Wann Lithium Akkus entsorgen?

Funzelmaster

Flashaholic
6 September 2010
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Hi ihr Schlingel...
hab noch ein paar alte (5-7 Jahre) 18650er rumfliegen.
Irgendwie nutze ich die absichtlich nicht mehr weil ich mir denke die könnten ja 'nicht mehr gut sein'.
Ist das Quatsch oder macht das Sinn seine Akkus ab einem bestimmten Alter auszutauschen?
Akkus halben als deutlich unter 50 Ladezyklen.
Genauso bei Bluetooth Boxen (die portablen kleinen). Auch da habe ich welche die 5-7 Jahre alt sind. Wach mit dem Zeug oder bedenkenlos weiter verwenden? Meines Wissens sollte man ja Akkus vor allem wegen der Dendritenbildung irgendwann entsorgen. Aber die sollte doch bei wenigen Ladezyklen kaum vorhanden sein. Oder liege ich da völlig falsch? Freu mich auf eure Antworten und wünsche euch ein schönes Wochenende
lg
Funzelmaster
 

Nicobrosi

Flashaholic**
24 Oktober 2018
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Lion Akkus halten bei vernünftiger Benutzung gefühlt ewig, so lange sie funktionieren brauchst du dir keine großen Gedanken machen, verschlissen sind sie wenn sie deutlich weniger Kapazität haben und kaum noch zu gebrauchen sind....
 

hbh

Flashaholic**
4 Dezember 2017
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Verkauf sie doch bei Ebay Kleinanzeigen. Du ersparst dir die Entsorgung und machst noch ein Geschäft. Unsere Nachbarn verkaufen gerade 14 Jahre alte Babyklamotten. Irgendwann kommt alles wieder in Mode oder Wein wird im Alter nur reifer.
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Also spätestens wenn sich der Akku aufbläht sollte er entsorgt werden. Das kommt zumindest bei Lithiom Polymer Akkus durchaus vor.

Bei Rundzellen entsorge ich, wenn die Zelle ihren Sinn nicht mehr erfüllt - sprich über die Jahre zu viel Kapazität verloren hat. Ein zweiter Grund wäre noch, wenn es zu "Merkwürdigkeiten" beim laden kommt.

Ich denke mal, wenn man auch bei dem Thema LiIon Akkus den gesunden Menschenverstand verwendet da eigentlich alles gut ist. Das würde ich übrigens nicht nur auf Akkus beschränken!

Letztlich möchte ich meine Bude nicht abfackeln.
 
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hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Die Akkus kannst Du sehr lange nutzen nur bei parallel geschalteten Akkus ohne BMS würde ich keine alten mehr nehmen - und schon gar keine unterschiedlichen und unterschiedlich alten.
 

KakophonieInMoll

Flashaholic**
27 Mai 2013
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Die Akkus kannst Du sehr lange nutzen nur bei parallel geschalteten Akkus ohne BMS würde ich keine alten mehr nehmen - und schon gar keine unterschiedlichen und unterschiedlich alten.
Reihenschaltung! Parallelschaltung der gleichen Chemie ist kein Problem! An sonsten geb ich Dir aber recht mit der Nutzung alter Akkus.
 

Flummi

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26 Oktober 2015
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Meines Wissens sollte man ja Akkus vor allem wegen der Dendritenbildung irgendwann entsorgen. Aber die sollte doch bei wenigen Ladezyklen kaum vorhanden sein. Oder liege ich da völlig falsch?
Da liegst Du recht falsch :grinsen:.
Dendriten bilden sich u.U. und vorwiegend nach einer Tiefentladung. Deswegen gehören tiefentladene Akkus - unabhängig von der Anzahl der Ladezyklen - entsorgt.

Umgekehrt müssen nicht-tiefentladene Akkus nicht vorsorglich entsorgt werden.

Bei sehr alten Akkus gilt es zu bedenken, dass die u.U. noch nicht so belastbar waren. Ältere Panasonic NCR18650A z.B. nur bis gut 6 Ampere. In einer Convoy S2 tun die aber noch prima...
 
  • Danke
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steidlmick

Flashaholic***
15 August 2012
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Bielefeld, NRW
hab noch ein paar alte (5-7 Jahre) 18650er rumfliegen.
Irgendwie nutze ich die absichtlich nicht mehr weil ich mir denke die könnten ja 'nicht mehr gut sein'.
Ist das Quatsch oder macht das Sinn seine Akkus ab einem bestimmten Alter auszutauschen?
Es ist Unsinn Akkus vorsorglich nur aufgrund ihres kalendarischen Alters auszutauschen.

