...repariert und leicht modifiziert.
Heute möchte ich euch die Reparatur einer defekten TM11 von Nitecore vorführen.
Zunächst zur Ursache des Defekts: Die ist unklar.
Eine der XM-Ls begann nach sporadischer Benutzung zunächst an zu flackern und fiel anschließend komplett aus. Sieht man sich das Innenleben des Lampenkopfes an, könnte man aber durchaus einen Hitzeschaden annehmen.
Zugang zu den "Innereien" des Lampenkopfes erhält man, indem man zunächst die Edelstahlkrone abschraubt, das Glas heraus nimmt und anschließend 6 Schrauben löst. Drei Schrauben dienen der Fixierung des Reflektors, die übrigen drei Schrauben, der Höhenjustierung. Die kleinen Abdeckungen mit der Nitecore-Aufschrift, fallen beim umdrehen des Lampenkopfes von alleine heraus.
Den Reflektor idealerweise zusammen mit dem Glas herausnehmen, da sonst Fingerabdrücke entstehen können.
Unterhalb des Reflektors werden die XM-Ls mittels einer Kunststoffscheibe zentriert. Entfernt man diese...
erhält man Zugang zu den LEDs. Die XM-Ls selbst sind auf kleine Kupferplatinen gelötet. Der Boden, auf den die Platinen geklebt sind, ist aus 2mm starkem Messing und sehr fest in den Lampenkopf gepresst. Die mittlere Schraube dient nur der Zentrierung des Reflektors.
Der Übeltäter war schnell ausgemacht.
Die Risse in der Linse der XM-L, direkt an den Bonddrähten, könnten auf einen Hitzetod schließen lassen.
Die Platine mit der defekten XM-L ließ sich leicht entfernen, was für eine eher schlechte Verbindung zwischen Platine und Messingboden spricht. Die anderen beiden Platinen hatten sich dafür umso mehr gesträubt. Der verwendete Klebstoff dürfte irgendwas auf Silikon-Basis sein. China-Standard eben, leider...
Ein biegsames Filetiermesser von Fiskars war beim Entfernen der Platinen sehr hilfreich...
Die Reste des Klebstoffes wurden mit einem Minispachtel entfernt und die recht raue Oberfläche etwas angeschliffen. Die Flächen auf denen die Platinen Platz finden, zusätzlich leicht poliert.
Die defekte XM-L wurde ausgetauscht und die übrigen beiden XM-Ls unter leichtem Druck nachgelötet. Hierdurch wird die Zinnschicht zwischen XM-L und Platine besonders dünn.
Die Rückseiten der Platinen wurde ebenfalls geschliffen und spiegelpoliert.
Anschließend alles entfettet und die Platinen satt mit Arctic Silver Wärmeleitkleber, unter Druck, an ihre alten Plätze geklebt und erneut verlötet.
Beim Zusammenbau eine Ewigkeit mit der Reflektorjustierung verbracht, den Reflektor mit Druckluft ausgeblasen und eine weitere Ewigkeit mit der schlierenfreien Reinigung der Glasscheibe vertrödelt.
Es lebt!
Heute möchte ich euch die Reparatur einer defekten TM11 von Nitecore vorführen.
Zunächst zur Ursache des Defekts: Die ist unklar.
Eine der XM-Ls begann nach sporadischer Benutzung zunächst an zu flackern und fiel anschließend komplett aus. Sieht man sich das Innenleben des Lampenkopfes an, könnte man aber durchaus einen Hitzeschaden annehmen.
Zugang zu den "Innereien" des Lampenkopfes erhält man, indem man zunächst die Edelstahlkrone abschraubt, das Glas heraus nimmt und anschließend 6 Schrauben löst. Drei Schrauben dienen der Fixierung des Reflektors, die übrigen drei Schrauben, der Höhenjustierung. Die kleinen Abdeckungen mit der Nitecore-Aufschrift, fallen beim umdrehen des Lampenkopfes von alleine heraus.
Den Reflektor idealerweise zusammen mit dem Glas herausnehmen, da sonst Fingerabdrücke entstehen können.
Unterhalb des Reflektors werden die XM-Ls mittels einer Kunststoffscheibe zentriert. Entfernt man diese...
erhält man Zugang zu den LEDs. Die XM-Ls selbst sind auf kleine Kupferplatinen gelötet. Der Boden, auf den die Platinen geklebt sind, ist aus 2mm starkem Messing und sehr fest in den Lampenkopf gepresst. Die mittlere Schraube dient nur der Zentrierung des Reflektors.
Der Übeltäter war schnell ausgemacht.
Die Platine mit der defekten XM-L ließ sich leicht entfernen, was für eine eher schlechte Verbindung zwischen Platine und Messingboden spricht. Die anderen beiden Platinen hatten sich dafür umso mehr gesträubt. Der verwendete Klebstoff dürfte irgendwas auf Silikon-Basis sein. China-Standard eben, leider...
Ein biegsames Filetiermesser von Fiskars war beim Entfernen der Platinen sehr hilfreich...

Die Reste des Klebstoffes wurden mit einem Minispachtel entfernt und die recht raue Oberfläche etwas angeschliffen. Die Flächen auf denen die Platinen Platz finden, zusätzlich leicht poliert.
Die defekte XM-L wurde ausgetauscht und die übrigen beiden XM-Ls unter leichtem Druck nachgelötet. Hierdurch wird die Zinnschicht zwischen XM-L und Platine besonders dünn.
Die Rückseiten der Platinen wurde ebenfalls geschliffen und spiegelpoliert.
Anschließend alles entfettet und die Platinen satt mit Arctic Silver Wärmeleitkleber, unter Druck, an ihre alten Plätze geklebt und erneut verlötet.
Beim Zusammenbau eine Ewigkeit mit der Reflektorjustierung verbracht, den Reflektor mit Druckluft ausgeblasen und eine weitere Ewigkeit mit der schlierenfreien Reinigung der Glasscheibe vertrödelt.
Es lebt!
Müsste ein Temperatursensor sein. Vor dem kleinen Umbau, waren ca. 4 Minuten im Turbo-Modus möglich, ehe die Lampe in den hohen Modus heruntergeschaltet hat. Nun sind mindestens 8 Minuten möglich. Länger hatte ich es leider nicht getestet.Und auf einer der LED-Platinen scheint ein NTC als Temperatursensor zu sitzen.
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