Strommessung - mache ich was falsch?

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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Allgäu
Ich wollte an meiner neuen Thorfire KL02 messen, weiviel Strom sie zieht.

Die angegebene Lichtstärke mit einer CR123 Batterie wird mit 55lm mit einem 16340 wird sie mit 120lm angegeben.

Zur Strommessung habe ich die Tailcap (die auch durch Schrauben zum ein- und ausschalten dient) abgeschraubt und die Messstrippen meines Multimeters an den nun offen liegenden Minuspol der Batterie und an das blanke Gewinde des Lampengehäuses gehalten.

Als Ergebnis erhielt ich bei der CR123 ca 1,5 mA und mit dem 16340er ca 4,5 mA.

Kann dies stimmen?
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Kann dies stimmen?
Nein. :)

Die Messstrippen eines Multimeters sind dafür üblicherweise zu dünn (da fließt nicht genügend Strom; die Verluste an den Übergängen sind zu hoch).

Statt den Messstrippen nimmt man dafür üblicherweise dickere Drähte.

Hier gibt's ein paar gute Tips zu diesem Thema:

http://www.lygte-info.dk/info/Measurement UK.html

Ich mache solche Messungen üblicherweise, wie dort beschrieben, mit einem Zangenamperemeter, und einem Stück Draht, welchen ich durch den Zangenamperemeter führe. Dies liefert einigermaßen verläßliche Werte.
 

Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Nein, die Werte kommen absolut nicht hin.

Um die grobe Größenordnung abzuschätzen kann man sagen, die Effizienz einer LED liegt bei ca. 100 lm/W.
Wir würden hier also mit Werten um etwa 0,5 bzw. 1 W rechnen. (Eher etwas drüber)

Wenn man deine Ströme mit denn Nennspannungen der Zellen multipliziert kommt man auf 1,5 mA * 3 V = 4,5 mW bzw. 4,5 mA * 3,7 V = 16,7 mW. Das ist eine völlig falsche Größenordnung. Erwarten würden wir das hundertfache.

Dass die Werte nicht stimmen, müsste man schon beim Messen an der Lampe gesehen haben. Wenn man korrekt misst, muss die Lampe genau so hell leuchten, wie normal.



Allgemein zum Thema Strommessung mit Multimeter: Ich hatte bisher kein Problem, Werte in der richtigen Größenordnung zu messen. Über die Genauigkeit lässt sich sicher streiten, aber hier scheint mir der Fehler ein anderer zu sein. Dafür ist die Abweichung doch etwas groß, es fließt ja fast gar kein Strom.


Daher würde ich eher den Messvorgang überprüfen:
- Muss an der Lampe noch irgendwas geschaltet werden?
- Ist das Multimeter korrekt eingestellt? Gleichstrom, Messbereich bis 1A
- Wurden die Werte korrekt abgelesen, oder waren es vielleicht 150 und 450 mA?
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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Allgäu
Die Lampe hat dabei geleuchtet.

Ich hätte auch deutlich höhere Ströme erwartet. So etwa, wie Du sie angibst.

Die Messstrippen sind etwa 60cm lang und haben 1,5mm²

Gut, das Multimeter ist nicht mehr so ganz neu. Ich glaub, ich hab es schon seit zwei Jahrzehnten oder mehr. Vielleicht muß da doch mal was neues her.

Vom Messaufbau liege ich aber im Prinzip richtig? Batterie zu Gehäuse (Masse)?
 

mkr

Flashaholic***²
2 Februar 2013
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Nanda Parbat
Die Messstrippen sind etwa 60cm lang und haben 1,5mm²
Wie sehen die Messstrippen aus? Haben die diese typische Spitze?

Edit: Falls das diese typischen 0815-Strippen mit Spitzen sind:

Capture.PNG

.... damit kannst du's vergessen. Das geht damit nicht.
Die Übergangswiderstände an den Spitzen sind viel zu hoch.