Sofern die Akkus noch die Ansprüche erfüllen, die du an sie stellst, kannst du die Akkus problemlos weiterhin verwenden. Sie werden natürlich mit zunehmendem Alter nicht gerade leistungsfähiger, aber auch sehr alte Akkus können immer noch für viele Zwecke zuverlässig ihren Dienst tun.
Meines Wissens sollte man ja Akkus vor allem wegen der Dendritenbildung irgendwann entsorgen.
Dendriten entstehen nicht einfach so aus dem Nichts heraus, dafür müssen die Akkus zuvor entsprechend schlecht behandelt worden sein (z.B. Tiefentladung, Ladung bei großer Kälte etc.).
Das kalendarische Alter hat jedenfalls nichts damit zu tun.
 

t-soung

Flashaholic*
8 Februar 2012
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Meine ersten LiIon haben bestimmt 10 Jahre auf dem Buckel. Ich setze sie aktuell noch in meinen älteren Lampen ein. Diese Lampen belasten die Akkus auch nicht wirklich stark (<5A). Ich gehe beim Einsatz meiner Akkus folgendermaßen vor:

- pro Jahr schaffe ich ca. 2-3 neue LiIon an.
- Beim Kauf achte ich darauf, dass sie von seriösen Händlern (Nkon, Enerpower, Akkuteile) stammen und von einem bekannten Hersteller kommen (Sanyo/Panasonic, LG, Samsung, Sony, „Keeppower“, „Enerpower“)
- neue Akkus landen grundsätzlich in den häufig genutzten Lampen.
- Die ersetzten Akkus wandern in die weniger häufig genutzten Lampen.
- Beim Laden achte ich auf die Spannung. Liegt sie vor Laden unter 2,4V werden die Akkus entladen und landen im Batteriemüll.
- Bei mech. Beschädigung werden Akkus entsorgt
- Liegt die Spannung vor dem Laden zwischen 2,4V und 3,0V begleite ich den Ladevorgang persönlich (Ladestrom <1A und laufende Temperaturkontrollen, werden sie deutlich wärmer als handwarm werden sie entladen und entsorgt).
- Ladeströme orientieren ich an der Größe der Akkus (18650: 1A, 14500: 500mA). Meine Faustformel: max. 1/3 der Kapazität/h.
- Ladegeräte nur von bekannten Herstellern (bei mir seit Anfang an Xtar).
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Reihenschaltung! Parallelschaltung der gleichen Chemie ist kein Problem! An sonsten geb ich Dir aber recht mit der Nutzung alter Akkus.
Bei Parallelschaltungen ist es sinnvoll darauf zu achten, dass die Akkus denselben Ladungszustand haben. Weicht dieser stark ab und wird dann auch noch stoßweise ein hoher Strom angefordert, kann es zum Zelldrift kommen -> Brandgefahr. Das Entladeverhalten verändert sich mit der Zeit, alten Akkus traue ich da einfach weniger zu - bzw. sehe ein erhöhtes Risiko, dass diese sich zu unterschiedlich verhalten.
 

Flummi

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Bei Parallelschaltungen ist es sinnvoll darauf zu achten, dass die Akkus denselben Ladungszustand haben.

Nicht Ladungszustand, sondern Spannung.
Dies, damit keine Ausgleichsströme zwischen den Zellen entstehen (ein voller Akku lädt den leeren). Das gilt völlig unabhängig vom "Verschleißzustand" der Akkus.

Weicht dieser stark ab und wird dann auch noch stoßweise ein hoher Strom angefordert, kann es zum Zelldrift kommen -> Brandgefahr.

Die Ausgleichsströme entstehen durch unterschiedliche Spannung der Zellen beim Einlegen. Nach kurzer Zeit haben alle parallelen Akkus die selbe Spannung. Es kann definitiv nicht zu Zelldrift kommen.

Das Entladeverhalten verändert sich mit der Zeit, alten Akkus traue ich da einfach weniger zu - bzw. sehe ein erhöhtes Risiko, dass diese sich zu unterschiedlich verhalten.

Man könnte einen 1000mAh Akku mit einem 5000mAh Akku parallel verschalten und hätte dann einen 6000mAh Akku. Ganz ohne Zelldrift, das geht.
Was aber passieren könnte/wird, ist dass die Zellen im Betrieb unterschiedlich stark belastet werden. Das wird über die Kapazität und den Innenwiderstand der Zellen bestimmt.

Beispiel: Lampe zieht 40A; 4 parallele Akkus mit je max. 12A Strombelastbarkeit.
Hier sollten die Akkus möglichst gleich sein, damit kein einzelner Akku über 12A belastet wird.

Beispiel: Lampe zieht 10A; 4 parallele Akkus mit je max. 12A Strombelastbarkeit.
Hier könnte man munter mischen, denn selbst ein einzelner Akku könnte die Lampe versorgen.

