer sind hier ca. 10 Jahre. Würde ein Supercap die überschreiten können, hätte Seiko sowas verbaut, dessen bin ich mir sicher.
Ein Supercap specihert nur einen Bruchteil der Energie, die ein Akku speichern kann. Vielleicht hätte die Kapazität einfach nicht gereicht.

Problem bei den Dingern ist Austrockenung wie bei Elkos.
Supercaps altern durch Temperatur und Spannung. In der Anwendung als Notfalllampe ist die Spannung über 99,9% der Zeit 0V und die Temperatur vermutlich mehr oder weniger Raumtemperatur. Damit hält der Cap mehrere Jahrzehnte.
https://www.capcomp.de/en/capacitors/ultracap-lifetime.html
https://pdfs.semanticscholar.org/d8a4/12916ce2a2f0e309c1457628829bb72e6563.pdf

Irgendwo gabs 'mal eine Lampe, welche wie eine Kuckucksuhr mit einem Gewicht funktionierte.
Ich erinnnere mich dunkel (pun intended). War für Afrika gedacht. Kickstarter?
 
  • Danke
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9 September 2018
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Aber ich will Dich nicht beirren... bin nur der Meinung, dass der Ansatz etwas 'verblendet' ist...

Ehrlich gesagt, ich habe Blackout von Eslberg, nicht das von Eschbach gelesen. Da geht es einfach um 2 Wochen Stromaufall in Europa. Das hat bei mir eine ganze Reihe von Überlegungen ausgelöst. Selbst die Bundesregierung hat nach dem Buch wohl ihre Vorsorgestrategie ausgebaut.
Ich kann mir viele Situationen vorstellen, durch die wir nicht so weiterleben können, wie bisher (Finanzkrise, Epedemie, Kometeneinschlag...). Wenn unser System zusammenbricht, dann wissen wir nicht, ob wir noch Batterien nachkaufen können und wenn es länger bis dahin dauert, dann sind unsere Akkus vielleicht schon hinüber. Vielleicht ist auch Elektronik komplett danach hin (wir lernten noch in der Schule, dass nach einem Atomschlag wohl alle elektrischen Geräte weltweit nicht mehr funktionieren, bei einer Sonneneruption könnte es wohl auch so sein). Da wäre mir ein mechanisches System am liebsten.
Ich vermute, meine Enkel, Kinder und ich, wir haben eine sehr gute Chance, dass wir dies nicht erleben werden. Zumal wir in Deutschland ganz ganz oben schwimmen, aber so schnell, wie ich gerade die Veränderung in der Welt empfinde, so schnell kann es Veränderung in jede Richtungen geben, auch in den Absturz. Und wir hatten noch nie so ein riesiges Potential dazu.
 
10 Juni 2016
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Willich
Hallo, einfach mal bei Ikea schauen, da gibt es eine Lampe mit Kurbel in Form wie eine Kaffeemühle. Die ist rot, hat zwei supercaps drin und 3 supereffiziente LEDs. Für unsere Verhältnisse hier vermutlich extrem dunkel, trifft aber genau die Specs.
Link finde ich gerade nicht ....
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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In dem Szenario ist aber Licht das geringste Problem. Ohne Strom gibt es für die meissten Deutschen kein Wasser mehr. Und ich unterstelle mal niemand hat im Keller die Wassermengen für 14 Tage rumliegen wie empfohlen (ich übrigens auch nicht).
Licht und Kochen kann man sich wenn vorhanden mit seinem Outdoor / Grill Equipment behelfen. Ohne laufende Wasserpumpen bei den Wasserwerken ist aber Schluß mit Wasser! Und das muß einem auch klar sein, ohne Wasser ist scheisse mit Kacken! Die Menschen mit Garten können anfangen Löcher zu buddeln, aber auch das geht nicht bei allen!

Daher mache ich mir um Tage oder Wochenlang fehlendes Licht definitiv null Sorgen!
 
  • Danke
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kirschm

Flashaholic***
13 April 2017
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In dem Szenario ist aber Licht das geringste Problem.

Es ist sogar ein Luxusproblem, weil man mehr Licht hat, als man als Prepper für den Rest des Überlebens braucht...

Neulich war Stromausfall kurz vor Mitternacht und ich war überglücklich, weil es endlich mal einen Grund für meine vielen Talas und Akkus gab... Die Freude war nur kurz, weil ich kurz hochgerechnet hatte, dass ich für mindestens 3 Monate Licht im Low-Bereich habe... was soll ich damit? Bis dahin bin ich als Prepper verhungert...