Mit diesen Dingern kannst du lediglich Spannungsmessungen machen, aber keine verläßlichen Strommessungen. Jedenfalls nicht bei diesen Spannungen von Taschenlampen. Da kriegst du kaum Strom durch die Strippe.
 
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Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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Allgäu
Die Messstrippen haben 6mm Stecker. dort dran befinden sich steckbare Messspitzen von Hirschmann (die, die vorne so schön spitz sind).
 

Dagor

Ehrenmitglied & Erschaffer der TL-Smileys
14 Mai 2011
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Bremen
Da kriegst du kaum Strom durch die Strippe.
Aber das erklärt diese winzigen Werte hier nicht. Ich kriege durch billige Messstrippen (ähnlich wie deine abgebildeten) bei Kontakt nur mit den Spitzen problemlos 2,4 A durch ein Sportac Dropin. Einen Verlust von 99% halte ich in so einem Szenario für abwegig. ;)
 

Dachfalter

Flashaholic***
30 September 2014
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Allgäu
So ich hab jetzt nochmal gemessen. Ich glaub, ich weiß wo der Fehler liegt...

Ich habe am Multimeter zwei Eingänge für Strommessung: 200mA (fused) und 20A (unfused). der "kleine" Eingang geht offenbar nicht (TaLa leuchtet nicht) - da ist wohl die Sicherung durch. Im 20A-Eingang kommen die niedrigen Werte in den kleinen Messbereichen zustande.

Wenn ich im 20A-Eingang auch auf den Messbereich bis 20A stelle, kommen auf einmal 0,15A und 0,48A zur Anzeige.

Dies würde auch der Erwartung entsprechen.

Irgendwo ist doch etwas rudimentäres Wissen aus grauen Vorzeiten vorhanden...

Foto bekomme ich leider nicht hin. Ist eh schon ein Gefummel mit nur zwei Händen.
 

bap

Flashaholic*
25 Oktober 2015
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Allgemein zum Thema Strommessung mit Multimeter: Ich hatte bisher kein Problem, Werte in der richtigen Größenordnung zu messen. Über die Genauigkeit lässt sich sicher streiten, aber hier scheint mir der Fehler ein anderer zu sein. Dafür ist die Abweichung doch etwas groß, es fließt ja fast gar kein Strom.


Stimme dir vollkommen und uneingeschränkt zu - geht mir genauso !!
 

Nexxos1412

Flashaholic*
10 Mai 2014
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Hallo,
Ich hätte auch nochwas also allgemein Messe ich persönlich Strom nichtmehr mit dem Multimeter ( außer in mA und µA und nA Bereichen ) Das Problem ist hier oft der zu hohe Widerstands des Messshunts im Multimeter. Prinzipiell ist es auch egal welches es ist und ob es bis 10 oder 20 A geht, der Widerstand des shunts ist meist viel zu Hoch. Ich selbst habe mir extra 4 und 6mm² Strippen gemacht die nur 15cm lang sind, es wird zwar besser bzw genauer das Ergebnis aber mehr auch nicht. Natürlich macht es bei einer solchen Lampen wie der obigen nicht so arg viel aus aber alles was etwas Strom hungriger ist messe ich nurnoch mit der Strommesszange. Ich hatte bei meiner S2+ mit Triple bei meinem Multimeter 8,7A gemessen mit einem Konion VTC4 @4,19V und mit meiner Strommesszange und ( und demsleben Messkabel als "Messschlaufe" ) 18,7A. DMMs sind einfach nicht für "hohe" Strommessungen gemacht.

Mit freundlichen Grüßen
Nico
 

light-wolff

Flashaholic***²
14 September 2011
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im Süden
MMs sind einfach nicht für "hohe" Strommessungen gemacht.
Das muss man differenzierter sehen. In Anwendungen, wo es 1-200mV Spannung mehr oder weniger am Verbraucher wenig ausmachen, ist das gar kein Problem. Bei extrem nichtlinearen Lasten und dazu noch niedrigen Betriebsspannungen (wie bei LEDs) verfälscht der Spannungsabfall an Shunt und Messleitungen das Ergebnis aber enorm.
 
  • Danke
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