Eine Parallelschaltung wirkt immer "ausgleichend", das ist positiv. Mir fallen nur zwei Szenarien ein, bei denen eine Parallelschaltung von Akkus ungesund sein kann:
1. Unterschiedliche Spannung beim Einlegen (siehe oben). (Aber auch: Ein Akku bekommt anfangs keinen Kontakt in der Lampe, wird also nicht entladen, dann später plötzlich doch...).
2. Eine Zelle bekommt einen internen Zellenkurzschluss. Dann wird es heftiger, als bei einer Zelle allein.

Soviel zum gänzlich neuen Thema "Parallelschaltung von Akkus". :grinsen:

Beste Grüße,
Flummi
 

hampshire

Flashaholic*
29 Dezember 2015
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Danke fürs Klarstellen. Natürlich geht es um die Spannung. Der "Gefahrenpunkt" hoher Ausgleichsströme ist also beim Einlegen gegeben, wenn die Akkus zu unterschiedliche Spannungszustände aufweisen.
Wie verhält sich das bei einer Stoßweisen Entladung >1C?
 

Nicobrosi

Flashaholic**
24 Oktober 2018
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Die Ausgleichsströme entstehen durch unterschiedliche Spannung der Zellen beim Einlegen. Nach kurzer Zeit haben alle parallelen Akkus die selbe Spannung. Es kann definitiv nicht zu Zelldrift kommen.
Das kann ich so nicht unterschreiben....in meiner meteor sind schon Zellen auseinander gedriftet,
Entscheidend ist ob alle Zellen einen sauberen Kontakt haben....
 

Flummi

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26 Oktober 2015
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Wie verhält sich das bei einer Stoßweisen Entladung >1C?

Da teilt sich die Belastung der einzelnen Zellen nach ihrem Innenwiderstand auf. Die mit dem geringeren Widerstand wird stärker belastet. Da die Spannung immer gleich sein muss (Parallelschaltung), gleichen sich die Unterschiede zwischen den Zellen nach dem "Burst" aber sofort wieder aus.

Das kann ich so nicht unterschreiben....in meiner meteor sind schon Zellen auseinander gedriftet,
Entscheidend ist ob alle Zellen einen sauberen Kontakt haben....

Wenn eine Zelle schlechter kontaktiert ist als eine andere, entspricht das vom Effekt her dem oben geschriebenen zum Innenwiderstand der Akkus: Die schlechter kontaktierte Zelle wird weniger belastet (weil ihre Spannung schneller einbricht, bzw. an der Kontaktierung abfällt). Wird die Last genommen, gleicht sich die Spannung der Zellen schnell wieder an.

Unter Zellendrift versteht man, dass die Spannungen einzelner Zellen zunehmend voneinander abweichen. Das ist bei Reihenschaltung möglich, bei Parallelschaltung nicht.

Die einzige Möglichkeit, einen "Zellendrift" in der Meteor (die Akkus sind parallel geschaltet?) zu provozieren: Lampe eine Weile im Vollgas, dann Akkus trennen und sofort messen. Dann hatten die Zellen keine Zeit sich anzugleichen (die schlecht kontaktierte Zelle wird eine höhere Spannung zeigen).
 

Flummi

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Nochmal zur stoßweisen Entladung, das ist schwierig zu beschreiben.

Ich habe einen schwachen Akku (hoher Innenwiderstand) und einen starken Akku (geringer Innenwiderstand) parallel verschaltet.

- Bei starker Belastung möchte der schwache Akku in seiner Spannung stärker einbrechen als der starke Akku. Kann er aber nicht wegen der Parallelschaltung. Was er aber machen kann: Er gibt weniger Ladung ab als der starke Akku.

- Nun wird die Last wieder abgeschaltet. Die Spannungen der Akkus "erholen" sich wieder. Der starke Akku hat aber mehr Ladung abgegeben, er ist leerer und hat dadurch nun eine geringere (Leerlauf-)Spannung als der schwache Akku. Der schwache Akku lädt nun den starken Akku wieder etwas auf.

Das Ganze läuft in der Realität natürlich nicht so binär gut/schlecht zuerst/danach, sondern in Nuancen und zeitgleich. Am Ende aller Ausgleichsvorgänge haben aber alle parallel geschalteten Akkus die gleiche Spannung (Mathematiker und Physiker mögen mich nun mit dem Hinweis auf asymptotischen Ladungsausgleich und t->Unendlich verschonen :grinsen:).
 

hampshire

Flashaholic*
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Meine Sorge dabei ist, dass die Ausgleichsströme eine zerstörerische Hitzeentwicklung annehmen können.
 

sbj

Flashaholic
7 Oktober 2016
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Die Sorge ist nur begründet, wenn du beim parallel schalten einen vollen 4,2V Akku mit einem ganz leeren 3,0V Akku zusammen steckst.

Der leere Akku wird dann eine Zeit lang mit mehr als 1C geladen, wodurch er heiß werden kann.

Während dem laufenden Betrieb einer Parallelschaltung können solche Spannungsunterschiede bei intakten Kontakten nicht auftreten.